#30 - Glaub mir einfach — Was chronisch Kranke sich wirklich wünschen
Vor 2 Tagen•54:51
„Mich gibt es nur im Gesamtpaket" — Simona über Freundschaften, Familie und das, was bleibt Simona ist zum zweiten Mal bei uns zu Gast. Sie lebt mit Mukoviszidose, einem speziellen insulinpflichtigen Diabetes und einer Hochtonschwerhörigkeit — und arbeitet in der Hamburger Kulturbehörde als Referentin für Kinder- und Jugendkulturprojekte. Diesmal geht es um eine Frage, die viele chronisch Kranke beschäftigt: Was macht eine Erkrankung mit den Beziehungen zu den Menschen um uns herum? Simona erzählt offen, dass aus ihrer Schulzeit keine einzige Freundin übrig geblieben ist. Dass Menschen sich nicht laut verabschieden, sondern sich ausschleichen — nicht mehr anrufen, nicht mehr einladen, weil „die kommt ja sowieso nicht". Sie erzählt von ihrer ersten Ehe, in der so getan wurde, als sei sie gesund. Und von ihrem jetzigen Mann, mit dem sie seit rund 23 Jahren zusammen ist und der sie mit ihrem Gesamtpaket nimmt. Ein Thema geht besonders nah: Simona hat den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen. Erst professionelle Hilfe hat ihr geholfen zu verstehen, was da eigentlich lief — und dass Familie nicht automatisch Rückhalt bedeutet. Wir sprechen über den Satz, den fast alle chronisch Kranken kennen: „Man sieht Dir doch gar nicht an, dass Du krank bist." Über das absurde Vorurteil, eine Schwerbehinderung bringe „Vorteile". Und über das Gefühl, mitten unter Menschen einsam zu sein. Simona nennt sich selbst eine „Über-die-Grenzen-Seglerin". Sie weiß meistens, dass sie am nächsten Tag dafür bezahlen wird. Und tut es trotzdem — bewusst. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Simona in einer Beziehung wirklich braucht — und warum Lösungen nicht immer helfenWie Freundschaften sich verändern, wenn man nicht mehr „einfach handelbar" istIhre erste Ehe: Wenn beide überfordert sind und einer verschwindetDer Unterschied zwischen Nachteilsausgleich und „Vorteilen"Warum Simona bei neuen Bekanntschaften selbst recherchiertEinsamkeit mitten unter Menschen — und das Gefühl, mit dem eigenen Thema zu nervenDer Ärztemarathon als zweiter VollzeitjobWann professionelle Hilfe der richtige Schritt istWarum die Schuldfrage in die Sackgasse führtZuhören, das keins ist: Wenn das Gegenüber nur auf seinen Einsatz wartetWas Simona tun würde, wenn eine Freundin plötzlich erkranktEine Folge für alle, die schon mal gemerkt haben, dass sie seltener eingeladen werden. Und für alle, die jemanden im Leben haben und nicht wissen, wie sie fragen sollen. ? Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch