Der Michel – Der Podcast für Kinder und Jugendliteratur
Der Michel – Der Podcast für Kinder und Jugendliteratur

Der Michel – Der Podcast für Kinder und Jugendliteratur

Michaelsbund


Podcast, Fiction

Jeden Monat präsentieren wir Ihnen Michel – den jüngsten Superhelden des Sankt Michaelsbund. Claudia Maria Pecher, Leiterin der Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im St. Michaelsbund, sowie Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur spricht mit Autoren, Illustratoren und Freunden des Kinder- und Jugendbuches über Themen, Trends und viele lesenswerte Bücher. Wenn Sie Michel schreiben wollen – einfach eine E-Mail an michel@michaelsbund.de

Alle Folgen

  • Die perfekte Welle: Lesen und Schwimmen in den Ferien

    Vor 5 Tagen29:18

    Wolfgang Fackler ist Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, „und das bin ich auch für die Kleinsten“. Darum ist er immer gerne dabei, wenn es darum geht, Kernkompetenzen für Kinder zu unterstützen. Zusammen mit der Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im Sankt Michaelsbund und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat er deshalb zum dritten Mal Büchertipps für die Sommerferien präsentiert. Das tun sie immer dort, wo es nass ist: etwa an der Isar oder dieses Jahr in der Surftown MUC in Hallbergmoos. „Lesen ist ganz entscheidend notwendig für unser Zusammenleben“, sagt Wolfgang Fackler. Daran Freude zu finden, dafür sind die Sommerferien die beste Zeit. Durchaus auch im Freibad, in Verbindung mit einem Schwimmkurs. Denn auch Schwimmen zählt der Wolfgang Fackler zu den Fähigkeiten, die geistig und körperlich frisch halten und die man am besten schon ganz früh lernt. Büchereien können übrigens Plakate zu dieser Aktion bestellen unter kontakt@michaelsbund.de. Sommer, Sonne, Schwimm- und Surfvergnügen 2026 – Leseempfehlungen des Sankt Michaelsbundes und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur: https://www.michaelsbund.de/out/pictures/ddmedia/Extrablatt_Schwimmen%20und%20Lesen_2026_klein-komprimiert_AG.pdf

  • Eine schwierige Liebe zwischen Opernball und Friseursalon

    01.07.202644:16

    Als Dolmetscherin übersetzte Julya Rabinowich was traumatisierte Menschen einem Psychotherapeuten sagten und was dieser erwiderte. Sie übermittelte furchtbare Geschichten von Not und Gewalt, staunte aber auch über die Kraft und Resilienz der gezeichneten Frauen und Männer. „Das, was man erlebt hat, kann man nicht mehr ungeschehen machen, aber man kann lernen, es zu verarbeiten“, sagt die 1970 in der ehemaligen Sowjetunion geborene Autorin, die in Wien lebt. Die Geschichten, die sie als Übersetzerin gehört hat, treiben sie bis heute in ihrem Schreiben an. Auch in ihrem Neuen Roman „Mo & Moritz“: eine ebenso märchenhafte wie hoffnungsfrohe Liebesgeschichte zwischen einem muslimischen und einem jüdischen Jungen. Und zwar an ungewöhnlichen Schauplätzen: in einem Friseursalon und auf dem Wiener Opernball. In „Der Michel“ erzählt Julya Rabinowich wie sie sich zwischen Malerei und Literatur entscheiden musste, von ihrer Arbeit als Übersetzerin in Psychotherapien und natürlich von ihrem aktuellen Buch.

  • Viele Tiere und ein pfiffiges Kind

    01.06.202638:04

    Seit über 20 Jahren gestaltet Susanne Straßer Bildergeschichten. Sie möchte, dass sich „das Kind unterhalten fühlt“, erzählt sie in unserer aktuellen „Michel“-Episode. „Da schreien die Pädagogen wahrscheinlich auf, aber das ist mir das Wichtigste.“ Kinder und ihre Familien zu unterhalten, gelingt ihr offenbar. Denn von Korea bis Brasilien sind ihre Pappbilderbücher verbreitet. Und viel mehr Pädagogen und Jurys für Kinder- und Jugendliteratur schreien über ihre humorvollen Bücher nicht auf, sondern würdigen ihre Arbeit. Nicht umsonst hat Susanne Straßer zahlreiche Preise für ihre Bücher erhalten, die durch eine kunstvoll reduzierte Bildsprache beeindrucken. In denen kommen meistens Tiere und ein pfiffiges Kind vor. Und einmal hat Susanne Straßer sogar Schweine ins Weltall geschickt.

  • James Krüss – ein Klassiker und seine Biografie

    01.05.202642:27

    James Krüss war ein vielseitiger Autor, der Kinder- und Jugendbücher ebenso schrieb wie Romane für Erwachsene, der fürs noch junge Fernsehen genau so arbeitete wie für den Hörfunk. Viele seiner Themen und Figuren sind mit seiner Herkunft und seiner Biografie verbunden. 1926 auf der militärisch wichtigen Nordseeinsel geboren, wollte er nach dem Krieg Lehrer werden, entschied sich dann aber für den Schriftstellerberuf und ließ sich in München nieder. Hier, in der Internationalen Kinder- und Jugendbibliothek, liegt auch sein Nachlass. Ada Bieber hat ihn durchgesehen. Im Gespräch wirft sie unter anderem ein Licht darauf, wie James Krüss zum Nationalsozialismus stand und wie er sich später in seinem Werk dazu verhielt. Das verfasste er nicht nur in Schriftdeutsch, sondern auch in seiner friesischen Muttersprache. Zudem entdeckt die Literaturwissenschaftlerin an der Berliner Humboldt-Universität im Aufbau vieler Bücher von James Krüss immer wieder Strukturen, die mit seiner Herkunft von der kleinen Nordsee-Insel verbunden sind. Damit setzt sich am 3. und 4. Juli auch eine Tagung verschiedener Institutionen in München auseinander, die dem Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur zu seinem 100. Geburtstag gewidmet ist.

  • Großstadtdetektive: Eva Lezzi über Kinderkrimis, Vielfalt und Freundschaft

    01.04.202640:23

    In dieser Folge von Der Michel sprechen wir mit Autorin Eva Lezzi über ihre Kinderbuchreihe „Großstadtdetektive“ im Verlag Beltz & Gelberg. Im Mittelpunkt stehen fünf Kinder aus Berlin-Moabit mit türkischen, russischen, jüdischen und deutschen Wurzeln, die gemeinsam knifflige Fälle lösen – und dabei lernen, was Freundschaft, Mut und Zusammenhalt bedeuten. Eva Lezzi erzählt, warum der Kinderkrimi für sie das ideale Genre ist, wie Spannung und Humor zusammenfinden und weshalb ihre Figuren so unterschiedlich angelegt sind. Es geht um Jona, Irina, Dennis, Laura und Max, um Ankommen in einer neuen Klasse, um kulturelle Vielfalt im Kinderbuch und um die Frage, wie Geschichten Identität und Zugehörigkeit sichtbar machen. Außerdem sprechen wir über Sprache, Jiddisch, Schach, literarische Rätsel und darüber, wie aus Detektivarbeit echte Freundschaft entsteht. Eine Folge über Kinderliteratur, Mehrsprachigkeit und die Kraft guter Geschichten.

  • Am großen Strom: Flüsse in Bilderbüchern

    01.03.202625:55

    Wann habt ihr zuletzt am Fluss gestanden? In dieser Folge von „Michel“ sprechen wir mit Dr. Katja Wiebe, Kuratorin der Ausstellung „Am großen Strom – Der Fluss in aktuellen Bilderbüchern aus aller Welt“ in der Internationalen Jugendbibliothek auf Schloss Blutenburg. Warum fasziniert Wasser weltweit – beruhigend und zugleich voller Bewegung? Katja Wiebe zeigt, wie Bilderbücher Flüsse als Lebensader, Mythos und Metapher für den Lauf des Lebens erzählen: mal als Sachbilderbuch, mal als poetische Geschichte, in der am Ufer philosophiert wird. Wir hören, warum das Leporello-Format wie gemacht für Flussgeschichten ist und warum so viele Titel im großen Querformat erscheinen. Dazu geht’s um Perspektiven aus über 20 Ländern (Bücher von 2011 bis 2025) – von schwimmenden Märkten bis zum vietnamesischen Wasserpuppentheater. Auch die Kehrseite kommt vor: Verschmutzung, Verbauung und Hoffnung durch Renaturierung, etwa am Beispiel des Singapore River. Plus: Wie Kinder die Ausstellung erleben – mit nachgebautem Fluss im Foyer, Audioguide, Angelspiel und vielen Leseexemplaren. Buchtipp: „Dann kam Bär“ – eine rasante Floßfahrt Richtung Wasserfall. Jetzt reinhören und anschließend eintauchen!