Die Kraft der Nähe: Was hält uns noch zusammen? – mit Simon Strauß (#15)
26.08.2026•1:12:45
Wir kommunizieren pausenlos – und doch geben wir uns immer seltener die Hand. Für Simon Strauß ist dies das politische Paradoxon unserer Zeit: Technologie katapultiert die Menschheit nach vorne und vereinzelt sie zugleich. Am Ende stünde eine hoch zivilisierte Gesellschaft, die den Wert der Nähe verloren hat und damit auch das Wissen darüber, was Menschsein eigentlich bedeutet. Simon Strauß glaubt an die Kraft des Konkreten: an Orte, an Nähe, an das gemeinsame Erleben. Für sein Buch „In der Nähe" hat der Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Kleinstadt Prenzlau in der Uckermark über Jahre hinweg beobachtet – und dort mehr über den Zustand der Republik gelernt als in jeder Talkshow. Im Podcast erklärt er, warum politische Bindungskraft nicht aus dem Berechenbaren entsteht, sondern aus Erzählung, Ritual und Begegnung. Er beschreibt, wie Technologie uns vereinzelt, während echtes Vertrauen nur im direkten Miteinander wächst. Er plädiert für eine Politik, die wieder poetischer spricht und findet, dass wir eigentlich ganz anders über Klimaschutz sprechen müssen. Ein Gespräch über Gemeinschaft und Ausgrenzung, über Autorität und Basisdemokratie – und über die Frage, ob Demokratie eine Bühne braucht. **Moderation: **Marina Weisband, Dr. Stephan Muschick Mehr Infos zur Arbeit der E.ON Foundation findet ihr auf unserer Webseite. Ihr findet uns auch auf Instagram unter @e.on_foundation sowie auf LinkedIn unter E.ON Foundation.