#24 - „Die Scham muss die Seite wechseln" — Sabine über PTBS nach sexualisierter Gewalt
(Un)sichtbar Chronisch
21.07.2026 • 49 Min.
„Die Scham muss die Seite wechseln" — Sabine über posttraumatische Belastungsstörung nach sexualisierter Gewalt ⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um sexualisierte Gewalt in der Kindheit und ihre Folgen. Wenn Dich das Thema belastet, hör bitte nur, wenn Du Dich sicher fühlst. Hilfetelefone findest Du unten in den Show Notes. Sabine ist 43, arbeitet für die Bundesagentur für Arbeit und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die Ursache: ein sexueller Übergriff in ihrer Kindheit. Eine Erfahrung, die man nicht sieht — und die sie ihr Leben lang begleitet. In dieser Folge erzählt Sabine offen, wie es ist, mit einer PTBS durch den Alltag zu gehen. Warum sie sich als Kind nicht wehren konnte — und warum sie sich das nicht zum Vorwurf machen darf. Wie die Traumatherapie ihr geholfen hat, einen inneren „Tresor" zu bauen, in dem die belastenden Erinnerungen sicher verwahrt sind. Und warum sie heute manchmal einfach nur „therapiemüde" ist. Wir sprechen über das Freezing in bedrohlichen Situationen, über den langen Weg zurück zum Vertrauen — auch zu Männern —, über die Rolle ihres Mannes als sicherer Anker und über die Herausforderung, im Arbeitsleben zwischen Sachebene und Beziehungsebene zu navigieren. Und über einen Satz, der Sabine trägt: „Die Scham muss die Seite wechseln." Sabine engagiert sich heute auf LinkedIn für Inklusion und teilhabe. Aus ihrer eigenen Geschichte hat sie einen Antrieb gemacht: Anderen soll nicht passieren, was ihr passiert ist. Was Dich in dieser Folge erwartet: Wo sexualisierte Gewalt für Sabine anfängt — und was das mit Empathie zu tun hatDas Freezing: Warum sich Betroffene in Bedrohungssituationen oft nicht wehren könnenWarum Selbstvorwürfe der falsche Weg sind — und wie man sie loslässtDer lange Weg zurück zum Vertrauen, gerade in männlichen BeziehungenWie Sabines Familie und ihr Mann ihr Halt geben — jeder auf seine ArtAnlaufstellen und erste Schritte: An wen kann man sich wenden?Warum Wartezeiten für Therapieplätze zur echten Gefahr werden könnenSabines Strategien im Alltag: Atmen, Stopp sagen, sich Räume schaffenHomeoffice als Grundsicherheitsbedürfnis — und warum sie sich dafür nicht rechtfertigen möchteDer Tresor als therapeutisches Werkzeug: Wie man Belastendes sicher verwahrtWas Du tun kannst, wenn Du im Umfeld jemanden vermutest, der Hilfe brauchtWarum Akzeptanz kein einmaliger Akt ist — sondern lebenslange ArbeitWichtige Hilfetelefone: Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenlos, anonym)Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 (24/7, kostenlos, anonym)Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (24/7, kostenlos)Weißer Ring Opfer-Telefon: 116 006 Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch