Storify your Business
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Holger König und Michael Neugebauer


Podcast

Storify your Business - der Podcast für klare Kommunikation gegenüber Kunden und Mitarbeitern, gegenüber Kundinnen und Mitarbeiterinnen. Am Mikrofon: Holger König und Michael Neugebauer. Das ist eine Ansage, die wir schon ein paar hundert Mal gemacht haben. Wir haben vor vielen Jahren gemeinsam beim Radio gearbeitet. Dann haben sich unsere Berufswege getrennt. Holger hat eine Marketingagentur gegründet, Caesar & Harrison und Michael arbeitet als Coach und Kommunikationstrainer. Wir haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Einzelmenschen, Organisationen und Unternehmen beraten. Und wir möchten Menschen dabei unterstützen, klar und erfolgreich zu kommunizieren, also sich so auszudrücken und so aufzutreten, dass sie das erreichen, was sie sich zum Ziel gesetzt haben. In unserem Podcast reden wir deswegen mit unseren unterschiedlichen Erfahrungen und Herangehensweisen über Stolpersteine auf dem Weg von einer guten Idee oder einer guten Absicht bis hin zum gewünschten Erfolg und über praktische Methoden, wie man diese Stolpersteine aus dem Weg räumt. Oder besser noch im Vorfeld erkennt und umgeht.

Alle Folgen

  • 15.000 Marketing-Tools und keins sieht die Story hinter den Daten

    Heute50:37

    Zum ersten Mal bei Storify Your Business: Burkhardt Gasber. Er liest Geschichten aus Daten – und zwar solche, die längst da sind, die aber noch niemand gesehen hat. Vor fünfzehn Jahren gab es rund 150 Marketing-Analyse-Tools, heute sind es über 15.000 – und trotzdem, so die These dieser Folge, ersetzt keines davon einen Menschen, der die Story in den Zahlen erkennt. Holger König und Michael Neugebauer sprechen mit dem Data-Storyteller Gasber darüber, warum mehr Dashboards meist mehr Verwirrung bedeuten und wie erstaunlich einfach der Ausweg ist: drei, vier essenzielle Kennzahlen, Tag für Tag auf eine farbcodierte Heatmap gelegt – und plötzlich sieht das ganze Team, wo es hakt und wo die Chancen liegen.

  • Deutschland, ein Land ohne Erzählung

    22.07.202640:25

    Heute wird es zwar politisch, aber nicht parteipolitisch. Denn Holger König und Michael Neugebauer stellen keine Koalitionsfrage, sondern eine viel grundlegendere: Wo ist eigentlich die Geschichte, die erklärt, wohin dieses Land will? Michael hat sich durch fünf Jahrzehnte deutscher Regierungssätze gearbeitet und stellt fest, dass genau einer davon bis heute sitzt: Willy Brandts „Mehr Demokratie wagen" von 1969. Holger und Michael zerlegen diesen Satz mit dem Handwerkszeug des Storytellings und zeigen, warum er funktioniert. Er macht die Gemeinschaft zum Helden, beschreibt ein erstrebenswertes Ziel, gibt zu, dass es Hindernisse gibt, und verspricht trotzdem ein gutes Ende. Alles, was danach kam – von der geistig-moralischen Wende über den Ruck, der durch Deutschland gehen sollte, bis zu „Sie kennen mich" – hält dieser Prüfung kaum stand. Ein Slogan ist eben noch kein Narrativ. Es geht auch um die schwierigere Hälfte der Frage: um Eigenverantwortung, um den „Freiheitsschock" des Historikers Ilko-Sascha Kowalczuk und um die These des Psychologen Stephan Grünewald, dass der Leidensdruck schlicht noch nicht groß genug ist. Dazu kommt der Blick auf das Umfeld, in dem Botschaften heute überhaupt ankommen müssen: Aufmerksamkeitsökonomie, tägliche Apokalypsen, Blasen. Und immer wieder die Brücke ins Unternehmen, denn was hier fehlt, fehlt dort genauso: ein Wofür, für das sich Anstrengung lohnt.

  • Die Kunst, Nein zu sagen

    08.07.202643:36

    „Nein" hat nur vier Buchstaben und es zu sagen fällt trotzdem unglaublich vielen Menschen schwer. Ja zu sagen ist bequem: kein Konflikt, Wohlwollen, vielleicht der nächste Auftrag. Doch jedes zu oft gesagte Ja hat seinen Preis. Es richtet gesundheitlich Schaden an (die Zahl der Burnout-Betroffenen hat sich laut AOK-Zahlen in zwanzig Jahren vervielfacht). Es hat ökonomische Folgen (wer sich verzettelt, hat am Ende keine Prioritäten mehr) und senkt die Qualität der Arbeit (wer überlastet ist, liefert nur noch Mittelmaß). In dieser Folge von Storify Your Business zerlegen Holger König und Michael Neugebauer das kleine Wort mit der großen Wirkung. Herzstück ist Michaels Typologie: neun verschiedene Neins in drei Gruppen. Die beiden demaskieren Vermeidungsneins (das versteckte „Ich muss das erst intern besprechen", das verschleierte Ja, das später zum Nein wird). Sie sezieren die Machtneins (das unterdrückte Nein, bei dem aus Angst vor Gesichtsverlust ein Projekt weiterläuft, Stichwort sunk cost) und zeigen, wie man mit konstruktiven Neins eine Tür offen lässt. Denn Nein ist nicht gleich Nein: Wer ein Nein hört, sollte die Motivation dahinter verstehen, wer eines gibt, kann es so formulieren, dass die Beziehung hält. Michael zeigt, wie man Nein-Sagen wie einen Muskel trainiert: erst die kleinen Neins, dann die großen. Holger erläutert, warum das differenzierte „so nicht, aber gerne so" Vertrauen schafft und warum ein klares Nein am Ende ehrlicher ist – sich selbst und anderen gegenüber.

  • Der teuerste Satz im Change-Prozess: „Ich nehme alle mit"

    24.06.202654:44

    „Ich nehme alle mit!" Dieser gut gemeinte Vorsatz ist im Change-Prozess fast garantiert zum Scheitern verurteilt. Sie werden nie alle mitnehmen, und das ist keine Frage von gutem Willen, sondern von Neurobiologie. In dieser Folge diskutieren Holger König und Michael Neugebauer, warum unser Gehirn eine anstehende Veränderung reflexhaft als Bedrohung behandelt: Tief in uns läuft noch der „Neandertal-Modus", der Energie sparen und bei bewährten Routinen bleiben will. Der Säbelzahntiger von früher ist heute die nächste Reorganisation oder die Einführung von KI. Michael zeigt, dass sich bei jedem Wandel grob ein Viertel der Menschen begeistern lässt, die Hälfte abwartet und ein Viertel blockiert. Und er begründet, warum es ein Fehler ist, die eigene Glaubwürdigkeit am letzten Viertel aufzuhängen. Sie hören, welche Bedingungen Veränderung überhaupt möglich machen: ein klares Warum, kleine Schritte, ein sicherer Rahmen, echtes Vertrauen und Beteiligung statt Anordnung von oben. Besonders ehrlich wird es, wenn Michael zwei eigene Fehler als Change-Begleiter offenlegt: darunter das voreilige Versprechen von „Transparenz". Holger und Michael liefern handfeste Orientierung wie das Sieben-Phasen-Modell nach Richard Streich und Beispiele aus Medienhäusern, IT-Projekten und dem eigenen Berufsleben. Eine Folge für alle, die Veränderung anstoßen oder begleiten und endlich verstehen wollen, warum sie so selten funktioniert.

  • Durchdringen im Dauerrauschen

    10.06.202631:19

    Jeden Tag prasseln bis zu 10.000 Werbebotschaften auf uns ein und der Reflex der meisten Unternehmen lautet: noch mehr Content, noch mehr Kanäle, noch lauter. Genau das ist der Denkfehler. Denn unser Gehirn und das unserer Kunden und Mitarbeiter arbeitet wie ein Türsteher: Es filtert, stumpft ab und geht am Ende in Abwehrhaltung. Wer dagegen anschreit, kommt nicht rein. In dieser Folge zeigen Holger König und Michael Neugebauer, warum mehr Lärm das Problem nur verschärft und wie Sie im Dauerrauschen trotzdem durchdringen. Der entscheidende Perspektivwechsel ist dieser: weg vom Ego-Marketing, das vor allem von sich selbst erzählt, hin zu Botschaften, die Ihr Gegenüber zum Helden machen. Sie hören, warum „Marktführer seit 1985" niemanden erreicht und wie aus derselben Information eine Botschaft wird, die wirklich ankommt. Michael verrät seinen Trick für sofort verständliche Kommunikation, Holger das Rezept für den 15-Sekunden-Pitch aus Problem, Lösung und Ergebnis. Mit Beispielen von der überfrachteten Webseite über den missglückten Werbetext bis zur Geburtstagskarte und der Forschung dahinter. Warum unser Gehirn gute Geschichten deutlich besser erinnert. Eine Folge für alle, die wollen, dass ihre Botschaft endlich gehört wird – im Marketing genauso wie in der internen Kommunikation.

  • Du kannst nicht keine Haltung haben

    27.05.202637:40

    Was hat Paul Watzlawick mit Haltung zu tun und warum hat selbst der schweigendste Kollege eine Haltung, ob er will oder nicht? In dieser Folge nehmen sich Holger König und Michael Neugebauer einen Begriff vor, der zwischen Sonntagsrede und Floskel zu zerfallen droht. Sie zeigen in fünf Kapiteln, woraus Haltung entsteht, wie sie sich verschiebt (Stichwort: Confirmation Bias), wann und wie man sie zeigt, ohne in Sturheit zu kippen, und sie liefern ungewöhnlich offene Antworten auf die Frage, wie sie selbst zu ihrer Haltung gekommen sind. Mit konkreten Job-Beispielen: ein Vertriebsgespräch, das Holger umdreht; ein Team, das sich selbst zerredet; ein Mandant, dessen Marketing-Abteilung kurz vor der Leitmesse in den Urlaub fährt. Sie ziehen die Linie zwischen Haltung und Sturheit, zwischen ethischem Verhalten und seelenlosem Reaktionsmuster, und machen klar: Ein Like bei Instagram ist kein Haltungsbeweis. Wie aus diffusen Überzeugungen eine klare Haltung wird, die im Job trägt und wo genau die Grenze zur Sturheit verläuft. Mit zwei Filmtipps, einem Literaturtipp und einem Schlusssatz, den man so schnell nicht vergisst: Sej a Mensch. Plus: Ausblick auf die nächste Folge, in der es um die Frage geht, wie eine Botschaft im täglichen Reizgewitter überhaupt noch ankommt.