Teresa Rotschopf findet ihre Ruhe in der Höhle
Was soll das alles?
03.10.2025 • 1 Std. 19 Min.
Studiobesuch bei Teresa Rotschopf im Wiener Funkhaus. Vor uns stehen Platten, Instrumente und Notizen und wir reden über ein Album, das an einem ganz anderen, fast unwirklichen Ort entstanden ist: in einer Tropfsteinhöhle in der Steiermark. “Currents and Orders” heißt dieses zweite Soloalbum von Teresa, und es klingt zugleich radikal, zart und monumental. Gemeinsam mit einer Gruppe von Musiker:innen und in Ko-Produktion mit Patrick Pulsinger hat sie drei Tage lang tief unter der Erde aufgenommen. Fast ein Kilometer Kabel wurde verlegt, Instrumente in die Dunkelheit getragen. Die Höhle selbst wurde zur Bühne, zum Resonanzkörper und zum symbolischen Raum: ein Ort der Erinnerung, des Rückzugs und der Transformation. Herausgekommen sind vier Stücke, darunter zwei groß angelegte Kompositionen, die das Album wie ein Ritual erscheinen lassen. Musik zwischen experimentellem Pop, Neuer Musik und improvisierter Komposition. Wir sprechen darüber, warum Teresa diesen besonderen Ort gewählt hat, wie es war, dort zu arbeiten, und wie sehr sich Raum, Klang und Emotion gegenseitig beeinflussen können. Ein Gespräch über Klangwelten, Transformation und die Kraft von Musik, die buchstäblich aus der Tiefe kommt.