Wie eine Frau Berlin geprägt hat – und warum sie ging und zurückkam | Was für ein Leben - Folge 6
Was für ein Leben - Außergewöhnliche Biografien
07.04.2026 • 35 Min.
Eine Frau, viele Szenen. New York in den 80ern, Westberlin kurz vor dem Mauerfall, das wilde, offene Berlin der 90er – und mittendrin: Danielle de Picciotto. Multimediakünstlerin, Musikerin, Modedesignerin, Autorin, Filmemacherin – und eine der prägendsten Figuren der Berliner Szene. Gemeinsam mit Dr. Motte initiierte sie 1989 die erste Love Parade – damals noch ein kleiner Umzug auf dem Kurfürstendamm, der später Musikgeschichte schreiben sollte. Doch ihre Geschichte geht weit darüber hinaus. Danielle kommt Ende der 80er nach Berlin – in eine Stadt im Umbruch. Freiräume entstehen, kreative Szenen wachsen, Clubs wie der Tresor oder das E-Werk prägen eine neue Kultur zwischen Ost und West. Als Künstlerin und Kuratorin ist sie mittendrin: Sie organisiert Ausstellungen, gründet Netzwerke, bringt internationale Künstler*innen zusammen und gestaltet das kreative Berlin der 90er aktiv mit. Doch irgendwann kehrt sie der Stadt den Rücken. Zu viel Veränderung, zu viel Kommerz. Jahre später kommt sie zurück – mit neuem Blick auf eine Stadt, die sich weiterentwickelt hat und doch immer noch diese besondere Energie in sich trägt. FluxFM-Redakteur Matti Geyer hat mit Danielle de Picciotto über diese Zeit gesprochen. Über Aufbruch, Freiheit und kreative Explosion – aber auch über Abschied, Veränderung und Rückkehr.