ZEIT Bühne
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DIE ZEIT


Podcast

Bernie Sanders, Sheryl Sandberg, Paul Auster oder Frank-Walter Steinmeier: Sie alle waren schon auf den Bühnen der ZEIT zu Gast. Redakteurinnen und Redakteure sprechen regelmäßig vor Publikum mit Spitzenpolitikern und Wirtschaftsentscheidern, Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft. Die spannendsten Gespräche gibt es ab sofort als Podcast ZEIT BÜHNE. Durch die Folgen führt Roman Pletter, Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Der Podcast wird produziert von Pool Artists. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo

Alle Folgen

  • Riccardo Simonetti: »Ich wollte dahin, wo es den Applaus dafür gibt, dass ich so bin, wie ich bin«

    Vor 3 Tagen1:08:42

    Der Moderator, Autor und Aktivist Riccardo Simonetti erzählt von seinem Aufwachsen im bayerischen Bad Reichenhall und der frühen Erfahrung, als »anders« wahrgenommen zu werden. Sein Wunsch war damals, dorthin zu gelangen, wo genau dieses Anderssein nicht als negativ wahrgenommen, sondern gefeiert wird: »Ich wollte dahin, wo es den Applaus dafür gibt, dass ich so bin, wie ich bin«, sagt er. Simonetti spricht mit Anna Kemper, stellvertretende Chefredakteurin des ZEITmagazins, außerdem über stereotype Vorstellungen von Männlichkeit, über historische Missverständnisse rund um Make-up und hohe Schuhe und über die Frage, warum so viele Menschen noch immer an Geschlechterbildern festhalten, die sich längst als wandelbar erwiesen haben. Das Gespräch ist eine Bühnenadaption des Magazin-Formats »Was ich gern früher gewusst hätte« und wurde im Rahmen der Langen Nacht der ZEIT am 6. Juni 2026 vor Publikum in Hamburg aufgezeichnet.

  • Karin Prien: »Wir sind unserem eigenen Anspruch noch nicht gerecht geworden«

    09.06.20261:19:16

    Bildungsministerin Karin Prien räumt Fehler der Bundesregierung in der Kommunikation ihrer Reformpolitik ein. Man habe bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Erwartungen geweckt, denen die Regierung bisher nicht gerecht geworden sei. Es gelinge zudem zu selten, überzeugend zu erklären, warum Reformen notwendig sind – auch dann, wenn sie vielen Menschen zunächst wehtäten. Zugleich kritisiert sie mit Blick auf die Stimmung im Land die Art des Umgangs in der Regierung untereinander. Diese mache »keine besondere Lust auf Politik«. Im Gespräch mit Sibylle Anderl, Leiterin des ZEIT-Wissenschaftsressorts, und Roman Pletter, Leiter des ZEIT-Wirtschaftsressorts, äußert sich Prien auch zur wachsenden Zustimmung für die AfD. Es scheine eine »Lust auf Disruption« zu geben, sagt sie. Angesichts der Tatsache, dass die AfD in manchen Bundesländern als rechtsextremistisch eingestuft werde, müsse ein Verbotsverfahren als Option offengehalten werden. Die mit Abstand größte Gefahr für die Demokratie gehe ihrer Einschätzung nach vom Vertrauensverlust der Mitte der Gesellschaft in die Politik aus. Prien verteidigt zudem die von ihr geplante Umgestaltung des Förderprogramms »Demokratie leben«. Prien will die Förderrichtlinien des knapp 200 Millionen Euro umfassenden Programms anpassen, wodurch einige Projekte ihre Förderung verlieren könnten. Kritiker befürchten, dass vor allem linke Projekte aus der Förderung fallen könnten. Prien verteidigte die geplante Umgestaltung und nannte die Debatte darum »etwas hysterisch«. Es sei »absurd«, dass der Eindruck erweckt werde, dass dadurch nun die Demokratie abgeschafft werde. Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus der Reihe »Eine Stunde ZEIT mit …«, die am 6. Juni 2026 im Rahmen der Langen Nacht der ZEIT an der Universität Hamburg stattfand.

  • "Gut, dass wir beim Bürgergeld Entscheidungen getroffen haben"

    12.11.20251:38:44

    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Reform des Bürgergelds verteidigt. Das Mitgliederbegehren seiner Partei dagegen sei "genau das falsche Signal", sagte der Vizekanzler und SPD-Chef im Gespräch mit Roman Pletter und Tina Hildebrandt in Hamburg. Klingbeil betonte, es gebe Fehlentwicklungen im Sozialstaat, die benannt werden müssten: "Das heißt nicht, dass ich den Sozialstaat kaputtschlagen will. Aber wenn ich die Debatte nicht führe, dann führen sie andere." Außerdem fordert Klingbeil mehr Gerechtigkeit beim Erben. Als er nach seiner Meinung zu einem Verbotsverfahren gegen die AfD gefragt wird, sagt Klingbeil, er erwarte von den demokratischen Institutionen, "alles zu tun und alles zu prüfen, um gegen Verfassungsfeinde vorzugehen". Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus der Reihe "Eine Stunde ZEIT mit …", die am 10. November auf Kampnagel in Hamburg stattfand. Das Gespräch ist hier als Videoaufzeichnung verfügbar.

  • Für welche Werte müssen wir jetzt streiten?

    09.07.20251:10:13

    Extremisten und Populisten gewinnen Wahlen, Demokratien stehen unter Druck, gesellschaftlicher Zusammenhalt bröckelt. Was ist unsere Antwort darauf? Gibt es in diesen so polarisierten wie bedrohlichen Zeiten Werte, auf die wir uns einigen können? Die für das eigene Leben Richtschnur sind – und die vielleicht auch dabei helfen könnten, das Land wieder zu versöhnen? Darüber diskutierte ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo mit der Schriftstellerin Thea Dorn, der ZEIT-Autorin Nele Pollatschek und der Historikerin Hedwig Richter bei der Langen Nacht der ZEIT. Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung "Für welche Werte müssen wir jetzt streiten?", die am 28. Juni im Hauptgebäude der Universität Hamburg stattfand.

  • "Dann ist unser Platz im Zweifel an der Seite Israels“

    01.07.20251:40:47

    Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) betont sein Verständnis für den israelischen Angriff auf den Iran Mitte Juni und verweist auf die besondere sicherheitspolitische Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel: "Sie haben uns gesagt, dass das aus ihrer Sicht notwendig ist – und das müssen wir so akzeptieren“. Dem Staat Israel sei Deutschland aus Sicht des Außenministers "in besonderer Weise verpflichtet“. Wadephul kritisiert im Gespräch mit Roman Pletter und Anna Sauerbrey zudem die Lage im Gazastreifen. Trotz der Verantwortung gegenüber den Jüdinnen und Juden weltweit und in Deutschland habe man das Recht, Politik zu kritisieren, die im Staat Israel von der jeweiligen Regierung gemacht werde. Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus der Reihe "Eine Stunde ZEIT mit …", die am 28. Juni im Rahmen der Langen Nacht der ZEIT im Audimax der Universität Hamburg stattfand. Das Gespräch ist hier als Videoaufzeichnung verfügbar.

  • Angela Merkel: Die AfD bei 20 Prozent? "Das ist echt nicht mehr meine Verantwortung"

    07.02.20251:29:29

    Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneuert ihre Kritik an den Anträgen zur Migrationspolitik von Friedrich Merz. Auch unter schwierigen Bedingungen sollte es nicht dazu kommen, dass Mehrheiten mit der AfD gebildet werden. Sie empfinde es nicht als richtig, "in einer solchen Situation einfach zu schweigen" – und habe deswegen ihre Meinung gesagt. Vorher informiert habe sie Merz darüber nicht. Merkel spricht von einer Frage grundsätzlicher Bedeutung. Ansonsten mische sie sich nicht in die Tagespolitik ein. Von Kritik an ihrer Migrationspolitik fühle sie sich angesprochen, sagt Merkel. "Von einer Bundeskanzlerin erwartet man, dass die irreguläre Migration reduziert wird." Sie halte die Asyl- und Einwanderungspolitik der vergangenen zehn Jahre – anders als Friedrich Merz – nicht für "verfehlt" und verweist auf Grenzkontrollen zu Österreich und das EU-Türkei-Abkommen. Man sei aber "noch nicht am Ende der Arbeit". Sie frage sich auch, warum es so schwer sei, Ausreisepflichtige "zur Ausreise zu bewegen" und warum zwei Drittel der Ausländerämter immer noch nicht digitalisiert seien. Den Aufstieg der AfD erklärt sich Merkel nach eigenen Angaben auch durch den Streit zwischen CDU und CSU in der Migrationspolitik während ihrer Kanzlerschaft. "Es ist nicht richtig gewesen, dass wir so viel gestritten haben", sagt Merkel. Sie sagt aber auch: Als sie aus dem Amt ausgeschieden sei, habe die AfD bei elf Prozent gelegen. Dass sie nun bei mehr als 20 Prozent liege, sei "nicht mehr meine Verantwortung". Am 26. November 2024 veröffentlichte Angela Merkel ihre Autobiografie mit dem Titel "Freiheit", Verlag Kiepenheuer & Witsch, die sie zusammen mit ihrer ehemaligen Büroleiterin Beate Baumann geschrieben hat. Zu Kritik an ihrem Buch sagt sie: "Ich war halt langweilig." Das habe man schon während ihrer Kanzlerschaft über sie gesagt. Dass sie ein Enthüllungsbuch schreibe, in dem sie endlich mal "die Katze aus dem Sack lasse", hätten vielleicht manche erwartet. Ihr sei es aber ein Anliegen gewesen, zu beschreiben, wie Politik funktioniere, sagt Merkel. Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus der Reihe "Eine Stunde ZEIT mit …", die am 5. Februar im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg stattfand. Das Gespräch ist auch als Videoaufzeichnung verfügbar, und man kann es als Wortlaut-Interview auf ZEIT ONLINE lesen.