Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz
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Podcast, Nachrichten

Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche. Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly

Alle Folgen

  • Pedro Sánchez - Linkes Vorbild oder kühler Machtpolitiker?

    10.06.202624:51

    Als Israel und die USA Ende Februar den Iran angriffen, war Pedro Sánchez einer der wenigen europäischen Politiker, die das scharf kritisierten. Spaniens Ministerpräsident gilt derzeit für viele als Gewissen Europas – wegen seiner Haltung zu Nahost, zu Migration zu Aufrüstung. Für die anderen ist er vor allem ein kühler Machtpolitiker, dessen engstem Kreis schwere Korruptionsvorwürfe anhängen und dessen Minderheitsregierung in einer Krise steckt. Taugt Pedro Sánchez wirklich als progressives Vorbild? Kann seine außenpolitische Stärke die innenpolitischen Probleme überstrahlen? Oder könnten ihn die Korruptionsaffären am Ende zu Fall bringen? Über diese Fragen sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Fabian Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz und Spanien-Korrespondenten Reiner Wandler. Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 14.30 Uhr MEZ.

  • Wie über Flucht berichten in Zeiten der Abschottung?

    04.06.202620:20

    Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Gleichzeitig kommen in Europa immer weniger Schutzsuchende an. Das liegt auch an einer Asylpolitik, die die Grenzen der EU immer weiter nach außen verlagert. Nun wollen die Mitgliedstaaten auch sogenannte Rückführzentren in Drittstaaten ermöglichen – ein weiterer Schritt in einer Migrationspolitik, die auf Abschreckung und Auslagerung setzt. Während die Politik über Grenzschutz, Abschiebungen und Rückführungen diskutiert, geraten die Geschichten der Menschen hinter den Zahlen zunehmend aus dem Blick. Wie erzählt man von Flucht in einer Zeit, in der viele die Debatte längst satt haben? Und kann Journalismus überhaupt noch etwas bewegen? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserem Nordafrika-Korrespondenten Mirco Keilberth. Seit Jahren berichtet er aus Libyen, Tunesien, Ägypten und anderen Ländern der Region über Flucht, Migration und die Menschen hinter den Schlagzeilen.

  • Wie sich Estland auf den Krieg vorbereitet

    27.05.202624:35

    Sollte Russland die Nato angreifen, trifft es zuerst den russischen Nachbarn Estland, darüber sind sich viele Si­cher­heits­po­li­ti­ke­r*in­nen einig. Nun spitzt sich die Lage seit einigen Wochen zu. Russland versucht mutmaßlich mit der Umleitung ukrainischer Drohnen in den baltischen Luftraum Angst zu schüren. Ein rumänischer F-16 Kampfjet schoss erstmal in der vergangenen Woche eine dieser Drohnen ab. „Die estnische Bevölkerung hat ein klares Ziel: Der Ernstfall könnte schneller kommen, als wir das denken. Wir wollen vorbereitet sein“, berichtet Tanja Tricarico aus Tallinn. Mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli spricht sie über ihren aktuellen Aufenthalt in Estland. Sie erzählt in der aktuellen Folge der Fernverbindung, auf welche Probleme das 1,3 Millionen Land bei der Aufrüstung stößt, wie die Regierung die Verteidigungspolitik finanziert und wo sich Deutschland etwas vom technischen Fortschritt abschauen könnte. Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 26.05.2026 um 12 Uhr MEZ.

  • Rettet das Telefon afghanische Frauen?

    20.05.202618:14

    Mindestens jedes zehnte Mädchen in Afghanistan wird vor ihrem 16. Lebensjahr verheiratet. Das islamistische Taliban-Regime hat das Land zum frauenfeindlichsten Ort der Welt gemacht und hat vor kurzem die Kinderehe legalisiert. Doch der Widerstand im Land nimmt zu. Über eine Warteschleifenansage der Telekom sollen Afghaninnen über ihre Rechte informiert werden. "Viele NGOs im Land, arbeiten weiter, doch versuchen unter dem Radar der Taliban zu bleiben", sagt Afghanistan-Experte Thomas Ruttig im Gespräch mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli. Doch auch ihre Arbeit wird begrenzt. "Es bleibt wichtig, die Personen zu unterstützen, nur weil man hier wenig mitbekommt, bedeutet es nicht, dass sich im Land nicht organisiert wird", sagt Ruttig. Wie das konkret aussieht und wie sich die Frauenrechte seit Ruttigs erstem Besuch 1983 verändert haben, erzählt er in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Hinweis: Wir hatten leider technische Probleme bei der Aufnahme. Es wird nach den ersten Minuten besser. Wir hoffen, euch gefällt die Folge trotzdem! Die Folge wurde aufgenommen am Dienstag, 19.05.2026 um 10 Uhr MEZ.

  • Wie man als Korrespondent aus China gegangen wird (taz lab 2026)

    06.05.202626:51

    China ist repressiver geworden, besonders für Journalist*innen. Und zwar so sehr, dass unser Ostasienkorrespondent Fabian Kretschmer sich vor eineinhalb Jahren entschieden hat, das Land zu verlassen. In dieser Folge der fernverbindung plaudert er aus dem Nähkästchen. Über die Restriktionen, die man als Journalist*in in China erlebt, über Verfolgung durch Zivilpolizisten, eingeschüchterte Interviewpartner, die omnipräsente Selbstzensur. Und natürlich die "Einladungen zum Teetrinken", die schließlich dazu geführt haben, dass er sich ein anderes Zuhause gesucht hat. Darüber spricht Fabian Kretschmer mit den Auslandsredakteur*innen Fabian Schroer und Judith Poppe. Diese Folge entstand live auf dem taz lab am 25. April 2026 um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

  • Europa - geht eine Liebe zu Ende? (taz lab 2026)

    29.04.202644:04

    Sie ist uneins, zerstritten und handlungsunfähig. Das sind nur einige der Schlagworte, die in den vergangenen Tagen in den Medien verwendet wurden, wenn es um die EU geht und um Europa. Ist das Projekt Europäische Union gescheitert? Geht etwa eine große Liebe zu Ende? Darüber haben taz-Redakteur*innen Tanja Tricarico und Anastasia Zejneli auf dem Taz Lab eine Sonderfolge der Fernverbindung aufgenommen. Florian Bayer, Wien-Korrespondent und Ungarn-Experte, erzählt darin vom Wahlerfolg Petér Magyars in Ungarn und die Herausforderungen, die für seine Tisza Partei bevorstehen. Er gibt zu bedenken: „Beim Thema Ukraine und Russland, ist zum Beispiel noch unklar, wie die neue Linie Ungarns sein wird.“ In Schweden spitzt sich derweil die Lage zu: „Kristersson hat als Ministerpräsident kaum noch Verhandlungsmasse“, warnt Schweden-Korrespondentin Anne Dieckhoff. Daher habe er nun angekündigt bei einer möglichen Regierungsbildung auch mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten zusammenarbeiten zu wollen. Auch EU-Korrespondent Eric Bonse erklärt, warum zuletzt "in Brüssel keine Champagnerflaschen geköpft wurden". Wie er auf die nationalen Herausforderungen der Mitgliedsstaaten blickt und wie die drei Korrespondenten ihre Beziehung zur EU definieren würden, erzählen sie in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge der Fernverbindung wurde am 26. April 2026 um 17 Uhr Uhr Mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.