Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.
Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

Mr. Solar Plexus


Podcast, Ratgeber & Coaching

Was, wenn deine Angst dir Geschichten erzählt, die gar nicht stimmen?Dieser Psychologie-Podcast dreht sich um soziale Angst, Selbstzweifel, Grübeln und die Ängste des Alltags.Mit kurzen Geschichten, psychologischem Wissen und praktischen Übungen erfährst du, warum dein Kopf manchmal zum schlimmsten Kritiker wird – und wie du ihm nicht mehr alles glauben musst.?️ Weniger Kopfkino. Mehr Leben. Verstehen. Annehmen. Verändern.

Alle Folgen

  • Wo hört Halloween-Spaß auf – und wo fangen Vorurteile an?

    Wo hört Halloween-Spaß auf – und wo fangen Vorurteile an?

    Gestern•1:51

    In dieser Folge sprechen wir über Halloween und darüber, welche Bilder und Rollen mit Kostümen verbunden sind. Wir greifen den Übergang zu der Frage auf, wie Menschen durch bestimmte Begriffe oder Darstellungen auf eine Figur reduziert werden. Wir stellen dabei den Unterschied zwischen erfundenen Horrorfiguren und psychischen Erkrankungen heraus. Eine psychische Erkrankung betrifft echte Menschen mit Alltag, Beziehungen und Hoffnungen, und wir erinnern daran, dass hinter solchen Begriffen immer konkrete Personen stehen. Außerdem sprechen wir darüber, wie man respektvoll reagieren kann, wenn ein problematischer Begriff fällt. Statt öffentlich zu belehren, kann oft schon ein ruhiger Satz genügen. Zum Schluss fragen wir, worüber wir lachen und ob dabei wirklich alle mitlachen können. In der nächsten Folge geht es um Hoffnung und darum, wie Unterstützung heute aussehen sollte. Der Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine individuelle psychologische Beratung oder Psychotherapie.

  • Fortgeschickt statt aufgefangen?

    Fortgeschickt statt aufgefangen?

    Vor 2 Tagen•2:06

    In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Menschen im Mittelalter mit Personen umgingen, die als wahnsinnig galten oder als störend wahrgenommen wurden. Ausgangspunkt ist die Frage nach dem sogenannten Narrenschiff: Diese berühmte Geschichte ist nach heutigem Stand nicht ausreichend belegt, steht aber für echtes Leid, das es damals trotzdem gab. Wir greifen die Untersuchung der Historikerin Anne König auf. In alten Stadtarchiven beschreibt sie Ausweisungen und Wegschickungen: Menschen wurden fortgeschickt, teils auch über Flüsse gebracht, manchmal nach Hause zurückgeführt, manchmal verbrannt oder einfach aus der Stadt verwiesen. Es gab also keine belegten Narrenschiffe, aber sehr wohl Praktiken, in denen Menschen ihren Platz verloren. Dabei betonen wir, dass das Mittelalter nicht auf eine einzige düstere Erzählung reduziert werden sollte. Gleichzeitig verdienen Wegschicken, Demütigungen und Ausgrenzung keine Verklärung. Im Mittelpunkt steht die Haltung, dass Menschen, die leiden, Unterstützung und Sicherheit brauchen und in ihrem ungewöhnlichen Verhalten weiterhin als Menschen gesehen werden müssen. Zum Schluss stellen wir die Frage, was einem Menschen mehr hilft: ein schnelles Urteil oder die Frage, was er gerade braucht. Ausblickend kündigen wir an, dass solche Urteile in der nächsten Folge wieder auftauchen werden, diesmal im Zusammenhang mit Kürbissen, Kostümen und Halloween. Der Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine individuelle psychologische Beratung oder Psychotherapie.

  • Narrenschiffe für psychisch beeinträchtigte Menschen?

    Narrenschiffe für psychisch beeinträchtigte Menschen?

    Vor 3 Tagen•1:56

    In dieser Folge geht es um die Vorstellung von sogenannten Narrenschiffen, also Schiffen, auf denen angeblich psychisch erkrankte Menschen von Ort zu Ort gebracht worden seien. Das Bild wird als beklemmend beschrieben und als lange erzählte Geschichte eingeordnet. Es wird erläutert, dass Winifred und Brent Mayer diese Erzählung 1982 untersucht haben. Sie suchten nach historischen Belegen und fanden keine ausreichenden Nachweise für solche Narrenschiffe. Als einziges bekanntes Beispiel wird das „Narrenschiff“ von Sebastian Brandt genannt, das 1494 erschien. Dabei handelte es sich jedoch um eine Satire über menschliche Schwächen und moralische Verfehlungen, nicht um einen dokumentierten Bericht über eine schwimmende Psychiatrie. Abschließend wird gefragt, warum sich die Geschichte trotzdem so stark halten konnte. Die Folge regt dazu an, zwischen Gehörtem und tatsächlich Belegtem zu unterscheiden und kündigt an, beim nächsten Mal weiter auf die Frage von Ausgrenzung zu schauen. Der Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine individuelle psychologische Beratung oder Psychotherapie.

  • Was, wenn jemand meine Angst filmt?

    Was, wenn jemand meine Angst filmt?

    Vor 5 Tagen•1:43

    In dieser Folge sprechen wir über einen unerwarteten Schreckmoment und darüber, wie schnell daraus soziale Angst entstehen kann, wenn man dabei gefilmt wird. Wir beschreiben die Situation auf einem dunklen Flur an Halloween und das Gefühl, im ersten Moment erschrocken zu reagieren und sich dann direkt beobachtet zu fühlen. Wir thematisieren das Kopfkino, das in solchen Momenten entsteht: die Sorge, dass das Video im Gruppenchat landet, dass fremde Menschen darüber lachen oder Kommentare über den eigenen Schrei entstehen. Dabei geht es auch um das Gefühl, sich lächerlich gemacht zu haben, obwohl nur auf einen plötzlichen Schreck reagiert wurde. Außerdem sprechen wir darüber, wie man in so einer Situation eine klare Grenze setzen kann. Wir sagen, dass es in Ordnung ist, zu sagen, dass man nicht gefilmt werden möchte, und darum zu bitten, das Video zu löschen und nicht weiterzuschicken. Dabei betonen wir, dass man sich nicht rechtfertigen muss und dass gemeinsamer Spaß Rücksicht auf alle braucht. Der Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine individuelle psychologische Beratung oder Psychotherapie.

  • Geht das Kopfkino nach dem Horrorfilm weiter?

    Geht das Kopfkino nach dem Horrorfilm weiter?

    Vor 6 Tagen•4:01

    In dieser Folge sprechen wir über das Gefühl, nach einem Horrorfilm noch angespannt zu sein. Der Film ist vorbei, aber die Bilder und Geräusche bleiben im Kopf, besonders beim Versuch einzuschlafen. Wir beschreiben, wie nach dem Film selbst alltägliche Dinge wie ein Knacken im Flur oder eine Jacke im Zimmer plötzlich bedrohlich wirken können. Wir machen deutlich, dass Angst in diesem Moment nichts Ungewöhnliches ist und nicht weggedrückt werden muss. Es kann gleichzeitig klar sein, dass es nur ein Film war, und trotzdem kann sich die Dunkelheit unangenehm anfühlen. Statt sich dafür zu schämen, geht es darum, die eigene Anspannung wahrzunehmen und freundlich mit sich zu bleiben. Wir geben einfache Möglichkeiten, mit dem Grusel danach umzugehen. Dazu gehören ein beruhigender Satz an sich selbst, der Blick auf die reale Umgebung, das Spüren der Bettdecke oder der Matratze, ruhiges Ausatmen und bei Bedarf ein kleines Licht. Auch ein Glas Wasser, ruhige Musik oder eine vertraute Stimme können helfen. Am Ende geht es auch darum, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Wer merkt, dass Horrorfilme direkt vor dem Schlafengehen zu viel sind, darf den Zeitpunkt ändern oder etwas anderes auswählen. Wenn jemand anders davon erzählt, hilft oft ein verständnisvoller Satz mehr als eine Abwertung mit „ist doch nur ein Film“. Der Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine individuelle psychologische Beratung oder Psychotherapie.

  • Kann die Straße plötzlich Angst machen?

    Kann die Straße plötzlich Angst machen?

    Vor 6 Tagen•1:53

    Wir sprechen über die Ausschreitungen in Italien und Frankreich und darüber, wie Angst um die Zukunft, das Gefühl, nicht gehört zu werden, oder erlebte Ungerechtigkeit Menschen zum Protest bewegen können. Gewalt entsteht daraus nicht automatisch. Auch Gruppendynamik und Feindbilder können eine Rolle spielen: Gruppen können Menschen beruhigen oder Gewalt bestärken, und aus einem Gegenüber kann ein Gegner werden. Das sind mögliche Erklärungen, keine Entschuldigungen oder verlässlichen Aussagen über Einzelne. Wir sprechen darüber, wie verstörende Bilder das Gefühl von Sicherheit beeinflussen können. Dabei kann es helfen, zwischen der tatsächlichen Lage und den eigenen Befürchtungen zu unterscheiden, sich gezielt zu informieren und anschließend eine Pause vom Handy zu machen. Wenn wir gerade sicher sind, können wir uns auf das konzentrieren, was wir sehen und hören und was wir jetzt brauchen. Bei tatsächlicher Gefahr steht die eigene Sicherheit an erster Stelle: Wir sollten uns aus dem Geschehen entfernen. Im Alltag dürfen wir vorsichtig sein und zugleich hinausgehen und anderen offen begegnen. Wir müssen niemandem unseren Mut beweisen.