Immer samstags schauen wir im Nachrichtenpodcast “Was jetzt?” auf die Geschichten hinter den Nachrichten: In Reportagen, Interviews und mit Stimmen aus der Community erzählen wir, wie es den Menschen im Ahrtal ein Jahr nach der Flut geht, warum die Pflege in Deutschland so unterbesetzt ist oder warum der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine anhält. In diesem Feed finden Sie alle unsere Spezialausgaben von “Was jetzt?”. Denn die Hintergründe bleiben interessant, auch wenn die Schlagzeilen sich ändern. Noch mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/wasjetzt-abo
Alle Folgen
"Der Wahlkreis": Er könnte erster Ministerpräsident der AfD werden. Wer ist Ulrich Siegmund?
25.07.2026•1:31:44
In keinem Bundesland ist die Macht für die AfD so greifbar wie in
Sachsen-Anhalt. Die absolute Mehrheit scheint für sie laut Umfragen in
greifbarer Nähe. Es wäre eine Zäsur, ein Wendepunkt in der Geschichte
der Bundesrepublik. Der Mann, der die AfD in die Staatskanzlei führen soll, heißt Ulrich
Siegmund. Früher beschäftigte er sich beruflich mit Raumbeduftung, heute
ist er das freundliche Gesicht des Rechtspopulismus, der bestgelaunte
AfD-Politiker, den Deutschland je erlebt hat – und womöglich der
erfolgreichste. Unsere Hosts Lisa Caspari und Robert Pausch haben sich durch viele
Stunden Reden, Podcast-Auftritte, Pressekonferenzen und Tiktoks von
Ulrich Siegmund gehört. In dieser Folge von Was Jetzt? - Der Wahlkreis
zeichnen sie das Porträt eines Mannes, der peinlich darum bemüht ist,
jede Angriffsfläche zu reduzieren. Der einen neuen Sound in die AfD
bringt, ein anderes Selbstverständnis - und deshalb ebenso erfolgreich
ist wie gefährlich. Shownotes: Martin Nejechzleba über Ulrich Siegmund Robert Pausch über den medialen Umgang mit der AfD Die fantastische Mehmet-Göker-Dokumentation [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
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Auf der Suche nach Ebola-Patient null
18.07.2026•28:18
Mitte Mai bestätigt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen
Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Wieder einmal: Seit
dem ersten bekannten Ausbruch 1976 ist das oft tödliche Virus allein im
Kongo bereits 16-mal ausgebrochen. Es springt von Wildtieren auf
Menschen über, bevor es sich unter ihnen weiterverbreitet. Doch warum
passiert das immer öfter? Der deutsche Anthropologe Sung-Joon Park vom Bernhard-Nocht-Institut in
Hamburg will genau das herausfinden. Im Mai reist er in das Epizentrum
des aktuellen Ausbruchs: nach Mongbwalu in der Provinz Ituri, eine
Goldgräberstadt mit rund 150.000 Einwohnern. Hierher kommen junge
Menschen unterschiedlichster Ethnien, um in den Minen nach Gold und
ihrem Glück zu suchen. Park hat eine Mission: Patient null finden, den ersten Infizierten. Denn
wer weiß, wer sich zuerst angesteckt hat, kann möglicherweise
nachvollziehen, wie das Virus vom Tier auf den Menschen übergesprungen
ist. Die Hoffnung: solche Ausbrüche in Zukunft zu verhindern. Auf seiner
Suche stößt Park immer wieder auf verlassene Krankenstationen. Er
durchforstet Patientenregister und recherchiert auf Friedhöfen. Dabei
begegnet ihm auch ein tiefes Misstrauen der Bevölkerung gegenüber
Hilfsorganisationen und den weißen Helfenden. Eine Spur führt Park schließlich zu einem jungen Goldgräber. Doch war er
wirklich der Erste? Für die ZEIT hat Sung-Joon Park unterwegs Tagebuch geführt. In diesem
Was Jetzt?-Spezial spricht er mit Imre Balzer über seine Recherche – und
die Suche nach Patient null. Skript und Moderation: Imre Balzer Recherche: Lisa Pausch und Jonas Lüth Schnitt und Produktion: Markus Gläser Redaktion:Ole Pflüger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Diese Recherche ist auch als Text erschienen, Sie finden ihn hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
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"Der Wahlkreis": An welchen Gott glaubt J.D. Vance?
27.06.2026•1:22:11
Der Papst knüpft sich in einer neuen Lehrschrift das Menschenbild des
Silicon Valley vor. US-Vizepräsident J.D. Vance hat ein Buch
geschrieben, indem er seine Konversion zum Katholizismus erklärt. Vor
ein paar Jahren dachte man noch, Religion spiele in der Politik der
westlichen Gesellschaften keine Rolle mehr. Aber es kam anders: Die
Kirche steht aktuell im Zentrum der politischen Debatten über die großen
Fragen unserer Zeit. Und prägende Köpfe auf der Rechten entdecken ihren
Glauben neu. In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts beschäftigen sich unsere Hosts
Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Enzyklika
Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV und diskutieren, wie es sein kann,
dass J.D. Vance in Communion so anrührend von seiner Rückkehr zum
Glauben erzählt, und gleichzeitig eine Politik macht, die sich so ganz
und gar nicht mit der katholischen Soziallehre in Einklang bringen
lässt. Shownotes
Die Enzyklika des Papstes in deutscher Übersetzung "Freundlich im Ton, kompromisslos im Inhalt": ZEIT-Analyse zur Enzyklika The Atlantic über den Papst und die KI Carlotta Voß über den Wertewandel des JD Vance JD Vance über seine Konversion: "How I joined resistance" [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
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»›America First‹ wird es bei dieser WM nicht geben«
12.06.2026•35:47
Vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 findet die Fußballweltmeisterschaft
der Männer statt. Ausgetragen wird das Turnier in den USA, Kanada und
Mexiko. Von dort aus begleiten Christian Spiller, Ressortleiter Sport
bei der ZEIT, und Oliver Fritsch, Redakteur im Ressort Sport, das
Turnier. Gemeinsam mit dem Sportredakteur und Podcasthost Fabian Scheler
sprechen sie im Videopodcast »Kicken kann er« über ihre Eindrücke und
analysieren alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft nach Abpfiff. Die erste Folge, zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft, können Sie
hier als »Was jetzt?«-Spezial hören. Alle weiteren Analysen am Morgen
nach den Deutschland-Spielen finden Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
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"Der Wahlkreis": Gesucht: Eine schöne Politik
30.05.2026•1:21:58
Könige und Autokraten haben es leicht: Sie können sich selbst Denkmäler
bauen, und ihre Namen auf Regierungsgebäude pinseln lassen. Aber wie
inszeniert sich eigentlich die Demokratie? Gelingt es ihr, Orte und
Monumente zu schaffen, die ihren Bürgern wirklich etwas bedeuten? Oder
müssen Parlamentsgebäude wirklich so trist und nichtssagend aussehen wie
das EU-Parlament in Brüssel, oder die zertrampelte Wiese zwischen
Reichstag und Kanzleramt? In dieser Folge von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” befassen sich die Hosts
Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Ästhetik der MAGA-Bewegung,
mit den operierten Gesichtern der Frauen in der Trump-Welt, all dem Gold
und Prunk im Oval Office, und der smarten Strategie der Rechten, mit
einer völlig enthemmten visuellen Sprache das Internet zu fluten. Und
sie fragen sich, ob es da wirklich kein Gegenmittel gibt, und liberale
Politik nicht doch auch schön sein kann. Der nächste Wahlkreis erscheint am 27. Juni. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten,
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Lieferdienste in Berlin: Bestellt, geliefert, ausgebeutet
15.05.2026•44:31
Tausende junge Menschen aus Indien kommen mit großen Hoffnungen nach
Deutschland. Sie wollen hier studieren und sich ein Leben aufbauen. So
geht es auch Ravi, er heißt eigentlich anders. Ravi lebt seit zwei
Jahren in Deutschland, offiziell ist er bei einer privaten Hochschule in
Berlin eingeschrieben. Doch wie so viele junge indische Studierende
gerät auch er in einen Teufelskreis. Private Hochschulen verlangen oft hohe Studiengebühren, viele
Studierende finanzieren sie mit Krediten. In Deutschland angekommen,
müssen sie schnell Geld verdienen. Weil ihnen oft die Sprachkenntnisse
fehlen, landen viele bei Lieferdiensten — häufig bei dubiosen
Subunternehmen. Dort arbeiten manche schwarz, erhalten keinen
Mindestlohn und werden nur pro Lieferung bezahlt. Wer sich beschwert,
riskiert den Job. Auch beim Wohnen werden viele ausgebeutet. Oft teilen sich Menschen wie
Ravi winzige, heruntergekommene Zimmer, zahlen Hunderte Euro für ein
Bett und leben ohne Privatsphäre. Die Lebensumstände sind hart und doch
wollen viele nicht zurück nach Indien: Mit indischen Gehältern ließen
sich die Schulden nie tilgen. Sie sitzen in der Falle, gefangen zwischen
Scham, Verzweiflung und der Hoffnung, es doch noch zu schaffen. Wie dieses System funktioniert, wer daran verdient und was die Politik
dazu sagt, darum geht es in diesem Was Jetzt?- Spezial mit Hannah
Grünewald und Anant Agarwala. In diesem Was Jetzt Spezial sprechen Hannah Grünewald und Anant Agarwala
über das Ausbeutungssystem hinter den Berliner Kurierfahrern. Recherche: Jana Gioa Baurmann und Anant Agarwala Produktion: Markus Gläser Redaktion: Elise Landschek Skript und Moderation: Hannah Grünewald Weitere Links zur Folge: Ausbeutung bei Lieferdiensten: »Ich sage allen: Macht nicht den Fehler,
nach Deutschland zu kommen« IU Hochschule: Das soll mein Studium sein? Online-Lieferdienste: "Die Essenslieferbranche ist ein Labor für Arbeit
ohne Rechte" Kurierfahrer von Lieferdiensten: Komm nach Deutschland zum Studieren,
haben sie gesagt [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
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Was jetzt? - Der tagesaktuelle Doppel-Podcast von "ZEIT-ONLINE"
"ZEIT-ONLINE" geht beim Thema News Podcast schon seit langer Zeit in die Vollen. Morgens um 6 Uhr und nachmittags um 17 Uhr werden im Nachrichtenpodcast "Was jetzt?" die tagesaktuellen Themen besprochen. Die feste Podcast-Redaktion und einige freie Journalistinnen und Journalisten versorgen die Abonnierenden und Gelegenheitshörenden in zehnminütigen Podcast-Features mit ausgewählten aktuellen Themen, den Hintergründen und den Zusammenhängen zur Nachrichtenlage.
Wie funktioniert ein tagesaktueller Podcast wie "Was jetzt"?
"Was jetzt?" ist im renommierten Umfeld der Wochenzeitung "ZEIT" und dem Online-Ableger "ZEIT online" zwar nur einer von mehreren erfolgreichen Podcasts. Aber es ist der einzige Podcast des Teams, der komplett selbstständig von einer eigenen Redaktion in Hamburg produziert wird. Jeden Tag setzen sich die wechselnden Redakteurinnen und Redakteure zu einer Nachrichtenübersicht in der Morgenkonferenz zusammen, um zu gucken, was aktuell und in naher Zukunft wichtig ist. Daraus wird dann zwei Mal am Tag, um 6 Uhr und um 17 Uhr, ein rund zehnminütiger Podcast ins Netz gestellt, der die Hörer und Hörerinnen topaktuell zur Nachrichtenlage informiert. Hierbei stimmt sich die Podcast-Redaktion eng mit den Mitarbeitenden der Zeitungs- und Onlineredaktion ab.
Für den Podcast werden auch andere ZEIT-Kolleginnen und -Kollegen, beispielsweise aus der Hauptstadtredaktion in Berlin, befragt. In verschiedenen weiteren Städten der Welt (z.B. Bangkok, Los Angeles, New York, Vancouver und Mendoza in Argentinien) sitzen weitere Teammitglieder, die aufgrund der verschiedenen Zeitzonen auch in der Nacht noch die weltweite Nachrichtenlage im Überblick haben und regelmäßig Inhalte zum Podcast beisteuern.
Wer steckt hinter dem Podcast "Was jetzt"?
Ole Pflüger wurde 1990 in Kiel geboren und ist seit Mai 2019 als Ressortleiter Podcast bei ZEIT ONLINE tätig. Davor hat er als freier Journalist gearbeitet, unter anderem für WDR 3, Brand eins und Phono Forum. Pflüger hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht und an der Uni Köln Geografie und Musikwissenschaft studiert. Nebenbei ist er Co-Autor und Produzent des NDR-Podcasts "180 Grad - Geschichten gegen den Hass" und "Slahi - 14 Jahre Guantanamo".
Mounia Meiborg ist die stellvertretende Ressortleiterin Podcast und ist seit 2013 am Newsdesk von ZEIT ONLINE tätig. Seit 2018 ist sie Podcast-Redakteurin bei ZEIT ONLINE. Meiborg wurde 1984 in Frankreich geboren und wuchs in Marokko und Deutschland auf. Sie hat Kulturwissenschaften studiert und war im Anschluss ebenfalls an der Deutschen Journalistenschule in München.