SWR Kultur Feature
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Relevant und brisant, informativ und investigativ – das ist das SWR Kultur Feature am Freitag. Das SWR Kultur Feature am Sonntag präsentiert schlicht und kühn: hochklassiges Kulturfeature – mit allen Mitteln des Mediums. Und online können Sie alle beide als Podcast nachhören.

Alle Folgen

  • Las Kellys – Die Kämpfe von Spaniens Hotelputzfrauen

    Vor 5 Tagen50:23

    Las Kellys, vom Spanischen "las que limpian" – die, die sauber machen – so nennt sich eine Bewegung meist eingewanderter Arbeiterinnen. Als sich die Hotelputzfrauen vor zehn Jahren zusammenschlossen, wurden sie mit Argwohn betrachtet. In ganz Spanien gründeten sie autonome Verbände, um für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn zu streiten. Es gelang ihnen, Druck auf Politik und Gewerkschaften aufzubauen. Und sie kämpfen weiter. Las Kellys sind ein Beispiel für neue, selbstorganisierte Arbeitskämpfe jenseits der Gewerkschaften und inzwischen auch Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Von Barbara Eisenmann DLF Kultur 2025

  • Wir hauen jetzt die Bühne kaputt - Fünf Monate mit dem inklusiven Theaterensemble ‘I can be your Translator’

    26.07.202651:55

    In fünf Monaten ist Premiere. Das steht schon in den Programmfahnen. Was genau gespielt wird, steht noch nicht fest, es gibt nur ein paar vage Ideen. Aber das ist das Prinzip des inklusiven Theaterensembles „I can be your translator“ aus Dortmund, einer Mixed Ability Gruppe, die aus Menschen mit und welchen ohne Behinderung besteht... Sascha Wundes war über fünf Monate bei der Entstehung eines Theaterstücks dabei. Und beobachtete den Mut und den Stolz, mit denen dieses Ensemble ins Offene springt. Ein Feature, das Spaß macht! Von Sascha Wundes SWR 2026

  • Was vom Schutzversprechen bleibt – Eine jesidische Familie zwischen Hoffnung und Abschiebung

    24.07.202653:15

    Im Sommer 2014 überfällt der sogenannte Islamische Staat den Nordirak. Tausende Jesidinnen und Jesiden werden ermordet, entführt, versklavt. Familie Qasim überlebt den Völkermord knapp. Sie erhält Schutz in Deutschland, wo der Bundestag den Jesiden Sicherheit zugesagt hatte. Doch dann droht die Abschiebung. Ihre Heimat sei wieder sicher, heißt es. Die Familie klagt gegen den Ablehnungsbescheid. Im Juli 2025, mitten in der Nacht, wird sie aus ihrer Unterkunft geholt und in den Irak abgeschoben – obwohl ein Urteil unmittelbar bevorsteht. Elf Minuten entscheiden über das Schicksal der Familie Qasim. Von Johanna Sagmeister und Maria Caroline Wölfle rbb 2026

  • Bipolar durch die USA

    19.07.202654:04

    Der Autor Elias Gottstein geht auf große Expedition in die USA. Eigentlich auf der Suche nach politischen Maßnahmen gegen die innere Zerrissenheit des Landes entdeckt er plötzlich in seinem Reisegefährten Anselm das wichtigere Thema seines Features: Die Bipolarität. Denn Anselm ist bipolar, schwankt zwischen gigantomanen Projekten und großer Niedergeschlagenheit. Ist das nicht eine gute Metapher für die Gespaltenheit der USA? All das wird verpackt in reinen Irrsinn und unreine Reime, wir erleben unglaubliche Begegnungen und unerquickliche Zugfahrten: Ein schräges, akustisches Gonzo-Roadmovie. Von Elias Gottstein NDR 2026

  • Doňa Dora und die Wüste – Arizona wird zur Todeszone für Migranten

    17.07.202652:35

    Im Juli 1980 ging ein Foto um die Welt. 13 Menschen aus El Salvador waren bei dem Versuch, in die USA zu gelangen, in der Wüste von Arizona verdurstet. Die junge Dora Herrera war die einzige Überlebende. Heute setzt sie sich selber für Migrant*innen ein. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen, die die "killing fields" im eigenen Land nicht hinnehmen wollen. Sie befüllen Wasserfässer, um andere vor dem Verdursten zu retten. Suchen nach menschlichen Überresten, um verzweifelten Familien ein Abschiednehmen zu ermöglichen. Denn trotz aller Grenzschutzmaßnahmen: die Migrant:innen sind nicht aufzuhalten. Von Arndt Peltner DLF/SWR 2025

  • „Mer wälle bleïwe wåt mer senn“ – Lektionen meiner siebenbürgischen Vatersprache

    12.07.202654:37

    "Ech woar ja en der Stoht …" - per Zufall stößt der Autor auf alte Tonaufnahmen in Siebenbürgischer Mundart. Er selbst ist Kind eines Siebenbürger Sachsen und damit eigentlich Teil dieser deutschsprachigen Minderheit, die über 850 Jahre in Rumänien lebte. Doch der Kontakt zum Vater ist lange abgebrochen und die Tonaufnahmen wie auch die gesamte siebenbürgische Kultur erscheinen ihm fremd. Lässt sich das ändern? Eine Suche nach der Vatersprache. Von Norbert Lang SWR 2025