Die größten Denkfehler im KVP - und wie es wirklich funktioniert
Vor 5 Tagen•29:13
„Wir haben jetzt so viel optimiert – und kommen trotzdem nicht weiter. Wir brauchen mal einen komplett anderen Ansatz." Kennst du das Gefühl, wenn eine Organisation läuft und läuft – und irgendwann trotzdem an eine unsichtbare Decke stößt? Man hat gemessen, skaliert, Prozesse geschliffen. Und dann wird der Ertrag jeder weiteren Runde einfach kleiner. Genau an diesem Punkt setzen Caroline Zielke und Jannik Droß an. Ihr Thema ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess, kurz KVP. Und ihre erste Ansage räumt gleich mit einem Missverständnis auf: „KVP ist kein Ideenmanagement – es geht um den Prozess und nicht nur um den Briefkasten." Es geht also nicht darum, Vorschläge einzusammeln und irgendwo abzuheften. Sondern darum, wer eigentlich verbessert – und von wo aus. Jannik dreht hier die gewohnte Logik um. Nicht eine zentrale Instanz steuert die Optimierung, sondern die Fläche: „Viele kleine Stellen bringen die Verbesserung – nicht ein zentrales Gehirn." Klingt simpel, ist es aber nicht. Denn dahinter steckt ein echter Kulturwechsel – und der braucht jemanden an der Spitze, der ihn wirklich will. Oder wie Jannik sagt: „Es braucht jemanden, der es wirklich will – und zulässt, dass sich Kultur verändert." Spannend wird es in den administrativen Bereichen, wo Verbesserung oft ins Leere läuft: „Wenn ich nicht weiß, wofür ein Prozess da ist, optimiere ich ins Leere." Erst Klarheit über die Rolle eines Bereichs, dann Wirkung. Und wenn KVP wirklich greift, verändert sich etwas Grundlegendes: „Aus Gruppen werden Teams – und Probleme werden nicht mehr weggeschoben, sondern direkt gelöst."