Benedikt Breuer
03.09.2026•30:45
Wir sind das SAH – mit Benedikt Breuer: Zwischen Narkose, Notfall und Familienleben Was geht ein Arzt mit Situationen um, in denen es um Sekunden geht? Wie geht er mit der Verantwortung um, wenn der Patient die Kontrolle über sich in seine Hände legt. Und wie schafft er es, nach dramatischen Einsätzen wieder in die Rolle als Familienvater zu schlüpfen?
In dieser Folge von „Wir sind das SAH“ ist Benedikt Breuer zu Gast. Er ist Arzt in Weiterbildung in unserer Anästhesie und Operativen Intensivmedizin, doch begonnen hat er seinen Weg in die Medizin als Rettungssanitäter.
Wir sprechen darüber, wie diese Erfahrung seinen Weg geprägt hat, wie sich sein anspruchsvoller Beruf mit dem Familienleben vereinbaren lässt, was ihn an Anästhesie und Notfallmedizin fasziniert und was es bedeutet, jeden Tag Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.
Wenn Patienten die Kontrolle abgeben
Für viele Menschen ist eine Operation vor allem eines: beängstigend. Besonders die Narkose löst Ängste aus. Was, wenn ich nicht mehr aufwache? Was passiert mit mir, während ich schlafe? Und kann ich einem Menschen wirklich vertrauen, den ich vielleicht erst wenige Minuten kenne?
Benedikt Breuer erzählt, wie er solchen Ängsten begegnet und warum Vertrauen in der Anästhesie eine ganz besondere Rolle spielt.
Wenn der Einsatz nicht einfach mit dem Feierabend endet
Auch als Notfallmediziner erlebt Benedikt Breuer Situationen, die sich nicht einfach abschalten lassen. Wir sprechen über dramatische Einsätze, persönliche Belastungsgrenzen und die Frage, wie man Erlebtes verarbeitet.
Gewalt gegen Rettungskräfte
Auch die zunehmende Gewalt gegenüber Rettungskräften ist Thema dieser Folge. Was erleben Einsatzkräfte tatsächlich? Woher kommt die Aggressivität gegenüber Menschen, die eigentlich helfen wollen? Und was muss sich verändern?
Wenn der Arzt privat zum Ersthelfer wird
Eine besondere Geschichte bringt Beruf und Alltag schließlich auf ungewöhnliche Weise zusammen:
Im vergangenen Dezember war Benedikt Breuer mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, als er einen Brand entdeckte. Er reagierte sofort, warnte Anwohner und half, Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.
Für seine Zivilcourage wurde er vom Polizeipräsidenten aus Aachen geehrt.
Was in diesem Moment passiert ist und warum man manchmal einfach handeln muss, auch wenn man gerade nicht im Dienst ist – darüber sprechen wir ebenfalls.
Eine Folge über Verantwortung, Vertrauen, Familie, Belastbarkeit und die Frage, was einen Menschen dazu bringt, anderen zu helfen – im Dienst und darüber hinaus.