Stolpersteine Berlin - Geschichten verfolgter Homosexueller
Stolpersteine Berlin - Geschichten verfolgter Homosexueller

Stolpersteine Berlin - Geschichten verfolgter Homosexueller

Dominic + Paul S .


Podcast

In diesem Podcast erzählen wir die bewegenden und oft unbeachteten Geschichten homosexueller Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Wir besuchen ihre Stolpersteine in Berlin, lassen Gäste zu Wort kommen und werfen einen Blick auf die persönliche Seite der Erinnerungskultur. Begleitet uns auf einer Reise durch das Berlin der 1920er und 30er Jahre und erfahrt mit uns, wer diese Menschen waren und wie sie gelebt haben.

Alle Folgen

  • Bonusfolge: im Gespräch mit Zeitzeugin und Holocaust-Überlebender Ruth Winkelmann (Teil 2)

    24.11.202555:51

    In Teil 2 unseres Gesprächs mit Ruth Winkelmann, Zeitzeugin, Autorin und Berlinerin, sprechen wir darüber, wie das Leben nach dem Krieg weiterging und welche Spuren der Nationalsozialismus in der Familie, in Berlin und in der Gesellschaft hinterließ. Ruth erzählt von ihrem Berlin der Nachkriegszeit, von politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Umbrüchen – und davon, warum viele Menschen Deutschland nicht verlassen konnten, obwohl sich der Nationalsozialismus immer weiter radikalisierte. Wir sprechen über:• Berlin nach dem Krieg• politische Entwicklungen und die Auseinandersetzung mit dem Aufstieg der AfD• warum Menschen blieben, obwohl es gefährlich wurde• ihren Cousin Egon Jacks, der vermutlich wegen seiner Homosexualität verfolgt wurde• alte Nazis in neuen Positionen nach 1945• was man politisch und gesellschaftlich tun kann, auch ohne einer Partei beizutreten• Erinnerungskultur und Verantwortung• Architektur & Lieblingsorte in Berlin• Lieblingsessen und die Geschmäcker der Kindheit• die Zeit am Sterbebett ihrer Mutter• Ausflüge mit ihrem aktuellen Lebenspartner Außerdem sprechen wir über ihre Sicht auf die Welt – und darüber, warum Menschlichkeit, Wachsamkeit und Erinnern für sie untrennbar zusammengehören. ? Ruth's Buch „Plötzlich hieß ich Sara“ ? Unser Instagram @stolpersteineberlin.podcast #StolpersteineBerlin #RuthWinkelmann #Zeitzeugin #Erinnerungskultur #PlötzlichHießIchSara #NSVerfolgung #BerlinGeschichte #HolocaustErinnerung #EgonJacks #QueereGeschichte #NieWieder #GeschichteDieBewegt #PodcastEmpfehlung #GegenDasVergessen

  • Bonusfolge: im Gespräch mit Zeitzeugin und Holocaust-Überlebender Ruth Winkelmann (Teil 1)

    10.11.20251:20:27

    In dieser Sonderfolge sprechen wir mit Ruth Winkelmann – Zeitzeugin, Autorin und waschechte Berlinerin. Ruth wurde 1928 geboren, wuchs zwischen jüdischen und christlichen Bräuchen auf, überlebte Krieg, Verfolgung und Bombenangriffe und verlor während des NS-Regimes fast ihre gesamte Familie. In Teil 1 unseres Gesprächs erzählt sie von: ​ ihrer Kindheit in einer großen Familie​ ihrer Schulzeit und dem Tag nach der Pogromnacht ​ dem Arbeiten und Überleben im Krieg• dem Leben im geteilten Berlin... sowie ihren Lieblingssüßigkeiten, dem Älterwerden und ihren Wünschen. Wir sprechen mit ihr auch über Verantwortung, Erinnerung und ihre Sicht auf die Welt. ? Teil 2 erscheint in zwei Wochen. ? Unser Instagram: ⁠⁠⁠⁠@stolpersteineberlin.podcast⁠⁠⁠⁠ ? Zur Autobiografie von Ruth: ⁠⁠⁠⁠Ruth Winkelmann – Plötzlich hieß ich Sara⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #StolpersteineBerlin #RuthWinkelmann #Zeitzeugin #HolocaustErinnerung #Erinnerungskultur #WeRemember #PlötzlichHießIchSara #GeschichteDieBewegt #NieWieder #JüdischesLeben #PodcastEmpfehlung #BerlinGeschichte #GegenDasVergessen

  • Bonusfolge: im Gespräch mit Stolperstein-Initiator Jürgen Wenke

    06.10.20251:20:19

    „Nicht fragen, einfach machen“ Staffel 2 ist zwar vorbei – aber wir sind nicht ganz weg. In unserer Sommerpause veröffentlichen wir unregelmäßig Interviews mit Menschen, die die Erinnerungskultur entscheidend prägen. Diesmal sprechen wir mit Jürgen Wenke. Jürgen, geboren 1957 in Bochum, ist Ingenieur, Psychologe, Psychotherapeut – und vor allem ein beharrlicher Erinnerungsarbeiter. Er hat 1980 die Schwulenberatung Rosa Strippe e.V. mitgegründet und bis 2010 geleitet. Seit Jahrzehnten recherchiert er die Geschichten homosexueller Männer, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, und hat fast 70 Stolpersteine initiiert. In unserem Gespräch erzählt Jürgen von seiner Motivation, von Begegnungen, die ihn geprägt haben, und von den Widerständen, die er bei der Recherche und Verlegung von Stolpersteinen immer wieder erlebt. Wir sprechen über die politische Dimension von Erinnerung, über zivilen Ungehorsam und über die Gefahren, die von rechts ausgehen. Außerdem geht es um die Verantwortung der Gesellschaft, vergessene Opfer sichtbar zu machen, die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Erinnerungskultur und die Frage, wie Stolpersteine zu Türöffnern werden können, um Geschichte lebendig zu halten. Themen dieser Folge: •⁠ ⁠Stolpersteine als Türöffner und Zeichen lebendiger Erinnerung •⁠ ⁠Persönliche Geschichten und die Verbindung von Identität und historischer Aufarbeitung •⁠ ⁠Widerstände und politische Gefahren für die Erinnerungskultur •⁠ ⁠Ziviler Ungehorsam als notwendige Haltung im Engagement •⁠ ⁠Warum Erinnerungsarbeit ein kontinuierlicher Prozess ist •⁠ ⁠Gesellschaftliche Verantwortung: Die Vergangenheit bewahren, um die Zukunft zu gestalten ⁠ Über Jürgen Wenke: Jürgen Wenke ist Ingenieur, Psychologe und Psychotherapeut. Er gründete 1980 die Schwulenberatung Rosa Strippe e.V. mit und leitete sie bis 2010. Heute engagiert er sich mit unermüdlicher Ausdauer für die Sichtbarmachung homosexueller NS-Opfer durch Stolpersteine und Biografien – und zeigt, wie Erinnerungsarbeit zu einem politischen Akt wird. Shownotes & Links: ? Unser Podcast auf Instagram: @stolpersteineberlin.podcast ? Mehr zu Jürgens Arbeit: stolpersteine-homosexuelle.de ? Unsere Folge zu Gustav Herzberg (Staffel 1) Fotocredit zum Folgencover: Lars Kramer

  • Bonusfolge: im Gespräch mit Historiker*in und Forscher*in Kai* Brust

    11.08.202523:04

    Staffel 2 ist vorbei – aber wir sind nicht ganz weg. In unserer Sommerpause veröffentlichen wir unregelmäßig Interviewfolgen mit spannenden, themennahen Menschen. In dieser Folge spricht Dominic – ausnahmsweise ohne Paul – mit Kai* Brust. Kai* ist nicht-binär, freiberuflich Historiker*in und forscht zu trans und inter* Bewegungen im 20. Jahrhundert. Als Teil des Kollektivs Educat initiierte Kai* den Stolperstein für Käte Rogalli, eine Frau, die in der NS-Zeit verfolgt wurde – eine Geschichte, die in Staffel 2 Folge 12 unseres Podcasts bereits ausführlich erzählt wurde. In diesem Gespräch geht es um die Motivation hinter der Recherche, um Stolpersteine als Form queeren Gedenkens – und um Aktivismus als erinnerungspolitische Praxis. Außerdem sprechen wir über trans* Forschung zur NS-Zeit, Leerstellen in der Geschichtsschreibung – und darüber, wie man Erinnerung selbst in die Hand nimmt. Themen dieser Folge: Queere Erinnerung und Stolpersteinarbeit: Wer war Käte Rogalli? Recherchieren, initiieren, erinnern – wie Kai* die Geschichte wieder sichtbar machte Trans* Geschichte im Nationalsozialismus – Herausforderungen & Perspektiven Aktivismus als Haltung – warum queeres Erinnern politisch bleibt Shownotes & Links:Unser Podcast auf Instagram: @stolpersteineberlin.podcastEducat auf Instagram: @educatkollektivUnsere Folge zu Käte Rogalli auf Spotify Ausstellung: https://exhibition-qi.educat-kollektiv.org/de/ Stadtrundgang: https://citywalk.educat-kollektiv.org/

  • Bonusfolge: im Gespräch mit Schriftsteller und Journalist Victor Sattler

    28.07.202540:42

    Staffel 2 ist zwar vorbei – aber wir sind nicht ganz weg. In der Sommerpause veröffentlichen wir unregelmäßig Interviewfolgen mit spannenden, themennahen Menschen. Diesmal zu Gast: Schriftsteller und Journalist Victor Sattler. Er ist Autor der queeren Folge des MDR-Podcasts Stolpertexte, in der er die Geschichte von Robert Bachach und Leo Hochner erzählt – zwei jüdischen Männern, die einander sehr nah standen und vor den Nationalsozialisten flohen. In dieser Folge spricht Victor mit uns über seine Recherchen für Stolpertexte, über den Umgang mit queerer Geschichte und über Haltung im Journalismus. Shownotes & Links:? Unser Podcast auf Instagram: @stolpersteineberlin.podcast? Victor Sattler auf Instagram: @victor_satt? Link zur Folge des Podcasts "Stolpertexte" Fotocredit: Inka Hilsenbek

  • Bonusfolge: im Gespräch mit Autor und Journalist Jürgen Pettinger

    14.07.202533:58

    Queere Geschichte, politische Gegenwart – im Gespräch mit Jürgen Pettinger Staffel 2 ist zwar vorbei – aber wir sind nicht ganz weg. In der Sommerpause veröffentlichen wir unregelmäßig Interviewfolgen mit spannenden, themennahen Menschen. Heute starten wir mit einer besonderen Stimme: Jürgen Pettinger. Was bedeutet es, wenn queere NS-Opfer heute Stolpersteine haben – und gleichzeitig Rechtspopulisten wieder gegen „LGBTQ-Ideologie“ hetzen? Jürgen Pettinger, preisgekrönter Journalist und Autor, gibt in dieser Auftaktfolge unserer Interviewreihe eindrucksvoll Einblick in seine Recherchen, seine Haltung und journalistische Arbeit. Pettinger erzählt vom Leben und Sterben des 1944 hingerichteten Franz Doms, erklärt, wie man Sprache gegen das Vergessen einsetzen kann, und wie er die politischen Entwicklungen in Deutschland und Österreich einordnet. Eine Folge über die Kraft der Geschichten, über Sichtbarkeit – und über Verantwortung. Themen dieser Folge: Warum queere Erinnerung heute wichtiger denn je ist Wie Pettinger für seine Bücher „Franz“ und „Dorothea“ recherchierte Erinnerungskultur vs. rechter Zeitgeist Journalistische Haltung und Verantwortung Über Jürgen Pettinger:Jürgen Pettinger ist Journalist beim ORF und Autor der Bücher Franz – Schwul unterm Hakenkreuz und Dorothea – Queere Heldin unterm Hakenkreuz. Seine Features und Reportagen wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem dokKa-Preis. Er lebt in Wien. Links:Unser Projekt auf Instagram: @stolpersteineberlin.podcastJürgen Pettinger auf Instagram: @juergenpettingerMehr zu seinen Projekten: linktr.ee/jurgenpettinger Fotocredit des Coverfotos: Martina Berger