Tales From The Needle - Tattoo Podcast
Tales From The Needle - Tattoo Podcast

Tales From The Needle - Tattoo Podcast

Sebastian Heering


Podcast

Willkommen bei Tales From The Needle! Ich bin Seb Fury One, und hier dreht sich alles um die Tattoo-Branche. Jeden Montag sprechen Künstler*innen über ihren Werdegang, Herausforderungen und Erlebnisse. Der Podcast inspiriert mit spannenden Geschichten und bietet abwechslungsreiche Einblicke für alle Tattoo-Interessierten.

Alle Folgen

  • Dakota Weik: „I hate the word influencer, but I know it has to be attributed to me"

    Vor 2 Tagen1:28:49

    He spent five years delivering groceries in California, ten hours a day in his car, when an idea hit him on a train between Switzerland and Liechtenstein — documentaries about tattoo artists from all over the world. Dakota Weik aka Inked Abroad tells Seb how a failed clothing brand, 200 videos that went nowhere, and an account he almost deleted turned into one of the biggest voices in tattooing — and why a globe he spun tens of thousands of times handed him 110,000 followers practically overnight. Dakota is refreshingly honest about the flip side of those numbers, about buying a camera on credit without ever having filmed anything in his life, and about why he can't stand the word "influencer" even though he knows it sticks to him. The second half goes deeper: Dakota talks about his new six-part series "Indigenous Revival" and the journey to Apo Whang-Od's grandnieces high up in the Philippine mountains, about why he builds friendships instead of conducting interviews, and why 500 of the right viewers mean more to him than millions of views. Plus: his unfiltered take on the Ignorant Style, the reality of his apprenticeship under Philo, hours spent on fake skin, the passport stamp signature style he's building for himself — and the upcoming Bosnia documentary on Sicanje, an almost forgotten tattoo practice Christian women used as protection against the Ottoman Empire. An episode about obsession, self-doubt, and the question of who a story really belongs to. @inkedabroad ⁠⁠⁠[ ADVERTISEMENT ]You can save big with our advertising partners — including Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack and Caos Nero! All the info at ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

  • Angelina Mengel: „Ich habe den Shitstorm meines Lebens aus der Tattoo-Szene bekommen"

    27.07.20261:34:51

    Angelina Mengel hat ihre Karriere nicht geplant – sie hat sie sich erkämpft. Ihr Weg beginnt als Kaufhausdetektivin in Düsseldorf und endet dort abrupt mit einer gebrochenen Nase, führt über den Einzelhandel, in dem sie angespuckt und beleidigt wurde, bis in ein winziges, rosa-pink gestrichenes Zimmer in einem Friseursalon, in dem sie anfängt, Fingernägel zu machen. Von dort geht alles sehr schnell: ein selbstgebasteltes YouTube-Video geht um die Welt, russische und mexikanische Magazine berichten über sie, es folgen Sponsoring, eigenes Studio, Angestellte. Und dann – mitten im Erfolg – die Entscheidung, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Beim Tätowieren wird sie von jedem Studio in der Umgebung abgelehnt, bringt sich die Basics mit einem befreundeten Tätowierer bei und spart sich ihre erste Cheyenne Thunder vom Nagelgeld zusammen, weil ihr damaliger Mann meinte, das lohne sich nicht. Sechs Monate später steht sie auf ihrer ersten Convention auf dem Podium. Seb spricht mit ihr über die Jahre, in denen sie jeden verdienten Euro wieder reingesteckt und Nächte durchgemacht hat – und darüber, warum genau diese Unruhe Fluch und Segen zugleich ist. Danach wird es unbequem: der Shitstorm nach „Pain & Fame", die Angst der Szene vor Weiterbildung, Hate als kalkulierter Reichweitenmotor – und der Preis der Sichtbarkeit bis hin zu Morddrohungen. Dazu medizinisches Tätowieren, Branding, KI und die Frage, die alles entscheidet: Warum sollte ein Kunde ausgerechnet zu dir kommen? Angelina findet ihr auf Instagram unter @angelinamengel. ⁠⁠⁠ [ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

  • Robert Franke: „Abartig falsch aus der Business-Perspektive, abartig richtig aus der menschlichen"

    20.07.20261:48:44

    Frisch aus der Sommerpause holt sich Seb einen Gast ans Mikro, der auf den ersten Blick schwer zu greifen ist – und genau das macht dieses Gespräch so gut. Robert Franke, 45, tätowiert seit zwanzig Jahren, sitzt heute im Allgäu und kommt ursprünglich aus Jena, wo er über abgebrochene Informatik- und Geisteswissenschafts-Studien, eine Bauzeichner-Lehre und zehn Jahre an der Seite von Florian Kark zum Tätowieren fand – autodidaktisch, getrieben, immer mit dem Zwang, verstehen zu wollen, warum etwas funktioniert. Robert nennt sich selbst Künstler, Dienstleister und Handwerker in einer Person, und man merkt in jeder Minute, wie diese drei Seelen in seiner Brust miteinander ringen. Wer sonst richtet sich eine Werkstatt mit Dreh- und Fräsmaschine ein, um seine eigenen Rotarys zu bauen, weil ihm die käuflichen einfach zu „meh" sind? Wer sitzt am Tag der Geburt seiner Tochter morgens noch an der Drehbank? Dieser Nerd-Enthusiasmus fürs Handwerk zieht sich als roter Faden durch die ganze Folge. Inhaltlich wird's dann richtig fett: Seb und Robert steigen tief in die KI-Debatte ein – zwischen Umweltbedenken, dem berührenden Chrysanthemen-Tattoo einer Kundin, deren Großvater-Geschichte schwerer wog als jeder Künstlerstolz, und Roberts trockenem Fazit, dass ihm KI bisher kein einziges Mal wirklich geholfen hat. Es geht um echte, menschliche Kundenbeziehungen statt Corporate-Fassade, um die ehrliche Erkenntnis, dass die Kalender eben nicht mehr randvoll sind, und um die bittere Wahrheit, dass es „die eine Tattoo-Szene" gar nicht gibt – sondern nur einen großen Schulhof voller Cliquen. Besonders stark wird Robert beim Thema Wissen: warum er auf Instagram sein Know-how frei raushaut, welche Hater-Nachrichten und sogar Drohungen er dafür kassiert, wie ihn ein einziger negativer Kommentar zwischen Millionen positiven ins Impostersyndrom kippen lässt – und warum Gatekeeping am Ende immer aus einem Ort der Angst kommt. Dazu jede Menge handwerkliches Gold über Stichfrequenz statt Voltzahl, sattes Schwärzen, Cover-Ups und die Erkenntnis, dass nicht die Maschine das wichtigste Werkzeug ist, sondern die eigene Hand. Eine Folge über Biss, Ehrlichkeit und die Frage, wie man in einer lauten Branche einfach ein anständiger Mensch bleibt. ⁠⁠⁠[ WERBUNG ] Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

  • Benne Bullshark: „Die Mappe, die ich da abgeliefert habe, war eine Vollkatastrophe."

    29.06.20261:47:25

    Diese Folge erschien ursprünglich am 16.06.2025 in unserem exklusiven Extended-Programm – jetzt gibt's sie endlich in voller Länge für alle. Zu Gast ist Benne Bullshark, Neo-Traditional-Tätowierer aus Schwerte, der seit 16 Jahren die Nadel führt. Seb und Benne nehmen sich Zeit für den ganzen Werdegang: vom verlorenen Teenager in Wuppertal und Remscheid, der mit HA9-Abschluss und einer Menge Blödsinn im Gepäck eigentlich Rockstar werden wollte, über das überteuerte erste Tattoo-Set und den Sprung ins erstbeste Studio („scheiß drauf, volles Risiko") bis hin zur Entwicklung seines heutigen Stils – inklusive ehrlicher Verbeugung vor Vorbildern wie Matthias Bloßfeld. Dazwischen jede Menge Nerd-Herz: Age of Empires, Doom auf Drum-and-Bass, alte MTV-Perlen und die Hardcore-Vergangenheit mit eigener Band. Es ist ein Gespräch, das sich anfühlt wie ein langer Abend unter Leuten, die dieselbe Sprache sprechen. Was diese Folge aber besonders macht, ist Bennes Offenheit. Er spricht ungewohnt ehrlich über die Trennung von seiner Frau seit Weihnachten, über Panikattacken, durchwachte Nächte und das kleine Loch, in das er gefallen ist – und darüber, wie er sich Stück für Stück wieder herausarbeitet: mit Achtsamkeit, Sketchbook, Selbstreflexion und der frustrierenden Realität der Therapeut*innen-Suche in Deutschland. Trotz allem bleibt da ein hoffnungsvoller Kern – seine Tochter, seine Hündin und die Gewissheit, dass das Leben nicht vorbei ist. Eine Folge, die zeigt, dass hinter der Tattoo-Maschine ein Mensch sitzt, der genauso ringt wie wir alle – und der den Mut hat, das auszusprechen. Benne findest du hier auf Instagram. ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

  • Dirk-Boris Rödel: „Rechtfertigt euch doch nicht."

    22.06.20261:49:57

    Manche Gäste fühlen sich an wie alte Freunde – und Dirk-Boris Rödel, ehemaliger Chefredakteur des Tätowiermagazins und Moderator unzähliger Conventions, sitzt zum mittlerweile vierten Mal bei Seb. Rekordverdächtig. Diesmal nähern sich die beiden einem Thema, das gerade vielen auf der Seele brennt: der Krise. Leere Terminkalender, einbrechende Aufträge, Studios, die ums Überleben kämpfen – und die nackte Angst, dass aus der großen Leidenschaft bald kein Vollzeitberuf mehr werden könnte. Doch statt Schwarzmalerei liefert Dirk-Boris einen wohltuenden Perspektivwechsel: Aus fast vier Jahrzehnten in der Szene weiß er, dass es solche Täler immer wieder gab, dass alles in Wellen verläuft – sieben fette, sieben magere Jahre. Und mit einem Spruch, den er seit 40 Jahren nicht mehr hören kann, räumt er gnadenlos auf: Nein, der Markt reinigt sich nicht von selbst, und nein, die schlechten Tätowierer verschwinden nicht – wer darauf wartet, wartet vergeblich. Von dort geht es tief hinein in die Fragen, die wirklich zählen: Was will ich eigentlich festhalten – meinen Stil, meine Kunst oder das Tätowieren an sich? Warum fällt es so vielen so schwer, sich neu zu erfinden, obwohl Kreativität ihr größtes Pfund ist? Seb und Dirk-Boris sprechen über das Zeitfenster, das jede:r Tätowierer:in hat, über Preise und das Rückgrat, zum eigenen Wert zu stehen, statt sich zu rechtfertigen, über die Erfahrung, die am Ende mehr zählt als das perfekte Motiv – weil ein Tattoo eine Seele braucht, sonst bleibt es nur ein Sticker auf der Haut. Und über den vielleicht mutigsten Gedanken überhaupt: dass niemand verpflichtet ist, bis zur Rente Tätowierer zu bleiben. Ein Gespräch wie ein TED-Talk, das Mut macht, neugierig hält und mit einem Motto endet, das hängen bleibt: Make Tattooing Fun Again. ⁠⁠⁠[ WERBUNG ] Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

  • Luzia Ink: „Es werden leider zu wenig Leute gute Tätowierer."

    15.06.20261:23:06

    Smalltalk? Nicht mit Luzia. Genau deshalb hat sich Seb für diese Woche etwas ganz Neues ausgedacht: den Question Jar – ein Glas randvoll mit hunderten Fragen, aus dem die beiden einfach ziehen, während Seb seinen Gast tätowiert. Luzia Ink, Fineline-Künstlerin aus der Nähe von Frankfurt, legt sich also unters Eisen und plaudert nebenbei drauflos – ungefiltert, trocken und herrlich direkt. Aus einem ganz normalen Termin wird so ein Format, das sich anfühlt wie zuhören, wenn zwei Tätowierer:innen wirklich offen reden: über Maschinen, Conventions, schräge Kundenmomente und die kleinen Wahrheiten, die sonst hinter der Studiotür bleiben. Und Luzia nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie wünscht sich mehr echte Kritik- und Fehlerkultur in der Szene, findet, dass viel zu wenige Leute richtig gute Tätowierer:innen werden, und gibt ganz nebenbei zu, in ihrem Leben noch nie ein Buch gelesen zu haben. Es geht um die Frage, was ein Tattoo wirklich gut macht (Spoiler: nicht nur die perfekte Linie), um Selbstzweifel, Impostor-Syndrom und den Mut, sich für ein Handwerk statt fürs Studium zu entscheiden. Dazwischen die wohl wildeste Absage an einen Kunden, die man je gehört hat – und ein überraschend ernster Moment über Qualzucht, der zeigt, dass hinter der lässigen Fassade jemand sitzt, der sehr genau weiß, wofür er einsteht. Eine Folge, die beweist: Manchmal entsteht das beste Gespräch genau dann, wenn man den Smalltalk einfach weglässt. Lucia findest du hier auf Instagram. ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.