Folge 7 - Neu im ASD: Wie ein kommunaler Verbund seinen Nachwuchs einarbeitet
29.05.2026•49:14
Der ASD gilt als das komplexeste Arbeitsfeld im Jugendamt. Wie kommt man dort an, wenn man frisch aus dem Studium kommt? Für diese Folge war ASD-Wissen zu Gast bei der Fortbildungsreihe "Neu im ASD" in Heinsberg. Sieben Jugendämter aus dem Raum Aachen organisieren sie seit rund 20 Jahren gemeinsam, in Eigenregie und mit Referentinnen und Referenten aus den eigenen Reihen. Im ersten Teil sprechen Tobi und Hamza über ihre ersten Wochen. Hamza begleitete in Woche eins den Krisendienst und stand am ersten Tag in einer völlig vermüllten Wohnung. Tobi kommt aus dreieinhalb Jahren Schulsozialarbeit an einer Hauptschule mit wöchentlichen Polizeieinsätzen und beschreibt, warum er den Wechsel in den ASD trotzdem als Zugewinn an Selbstwirksamkeit erlebt. Beide erzählen, was das Studium ihnen mitgegeben hat und was nicht, warum die Garantenstellung für sie kein Schreckgespenst ist und welche Rolle Psychohygiene von Anfang an spielt. Im zweiten Teil kommen die Organisatoren zu Wort: Jürgen Rütten vom Kreisjugendamt Heinsberg und Stefan Pietsch vom Jugendamt der Stadt Eschweiler. Jürgen Rütten beschreibt seinen eigenen Einstieg vor 37 Jahren, Schreibtisch, Aktenberg, Diktiergerät, Learning by Doing. Stefan Pietsch erklärt, warum die Reihe verbindlicher Teil des Einarbeitungskonzepts ist und weshalb Vernetzung über Kommunengrenzen hinweg genauso zählt wie Fachwissen. Dazu gibt es konkrete Zahlen zum Aufwand: fünf Tagesmodule, keine Honorare, minimale Kosten. Eine Folge für alle, die selbst gerade anfangen, und für Führungskräfte, die überlegen, ob ein solcher Verbund auch in ihrer Region tragfähig wäre. Mehr Informationen und Kontakt zu den Organisatoren über asd-wissen.de ASD-Wissen ist der Podcast der Bundesarbeitsgemeinschaft der Allgemeinen Sozialen Dienste (BAG ASD).