Cellist Lukas Lauermann macht den Klimawandel hörbar
Was soll das alles?
24.11.2025 • 1 Std. 19 Min.
Lukas Lauermann zählt zu den leisen, aber prägendsten Stimmen der österreichischen Musiklandschaft. Als Cellist, Komponist und Klangforscher lotet er in seinem Solowerk die Grenzen zwischen Klassik, Elektronik, Experimental und Pop aus und schafft dabei Klangwelten, die zugleich intim und monumental wirken. Seine Handschrift ist auf unzähligen Projekten und Alben zu hören, darunter Arbeiten mit Alicia Edelweiss, Der Nino aus Wien, Soap&Skin und vielen anderen, die die heimische Szene der letzten Jahre maßgeblich geprägt haben. In diesem Gespräch spricht Lauermann über sein neues Album „Varve“, eine Auseinandersetzung mit Zeit, Klimawandel, Veränderung und den feinen Verschiebungen, die große Wirkung entfalten können. Wir sprechen über geologische Jahresringe als musikalische Metapher, über das Zusammenspiel von Rationalität und Emotion, über das Cello im Wald als Resonanzkörper und über die Frage, wie man in einer Welt im Wandel Klänge findet, die tragen. Ein Gespräch über Musik als Spurensuche, über das Hören als Haltung und über die Kunst, Veränderung nicht nur abzubilden, sondern hörbar zu machen.