Der Mann, der das Ampelmännchen gerettet hat | Was für ein Leben - Folge 19
Der Mann, der das Ampelmännchen gerettet hat | Was für ein Leben - Folge 19

Der Mann, der das Ampelmännchen gerettet hat | Was für ein Leben - Folge 19

Was für ein Leben - Außergewöhnliche Biografien


01.06.2026 • 40 Min.

Markus Heckhausen: Eine Biografie zwischen Design, Ostalgie und der Rettung eines Berliner Symbols Manche Dinge verschwinden fast – und werden dann doch zu etwas ganz anderem. Der Weg des Ost-Ampelmännchens ist genau so eine Geschichte. Markus Heckhausen kommt Ende der 1980er-Jahre als Produktdesigner nach Berlin – in eine Stadt im Umbruch, zwischen Ende der DDR und neuer Hauptstadt-Identität. Eigentlich interessiert er sich für Gestaltung, Materialien und neue Formen. Doch dann entdeckt er ein scheinbar unscheinbares Objekt, das gerade dabei ist, aus dem Stadtbild zu verschwinden: das Ost-Ampelmännchen. Während nach der Wiedervereinigung viele DDR-Symbole ersetzt und abgebaut werden, sieht Heckhausen in dem kleinen Verkehrssymbol etwas anderes: Charakter, Wiedererkennbarkeit und enormes gestalterisches Potenzial. Aus dem ersten geretteten Ampelglas entsteht eine Lampe – und daraus eine Idee. Gemeinsam mit dem Erfinder Karl Peglau beginnt eine Entwicklung, die aus einem ausrangierten Verkehrszeichen Schritt für Schritt eine Marke macht. Was als experimentelles Designprojekt beginnt, wird zu einem Unternehmen mit hunderten Produkten, eigenen Shops in Berlin und internationaler Bekanntheit. Heute ist das Ampelmännchen längst mehr als ein Verkehrssymbol: Es ist Designikone, Erinnerungsfigur und ein Stück Berliner Stadtkultur. In dieser Folge spricht Matti Geyer mit Markus Heckhausen über Zufälle, Entscheidungen und darüber, wie aus einem kleinen Männchen ein großes Stück Stadtgeschichte wurde.