überLeben - der Podcast über Tod und Trauer
überLeben - der Podcast über Tod und Trauer

überLeben - der Podcast über Tod und Trauer

Nina Borowski


Podcast, Ratgeber & Coaching

Was, wenn das Leben von einem Moment auf den anderen aus den Fugen gerät? Der Tod reißt oft eine Lücke, hinterlässt Leere. Und dann? Wie gehen wir mit den Themen Tod und Trauer um? Kann man richtig oder falsch trauern? Und wie nimmt man eigentlich Abschied? Als Journalistin habe ich schon oft über menschliche Schicksale berichtet. Doch dieses Mal ist es anders. Dieses Mal ist es auch meine Geschichte. Oder vielmehr – die Geschichte von mir und meiner Mutter. In diesem Podcast rede ich mit unterschiedlichen Gesprächspartnerinnen über das Erleben und das Überleben von Schicksalsmomenten. Wir wollen die Themen Tod und Trauer sichtbar machen – denn sie betreffen uns alle und werden leichter, wenn man darüber spricht. Mein Name ist Nina Borowski und ich begleite euch durch die Gesprächsreihe überLeben, einem Podcast der Rhein-Zeitung. Alle bisherigen Folgen und weitere Infos: www.rhein-zeitung.de/ueberleben

Alle Folgen

  • Folge 10: „Meine Tochter hat viel geheilt“

    Vor 6 Tagen•45:26

    In der heutigen Podcastfolge von „überLeben“, dem RZ-Podcast über Tod und Trauer geht es um das Thema Sternenkinder. Erst seit einigen Jahren bekommt dieses Thema einen Platz in der Gesellschaft. Vera Zens ist in dieser Podcastfolge bei Host Nina Borowski zu Gast. Die ehemalige Pfarrerin setzt sich für das Thema ein. Denn Sie weiß, wie es sich anfühlt. Vera Zens wusste schon als Kind: Ich möchte Pfarrerin werden. Sie studiert evangelische Theologie und arbeitet in Trier als Pfarrerin. Nach der Geburt ihres Sohnes möchten ihr Mann und sie noch ein weiteres Kind. Weil die erste Schwangerschaft völlig problemlos verlaufen ist, ist es für Vera Zens gar nicht im Rahmen des Möglichen, dass es beim zweiten Mal anders sein könnte. Während eines Kontrolltermins beim Frauenarzt bekommt sie dann die Nachricht, dass es keine Herztöne mehr gibt und ihr Baby gestorben ist. Vera Zens trifft diese Nachricht völlig unvorbereitet. Und nicht nur das. Es folgen drei weitere Fehlgeburten innerhalb von zwei Jahren. Diese Zeit verändert für Vera Zens alles. Sie findet keinen Halt mehr in ihrem Glauben. Nach der Geburt ihrer Tochter, ihrer sechsten Schwangerschaft, die gut verläuft, weiß sie: „Für mich gibt es kein Zurück in den Pfarrberuf.“ Ein großer Schritt. Doch heute weiß die junge Mutter: „Das war mein Weg“ und ergänzt: „Meine Tochter hat natürlich auch ganz viel geheilt.“ Zens arbeitet heute als freie Rednerin und begleitet Beerdigungen, Hochzeiten und Willkommensfeiern. „Ich mache all die Dinge, die ich als Pfarrerin immer besonder gern mochte. Ich begleite Menschen“, sagt sie. Dazu leitetet sie eine Gruppe für Mütter von Sternenkindern. Sie möchte das Thema sichtbar machen und den Müttern zeigen, dass sie damit nicht alleine sind. Vera Zens sagt heute: „Ich liebe das Leben in all seinen Facetten. Alles gehört dazu. Momente voller Freude und Glitzer und Zeiten, in denen es schwer ist.“ Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast. Jetzt reinhören! Mehr Infos zur Arbeit von Vera Zens gibt es hier: http://www.herzundsterne.de/ Alle Podcastfolgen gibt es auch unter www.rhein-zeitung.de/ueberleben Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast

  • Folge 9: „Trauer ist Höchstleistung für den Körper“

    18.09.2026•39:28

    In einer neuen Folge von „überLeben“, dem Podcast über die Themen Tod und Trauer ist Christina Gippert bei Host Nina Borowski im Studio zu Gast. Sie setzt sich mit ihrer Arbeit für ein Enttabuisieren der Themen Tod und Trauer ein. Unter anderem berät und unterstützt sie Unternehmen dabei, einen Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz zu finden. Gippert ist dabei eines besonders wichtig: „Bei Trauer geht es nicht nur um den Tod.“ Im Podcast sagt sie: „Trauer kann man nicht vom Arbeitsplatz fernhalten. Wenn mir jemand sagt, dass Trauer am Arbeitsplatz nichts zu suchen hat, dann sage ich immer - dann brauchen wir auch keinen Kuchen am Geburtstag im Büro. Freude ist auch eine Emotion. Nur mit der können wir im Gegensatz zu Trauer umgehen.“ Viele Jahre hat die 47-Jährige, die an der Mosel geboren und aufgewachsen ist, nach ihrem BWL-Studium in verschiedenen Positionen am Parlament in Brüssel gearbeitet. Während dieser Zeit hat sie erste eigene Erfahrungen mit Tod im Arbeitsumfeld gemacht und gemerkt, dass sie in das Thema Trauer am Arbeitsplatz tiefer eintauchen möchte. Gippert hat verschiedene Fort- und Weiterbildungen gemacht. Die heutige Wahl-Koblenzerin ist unter anderem psychologische Beraterin. Sie hat verschiedene Trainerlizenzen und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen Neurowissenschaft, Resilienz und psychische Gesundheit. Zudem gibt sie aktuell „Selensport“-Kurse als eins zu eins Begleitung in Koblenz. Dabei geht es darum mit gezielten Bewegungen, Emotionen zu lösen. Während ihrer Fortbildungen hat Christina Gippert gemerkt, dass sie selbst auch ein Thema hat, was sie auf den ersten Blick gar nicht mit Trauer in Verbindung gebracht hat: Einen unerfüllten Kinderwunsch. Die Trauer über eine Lebensidee, die so nicht sein wird, über eine Rolle, die sie nicht haben wird, ist schwer greifbar. Und doch ist auch das eine Form von Trauer. Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast. Jetzt reinhören! Weitere Infos zu Christina Gippert gibt es hier: https://www.instagram.com/christinagippert/ Alle Podcastfolgen gibt es auch unter www.rhein-zeitung.de/ueberleben Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast

  • Folge 8: „Das ist das Härteste, was man erleben kann"

    11.09.2026•37:27

    In einer neuen Podcastfolge von „überLeben - dem Podcast über Tod und Trauer“ geht es um das Thema Suizid. Für viele An- und Zugehörige ist es ein schambehaftetes Tabuthema. Für die Medien ist es ein sensibles Thema, über das in der Regel nicht berichtet wird, um Nachahmungstaten zu vermeiden. Stichwort „Werther-Effekt“. Was das ist und wie wichtig die Sensibilität für Sprache ist, darüber reden Host Nina Borowski und Christa Albrecht im Podcast. Seit vielen Jahren leitet Christa Albrecht eine Agus-Selbsthilfegruppe für An- und Zugehörige in Mülheim-Kärlich. „Agus“ steht für „Angehörige um Suizid“ und gehört zu einer bundesweiten Organisation. Im Podcast, wie auch in den Treffen der Selbsthilfegruppe, geht es nicht um das „wie“ bei einem Suizid. Der Fokus liegt auf der Arbeit von Christa Albrecht. Ihr ist die Sensibilität für Sprache beim Thema Suizid besonders wichtig: „Suizidenten sind keine Mörder. Und die Angehörigen sind keine Angehörigen von Mördern. Ein Mord ist ein juristischer Straftatbestand, ein Suizid nicht. Das ist für viele Angehörige ganz wichtig zu wissen, denn vor allem in ländlichen Gegenden gibt es immer noch Situationen, wo nach einem Suizid geredet wird, oder manche sogar die Straßenseite wechseln. Das bedeutet für die An- und Zugehörigen eine zusätzlich Last“, sagt Albrecht im Podcast. Neben dem Verlust, der Trauer und vielleicht Sorgen um die Existenz quält An- und Zugehörige oft die Frage nach dem „warum“, weiß Albrecht. Diese Frage kann auch die Selbsthilfegruppe nicht beantworten, aber sie gibt ihren Mitgliedern einen Raum, in dem alles einfach da sein darf. „Es ist immer wieder schön, zu sehen, dass neben der Trauer auch Freude Platz hat“, betont Albrecht und sagt weiter: „Die Mitglieder sagen immer wieder, dass sie in der Gruppe nichts erklären müssen.“ Jeden dritten Dienstag im Monat findet ein Treffen der Agus-Selbsthilfegruppe statt. Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast. Jetzt reinhören! Infos zur AGUS-Selbsthilfegruppe im Raum Koblenz: https://koblenz.agus-selbsthilfe.de/ Alle Podcastfolgen gibt es auch unter www.rhein-zeitung.de/ueberleben Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast

  • Folge 7: „Es wird nie mehr ein Tag so sein, wie der davor"

    04.09.2026•48:20

    Neue Bestattungsformen fördern den Wandel in der Bestattungs- und auch Gedenkkultur. Mehr Raum für individuelle Wünsche bedeutet für Stephan Oppermann, Benediktinermönch im Kloster Maria Laach, auch ein Auseinandersetzen mit den Themen Tod und Trauer. Im Podcast „überLeben - einer Gesprächsreihe über Tod und Trauer“ spricht der 44-Jährige mit Host Nina Borowski über diese Themen. Mit dem Eintritt in die Glaubensgemeinschaft in Maria Laach 2007 wurde aus Stephan Oppermann „Bruder Stephan“. Der gelernte Florist entschied sich bewusst für ein Leben im Kloster und schätzt diesen Ort bis heute für seine Vielfältigkeit und an vielen Stellen auch für seine Ruhe. Stephan Oppermann ist ein Mensch mit vielen verschiedenen Facetten. Mit seinem Eintritt ins Kloster beginnt er ein Kunststudium. Er widmet sich der Malerei, der Bildhauerei und auch der Keramik. Einige Jahre ist er Leiter der Keramikwerkstatt in Maria Laach. Dort werden unter anderem auch Urnen gefertigt. Zudem ist Bruder Stephan Trauerbegleiter und arbeitet heute als Quereinsteiger bei einem Bestattungsunternehmen in Koblenz. Mit Blick auf die neuen Wahlmöglichkeiten sagt er: „Was ich sehr, sehr schätze, dass ich, wenn ich eine der neuen Bestattungsformen wähle, ich in den Dialog gehen muss. Ich muss jemanden finden und mit jemandem sprechen, der meine Totenfürsorge wahrnimmt. Das klingt sehr komisch, eine Totenfürsorge. Wem übertrage ich die Sorge für meinen Leichnam? Also, ich muss mich wirklich ganz ernsthaft damit auseinandersetzen.“ Dieses Auseinandersetzen ist Oppermann sehr wichtig. Denn für ihn gehören die Themen Tod und Trauer wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft. Gerade in der Trauer sieht der 44-Jährige soziale Kontakte als etwas sehr Wertvolles und Wichtiges an. Ein Friedhof könne ein wichtiger Begegnungsort sein: „Der Kampf um die Gießkanne kann auch Sozialkontakt sein, der sehr wichtig ist“, sagt Oppermann. Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast - Jetzt reinhören!

  • Folge 6: „Es gibt kein richtig oder falsch“

    10.10.2025•26:21

    In der sechsten Folge des RZ-Podcasts „überLeben“ ist Gabriela Munsch bei mir, Nina Borowski, zu Gast im Studio. Sie ist Trauerbegleiterin. Im Podcast frage ich sie: Kann man richtig oder falsch trauern? Denn Trauer ist oft so überwältigend, dass viele Menschen Angst haben, etwas falsch zu machen oder nicht normal zu sein. Mit Gabriela spreche ich über die verschiedenen Formen der Trauer und auch darüber, wie man Abschiede gestalten und Rituale pflegen kann. Mit der Zeit sind das wichtige Elemente, die Trost und Halt geben. Gabriela arbeitet außerdem auch als Trauerrednerin und gibt Einblicke, wie sie sich auf diese „letzte Rede“ vorbereitet. Die Idee für diesen Podcast entstand aus meiner eigenen Geschichte. Nach dem Tod meiner Mutter vor einigen Jahren hatte ich unglaublich viele Fragen. Es gab einige Momente, in denen ich mich überfordert gefühlt habe. Ich habe gemerkt, dass der Tod für viele nach wie vor ein Tabuthema ist. Viele können oder wollen nicht darüber reden. Mir ging es nicht anders. Dabei habe ich durch meine eigene Geschichte, oder vielmehr durch unsere - die von meiner Mutter und mir - gemerkt: Die Themen Tod und Trauer betreffen uns alle und werden leichter, wenn man darüber spricht. Und genau das tun wir in diesem Podcast. Meine weiteren Gesprächspartnerinnen im Podcast „überLeben“ sind meine Kollegin Celina de Cuveland mit einer ähnlichen Geschichte, eine Pfarrerin, eine Bestatterin, eine Palliativ-Care-Trainerin, die Letzte-Hilfe-Kurse gibt, eine Medizinerin und eine Krankenschwester. Neben ihren beruflichen Erfahrungen bringen alle meine Gesprächspartnerinnen auch ihre persönlichen Erlebnisse mit ein. Denn sie sind alle auch selbst Töchter und Mütter. Wenn ihr keine Folge verpassen wollt, abonniert den Kanal. Ihr habt Fragen oder Anregungen - dann schreibt mir gern an podcast@rhein-zeitung.net. überLeben ist ein Podcast der Rhein-Zeitung. Mehr Infos unter www.rhein-zeitung.de/ueberleben Alle Podcasts der Rhein-Zeitung gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast Redaktion: Nina Borowski Postproduktion: Tom Augustiniak

  • Folge 5: „Wir sind einfach da“

    04.10.2025•32:09

    In der fünften Folge des RZ-Podcasts „überLeben“ ist die Bestatterin Ava Rasper bei mir, Nina Borowski, zu Gast. Als junge Frau in diesem Beruf ist sie nicht das, woran viele erstmal denken, wenn sie „Bestatter“ hören. Ein zweiwöchiges Praktikum hat ihr so viel Spaß gemacht, dass sie sich nach ihrem Bachelorstudium nochmal für eine Ausbildung entschieden hat. Zur Bestatterin. Im Podcast erzählt sie offen, welche Arbeitsschritte eine Bestatterin vornimmt. Ihr ist es wichtig, auf jeden Klienten individuell einzugehen und im Gespräch herauszufinden, was der- oder diejenige braucht. Es ist vor allem die Arbeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen, die sie mag. Außerdem erzählt sie, wie sie als junge Mutter mit den Themen Tod und Trauer umgeht und ihren Kindern einen normalen Umgang damit vermitteln möchte. Die Idee für diesen Podcast entstand aus meiner eigenen Geschichte. Nach dem Tod meiner Mutter vor einigen Jahren hatte ich unglaublich viele Fragen. Es gab einige Momente, in denen ich mich überfordert gefühlt habe. Ich habe gemerkt, dass der Tod für viele nach wie vor ein Tabuthema ist. Viele können oder wollen nicht darüber reden. Mir ging es nicht anders. Dabei habe ich durch meine eigene Geschichte, oder vielmehr durch unsere - die von meiner Mutter und mir - gemerkt: Die Themen Tod und Trauer betreffen uns alle und werden leichter, wenn man darüber spricht. Und genau das tun wir in diesem Podcast. Meine weiteren Gesprächspartnerinnen im Podcast „überLeben“ sind meine Kollegin Celina de Cuveland mit einer ähnlichen Geschichte, eine Pfarrerin, eine Palliativ-Care-Trainerin, die Letzte-Hilfe-Kurse gibt, eine Medizinerin und eine Krankenschwester und eine Trauerbegleiterin. Neben ihren beruflichen Erfahrungen bringen alle meine Gesprächspartnerinnen auch ihre persönlichen Erlebnisse mit ein. Denn sie sind alle auch selbst Töchter und Mütter. Wenn ihr keine Folge verpassen wollt, abonniert den Kanal. Ihr habt Fragen oder Anregungen - dann schreibt mir gern an podcast@rhein-zeitung.net. überLeben ist ein Podcast der Rhein-Zeitung. Mehr Infos unter www.rhein-zeitung.de/ueberleben Alle Podcasts der Rhein-Zeitung gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast Redaktion: Nina Borowski Postproduktion: Tom Augustiniak