Ein Gott zu viel: "Es ist politischer Selbstmord, sich mit dem Papst anzulegen" (mit Julius van de Laar)
THE WILD HOUSE
21.04.2026 • 24 Min.
Donald Trump gegen den Papst. Ein Konflikt, der politisch brandgefährlich ist. Der US-Präsident attackiert die moralische Autorität der katholischen Kirche – und legt sich damit indirekt mit bis zu 70 Millionen Katholiken in den USA an. Eine der wichtigsten Wählergruppen im Land. Auslöser: ein KI-Bild, das Trump als eine Art Heilsfigur zeigt. Dazu scharfe Angriffe auf den Papst. Für viele ist klar: Das geht zu weit. Auch im eigenen Lager. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel gemeinsam mit dem politischen Strategen Julius van de Laar, was hinter all dem steckt und warum das alles andere als zufällig ist. Denn Religion ist in den USA Macht. Sie entscheidet Wahlen. Gleichzeitig glaube ein Teil der Amerikaner selbst nicht, dass Trump wirklich religiös ist. Genau darin liegt der Widerspruch und der Kern der Strategie. Trump verschiebt das Spielfeld. Weg von Inflation, steigenden Benzinpreisen und einem festgefahrenen Iran-Konflikt. Hin zu einem Kulturkampf, den er kontrollieren kann. Doch diesmal kommt der Widerstand auch von innen. Konservative Christen sprechen von Gotteslästerung. Influencer aus dem MAGA-Umfeld gehen auf Distanz. Einige ziehen radikale Vergleiche. Gleichzeitig halten weiterhin rund 40 Prozent der Amerikaner zu ihm. Und mittendrin: Vizepräsident JD Vance. Katholik, Machtpolitiker, möglicher Kandidat für 2028. Gefangen zwischen Loyalität zu Trump und seinem eigenen Glauben. Was passiert hier gerade wirklich? Kippt ein Teil von Trumps Basis – oder ist das nur die nächste Eskalationsstufe seiner Strategie? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.