Studium und dann?
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Studium und dann?

Redaktion von "Studium und dann?"


Podcast

Mit unserem Podcast „Studium und dann?“ möchten wir Studierenden, Schüler*innen und allen Bildungsinteressierten zeigen, wie vielfältig Berufs- und Lebenswege nach dem Studium sein können. Viele junge Menschen orientieren sich bei der Berufs- und Studienwahl in erster Linie an ihrem direkten Umfeld: Familie, Freundeskreis oder an der Region. Doch die Welt der Studien- und Berufsmöglichkeiten ist viel größer – und genau das wollen wir gemeinsam sichtbar machen. Uniabsolvent*innen und Forscher-Alumni aus ganz unterschiedlichen Bereichen und von verschiedenen Hochschulen berichten in authentischen Interviews mit Studierenden von ihren persönlichen Erfahrungen im Studium, beim Berufseinstieg oder auch bei der eigenen Unternehmensgründung. Offen sprechen wir über Herausforderungen, Wendepunkte und Chancen – und machen so Mut, den eigenen Weg zum und nach dem Studium zu finden.

Alle Folgen

  • Vom Komparsen zum Producer: Dennis Müller über seinen Einstieg in die Filmbranche und die Magie des bewegten Bildes

    Gestern39:17

    Als die Leuphana Universität Lüneburg in einer ZDF-Serie als Kulisse diente, konnte Dennis Müller nicht nur dem bekannten Schauspieler Tom Schilling bei der Arbeit zu sehen, sondern durfte auch selbst als Komparse am Filmset dabei sein. Diese Drehtage weckten in ihm eine Begeisterung für die Welt des Films, die ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat. Heute arbeitet er als Producer bei einer YouTube-Agentur in Hamburg und verantwortet dort alles rund um Videoproduktionen: er kommuniziert mit Kund:innen, koordiniert das Team, kümmert sich um die Buchung von Creator:innen und gibt Feedback an Drehbuchautor:innen. Am meisten gefällt ihm an seinem Beruf, dass sich hier organisatorische und kreative Tätigkeiten nicht ausschließen, sondern bedingen. Der Einstieg in die Filmbranche war für Dennis alles andere als vorhersehbar. Nach der Realschule machte er zunächst eine Ausbildung zum Bürokaufmann, ehe er beschloss, sein Fachabitur nachzuholen und sich als Erster in seiner Familie an einer Universität zu bewerben. 2011 begann er schließlich seinen Bachelor in Umweltwissenschaften mit dem Nebenfach Wirtschaftspsychologie an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Umweltwissenschaftsstudium erwarb Dennis nicht nur Grundlagenwissen in Naturwissenschaften, Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsvermittlung, sondern erlebte auch eine Reihe prägender Momente. Das Leuphana-Semester, in dem alle Studiengänge gemeinsam zusammenkommen, empfand er als besonders wertvoll: Hier konnte er durch die gemeinsame Arbeit mit Menschen aus völlig unterschiedlichen Fachrichtungen das wissenschaftliche Arbeiten kennenlernen, bevor er sich in den folgenden Semestern ganz in seinem Fachbereich vertiefte. Zugleich kam Dennis während des Studiums nicht nur im Rahmen des ZDF-Drehs auf dem Campus mit den Themen Medien und Film in Kontakt. So arbeitete er als studentische Hilfskraft am Center for Sustainability Management, für das er Videos drehte und die Website betreute. Außerdem war er Teil des Teams bei dem jährlich an der Universität stattfindenden Lunatic-Festival, in dessen Rahmen ein ganzer Film produziert wurde. Ausgehend von diesen Erfahrungen meldete er noch während des Bachelorstudiums ein Nebengewerbe für Filmproduktion an und gewann mit dem CamGuru Award einen Filmpreis für Nachwuchsfilmschaffende in München. Nach der Zeit an der Leuphana Universität gründete Dennis gemeinsam mit einem Kollegen die Produktionsfirma Blue Ape Media, die sich vor allem mit der Erstellung von Imagefilmen, Recruiting- und Musikvideos befasste. Besonders wichtig war Dennis in diesem Kontext, vor allem mit Unternehmen aus dem Nachhaltigkeits- und Sozialbereich zusammenzuarbeiten. Damals wie heute ist er der Überzeugung, dass Film und Bewegtbild eine unglaubliche Kraft haben. Auf der großen Leinwand, aber auch in einem YouTube-Video können Geschichten erzählt werden, die bewegen, verbinden und Menschen zum Umdenken bringen. Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie gestaltet sich als Quereinsteiger:in der Weg in die Filmbranche, und wie produziert man seinen ersten eigenen Film? Was braucht es wirklich, um eine eigene Produktionsfirma zu gründen? Und welchen Ratschlag gibt Dennis all jenen mit auf den Weg, die nach dem Studium noch nicht genau wissen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen sollen? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Mai 2022. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/vom-komparsen-zum-producer-dennis-mueller-ueber-seinen-einstieg-in-die-filmbranche-und-die-magie-des-bewegten-bildes/

  • Die zukunftsfähigen Lösungen sind schon da: „Sustainable Matchmaker“ Tina Teucher über die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft

    11.09.202653:06

    Tina Teucher hat genug davon, dass viele in unserer Gesellschaft immer nur mit dem Finger auf das zeigen, was insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit noch nicht funktioniert. Ihrer Ansicht nach sind die guten Lösungen für ein lebenswertes Morgen schließlich schon da, man muss Menschen nur auf sie aufmerksam machen. Damit beschäftigt sie sich täglich als selbstständige Nachhaltigkeitsexpertin, Journalistin, Beraterin und Rednerin, oder, wie sie sich selbst nennt, als „Sustainable Matchmaker“. In einem Arbeitsmonat übernimmt Tina vielfältige Aufgaben: Sie moderiert in ganz Deutschland Kongresse, hält Keynotes, entwickelt Nachhaltigkeitsstrategien für Unternehmen und schreibt Beiträge für unterschiedliche Publikationen. Dass sie einmal als Selbstständige zugleich so unterschiedliche berufliche Rollen ausfüllen würde, hätte Tina lange Zeit nicht gedacht. Ihr war jedoch schon früh bewusst geworden, wie wichtig es ist, im Job die eigenen Werte vertreten zu können, nicht nur die einer Firma: Als Berufsanfängerin wurde sie von einer großen Unternehmensberatung zum Vorstellungsgespräch eingeladen und aufgefordert, im Zweifel Firmen auch zur Abholzung von Regenwald zu raten, sollte dies ihren Profit erhöhen. Sie lehnte entschieden ab und wählte, ohne dem gut bezahlten Jobangebot nachzutrauern, einen anderen, freieren beruflichen Weg, auf dem sie ihren eigenen Überzeugungen treu bleiben konnte. Nach ihrem Bachelorstudium in Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaft arbeitete sie beim Magazin „Forum Nachhaltig Wirtschaften“ und konnte dort erste praktische Erfahrungen machen, die ihr beim Aufbau einer eigenen Selbstständigkeit im Bereich Sustainability von Nutzen waren. Zugleich merkte sie aber, dass sie auch tiefergehende Theoriekenntnisse benötigen würde, um in diesem Feld Fuß zu fassen. Aus diesem Grund entschied sich Tina für das berufsbegleitende Masterstudium in Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg, das sie 2014 abschloss. Das Studium war, wie sie erzählt, in jedweder Hinsicht abwechslungsreich und vielfältig. Mit Kommiliton:innen aus völlig unterschiedlichen Bereichen arbeitete Tina nicht nur in Gruppen zu Themen wie nachhaltigem Marketing und Stakeholder-Management, sondern nahm auch in einem Hamburger Restaurant im Dunkeln an praktischen Versuchen zum Thema Gruppendynamik teil. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist ihr zudem ein Experiment aus der Umweltpsychologie, ein Planspiel, bei dem mehrere Gruppen um ein gemeinsames Stück Land, eine sogenannte Allmende, als wertvolle Ressource konkurrieren. Tinas Studiengruppe war die erste überhaupt, die diese Weide nicht überbewirtschaftete, weil sie sich an die getroffenen Absprachen hielt, sehr zur Überraschung des Dozenten. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie geht Tina Teucher in ihrer täglichen Arbeit damit um, dass Menschen trotz besseren Wissens umweltschädliche Entscheidungen treffen? Was unterscheidet echten Wandel in Unternehmen von Greenwashing? Und wie schafft man es, ein wirklich nachhaltiges Business aufzubauen? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Februar 2022. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/die-zukunftsfaehigen-loesungen-sind-schon-da-sustainable-matchmaker-tina-teucher-ueber-die-nachhaltige-transformation-unserer-wirtschaft/

  • International auf der Suche nach den besten Menschen aus der Entertainmentbranche: Ole Heidelk über seinen Job als Recuiter bei Netflix in London

    04.09.20260:01

    An einem einzigen Arbeitstag spricht Ole Heidelk mit Menschen auf drei oder vier verschiedenen Kontinenten, über unterschiedlichste Themen und für ganz verschiedene Teams. Er selbst sitzt hierbei in einem großen Open-Space-Büro in London, seinem Arbeitsplatz als Recruiter bei Netflix. Sein Weg zu diesem Job beim weltbekannten Streaming-Giganten war keineswegs vorgezeichnet: Seinen Bachelor in Business Administration hat er im Abend- und Wochenendstudium gemacht, weshalb sein erster Abschluss nicht von jeder Universität akzeptiert wurde, an der er sich für den Master bewarb. Auf mehr Offenheit für Menschen mit unterschiedlichen Studienwegen stieß Ole allerdings an der Leuphana Universität Lüneburg, wo er schließlich ein Masterstudium in Management und Entrepreneurship mit dem Schwerpunkt Personalmanagement begann und 2016 auch abschloss. Die Studieninhalte an der Leuphana Universität beschreibt er als ausgewogene Mischung aus Betriebswirtschaftslehre, Managementskills, Arbeitsrecht und Wirtschaftspsychologie. Am stärksten in Erinnerung geblieben ist ihm allerdings ein Modul zum Thema Wissenschaftsphilosophie im allerletzten Semester. Zu verstehen, was Wissenschaft bedeutet und dass man sich der Wahrheit nur annähert, aber nie etwas mit absoluter Sicherheit wissen kann: Diese Erkenntnisse ermöglichten Ole einen neuen Blickwinkel auf sein Studium als Ganzes und auf die Inhalte, mit denen er sich in den letzten Semestern beschäftigt hatte. Ergänzt wurde seine Zeit an der Leuphana Universität durch ein Auslandssemester in Shenzhen, China. Nach dem Studium arbeitete Ole zunächst als Recruiting-Verantwortlicher für Praktikantenprogramme bei Google in Dublin, bevor er sich entschied, nach London zu Netflix zu wechseln. Grund für den Wechsel war für Ole weniger die Bekanntheit des Streaming-Anbieters, sondern die Unternehmenskultur: Netflix hat ein sogenanntes Culture Deck veröffentlicht, das beschreibt, wie die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens gestaltet werden soll. Das zentrale Versprechen dieser mittlerweile im Human-Resources-Bereich sehr bekannten Sammlung von Leitsätzen ist direktes, offenes Feedback, genau das, wonach Ole auf der Suche war. Als Recruiter bei Netflix ist Ole nicht derjenige, der Schauspielerinnen unter Vertrag nimmt. Er sucht die Menschen, die hinter der Kamera stehen oder im Büro tätig sind: erfahrene Produktionsleiterinnen, Production Managerinnen und Fachleute aus der Entertainmentbranche in ganz Europa. Was ihn hierbei jeden Tag aufs Neue begeistert, ist die Vielfalt der Menschen, mit denen er spricht. Langweilig ist es Ole in diesem Job noch nie geworden, wie er selbst im Podcast verrät. Zugleich braucht er in seinem Job oft Geduld und gute Networking-Skills: Manchmal dauert es Monate oder gar Jahre vom ersten persönlichen Gespräch mit potenziellen Mitarbeitenden bis hin zu ihrer Bewerbung. Am Ende entscheiden zudem immer die Teams selbst, ob eine Person fachlich und menschlich zu ihnen passt. Ole beschreibt seinen Job deshalb vor allem als den eines Beraters. Seine Aufgabe ist es, Talente zu identifizieren und auch andere vom Potenzial neuer Mitarbeiterinnen zu überzeugen. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Warum ist Ole der Meinung, dass man zuerst überlegen sollte, in welcher Firma man arbeiten möchte, bevor man darüber nachdenkt, welche Position genau man dort einnehmen möchte? Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag in einem weltbekannten Großunternehmen? Und was rät Ole jemandem, der sich auf eine Stelle bewirbt und nicht weiß, wie er zeigen kann, dass die Ausschreibung zu ihm passt? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand im April 2022 statt. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28205

  • Maschinen beibringen, die Welt zu verstehen: Dr. Fabian Sturm über seine Arbeit als Postdoc Research Engineer, Zukunftstechnologien und Kickerspielen gegen die KI

    28.08.202639:05

    Tischfußball spielen gegen die KI, an einem Kicker, dessen eine Seite vollständig von einem neuronalen Netz gesteuert wird? Was wie ein Studentenspaß klingt, war für Dr. Fabian Sturm 2017 der Einstieg in ein Forschungsfeld, das ihn bis heute nicht mehr loslässt. Seitdem denkt er darüber nach, wie wir Maschinen beibringen können, unsere Welt zu verstehen: Warum werden eine Tasse oder ein Schraubenzieher so gegriffen, wie sie gegriffen werden? Wie vermittelt man das einem Roboter? Und wie kann man so letztendlich Arbeitnehmer: innen entlasten, deren Tätigkeit anstrengend oder monoton ist und zugleich ihre ganze Aufmerksamkeit erfordert? Heute beschäftigt er sich mit dieser und anderen Fragen als Postdoc Research Engineer an der Technischen Hochschule Nürnberg. Was er als Postdoc macht, ist schwer in einem Satz zu fassen: Er forscht selbst, aktuell vor allem im Bereich der Bilderkennung durch künstliche Intelligenz, arbeitet mit Unternehmen zusammen, konzipiert Fachvorträge, betreut Studierende, hält Vorlesungen und spielt darüber hinaus mit dem Gedanken der eigenen Unternehmensgründung. Besonders begeistert ihn, in seiner Tätigkeit die Technik- und Elektronikbegeisterung weitergeben zu können, die ihn seit seiner Jugend begleitet: Vor dem Studium absolvierte er eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik, arbeitete anderthalb Jahre als Geselle und holte dann sein Abitur mit Schwerpunkt Elektrotechnik nach. Dennoch war für ihn bald klar, dass er sich nicht sein gesamtes Studium und späteres berufliches Leben mit diesem einen Bereich beschäftigen wollen würde. Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Darmstadt war schließlich genau das, wonach Fabian gesucht hatte: Ein Studiengang, der Technik, Informatik, Maschinenbau und Wirtschaft verbindet, und für den er noch heute wirbt: Wer sich nicht auf ein Fachgebiet wie die Elektrotechnik oder die Betriebswirtschaft beschränken möchte oder noch nicht genau weiß, wohin der berufliche Weg ihn oder sie führen könnte, findet hier genau das Richtige. Noch während des Master-Studiums zeichnete sich für Fabian die Möglichkeit zur Promotion ab: Als Werkstudent kam er zu Bosch Rexroth in den Automatisierungsbereich und konnte schließlich für das Unternehmen ein Jahr lang in den USA arbeiten. Hier schrieb er seine Masterarbeit zum Thema Montageassistenzsysteme, also KI-gestützte Hilfsmittel, die das Anlernen neuer Mitarbeitender in Produktionslinien beschleunigen. Daraus entwickelte sich wie von selbst die Idee zu seiner Doktorarbeit, die Fabian mit der Unterstützung von Bosch Rexroth als Industriepromotion schreiben konnte. Im Podcast spricht er über die Chancen dieser Förderung, den Alltag als Doktorand und wie er mit dem Gefühl umgeht, als promovierter Erstakademiker immer etwas zwischen den Stühlen zu sitzen. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Warum kann Wirtschaftsingenieurwesen gerade dann das richtige Studium sein, wenn man sich noch nicht zwischen Technik, Informatik, Maschinenbau und Wirtschaft entscheiden möchte? Wie kann man über Gamification einen Automatisierungsprozess an einem Alltagsgegenstand, wie einem Tischkicker, intelligent gestalten? Was verbirgt sich hinter dem Begriff Vision Language Action Model, und warum könnte es die Zukunft der Robotik verändern? Und: In welchem Bereich möchte Fabian selbst ein Unternehmen gründen? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im April 2026 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26944

  • Alles andere als verstaubt: Silke Huffziger über ihre abwechslungsreiche Arbeit als Wirtschaftsprüferin, Managerin und Prokuristin bei PwC

    14.08.20260:01

    Von Oktober bis in den April hinein sitzt Silke Huffziger in den Prüferzimmern von Banken und arbeitet dort eng mit Vorstand, Rechnungswesen und Risikomanagement zusammen. In dieser sogenannten „Busy Season" taucht Silke, die heute als Wirtschaftsprüferin, Managerin und Prokuristin bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Hamburg im Bereich Financial Services tätig ist, tief in die Prozesse und Strukturen eines ganzen Unternehmens ein. Die etwas ruhigeren, aber nicht weniger spannenden Sommermonate verbringt sie damit, neue Kolleg:innen anzuwerben und auszubilden. Es ist dieser Kontrast, der für Silke ihre Arbeit zu einer der interessantesten Tätigkeiten in der Finanzbranche macht. Ihr Weg zur internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC begann mit einer Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse. Auf diese Weise bekam Silke direkt nach dem Abitur bereits einen Einblick in die Arbeitswelt und wurde praxisnah auf das Berufsleben vorbereitet. Danach folgte ein Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Rechnungslegung und Steuern, während dessen sie ein erstes Praktikum bei PwC absolvierte. Dabei erkannte sie schnell: Die Kombination aus der analytischen Arbeit mit Zahlen und der verantwortungsvollen Aufgabe, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gemeinsam mit ihren Mandant:innen zu überprüfen, war genau das Richtige für sie. Sie entschied sich, fest bei PwC in Hamburg einzusteigen. 2017 traf Silke nach einigen Jahren im Unternehmen eine wegweisende Entscheidung: Sie wollte sich noch einmal weiterbilden, um Wirtschaftsprüferin zu werden. Mit dem berufsbegleitenden AUDIT XCELLENCE Master an der Leuphana Universität Lüneburg fand Silke genau das Programm, das sie beruflich weiterbringen konnte. Wie sie im Gespräch mit Sophia erzählt, ist das Studium eng mit der Praxis verzahnt: Im Winter arbeitete Silke bei PwC für ihre Kund:innen bzw. Mandant:innen, im Sommer saß sie in Lüneburg im Hörsaal. Diese Kombination beschreibt sie als große Bereicherung, denn erst während des Studiums sind ihr viele Zusammenhänge zwischen der täglichen Praxis und den dahinterliegenden Konzepten und Prüfungsstandards wirklich klar geworden. Nachdem sie am Ende des Masterstudiums ihr Wirtschaftsprüferexamen bestanden hatte, übernahm Silke zunehmend Verantwortung im Unternehmen: Heute führt sie selbst Mitarbeitende und unterschreibt eigenhändig die Jahresabschlussprüfungen ihrer Mandate, was ohne ihre berufsbegleitende Weiterbildung nicht möglich gewesen wäre. Außerdem hat sie in diesem Jahr ein neues Schulungsprogramm für Berufseinsteiger:innen im Bereich Bankenprüfung mit aufgebaut und ist im Recruiting aktiv. In dieser Rolle gibt sie unter anderem Gastvorlesungen an Hochschulen und zeigt jungen Menschen durch ihre eigene Begeisterung für die Wirtschaftsprüfung, warum diesem Bereich vollkommen zu Unrecht ein immer noch etwas verstaubtes Image anhaftet. Für die Zukunft hat Silke sich zudem ein neues Ziel gesetzt: Sie möchte im Rahmen eines sogenannten „Secondments“ einige Zeit im Ausland arbeiten, vielleicht in Singapur, den USA oder Kanada. Ein solcher Auslandsaufenthalt würde es ihr ermöglichen, nicht nur andere Arbeitsweisen, sondern auch neue Kulturen und Kolleg:innen aus der ganzen Welt kennenzulernen. Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie läuft eine Jahresabschlussprüfung bei einer Bank im Detail ab? Welche Eigenschaften sollten angehende Wirtschaftsprüfer:innen mitbringen? Und wie findet Silke auf dem Trampolin einen Ausgleich zu ihrer anspruchsvollen Arbeit? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28271

  • Elbphilharmonie statt Streamingdienst: Wie Jonathan Schanz als Redakteur beim NDR junge Menschen für klassische Konzerte begeistert

    07.08.20260:01

    Social-Media-Posts vorbereiten, Knigge-Regeln für Konzertbesuche erklären und eine Generation mit dem NDR-Elbphilharmonie-Orchester vertraut machen, die Musik in erster Linie über Streamingdienste wie Spotify hört: Das ist der Arbeitsalltag von Jonathan Schanz, und er würde seinen Beruf mit niemandem tauschen wollen. Jonathan hat bis 2019 Umweltwissenschaften mit dem Nebenfach Digitale Medien im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg studiert. Heute arbeitet er als Redakteur im Bereich Orchester, Chor und Konzerte beim NDR in Hamburg. Gleichzeitig ist er selbstständiger Kameramann, Moderator, Cutter und Grafiker. Ein Blick auf seinen Lebenslauf zeigt, wie unterschiedlich die Projekte sind, mit denen er sich beruflich bereits beschäftigt hat: Die Bandbreite reicht von Werbevideos bis zum Reeperbahn Festival Aftermovie, vom Funk-Format „Sex und Shisha“ bis zum Grafikdesign für ein Magazin zum Thema politische Bildung. Beim NDR ist Jonathan als Redakteur unter anderem für das NDR Elbphilharmonie Orchester, die NDR Big Band und das NDR Vokalensemble zuständig. Seine aktuelle Hauptaufgabe ist es, Formate zu entwickeln, die klassische Musik für jüngere Zuhörer:innen und neue Zielgruppen zugänglich machen. Wer noch nie ein Konzert besucht hat und nicht weiß, wann man im Theater klatscht und wann lieber nicht, gehört genau zu der Gruppe, die Jonathan im Sinn hat. Er analysiert Instagram-Feeds und TikTok-Videos, außerdem recherchiert er, wie Orchester in anderen Ländern Jugendliche und junge Erwachsene für sich gewinnen. Davon ausgehend überlegt er, wie die Hör- und Sehgewohnheiten der Generation Z in die Welt der klassischen Musik übersetzt werden können. Zum Studium an der Leuphana Universität Lüneburg kam Jonathan durch eine Freundin. Bereits bei der Aufnahmeprüfung begeisterten ihn der grüne Campus und das innovative Konzept der Universität, die es ihm ermöglichte, zugleich ganz verschiedenen Interessen im Studium nachzugehen. Noch immer schwärmt er sowohl von seinem Hauptfach Umweltwissenschaften als auch von seinem Nebenfach Digitale Medien. Das Hauptfach deckte dabei ein breites Spektrum an Inhalten ab, von Ökologie und Chemie über Bodenkunde bis zu Ökonomie und Management, immer unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Ob ihn das Studium in Umweltwissenschaften hier auf seinen späteren Weg im Medienbereich vorbereitet hat, beantwortet Jonathan ehrlich: Was geblieben ist, sind weniger die fachlichen Inhalte, sondern etwas Grundlegenderes; eine klare Struktur im Denken und Arbeiten sowie ein Gespür für die eigenen Stärken und Werte. Die Module zu Bildbearbeitung, 3D-Animation, Videoproduktion, Medientheorie und Mediengeschichte im Nebenfach Digitale Medien legten dagegen den inhaltlichen Grundstein für das, womit er sich heute beruflich beschäftigt. Noch während des Studiums drehten er und zwei Kommilitonen zudem erste kleine Filme, arbeiteten unentgeltlich in unterschiedlichen Projekten mit und brachten sich selbst vieles bei, was über die Inhalte des Studiums hinausging. Später ermöglichte Jonathan das große Netzwerk aus der Studentenzeit außerdem, noch einmal als Dozent zu einem spannenden Thema an die Universität zurückzukehren. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie entwickelt man Formate für ein Publikum, das klassische Musik nur aus dem Schulunterricht kennt? Was steckt hinter den 26 unterschiedlichen Stationen auf Jonathans Lebenslauf und welche davon sind ihm besonders positiv in Erinnerung geblieben? Und wie sieht für jemanden, der zugleich Angestellter und Selbstständiger ist, ein echter Urlaub aus? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im November 2023. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28261