Und plötzlich: Krise
Und plötzlich: Krise

Und plötzlich: Krise

Florian D. Weber


Podcast

Manchmal braucht es nur einen Moment – und plötzlich ist alles anders. Ein Unfall. Eine Nachricht. Eine Diagnose. Wenn das Leben kippt, stehen Menschen bereit, die helfen. In „Und plötzlich: Krise“ spricht Florian D. Weber, Moderator, Entertainer und seit über 15 Jahren ehrenamtlich in der Krisenintervention tätig, mit denen, die Krisen hautnah erleben: mit Helfenden, Betroffenen und Fachleuten. Es geht um Schicksale, Hoffnung, Hilflosigkeit – und darum, wie wir lernen können, mit Krisen umzugehen. Echte Stimmen, echte Emotionen, echte Menschlichkeit. ? Neue Folgen alle zwei Wochen, freitags um 7 Uhr. ➡️ Abonniere den Podcast und begleite Florian in Gespräche, die unter die Haut gehen.

Alle Folgen

  • Vier Monate

    11.09.202654:27

    Ein Arzt sagt Elke Hartmann, sie habe noch ungefähr vier Monate zu leben. Drei Jahre später erzählt sie bei „Und plötzlich: Krise“ ihre Geschichte. Elke spricht darüber, wie eine palliative Krebsdiagnose ihren Alltag, ihre Beziehungen und ihren Blick in die Zukunft verändert hat. Und sie erzählt von ihrem Familienhörbuch: einer Aufnahme ihrer Lebensgeschichte, ihrer Erinnerungen und ihrer Stimme für ihre Kinder. Warum hat sie zeitweise nur noch zwei Wochen vorausgedacht? Welche Kapitel des Hörbuchs waren besonders schwer? Und warum hat ein Projekt, das eigentlich etwas für die Zeit nach ihrem Tod bewahren soll, Elkes Leben schon heute verändert?

  • Wenn die Stimme bleibt

    28.08.20261:32:17

    Was bleibt von einem Menschen, wenn er nicht mehr da ist? Judith Grümmer ist Journalistin und Gründerin des Familienhörbuchs. Schwer und unheilbar erkrankte Eltern erzählen dort ihre Lebensgeschichte für ihre Kinder – mit ihrer eigenen Stimme. Judith erzählt, warum gerade die Stimme eine so besondere Erinnerung ist, wie ein Familienhörbuch entsteht und was das Erzählen mit den Menschen selbst macht. Es geht um Trauer und Identität, um Palliativversorgung und einen Wettlauf mit der Zeit – und um Judiths ganz persönlichen Weg zu einer Idee, die heute vielen Familien etwas hinterlässt, das bleibt.

  • Wenn jemand nicht mehr leben will

    14.08.20261:11:22

    Warum fällt es uns so schwer, einen Menschen direkt nach Suizidgedanken zu fragen? Clara Nordfeld arbeitet beim Arbeitskreis Leben in Freiburg mit Menschen in Krisen, mit Suizidgedanken und mit Hinterbliebenen. Wir sprechen darüber, warum Suizidgedanken manchmal sogar dabei helfen können, weiterzuleben, wann wir eingreifen müssen und warum es so wichtig ist, über Suizid offen zu sprechen. Eine Folge über Suizidprävention, Verantwortung, Aushalten – und darüber, dass Helfen nicht immer bedeutet, eine Lösung zu haben.

  • Wenn das eigene Kind stirbt

    31.07.20261:19:49

    Eigentlich scheint alles perfekt: Familie, Karriere, Sommerurlaub am Gardasee. Doch nur wenige Stunden nach der Rückkehr nach Hause verändert sich das Leben der Familie Langenströher für immer. Die zehnjährige Hannah klagt über Kopfschmerzen und Übelkeit. Wenige Stunden später kämpfen Ärztinnen und Ärzte um ihr Leben – vergeblich. In dieser Folge erzählt Dirk Langenströher von den schwersten Tagen seines Lebens: vom plötzlichen Tod seiner Tochter Hannah, von Entscheidungen über Organspende, von Trauer, Hoffnung und der Frage, wie ein Leben nach einem solchen Verlust überhaupt weitergehen kann. Gleichzeitig berichtet er davon, wie aus der größten Krise seines Lebens neue Kraft, ein Buch und der Wunsch entstanden sind, anderen Menschen Mut zu machen. Eine Folge über Abschied, Liebe – und darüber, warum Hannah bis heute Teil ihrer Familie ist.

  • Weniger tun - mehr helfen

    17.07.202614:05

    Warum fällt es uns so schwer, Menschen in Krisen einfach nur zuzuhören? In dieser besonderen Folge hört ihr den Mitschnitt meines TEDx Talks „Weniger tun, mehr helfen“. Darin erzähle ich von zwei Einsätzen aus der Krisenintervention, die mich nachhaltig geprägt haben – und davon, warum wir im Umgang mit Krisen oft glauben, etwas sagen oder lösen zu müssen, obwohl genau das häufig gar nicht hilft. Ein Vortrag über Zuhören, Aushalten und die Erkenntnis, dass unsere bloße Anwesenheit manchmal die größte Hilfe sein kann.

  • Die schlimmste Nachricht

    03.07.202659:54

    Mitten in der Nacht klingelt das Handy. Einsatzstichwort: Überbringen einer Todesnachricht. Gemeinsam mit seiner Kollegin Petra fährt Florian zunächst zur Polizei. Dort erfahren sie, dass ein junger Mann nach einem stundenlangen Polizeieinsatz ums Leben gekommen ist. Nun warten seine Eltern zu Hause – in der Hoffnung auf eine gute Nachricht. In dieser Folge sprechen Florian und Petra gemeinsam über diesen Einsatz. Sie erzählen, wie sich das Überbringen einer Todesnachricht anfühlt, warum jede Reaktion ihre Berechtigung hat und weshalb Helfende manchmal lernen müssen, einfach nur da zu sein – ohne etwas "reparieren" zu wollen. Dabei geht es nicht nur um Krisenintervention, sondern auch um unseren alltäglichen Umgang mit Trauer, Hilflosigkeit und Emotionen. Eine Folge über das Aushalten, das Zuhören – und darüber, warum manchmal genau das die größte Hilfe ist.