"Entzug": Unterwegs mit Christoph Peters
Unter Büchern mit Katrin Schumacher
Vor 2 Tagen • 54 Min.
Pegeltrinken bedeutet lügen, verstecken, verschleiern. Die Frau darf es nicht wissen, die Nachbarn sowieso nicht. Nur wenige Freunde wissen, dass der Ich-Erzähler ein massives Alkoholproblem hat. In seinem Roman "Entzug" schreibt der Schriftsteller Christoph Peters eng an der eigenen Biografie entlangt, wie der Entzug vor zwanzig Jahren aussah. Der Erzähler hat seit dem 16. Lebensjahr durchgetrunken, nun begibt er sich in eine Klinik, wohl wissend, dass es hart wird, körperlich und seelisch. Für den Protagonisten und auch für Peters selbst hingen Alkohol und Kreativität als Autor und Maler fast 25 Jahre lang untrennbar zusammen. Erst die enttäuschte mail seines Verlegers, der sein neustes Manuskript nicht abnehmen will, weckt ihn auf. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt Christoph Peters vom Beginn der Alkoholsucht und von ihrem Ende. Wir folgen ihm in die unwirtliche Klinik und in die Möglichkeit, der Erinnerung an die Sucht literarisch zu begegnen. Diese Folge "Unter Büchern" ist ein Live-Podcast, aufgenommen bei den Thüringer Literaturtagen auf Burg Ranis am 13. Juni 2026.