TomsTalkTime - DER Erfolgspodcast
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Tom Kaules


Podcast

Erfolg kann man lernen. Jeder. Im Erfolgspodcast TomsTalkTime von Tom Kaules lernst Du in inspirierenden Interviews und einzelnen Storys die Strategien von erfolgreichen Unternehmern und Prominenten. Egal ob Entrepreneur, Solopreneur oder Sidepreneur. Du lernst in Experten-Interviews wie erfolgreiche Menschen erfolgreich geworden sind und warum sie erfolgreich bleiben. Wie sie den richtigem Umgang mit Erfolg und auch den Umgang mit Niederlagen gelernt haben. Das richtige Mindset ist wichtig, um richtig viel Geld zu verdienen, glückliche Beziehungen führen, mit sich selbst im Einklang zu sein und dadurch Beruf und Familie bestens miteinander vereinbaren zu können. Einschalten. Zuhören. Sich motivieren und Inspirieren. Lernen. Tun. Erfolg haben. Viele inspirierende Interviews mit Persönlichkeiten wie Brian Tracy, Rüdiger Nehberg, Felix Baumgartner RedBull, Reiner "Calli" Calmund, Frank Otto, Joey Kelly, Frank Thelen, Alena Gerber, Sebastian Fitzeck, Fernanda Brandao, u.v.m. Besonders spannend für Jungunternehmer, Unternehmensgründer, Studenten oder andere Menschen die einfach mehr vom Leben haben wollen als jeden Tag den nine-to-five-Job zu Leben und dabei den Traum von anderen zu ermöglichen. Es wird Zeit DEINEN Traum zu leben :)

Alle Folgen

  • Geld verdienen – der teuerste Denkfehler #964

    Vor 3 Tagen13:48

    Geld verdienen Shownotes In dieser Episode geht es ums Geld verdienen – und um den Denkfehler, der die meisten Unternehmer am meisten kostet: den Glauben, für die eigene Zeit bezahlt zu werden. Stunde rein, Geld raus. Diese Rechnung stammt aus der Anstellung, und viele schleppen sie in die Selbstständigkeit mit, ohne sie je zu hinterfragen. Das Ergebnis ist eine Decke, die man sich selbst eingezogen hat. Wer in Stunden denkt, kann sein Einkommen nur so weit steigern, wie der Tag Stunden hat. Und wird obendrein dafür bestraft, immer besser und damit schneller zu werden. Zusammenfassung und Stichpunkte zum Geld verdienen Das ist die Zusammenfassung dieser Episode in Kurzform: Teil 1 – Was der Denkfehler anrichtet. Der Tag hat 24 Stunden, verkaufen lassen sich davon vielleicht zehn. Damit steht das Maximum fest, bevor der Rechner hochgefahren ist. Dazu der paradoxe Effekt: Wer für eine Aufgabe nach zwei Jahren Übung nur noch drei statt acht Stunden braucht, schreibt eine kleinere Rechnung. Besser werden führt zu weniger Einnahmen. Und wer in Stunden denkt, sucht Arbeit statt Ergebnisse – ein voller Kalender ist kein Erfolg, sondern nur ein Zeichen von Beschäftigung. Teil 2 – Warum fast jeder darauf hereinfällt. Zwei Gründe. Erstens die Prägung aus der Anstellung: Anwesenheit gegen Gehalt, zwanzig oder dreißig Jahre lang eingeübt. Zweitens eine moralische Vorstellung – man muss sich Geld verdienen, und wer schnell viel bekommt, ist verdächtig. Daraus entsteht das Gefühl, beim Erhöhen des eigenen Preises ein Betrüger zu sein. Der Kern des Problems: Du misst deinen Preis am Aufwand, dein Kunde misst ihn am Nutzen. Teil 3 – Was stattdessen funktioniert. Erstens eine neue Leitfrage bei jedem Angebot: Was ist es dem Kunden wert, dass dieses Problem verschwindet? Zweitens eine ehrliche Sortierung des eigenen Angebots in zwei Stapel – Anwesenheit und Ergebnis. Der Anwesenheits-Stapel wächst nie mit. Drittens der Aufbau von Systemen über Mitarbeiter, Automatisierung oder Produkte. Der rote Faden beim Geld verdienen: Dein Aufwand ist deine Sache. Bezahlt wird das Ergebnis. Passend dazu der Befund aus Folge 961: Rainer Zitelmann, der die Vermögenselite psychologisch untersucht hat, nennt den Aufbau von Systemen als eines der Muster, die sich bei Vermögenden wiederholen. Wer es richtig macht, baut etwas, das läuft, wenn er selbst gerade nicht läuft. Shownotes und Episodendetails Warum ist gerade dieser Denkfehler so hartnäckig? Weil er sich moralisch sauber anfühlt. Zeit gegen Geld wirkt fair, nachvollziehbar und überprüfbar. Ein Stundensatz lässt sich begründen, ein Wertpreis muss vertreten werden. Dazu kommt: Beim Geld verdienen ist der Stundensatz schlicht bequem. Er verlangt keine Aussage darüber, was die eigene Arbeit bewirkt. Wer nach Ergebnis abrechnet, muss vorher wissen, welches Ergebnis er liefert – und dafür geradestehen. Woran du erkennst, dass du mitten im Denkfehler steckst. Ein einfacher Test: Wenn du morgen doppelt so gut wärst wie heute – würdest du dann doppelt so viel verdienen? Fällt die Antwort negativ aus, ist dein Einkommen an deine Anwesenheit gekoppelt und nicht an deine Fähigkeit. Ein zweites Signal beim Geld verdienen ist das schlechte Gewissen bei Preiserhöhungen. Wer innerlich rechnet, wie lange er gebraucht hat, argumentiert gegen sich selbst. Der Kunde stellt diese Rechnung nämlich nicht auf. Was das nicht heißt. Beim Geld verdienen nach Wert statt nach Zeit abzurechnen bedeutet nicht, beliebig hohe Preise aufzurufen. Der Nutzen muss real sein und sich benennen lassen. Wer nicht sagen kann, was seine Leistung dem Kunden konkret bringt, hat kein Preisproblem, sondern ein Angebotsproblem. Es heißt auch nicht, dass Stundensätze in jedem Fall falsch wären. Bei klar begrenzten, wiederkehrenden Tätigkeiten sind sie praktikabel. Problematisch wird es, wenn der Stundensatz zum einzigen Denkmodell wird. Die zwei Stapel im Detail. Auf den Anwesenheits-Stapel gehört alles, was nur dann Umsatz erzeugt, wenn du persönlich dabei bist: Beratungsstunden, Meetings, Betreuung, Bereitschaft. Auf den Ergebnis-Stapel gehört alles, wofür ein definiertes Resultat vereinbart ist – unabhängig davon, wie lange du dafür brauchst. Die meisten Selbstständigen entdecken bei dieser Sortierung, dass achtzig bis neunzig Prozent ihres Umsatzes auf dem ersten Stapel liegen. Das ist kein Fehler, aber es erklärt, warum das Geld verdienen ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weitergeht, egal wie viel gearbeitet wird. Der Übergang zu einer anderen Art, Geld zu verdienen, funktioniert selten als Bruch. Realistischer ist, den zweiten Stapel Schritt für Schritt zu vergrößern: ein Angebot mit Festpreis statt Stundensatz, ein Produkt, eine Leistung, die ein Mitarbeiter übernehmen kann. Der erste konkrete Schritt. Nimm dein nächstes Angebot und rechne es zweimal. Einmal wie bisher über den Aufwand. Und einmal über die Frage, was das Ergebnis dem Kunden wert ist. Allein der Vergleich der beiden Zahlen zeigt in vielen Fällen, wie weit die eigene Preisvorstellung von der Wertvorstellung des Kunden entfernt liegt. Und dann sortiere dein Angebot in die beiden Stapel. Alles, was auf dem Anwesenheits-Stapel liegt, ist beim Geld verdienen dein Deckel. Alles auf dem Ergebnis-Stapel ist dein Hebel. Passende Episoden zum Nachhören: #961 – Millionär werden – 3 Muster aus 500 Interviews #963 – Schwarze Rhetorik – Manipulation sofort durchschauen #959 – Unternehmer-Fehler – die 5 teuersten aus 950 Folgen Wie rechnest du deine Angebote? Schreib es mir gerne – ich freue mich auf dein Feedback. Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. Hol Dir jetzt Dein Hörbuch "Selfmade Millionäre packen aus" und klicke auf das Bild! Buchempfehlung bei Amazon: Denken Sie wie Ihre Kunden +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mehr Freiheit, mehr Geld und mehr Spaß mit DEINEM eigenen Podcast. Erfahre jetzt, warum es auch für Dich Sinn macht, Deinen eigenen Podcast zu starten. Jetzt hier zum kostenlosen Podcast-Workshop anmelden: https://Podcastkurs.com +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ So fing alles an. Hier geht´s zur allerersten Episode von TomsTalkTime.com – DER Erfolgspodcast. Und ja, der Qualitätsunterschied sollte zu hören sein. Aber hey, das war 2012… ? 001 – Willst Du mehr Erfolg im Leben?

  • Schwarze Rhetorik – Manipulation sofort durchschauen #963

    09.09.202615:08

    Schwarze Rhetorik Shownotes In dieser Episode geht es um Schwarze Rhetorik – also um Gesprächstechniken, mit denen Menschen andere in eine gewünschte Richtung schieben, ohne dass es auffällt. Ich zeige Dir drei davon, und zwar so, dass Du sie erkennst, während sie passieren, und nicht erst zwei Tage später. Wichtig ist mir die Richtung dieser Folge: Es geht ums Durchschauen, nicht ums Anwenden. Du lernst hier nicht, wie Du andere manipulierst. Du lernst, wie Du merkst, wenn es Dir passiert – und was Du in dem Moment sagen kannst. Zusammenfassung und Stichpunkte zur Schwarzen Rhetorik Das ist die Zusammenfassung dieser Episode in Kurzform: Technik 1 – Die Scheinalternative. „Wollen Sie Premium oder Business?" „Starten wir Dienstag oder Donnerstag?" In keiner dieser Fragen kommt die Option vor, die Du vielleicht wählen würdest: gar nicht, später, oder etwas ganz anderes. Gefragt wird nicht, ob Du willst, sondern welche Variante. Auswählen fühlt sich an wie Entscheiden – ist es aber nicht, wenn jemand anders die Auswahl zusammengestellt hat. Gegenmaßnahme: das Ob zurückholen, bevor über das Wie gesprochen wird. Technik 2 – Der Wechsel vom Thema zur Person. „Das kannst Du doch gar nicht beurteilen." „Sie sind ja auch kein Techniker." Dieser Wechsel ist kein Angriff, sondern ein Geständnis: Wer zum Argument etwas zu sagen hätte, würde es sagen. Die Falle liegt darin, sich zu rechtfertigen – denn dann ist das eigentliche Thema vom Tisch. Gegenmaßnahme: ruhig zurückführen, ohne Gegenangriff und ohne Häme. Technik 3 – Künstlicher Zeitdruck. „Das Angebot gilt nur heute." „Ich bräuchte jetzt eine Entscheidung." Echter Zeitdruck lässt sich begründen, künstlicher nicht – bei Nachfragen wird die Begründung vage, oder Du wirst als misstrauisch dargestellt. Zeitdruck schaltet genau die Fähigkeit aus, die für gute Entscheidungen nötig ist: das Nachdenken. Gegenmaßnahme: einen Tag Abstand nehmen und beobachten, was passiert. Der rote Faden: Schwarze Rhetorik funktioniert nicht durch Lügen, sondern durch Auslassen und Beschleunigen. Wer das Muster einmal kennt, fällt deutlich seltener darauf herein. Shownotes und Episodendetails Warum ist Schwarze Rhetorik gerade für Unternehmer relevant? Weil Du permanent in Situationen bist, in denen jemand etwas von Dir will: Verkaufsgespräche, Verhandlungen, Gehaltsgespräche, Vertragsverhandlungen, Kooperationsanfragen. In Folge 959 ging es um die teuersten Unternehmer-Fehler aus 950 Episoden. Der mit Abstand meistgenannte war, der falschen Person vertraut zu haben. Die naheliegende Frage lautet: Wie erkennt man die vorher? Meistens nicht am Charakter und nicht am Auftreten. Sondern an der Art, wie jemand ein Gespräch führt. Warum diese Techniken so gut funktionieren. Alle drei haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind nicht justiziabel und fallen nicht als Lüge auf. Bei der Scheinalternative wird lediglich eine Möglichkeit weggelassen. Beim Personenwechsel wird das Thema verschoben. Beim Zeitdruck wird eine Frist behauptet, die niemand überprüfen kann. Deshalb wehrt man sich auch so selten. Es gibt keinen Moment, in dem klar wird: Jetzt werde ich gerade über den Tisch gezogen. Es fühlt sich einfach nur unangenehm an, und viele halten dieses Gefühl für ihr eigenes Problem. Dazu kommt ein zweiter Effekt: Wer Schwarze Rhetorik routiniert einsetzt, tut das freundlich. Die Techniken funktionieren gerade deshalb, weil sie nicht aggressiv wirken. Ein lauter Verhandlungspartner ist leicht zu erkennen. Ein zuvorkommender, der Dir die dritte Option verschweigt, nicht. Und weil sich niemand gerne eingesteht, hereingefallen zu sein, wird die eigene Entscheidung im Nachhinein oft rationalisiert. Das Angebot war eben doch ganz gut. So bleibt das Muster unentdeckt – und wiederholt sich beim nächsten Mal. Was Schwarze Rhetorik nicht ist. Nicht jedes Verkaufsgespräch ist Manipulation. Wer Dir zwei Pakete anbietet, weil Du vorher gesagt hast, dass Du kaufen willst, wendet keine Schwarze Rhetorik an – das ist schlicht Beratung. Der Unterschied liegt darin, ob das Ob bereits geklärt war. Genauso gibt es echte Fristen. Ein Angebot kann tatsächlich auslaufen, ein Termin tatsächlich knapp sein. Der Prüfstein ist immer dieselbe Frage: Lässt sich der Druck nachvollziehbar begründen? Die drei Techniken im Zusammenspiel. In der Praxis treten sie selten einzeln auf. Ein typischer Ablauf sieht so aus: Zuerst wird die Auswahl vorstrukturiert, sodass die Frage nach dem Ob gar nicht erst aufkommt. Wer dann trotzdem nachhakt, bekommt zu hören, er habe zu wenig Erfahrung, um das beurteilen zu können. Und wer sich davon nicht beeindrucken lässt, wird zum Schluss mit einer Frist konfrontiert. Jede Stufe hat denselben Zweck: Nachdenken verhindern. Wer das Muster kennt, erkennt schon die erste Stufe – und muss die anderen beiden gar nicht mehr abwehren. Ein praktischer Selbsttest. Nach dem nächsten Gespräch, aus dem Du mit einem ungeraden Gefühl herauskommst, geh drei Punkte durch: Wurde mir eine Option verschwiegen? Ging es irgendwann um mich statt um die Sache? Und war der Zeitdruck nachvollziehbar begründet? In den meisten Fällen findest Du mindestens einen Treffer – und weißt dann, woher das Gefühl kam. Und eine Regel, die im Alltag mehr bringt als jede Technik zur Abwehr Schwarzer Rhetorik: Je mehr Druck jemand macht, desto langsamer wirst Du. Wer es ehrlich meint, kann damit umgehen. Wer nicht, zeigt sein Gesicht. Passende Episoden zum Nachhören: #959 – Unternehmer-Fehler – die 5 teuersten aus 950 Folgen #961 – Millionär werden – 3 Muster aus 500 Interviews #962 – Burnout vermeiden – 3 Warnsignale, die Du ignorierst Wie gehst Du mit Schwarzer Rhetorik um? Schreib es mir gerne – ich freue mich auf Dein Feedback. Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. Hol Dir jetzt Dein Hörbuch "Selfmade Millionäre packen aus" und klicke auf das Bild! Buchempfehlung bei Amazon: Denken Sie wie Ihre Kunden +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mehr Freiheit, mehr Geld und mehr Spaß mit DEINEM eigenen Podcast. Erfahre jetzt, warum es auch für Dich Sinn macht, Deinen eigenen Podcast zu starten. Jetzt hier zum kostenlosen Podcast-Workshop anmelden: https://Podcastkurs.com +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ So fing alles an. Hier geht´s zur allerersten Episode von TomsTalkTime.com – DER Erfolgspodcast. Und ja, der Qualitätsunterschied sollte zu hören sein. Aber hey, das war 2012… ? 001 – Willst Du mehr Erfolg im Leben? Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. 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  • Burnout vermeiden – 3 Warnsignale, die Du ignorierst #962

    02.09.202610:38

    Burnout vermeiden Shownotes In dieser Episode geht es ums Burnout vermeiden als Unternehmer – und zwar um drei Warnsignale, die im Unternehmeralltag regelmäßig übersehen werden. Nicht, weil sie versteckt wären, sondern weil sie überhaupt nicht nach Erschöpfung aussehen. Eines davon fühlt sich sogar an wie Gelassenheit. Wichtig vorweg: Ich bin kein Arzt und kein Therapeut. Diese Folge ersetzt keine Diagnose und will auch keine sein. Sie soll Dir helfen, Veränderungen bei Dir selbst früher wahrzunehmen – und Dir zeigen, ab wann Selbstbeobachtung nicht mehr reicht. Zusammenfassung und Stichpunkte zum Burnout vermeiden Das ist die Zusammenfassung dieser Episode in Kurzform: Warnsignal 1 – Erholung erholt nicht mehr. Normalerweise funktioniert Erholung wie Aufladen: schlafen, Wochenende, Urlaub – danach ist wieder Energie da. Das Warnsignal ist, wenn dieser Mechanismus aussetzt. Acht Stunden Schlaf fühlen sich an wie vier, das Wochenende hinterlässt keine Spur, im Urlaub dauert das Runterkommen eine ganze Woche. Der typische Reflex ist, die Dosis zu erhöhen: mehr Schlaf, längerer Urlaub. Wenn Erholung aber nicht mehr wirkt, ist nicht die Menge das Problem. Warnsignal 2 – Es wird Dir zunehmend egal. Das gefährlichste der drei, weil es sich gut anfühlt. Ein Kunde springt ab und es berührt Dich nicht. Eine gute Nachricht wird abgehakt statt gefeiert. Viele deuten das als Professionalität. Der Unterschied: Echte Gelassenheit ist warm – Du bleibst ruhig, aber es ist Dir nicht gleichgültig. Dieses Signal ist kalt. Es entsteht nicht durch Reife, sondern weil gerade nichts mehr da ist, womit Du reagieren könntest. Warnsignal 3 – Mehr Aufwand, weniger Ergebnis. Das Signal, das am schnellsten Geld kostet. Aufgaben, die früher zwanzig Minuten dauerten, fressen zwei Stunden. Dieselbe Mail wird dreimal gelesen. Entscheidungen werden aufgeschoben, die sonst nebenbei fielen. Und weil Du dabei länger am Schreibtisch sitzt als je zuvor, fühlst Du Dich fleißig. Der Preis steht nicht in einer Krankenakte, sondern in Deinen Ergebnissen. Wenn Du Dich bei mehreren dieser Signale wiedererkennst, ist der nächste Schritt keine weitere Selbstoptimierung, sondern jemand, der sich fachlich damit auskennt. Beim Burnout vermeiden gilt dasselbe wie bei allem anderen im Unternehmen: Wartung ist günstiger als Reparatur. Shownotes und Episodendetails Warum ist Burnout vermeiden für Selbstständige schwieriger als für Angestellte? Weil niemand von außen bremst. Es gibt keinen Vorgesetzten, der Überstunden bemerkt, keine Personalabteilung, kein Rückkehrgespräch. Die einzige Instanz, die Alarm schlagen könnte, bist Du selbst – und genau die Instanz ist betroffen. Dazu kommt ein zweites Problem: Im Unternehmertum gibt es keinen Zeitpunkt, an dem etwas fertig ist. Wer Erholung als Belohnung fürs Fertigwerden behandelt, wartet unbegrenzt. Und ein drittes, das selten ausgesprochen wird: Bei Selbstständigen fällt Belastung mit Identität zusammen. Wer sein Unternehmen als Teil seiner Person versteht, deutet Warnsignale nicht als Überlastung, sondern als persönliches Versagen. Das erschwert das Burnout vermeiden zusätzlich, weil Hinschauen dann unangenehmer ist als Weitermachen. Der häufigste Satz zum Thema lautet: Dafür habe ich keine Zeit. In der Praxis heißt das fast immer etwas anderes – nämlich keine Priorität. Zeit für den Steuerberater ist da. Zeit für den wichtigen Kunden ist da. Zeit für einen Serverausfall ist sofort da. Es geht also nicht um Stunden, es geht um Rangfolge. Und was im Kalender steht, passiert. Was nicht drinsteht, passiert nicht. Warum diese drei Signale und nicht andere. Die meisten Ratgeber zum Burnout vermeiden beginnen mit Müdigkeit. Müdigkeit ist aber kein brauchbarer Indikator – die kennt jeder Unternehmer, und sie geht in den allermeisten Fällen wieder weg. Die drei Signale in dieser Folge haben eine andere Eigenschaft: Sie werden nicht als Erschöpfung erlebt. Sie werden umgedeutet. In Professionalität, in Fleiß, in eine Phase, die eben gerade anstrengend ist. Genau deshalb bleiben sie so lange unbemerkt. Was Du konkret tun kannst. Der einfachste Test zu Signal 1: Denk an Deinen letzten richtigen Urlaub. Wie lange hat das Gefühl danach angehalten – zwei Wochen, zwei Tage, oder war es schon auf der Rückfahrt weg? Der Test zu Signal 2: Achte darauf, wie Du über Deine Kunden sprichst. Nicht mit ihnen, sondern über sie. Der Ton verrät mehr als jede Selbsteinschätzung. Der Test zu Signal 3: Schau Dir eine wiederkehrende Aufgabe an, die Du seit Jahren machst. Wie lange brauchst Du heute dafür – und wie lange vor zwei Jahren? Und eine Maßnahme, die im Alltag mehr bringt als jeder Vorsatz: Behandle einen Termin für Dich selbst wie einen Kundentermin. Ein Kundentermin wird nicht verschoben, nur weil gerade viel los ist. Genau das ist beim Burnout vermeiden der Unterschied zwischen Absicht und Umsetzung. Wo Selbstbeobachtung endet. Ein ehrlicher Hinweis an dieser Stelle: Burnout vermeiden ist etwas anderes als Burnout behandeln. Diese Folge kann beim Ersten helfen. Für das Zweite braucht es fachliche Begleitung. Diese Folge ist ein Anstoß zum Hinschauen, mehr nicht. Burnout vermeiden funktioniert im Frühstadium über Struktur und Prioritäten. Ist die Erschöpfung dagegen bereits eingetreten, gehört sie in fachliche Hände – zum Hausarzt, zu einer Psychotherapeutin, zu einer Beratungsstelle. Passend dazu das Leitmotiv von Dr. Michael Spitzbart aus Folge 813: Ursachen behandeln statt Symptome. Er berät seit Jahrzehnten Führungskräfte und Top-Manager, und wer beim Thema tiefer einsteigen will, ist bei ihm richtig. Ein letzter Gedanke zum Burnout vermeiden: Dein Unternehmen kannst Du verkaufen, Deine Kunden weiterreichen, Deine Firma übergeben. Deinen Körper nicht. Er ist das einzige Asset, für das es keinen Ersatz und keinen Käufer gibt. Passende Episoden zum Nachhören: #813 – Dr. Michael Spitzbart – Ursachen behandeln statt Symptome #960 – Durchhalten – 5 Lektionen aus Militär und Business #959 – Unternehmer-Fehler – die 5 teuersten aus 950 Folgen Welches der drei Signale kennst Du aus eigener Erfahrung? Schreib es mir gerne – ich freue mich auf Dein Feedback. Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. Hol Dir jetzt Dein Hörbuch "Selfmade Millionäre packen aus" und klicke auf das Bild! Buchempfehlung bei Amazon: Denken Sie wie Ihre Kunden +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mehr Freiheit, mehr Geld und mehr Spaß mit DEINEM eigenen Podcast. 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  • Millionär werden – 3 Muster aus 500 Interviews #961

    26.08.202612:35

    Millionär werden Shownotes In dieser Episode geht es ums Millionär werden – und zwar auf Basis von rund 500 Interviews, die ich seit 2012 hier im Podcast geführt habe. Ein guter Teil dieser Gäste war nicht nur erfolgreich, sondern richtig vermögend: Millionäre, Multimillionäre, Unternehmer mit zweistelligen Millionenexits. Wenn man so viele Gespräche führt, fangen irgendwann Muster an, sichtbar zu werden. Dinge, die immer wieder auftauchen, völlig unabhängig von Branche, Alter oder Herkunft. Die drei stärksten dieser Muster habe ich für diese Folge herausgesucht. Das dritte davon kannst Du in keinem Buch nachlesen – es lässt sich nur von jemandem beobachten, der hinter den Kulissen sitzt. Vorab eine Einordnung: Millionär werden ist in Interviews ein heikles Thema, weil kaum jemand offen über Zahlen spricht. Genau deshalb ist die Innensicht aus 500 Gesprächen so wertvoll – sie zeigt, was Menschen sagen, wenn das Mikrofon läuft, und was sie vorher sagen, wenn es noch aus ist. Zusammenfassung und Stichpunkte zum Millionär werden Das ist die Zusammenfassung dieser Episode in Kurzform: Muster 1 – Das Entscheidende wird außerhalb der Schule gelernt. Dr. Dr. Rainer Zitelmann (#546) hat die Vermögenselite psychologisch untersucht. Zwei seiner Befunde gehören zusammen: Seine Befragten haben früh im Sport gelernt, mit Zielen und mit Niederlagen umzugehen und Frustrationstoleranz zu entwickeln – ausdrücklich nicht in Schule oder Universität. Und: Alles ist letztlich Verkauf. Wer eine negative Einstellung zum Verkaufen hat, für den wird es beim Millionär werden schwierig. Muster 2 – Der Absturz gehört oft dazu. Rolf Kipp (#586) war mit Mitte zwanzig finanziell frei, mit einem privaten Vermögen im zweistelligen Millionenbereich. Ein ungelesener Immobilienvertrag kostete ihn alles – plus eine halbe Million D-Mark Schulden. Er ging nicht in die Privatinsolvenz, sondern tilgte fünf Jahre lang. Heute lebt er in Monaco. Sein bester Ratschlag in fünf Worten: Ich steh immer wieder auf. Muster 3 – Die Vermögendsten sind fast nie die Lautesten. Meine eigene Beobachtung aus dem Gäste-Screening: Ein erheblicher Teil der wirklich vermögenden Gäste bittet ausdrücklich darum, die Zahlen nicht zu nennen. In den Shownotes steht deshalb nie, wer steinreich ist. Wer viel hat, hat es meistens nicht nötig, es nach außen zu tragen. Der rote Faden: Beim Millionär werden geht es weniger um Wissen als um Prägung, Ausdauer und Haltung. Zwei der drei Muster haben mit dem Umgang mit Rückschlägen zu tun – und keines mit dem, was in der Schule vermittelt wird. Auffällig ist außerdem, was in den Antworten praktisch nie vorkommt: eine geniale Geschäftsidee, der richtige Zeitpunkt oder ein glücklicher Zufall. Millionär werden wird von den Betroffenen selbst deutlich unspektakulärer beschrieben, als es von außen aussieht. Shownotes und Episodendetails Warum lohnt sich der Blick auf Muster statt auf Einzelgeschichten? Weil eine einzelne Erfolgsgeschichte immer auch Zufall sein kann. Erst die Wiederholung über hunderte Gespräche hinweg macht daraus eine belastbare Beobachtung. Zum Thema Millionär werden gibt es unzählige Ratgeber. Das Besondere an dieser Folge ist die Datenbasis: keine Theorie, sondern Aussagen von Menschen, die es tatsächlich geschafft haben – und die mir das im Gespräch persönlich erzählt haben. Was Zitelmanns Forschung zeigt. Rainer Zitelmann (#546) ist Historiker, Soziologe und selbst Multimillionär. Er hat die Superreichen nicht nur befragt, sondern systematisch psychologisch untersucht. Sein Befund zum Sport ist der überraschendste: Nahezu durchgängig berichteten seine Befragten, dass sie den Umgang mit Zielen und mit Niederlagen früh im Sport gelernt haben. Auf gezielte Nachfrage nach Schule und Universität kam ein klares Nein. Sein Befund zum Verkaufen ist der praktischste. Verkauf ist für ihn nicht auf Kunden beschränkt: Gute Mitarbeiter gewinnen ist Verkauf. Eine Genehmigung bekommen ist Verkauf. Wer sich damit innerlich schwertut, blockiert sich selbst. Was Rolf Kipps Geschichte zeigt. Kipps Absturz ist kein Pech, und er stellt ihn selbst auch nicht so dar. Er beschreibt sich rückblickend als jung, unerfahren, erfolgsverwöhnt und überheblich – jemand, der einen Vertrag unterschrieb, ohne ihn zu lesen, weil ohnehin alles lief. Die fünf Jahre danach sind der eigentliche Kern: morgens im Anzug ins Büro, aber kein Geld, den Firmenwagen zu tanken. Essen aus dem Kühlschrank im Aufenthaltsraum. Am Wochenende per Anhalter zur Familie – und wenn es nicht klappte, über die Leitplanke und zurück ins Büro. Wer über das Millionär werden spricht, sollte diesen Teil mit erzählen. Der gerade Weg nach oben ist die Ausnahme, nicht die Regel. Bemerkenswert ist auch seine Entscheidung gegen die Privatinsolvenz. Er hätte die halbe Million abschütteln können und hat es nicht getan. Diese Haltung taucht bei vielen Gästen auf, die es zweimal geschafft haben: Sie übernehmen die Verantwortung für den eigenen Fehler, statt ihn zu delegieren. Und was mir die Kulissen verraten. Vor jedem Interview screenen wir unsere Gäste. Ich kenne die Zahlen, bevor das Mikrofon läuft. Auffällig ist, wie viele der wirklich Vermögenden ausdrücklich darum bitten, dass ihr Vermögen nicht zur Sprache kommt. Sie möchten als normale erfolgreiche Unternehmer vorgestellt werden. Daraus folgen zwei praktische Konsequenzen. Erstens: Vergleiche Dich nicht mit den Lautesten – Du weißt nicht, was hinter der Fassade steckt. Zweitens: Wähle Deine Vorbilder danach aus, wer nachweislich etwas aufgebaut hat, nicht danach, wer am besten inszeniert ist. Was Du konkret mitnehmen kannst. Prüfe, wo Du gelernt hast, mit einem Nein umzugehen – und ob Du diese Fähigkeit heute noch trainierst. Schau Dir Deine Einstellung zum Verkaufen ehrlich an. Wenn sich Verkaufen für Dich unangenehm anfühlt, ist das kein Charakterzug, sondern eine lösbare Baustelle. Und wenn Du gerade in einer Phase steckst, in der alles zusammengebrochen ist: Kipp hat fünf Jahre gebraucht, um wieder bei null zu sein. Nicht um reich zu werden – um wieder bei null zu sein. Zusammengefasst: Millionär werden ist nach allem, was mir meine Gäste erzählt haben, weniger eine Frage der Gelegenheit als eine Frage der Wiederaufstehfähigkeit. Und der Bereitschaft, Dinge zu lernen, die einem niemand beibringt. Erwähnte und passende Episoden zum Nachhören: #546 – Dr. Dr. Rainer Zitelmann – Psychologie der Superreichen #586 – Rolf Kipp – Millionär werden: sein Coaching brachte über 40 Millionäre hervor #800 – Selfmade-Millionäre packen aus – Eigenschaften zum Erfolg #959 – Unternehmer-Fehler – die 5 teuersten aus 950 Folgen #960 – Durchhalten – 5 Lektionen aus Militär und Business Welches der drei Muster trifft am ehesten auf Dich zu? Schreib es mir gerne – ich freue mich auf Dein Feedback. Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. Hol Dir jetzt Dein Hörbuch "Selfmade Millionäre packen aus" und klicke auf das Bild! Buchempfehlung bei Amazon: Denken Sie wie Ihre Kunden +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mehr Freiheit, mehr Geld und mehr Spaß mit DEINEM eigenen Podcast. Erfahre jetzt, warum es auch für Dich Sinn macht, Deinen eigenen Podcast zu starten. Jetzt hier zum kostenlosen Podcast-Workshop anmelden: https://Podcastkurs.com +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ So fing alles an. Hier geht´s zur allerersten Episode von TomsTalkTime.com – DER Erfolgspodcast. Und ja, der Qualitätsunterschied sollte zu hören sein. Aber hey, das war 2012… ? 001 – Willst Du mehr Erfolg im Leben? Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. 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  • Durchhalten – 5 Lektionen aus Militär und Business #960

    19.08.202624:03

    Durchhalten Shownotes In dieser Episode geht es ums Durchhalten – und zwar aus zwei Welten, die sonst selten zusammenkommen: dem Militär und dem Business. Ich war zehn Jahre aktiver Soldat, danach sieben Jahre Reserve, habe Einzelkämpfer eins und zwei gemacht, den Kommandolehrgang zusammen mit der Fremdenlegion in Französisch-Guayana – und war später selbst Ausbilder für Einzelkämpfer. Seit vierzehn Jahren sitze ich hier und rede mit Unternehmern. Und was mich jedes Mal umhaut: Es sind dieselben Muster. Für diese Folge habe ich vier Interviews aus dem Archiv nebeneinandergelegt: Joey Kelly, Werner Hansch, Eric Stehfest und Reiner Calmund. Dazu meine eigenen Erfahrungen. Am Ende steht eine Beobachtung, mit der ich so nicht gerechnet hätte – und die ziemlich genau voraussagt, wer durchkommt und wer aufgibt. Zusammenfassung und Stichpunkte zum Thema Durchhalten Das ist die Zusammenfassung dieser Episode in Kurzform: Lektion 1 – Der Über-Nacht-Erfolg dauerte achtzehn Jahre. Joey Kelly (#643) über die Zeit vor dem Durchbruch: Von 1976 bis 1993 hat die Kelly Family auf der Straße gespielt. Es gab Tage bei Kälte, Regen und Schnee, an denen kein Mensch vor der Bühne stand – und genau da haben sie sich gesagt, eines Tages füllen sie ein Stadion mit 50.000 Menschen. Sein Fazit: Glück ist kein Zufall. Sein Rat an Gründer: Mach einfach – und gib dir fünf bis zehn Jahre. Durchhalten heißt hier schlicht: dranbleiben, wenn noch niemand zuschaut. Lektion 2 – Marschiert wird nicht mit den Stiefeln. Meine wichtigste Lektion aus den Lehrgängen: Wenn dein Kopf sagt, du bist fertig, dann stimmt das nicht. Meiner Erfahrung nach hast du in diesem Moment vielleicht zehn bis maximal zwanzig Prozent von dem abgerufen, was wirklich in dir steckt. Erst wenn du körperlich richtig am Anschlag bist, kommen Kräfte, die du vorher nicht kanntest. Durchhalten entscheidet sich im Kopf, nicht in den Beinen. Lektion 3 – Dein Ziel überlebt den Absturz. Eric Stehfest (#733) wusste mit sechs Jahren, dass er einen Oscar gewinnen will. Dazwischen lagen zehn Jahre schwerste Abhängigkeit. Danach war das Ziel unverändert. Warum er seine Geschichte erzählt: In der Schule wurde nur Christiane F. behandelt – eine Geschichte, die nicht gut ausgeht. Er wollte eine zeigen, in der jemand wieder herauskommt – und damit zeigen, dass sich Durchhalten auch nach einem Totalabsturz lohnt. Lektion 4 – Es ist nie zu spät. Werner Hansch (#846) ist nicht durch eine Krise abgestürzt, sondern weil die Aufgabe wegfiel. Seine Formel: viel Geld, viel Zeit – und kein Sinn. Heute rät er, sich auf genau diese Phase vorzubereiten. Mit über achtzig hat er sein erstes Unternehmen gegründet. Dazu Reiner Calmund (#724), aufgewachsen im Kohlerevier der Nachkriegszeit: Kompetenz und Leidenschaft ist die Formel zum Erfolg. Lektion 5 – Die Lauten fallen raus. Die Leisen kommen durch. Als Ausbilder habe ich immer dasselbe Muster gesehen: Wer laut jammert, bekommt kurz Aufmerksamkeit – und wird dann alleine gelassen, sobald die anderen merken, dass er nicht alles gibt. Die Durchkommer wurden ruhiger, haben sich fokussiert und sich untereinander zusammengetan. Genau das beschreiben auch meine Gäste. Der entscheidende Unterschied, den ich in dieser Folge herausarbeite: Die Lauten wollten, dass ihnen jemand die Last abnimmt. Die anderen haben gefragt, wer sie mit trägt. Das klingt fast gleich – ist aber das genaue Gegenteil. Shownotes und Episodendetails Warum eine Folge über Durchhalten aus dem Militär und aus dem Business? Weil beide Welten dasselbe Problem lösen müssen, nur mit anderen Mitteln. Durchhalten im Unternehmertum sieht anders aus als auf einem Lehrgang – der Mechanismus dahinter ist aber verblüffend ähnlich. Achtzehn Jahre Vorarbeit für einen Über-Nacht-Erfolg. 1994 verkaufte die Kelly Family acht Millionen Alben allein in Europa. Was kaum jemand kennt, sind die achtzehn Jahre davor auf der Straße. Joey Kelly (#643) erzählt von Tagen ohne einen einzigen Zuschauer – und von der Ansage, die sie sich trotzdem gegeben haben. Sein Übertrag auf Unternehmer ist nüchtern: Ein Geschäft klappt meistens nicht sofort. Was ich auf den Lehrgängen gelernt habe. Nein, das hat nicht immer Spaß gemacht. Es gab auf allen drei Lehrgängen Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum ich mir das eigentlich antue. Aber das waren immer nur kurze Phasen. Danach kommt etwas anderes: Stolz. Nicht auf eine Urkunde, sondern auf sich selbst – weil du weißt, wozu du in der Lage bist. Marschiert wird nicht mit den Stiefeln. Marschiert wird mit dem Kopf. Das ist für mich bis heute die kürzeste Formel fürs Durchhalten. Ein Ziel ist erstaunlich geduldig. Bei Eric Stehfest (#733) hat mich nicht der Absturz überrascht, sondern was danach noch da war. Das Ziel aus Kindertagen hat zehn Jahre Sucht überstanden. Für dich heißt das: Eine Phase, in der alles zusammenkracht, löscht nicht aus, wofür du angetreten bist. Der Absturz kam, als die Aufgabe wegfiel. Werner Hansch (#846) hat dreißig Jahre lang Fußball kommentiert, über 1.400 Spiele. Dann endete der Vertrag mit 65 – und mit ihm die Aufgabe. Sein Rat gilt für jeden, der irgendwann aus seinem Hauptprojekt herauswächst: Bereite dich vor. Wenn der Zeitpunkt da ist, ist es oft zu spät, noch etwas zu finden. Dass er dann mit über achtzig gegründet hat, ist die eigentliche Pointe. Auf meine Frage nach dem größten Fehler sagt er, die Idee kam zu spät – und direkt hinterher: Wie soll ich das noch ändern? Und die Lektion, wegen der ich die Folge gemacht habe. Joey Kelly hat seinem Team und seinem Netzwerk seine Lage erklärt, als ihm das Schloss der Familie über dem Kopf zusammenbrach. Werner Hansch und Eric Stehfest haben aufgehört, ihre Krankheit zu verstecken. Und auf dem Lehrgang haben sich die Durchkommer in Gruppen zusammengetan. Vier Geschichten, ein Mechanismus: Es kippt in dem Moment, in dem jemand aufhört, es alleine zu tragen. Wichtig ist dabei die Unterscheidung, die ich in der Folge mache. Lautes Jammern ist kein Durchhalten und bringt niemanden weiter – im Gegenteil, es sorgt dafür, dass die anderen sich abwenden. Wer dagegen einem konkreten Menschen ungeschönt sagt, wie es um ihn steht, macht sich angreifbar. Genau das kostet Überwindung, und genau das funktioniert. Und es gibt einen Unterschied zwischen einem Lehrgang und deinem Business, den man nicht unterschlagen sollte: Der Lehrgang hat ein Enddatum. Irgendwann ist er vorbei, egal wie hart er war. In deinem Unternehmen sagt dir niemand, wann du es geschafft hast. Umso wichtiger sind Menschen, die mittragen. Was du konkret mitnehmen kannst. Durchhalten beginnt mit einer ehrlichen Frage: Wem hast du deine tatsächliche Lage schon einmal ungeschönt erzählt – geschäftlich wie privat? Und wenn dir bei deinem aktuellen Projekt gerade die Luft ausgeht: Setz dir eine ehrliche Frist statt einer Bauchentscheidung. Fünf bis zehn Jahre ist Joey Kellys Zahl. Beim Durchhalten geht es am Ende nicht darum, härter zu sein als alle anderen. Es geht darum, nicht alleine zu bleiben. Wer das begriffen hat, für den wird Durchhalten deutlich leichter. Erwähnte Episoden zum Nachhören – hier erzählen die Gäste ihre Geschichten vom Durchhalten in voller Länge: #643 – Joey Kelly – Kelly Family: mit Willensstärke zum Ziel #724 – Reiner Calmund – Fußballmanager, Redner und Kolumnist #733 – Eric Stehfest – Schauspieler, Filmemacher, Unternehmer #846 – Werner Hansch – über Fußball, Spielsucht und Sportwetten #959 – Unternehmer-Fehler – die 5 teuersten aus 950 Folgen Welche Situation hast du durchgestanden, von der du vorher dachtest, sie schaffst du nicht? Schreib es mir gerne – ich freue mich auf dein Feedback. Hinweis: In dieser Folge geht es unter anderem um Suchterkrankungen. Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden kennst, der es ist: Es gibt Hilfe, und der erste Schritt ist immer, mit einem Menschen darüber zu sprechen. Werner Hansch nennt in Folge 846 Anlaufstellen und Selbsthilfegruppen. Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. Hol Dir jetzt Dein Hörbuch "Selfmade Millionäre packen aus" und klicke auf das Bild! Buchempfehlung bei Amazon: Denken Sie wie Ihre Kunden +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mehr Freiheit, mehr Geld und mehr Spaß mit DEINEM eigenen Podcast. Erfahre jetzt, warum es auch für Dich Sinn macht, Deinen eigenen Podcast zu starten. Jetzt hier zum kostenlosen Podcast-Workshop anmelden: https://Podcastkurs.com +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ So fing alles an. Hier geht´s zur allerersten Episode von TomsTalkTime.com – DER Erfolgspodcast. Und ja, der Qualitätsunterschied sollte zu hören sein. Aber hey, das war 2012… ? 001 – Willst Du mehr Erfolg im Leben?

  • Unternehmer-Fehler – die 5 teuersten aus 950 Folgen #959

    12.08.202620:31

    Unternehmer-Fehler Shownotes In dieser Episode geht es um Unternehmer-Fehler – und zwar nicht um erfundene, sondern um die echten. Seit 2012 stelle ich in jedem Interview dieselbe Frage: „Was war bisher Dein größter Fehler als Unternehmer?" Über 900 Mal habe ich diese Frage gestellt. Millionären, Gründern, Ärzten, Verkäufern, Konzernberatern. Zum ersten Mal habe ich alle Antworten nebeneinandergelegt und geschaut, welche Unternehmer-Fehler sich wiederholen. Das Ergebnis war für mich selbst eine Überraschung. Denn die teuersten Unternehmer-Fehler sind fast nie das, was man erwartet. Es geht nicht um falsche Preise, nicht um schlechtes Marketing, nicht um die Steuer. Es geht fast immer um Menschen. Und am Ende der Folge packe ich meinen eigenen teuersten Fehler aus – der hat mich rund 70.000 Euro gekostet. Zusammenfassung und Stichpunkte Das ist die Zusammenfassung dieser Episode in Kurzform: Fehler 1 – Der falschen Person vertraut. Der mit Abstand meistgenannte aller Unternehmer-Fehler. Judith Geiß (#801) nennt genau das als ihren größten Fehler. Dr. Michael Spitzbart (#813) sagt über sich selbst, er sei zu leichtgläubig gewesen und habe Menschen zu schnell vertraut. Manuel Kretschmer (#592) formuliert es so: Er habe nicht auf sein Bauchgefühl gehört. Drei Branchen, eine Antwort. Fehler 2 – Die falschen Leute eingestellt. Manuel Kretschmer hat dazu eine Regel, die im Alltag sofort funktioniert: Je mehr jemand am Anfang Tolles über sich erzählt und je mehr Forderungen er stellt, desto schlechter läuft es später. Seine Zahl: 99 Prozent der Fälle. Steven Hensel (#811) bestätigt das – ein einziger Mitarbeiter hat bei ihm für massiven Trubel gesorgt. Fehler 3 – Zu spät abgegeben. Frank Otto (#723), Medienunternehmer und Otto-Versand-Erbe, sagt: Sein größter Fehler war, nicht rechtzeitig abzugeben, als mehrere Probleme gleichzeitig auf ihn einprasselten. Der Fehler ist also nicht die Krise selbst, sondern das Alleinbleiben in ihr. Fehler 4 – Aus Begeisterung entschieden. Alex Holtermann (#888) über impulsgesteuerte Entscheidungen: „Das habe ich auch teuer bezahlt." Jochen Dreissigacker (#816) beschreibt dasselbe Muster – Begeisterung, einmal drüber nachgedacht, viel Geld verloren. Begeisterung ist ein starker Motor, aber ein schlechter Berater. Fehler 5 – Sich selbst ganz nach hinten gestellt. Joel Burghardt (#803) nennt als größten Fehler, das Business über sich selbst zu stellen und dabei Gesundheit, Sport und Ernährung zu vernachlässigen. Passend dazu das Lebensmotto von Dr. Spitzbart: Ursachen behandeln statt Symptome. Mein eigener Fehler – Aufschieberitis. Im April 2012 hatte ich alles beisammen, um zu starten. Gestartet bin ich erst am 1. November 2012. Nach sechs Wochen hatte ich über 13.000 Euro verdient. Sieben Monate Aufschieben, gerechnet mit 10.000 Euro pro Monat: rund 70.000 Euro. Und sieben Monate, die nie zurückkommen. Der rote Faden hinter allen fünf Punkten: Die teuersten Unternehmer-Fehler sind Menschen-Fehler und Zeit-Fehler. Zahlenfehler lassen sich korrigieren. Ein falscher Partner, ein falscher Mitarbeiter oder ein verlorenes halbes Jahr lassen sich nicht zurückholen. Shownotes und Episodendetails Warum diese Folge anders ist als die üblichen Listen über Unternehmer-Fehler: Hier hat sich niemand etwas ausgedacht. Die Grundlage sind über 950 Episoden TomsTalkTime und mehr als 900 Interviews. In jedem einzelnen davon kommt dieselbe Frage vor. Das ergibt ein Archiv an ehrlichen Antworten, wie es im deutschsprachigen Raum kaum ein zweites gibt. Der häufigste aller Unternehmer-Fehler: das falsche Vertrauen. Judith Geiß begleitet US-Firmenübernahmen. Ihr größter Fehler: einer falschen Person vertraut zu haben. Dr. Michael Spitzbart ist einer der bekanntesten Gesundheitsexperten Europas und berät Konzerne. Auch bei ihm dieselbe Antwort – zu leichtgläubig, Menschen zu schnell vertraut. Manuel Kretschmer hat mit Amazon zweistellige Millionenumsätze gemacht. Sein Satz dazu: Er hat nicht auf sein Bauchgefühl gehört. Drei völlig verschiedene Menschen, drei völlig verschiedene Branchen, ein Muster. Das ist kein Zufall mehr. Woran Du die falsche Person erkennst. Manuel Kretschmer hat im Interview eine Regel verraten, die im Recruiting sofort anwendbar ist: Wer im Gespräch am lautesten über sich selbst spricht und am meisten fordert, ist meistens die schlechteste Wahl. Steven Hensel hat genau diese Erfahrung gemacht. Trotz Coaching, trotz Vorbereitung. Ein einziger Mitarbeiter hat gereicht, um für erheblichen Ärger zu sorgen. Die praktische Frage für Dich: Wen hast Du zuletzt eingestellt, weil er gut geredet hat – und wen, weil er gut gearbeitet hat? Der Fehler, der in Krisen passiert. Frank Otto hat nicht rechtzeitig abgegeben, als es eng wurde. Genau das machen die meisten Unternehmer. Wenn es brennt, ziehen wir alles zu uns heran, kontrollieren mehr, arbeiten mehr und reden mit niemandem. Abgeben fühlt sich in diesem Moment nach Schwäche an. Ist es aber nicht. Es ist die Rettung. Wenn Begeisterung teuer wird. Alex Holtermann und Jochen Dreissigacker beschreiben unabhängig voneinander dasselbe: impulsive Entscheidungen aus reiner Begeisterung heraus, einmal drüber nachgedacht, unterschrieben – und später teuer bezahlt. Eine einfache Gegenmaßnahme: Je aufgeregter Du bei einer Entscheidung bist, desto länger schläfst Du darüber. Der Fehler, den man erst spät spürt. Joel Burghardt hat als größten Fehler genannt, sich selbst zu vernachlässigen. Gesundheit, Sport, Ernährung – alles hinter dem Business eingeordnet. Dein Unternehmen kannst Du verkaufen. Deinen Körper nicht. Und mein eigener teuerster Fehler. Nach dem Podcast-Coaching bei einer amerikanischen Podcast-Größe hatte ich im April 2012 alles, was ich zum Starten brauchte: Wissen, Fähigkeiten, Technik. Losgelegt habe ich trotzdem erst am 1. November 2012, weil ich jede Menge gute Gründe gefunden habe, warum der Zeitpunkt gerade nicht perfekt ist. Nach sechs Wochen Podcast hatte ich über 13.000 Euro verdient. Rechnet man die sieben Monate Aufschieben mit konservativen 10.000 Euro pro Monat, sind das rund 70.000 Euro, die ich mir selbst weggeschoben habe. Geld lässt sich nachverdienen. Die sieben Monate nicht. Was Du konkret aus dieser Folge mitnehmen kannst. Die gute Nachricht bei allen fünf Unternehmer-Fehlern: Du musst sie nicht selbst machen. Andere haben das Lehrgeld längst bezahlt, und zwar in Millionenhöhe. Prüfe einmal ehrlich, bei welchem Menschen in Deinem Umfeld Dein Bauchgefühl schon länger Alarm schlägt – geschäftlich wie privat. Schau Dir an, welche Aufgabe Du seit Monaten mit Dir herumträgst, obwohl jemand anderes sie besser könnte. Und dann nimm die eine Sache, die Du seit Wochen aufschiebst, und setze ihr ein Datum. Nicht „bald". Ein Datum. Denn wenn Du aus dieser Folge über Unternehmer-Fehler nur eine einzige Sache mitnimmst, dann diese: Der teuerste Fehler ist fast immer der, den Du erst morgen angehen willst. Welche Unternehmer-Fehler haben Dich am meisten gekostet? Schreib es mir gerne – ich freue mich auf Dein Feedback. Und denk immer daran: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Tschüss, mach's gut. Dein Tom. Hol Dir jetzt Dein Hörbuch "Selfmade Millionäre packen aus" und klicke auf das Bild! Buchempfehlung bei Amazon: Denken Sie wie Ihre Kunden +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mehr Freiheit, mehr Geld und mehr Spaß mit DEINEM eigenen Podcast. Erfahre jetzt, warum es auch für Dich Sinn macht, Deinen eigenen Podcast zu starten. Jetzt hier zum kostenlosen Podcast-Workshop anmelden: https://Podcastkurs.com +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ So fing alles an. Hier geht´s zur allerersten Episode von TomsTalkTime.com – DER Erfolgspodcast. Und ja, der Qualitätsunterschied sollte zu hören sein. Aber hey, das war 2012… ? 001 – Willst Du mehr Erfolg im Leben?