Abstillen - Wenn Nähe schön ist aber irgendwann manchmal zu viel wird
Vor 4 Tagen•1:03:47
„Ich kann nicht mehr“ heißt noch lange nicht: „Ich bin bereit, abzustillen.“ Und während Franziska noch mit dem Abschied ringt, schreibt Dominik: „Dann stillen wir heute ab.“ Franziska hat zweimal abgestillt. Beim ersten Kind war sie am Ende ihrer Kräfte und hat selbst entschieden: Es reicht. Beim zweiten hat das Kind nach und nach aufgehört. Zwei sehr unterschiedliche Abschiede von einer Nähe, die schön, praktisch und manchmal kaum noch auszuhalten war. Wir erzählen vom Stilldruck, von schlaflosen Nächten und davon, warum eine gut gemeinte Entlastung nicht automatisch der richtige Moment zum Aufhören ist. Es geht um neue Freiheit und den Verlust von etwas, das vorher nur Mama konnte. Und um die Frage: Muss ich mich schlecht fühlen, weil ich mich gut fühle? Auch zwischen uns verändert sich etwas: mehr Verantwortung für Papa, weniger ständiger Körperkontakt für Mama – und wieder Raum für Nähe, die nicht schon den ganzen Tag aufgebraucht wurde. Kein Abstillfahrplan. Sondern unser ziemlich persönlicher Abschied von der Stillzeit.