Vom Feierabendbier zur Sucht
Vom Feierabendbier zur Sucht

Vom Feierabendbier zur Sucht

die neue welle


Podcast

Alkohol gehört für viele Menschen zum Alltag. Doch der Weg in die Abhängigkeit beginnt oft schleichend — und bleibt lange unbemerkt. In diesem Podcast erzählen Betroffene, Angehörige und Experten aus der Region Karlsruhe ihre echten Geschichten rund um Alkohol und Sucht. Offen, emotional und ohne Vorurteile. Wie fühlt sich Alkoholabhängigkeit an? Warum merken viele Menschen erst spät, dass sie ein Problem haben? Wie leiden Angehörige mit? Und wie schafft man es wieder raus? „Vom Feierabendbier zur Sucht“ ist ein Podcast über Scham, Hoffnung, Rückfälle, Heilung und die Frage, warum Sucht oft viel näher ist, als wir denken. Ein Podcastprojekt zur Aktionswoche Alkohol 2026 vom Radiosender die neue welle und dem Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Karlsruhe e.V.

Alle Folgen

  • Folge 4: Alexandra – „Man merkt die Grenze oft gar nicht“

    Vor 6 Tagen22:34

    Wann wird aus einem Feierabendbier eigentlich ein Problem? Und warum merken viele Menschen jahrelang nicht, dass sie längst abhängig sind? In dieser Folge spricht Alexandra Nägele von der Diakonischen Suchthilfe Karlsruhe über genau diese Fragen. Die Psychologin und Psychotherapeutin begleitet seit vielen Jahren Menschen mit Alkoholabhängigkeit – und erlebt immer wieder, wie schleichend Sucht entstehen kann. Es geht um Warnsignale. Um Scham. Um heimliches Funktionieren. Aber auch darum, warum Betroffene oft nicht „einfach aufhören“ können, obwohl sie selbst längst merken, dass etwas nicht stimmt. Alexandra erklärt außerdem, warum sogenannte Spiegeltrinker oft jahrelang unauffällig bleiben – selbst für Freunde oder Kollegen. Und warum Alkoholabhängigkeit viel häufiger ist, als die meisten denken. Eine Folge, die aufklärt, Vorurteile abbaut und vielleicht hilft, sich selbst oder andere besser zu verstehen. ? Jetzt die neue Folge hören.

  • Folge 3: Peter – „Ich wollte es einfach nicht wahrhaben“

    Vor 6 Tagen9:58

    45 Jahre Ehe. Zwei Kinder. Ein gemeinsames Leben. Und trotzdem merkt Peter lange nicht, dass seine Frau alkoholkrank ist. Oder vielleicht: Er will es nicht merken. In der dritten Folge unseres Podcasts erzählt Peter aus Sicht eines Angehörigen, wie sich die Alkoholsucht seiner Frau ganz langsam in den Alltag geschlichen hat. Heimlich. Funktionierend. Fast unsichtbar. Denn seine Frau war nie „auffällig“.Nie betrunken. Nie komplett außer Kontrolle. Und genau das machte es so schwer. Peter spricht offen darüber, wie Angehörige oft zwischen Hoffnung, Kontrolle, Überforderung und Schuldgefühlen festhängen. Und warum er irgendwann lernen musste, dass er seine Frau zwar begleiten kann – ihren Weg aber nicht für sie gehen kann. Eine unglaublich ehrliche Folge über Liebe, Hilflosigkeit und darüber, warum Sucht niemals nur einen Menschen betrifft. ? Jetzt die Folge hören.

  • Folge 2: Dieter – „Nach außen lief alles perfekt“

    Vor 6 Tagen20:54

    Nach außen lief alles perfekt: Familie, Kinder, Karriere, Sportverein, Verantwortung. Dieter war erfolgreich, engagiert und für viele ein echtes Vorbild. Doch hinter diesem funktionierenden Leben begann etwas ganz leise. Erst das Feierabendbier zum Runterkommen. Dann die kleine heimliche Pause zwischendurch. Und irgendwann der Alkohol, ohne den morgens gar nichts mehr ging. In der zweiten Folge unseres Podcasts „Vom Feierabendbier zur Sucht“ erzählt Dieter offen und ehrlich, wie schleichend Alkoholabhängigkeit entstehen kann – und warum gerade Menschen, bei denen „eigentlich alles läuft“, oft besonders gefährdet sind. Es geht um Druck. Um Erwartungen. Um das Funktionieren. Aber auch um Scham, heimliches Trinken und rote Linien, die man irgendwann überschreitet, obwohl man es niemals wollte. Eine wahre Geschichte aus unserer Region. Ehrlich, unbequem – und vielleicht für manche auch ein wichtiger Denkanstoß oder sogar ein Hoffnungsschimmer. ? Jetzt die Folge hören.

  • Folge 1: Erich – „Mit zwölf Jahren war Alkohol schon ein stetiger Begleiter“

    Vor 6 Tagen17:58

    Mit zwölf Jahren hat Erich angefangen zu trinken. Nicht aus Partylaune. Nicht aus Gruppenzwang. Sondern weil Alkohol für ihn Schutz war. Erich wächst in Karlsruhe in einer Familie auf, in der Alkohol zum Alltag gehört. Gewalt, Angst und Überforderung prägen seine Kindheit. Und irgendwann merkt er als Junge: Mit Alkohol lässt sich der Schmerz leichter ertragen. Was als Flucht beginnt, wird über Jahrzehnte zu einer schweren Abhängigkeit. 55 Jahre lang trinkt Erich. 31 Rückfälle erlebt er in seinem Leben. In der ersten Folge unseres Podcasts „Vom Feierabendbier zur Sucht“ erzählt der heute 76-Jährige unglaublich offen von seiner Kindheit, seiner Ehe, den Abstürzen und dem Moment, als aus Alkohol endgültig eine Krankheit wurde. Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Und die zeigt, wie früh Sucht entstehen kann – oft lange bevor Betroffene selbst verstehen, was eigentlich passiert. ? Jetzt die Folge hören.