Eberhard Diepgen: Der Mann, der Berlin fast zwei Jahrzehnte regierte | Was für ein Leben – Folge 24
Was für ein Leben - Außergewöhnliche Biografien
Vor 3 Tagen • 42 Min.
Kaum ein Politiker hat Berlin so lange geprägt wie Eberhard Diepgen. Fast 17 Jahre lang war der CDU-Politiker Regierender Bürgermeister – zunächst im geteilten West-Berlin, später als erster Regierungschef des wiedervereinigten Berlin. Seine Amtszeit umfasste einige der entscheidendsten Jahre der jüngeren Stadtgeschichte. Geboren 1941 in Berlin, wächst Diepgen in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs auf. Schon früh engagiert er sich in der CDU, studiert Jura und wird 1984 erstmals Regierender Bürgermeister. Er erlebt die letzten Jahre der Frontstadt im Kalten Krieg, die 750-Jahr-Feier Berlins, den Anschlag auf die Diskothek La Belle und den politischen Alltag einer eingeschlossenen Stadt. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung kehrt Diepgen 1991 ins Rote Rathaus zurück. Als erster Regierender Bürgermeister des vereinten Berlin steht er vor der Aufgabe, zwei Städte zusammenzuführen und aus Berlin wieder die Hauptstadt Deutschlands zu machen. Es sind Jahre des Aufbruchs, aber auch der schwierigen Entscheidungen, geprägt von milliardenschweren Bauprojekten, wirtschaftlichem Strukturwandel und politischen Kontroversen. In dieser Folge spricht Matti Geyer mit Eberhard Diepgen über seine Kindheit im Nachkriegs-Berlin, seinen Weg in die Politik, das Leben in der geteilten Stadt, die Herausforderungen der Wiedervereinigung und die Ereignisse, die Berlin bis heute prägen. Ein persönliches Gespräch mit einem Zeitzeugen, der die Geschichte der Hauptstadt über Jahrzehnte an entscheidender Stelle mitgestaltet hat.