Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast
Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast

Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast

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Podcast, Technik, Wissen & Bildung

“Wake up, Neo. The Matrix has you...” Neo: “What the hell?” “Follow the white rabbit.” Willkommen in der faszinierenden Welt der Cybersicherheit! Wir entführen dich zwar nicht in die Matrix oder ins Wunderland, aber in den spannenden Kaninchenbau der IT-Security. „Follow the White Rabbit“, der Link11 IT-Security-Podcast, ist deine Eintrittskarte für eine fesselnde Reise. Cyberangriffe nehmen rasant zu, sie bedrohen Unternehmen, Regierungen und uns alle. Die Schäden belaufen sich auf mehrere Milliarden jährlich, die Folgen sind erheblich. Identitätsdiebstahl, finanzielle Verluste, Unterbrechungen im Geschäftsverlauf, Datenschutzverletzungen und Reputationsverlust sowie die nationale Sicherheit und der Schutz kritischer Infrastrukturen. Deshalb ist Cybersicherheit unerlässlich und betrifft jeden: Egal ob du ein IT-Experte, Unternehmer oder einfach nur jemand bist, der digitale Geräte und Online-Dienste nutzt. Die Bedrohungslandschaft im Cyberspace entwickelt sich ständig weiter. Es tauchen unaufhörlich neue Angriffstechniken und Schwachstellen auf und auch die regulatorischen Rahmenbedingungen ändern sich – wer behält hier den Überblick? Schließt euch uns an, während wir die Welt der Cybersicherheit erkunden und euer Sicherheitsbewusstsein schärfen. Versteht die Strategien der Angreifer, erfahrt mehr über komplexe Sicherheitskonzepte und taucht ein in neue Technologien. Unsere Experten und renommierte Gäste werfen einen Blick hinter die Kulissen. Gemeinsam beleuchten wir aktuelle Bedrohungen und diskutieren, wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning Angriffsszenarien verändern und Defensivkonzepte revolutionieren. Von Datenschutz und Verschlüsselung bis hin zu Cyberkriegen und KI-gesteuerten Attacken – „Follow the White Rabbit“ hält dich monatlich auf dem neuesten Stand, damit du in der digitalen Welt sicher navigieren kannst. Folgt dem „weißen Kaninchen“. Das Abenteuer beginnt jetzt!

Alle Folgen

  • #71: Das Telefon klingelte und dann ging gar nichts mehr

    #71: Das Telefon klingelte und dann ging gar nichts mehr

    Vor 2 Tagen•34:22

    Beide Leitungen sind dicht. Die Handscanner an den Standorten sind ausgefallen. Die Paketabwicklung ist eingestellt. Die Auslieferfahrer sind hilflos. Innerhalb von Minuten stand ein internationaler Logistikkonzern still – nicht durch einen hochkomplexen Hack, sondern durch einen DDoS-Angriff auf die Netzwerkleitungen. In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht Lisa Fröhlich mit Christof Weppler, Senior IT-Architekt bei GLS, über den Moment, in dem er zum ersten Mal live miterlebt hat, was passiert, wenn die Leitung zum Rechenzentrum einfach voll ist. Und was er seitdem verändert hat. Christof erklärt, warum eine Appliance im eigenen Netzwerk gegen DDoS-Angriffe so gut wie nichts bringt, denn wenn der Weg ins Rechenzentrum zugefahren ist, nutzt die beste Hardware dahinter nichts mehr. Er beschreibt, wie er damals mit BGP-Anpassungen versuchte, das Schlimmste zu verhindern, warum das langfristig keine Lösung war und wie er schließlich einen providerunabhängigen DDoS-Schutz eingeführt hat. Dazu gibt es einen ehrlichen Einblick in die interne Debatte bei GLS: Wer ist für den DDoS-Schutz zuständig – die Netzwerkeinheit oder die Security? Und warum ein Netzwerker unmöglich entscheiden kann, ob ein Request auf ein Webportal legitim ist oder nicht. Was diese Folge besonders macht: Christof spricht nicht aus der Theorie, sondern aus 22 Jahren Praxis in einem Unternehmen, das täglich Millionen von Paketen bewegt. Er erklärt, welche Aspekte IT-Architekten bedenken müssen, bevor sie einen Schutzanbieter kontaktieren, und warum die Frage, welche Prozesse an einer einzigen Netzwerkleitung hängen, viel zu selten gestellt wird – bis es zu spät ist. Takeaways: Eine Appliance im Rechenzentrum schützt nicht vor DDoS-Angriffen. Ist der Weg ins Rechenzentrum zugefahren, hilft auch die beste dahinterstehende Hardware nichts. Der Schutz muss daher bereits vor dem eigenen Netzwerk ansetzen, beispielsweise beim Provider oder einem spezialisierten Anbieter. BGP-Manipulation ist ein Notfallwerkzeug, aber kein Schutzkonzept. Traffic umzuleiten, kann kurzfristig helfen. Langfristig ist ein providerunabhängiger DDoS-Schutz erforderlich, der nicht von einem einzigen Internetanbieter abhängig ist. Netzwerker können nicht über Layer 7 entscheiden. Ob eine Anfrage an ein Webportal legitim ist, kann nur der Applikationsverantwortliche beurteilen. Ein DDoS-Schutz auf Anwendungsebene muss zwischen den Bereichen Security, Netzwerk und Portale koordiniert werden. Erst verstehen, was hängt dran – dann schützen. Bevor man einen Anbieter kontaktiert, sollte man sich folgende Fragen stellen: Welche Prozesse, Services und Kunden hängen an welcher Leitung? Wer diese Frage nicht beantworten kann, bemerkt den Schaden erst, wenn er bereits entstanden ist. Kommunikation auf Augenhöhe ist ein entscheidender Faktor. Beim Anbietervergleich hat nicht nur die Technik entschieden, sondern auch, ob man als Kunde wirklich erreichbar ist. Nicht jedes Unternehmen möchte bei einem Großanbieter nur eine kleine Nummer sein. Jetzt abonnieren – und keine Folge mehr verpassen Wenn dich diese Folge dazu gebracht hat, nachzufragen, welche Services an euren Netzwerkleitungen hängen, ist das gut. Dann abonniere Follow the White Rabbit, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an alle, die für die Netzwerkinfrastruktur verantwortlich sind – oder glauben, das tue jemand anderes. Links: Christof Weppler – Senior IT-Architekt, GLS | LinkedIn BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik - Liste qualifizierter DDoS-Mitigation-Dienstleister; Stand: 15.05.2026 Link11 DDoS-Schutz – Technologie & Funktionsweise BGP – Border Gateway Protocol einfach erklärt ENISA Threat Landscape 2026 | ENISA

  • #70: Sicherheit beginnt nicht mit einem Tool - sie beginnt mit einem Gespräch

    #70: Sicherheit beginnt nicht mit einem Tool - sie beginnt mit einem Gespräch

    30.09.2026•34:53

    „Mehr Tools bedeuten mehr Sicherheit“ – so lautet das Mantra vieler Unternehmen. Franziska Manko, VP Transformation & Governance und CSO bei OneQrew, sieht das jedoch anders. In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht sie mit Lisa Fröhlich darüber, warum zu viele Tools eine Selbstbeschäftigungsmaschine erzeugen, warum Einfachheit eine unterschätzte Sicherheitsstrategie ist und warum der gefährlichste Moment in einem Transformationsprozess nicht der Angriff von außen, sondern die Verteidigungshaltung von innen ist. Franzi kennt beide Welten: die technische und die menschliche. Ihr Argument ist bestechend einfach. „Jedes Tool, das ich einführe, erzeugt Abhängigkeiten, Dashboards, Lieferanten und Aufmerksamkeit – alles Ressourcen, die dann woanders fehlen.“ Anstatt am Ende eines Prozesses immer mehr Sicherheitskontrollen aufzubauen, plädiert sie dafür, bereits beim Engineering einer Lösung zu fragen: „Kann ich das so bauen, dass ich weniger schützen muss?” Sicherheit als Wertsteigerung – für Investoren, für Kunden und für das Unternehmen selbst. Und das kommuniziert man nicht mit Paragraphen, sondern in der Sprache des Gegenübers. Der stärkste Teil dieser Folge ist der menschlichste. Franzi spricht über psychologische Sicherheit, über Fuck-Up-Freitage und den Mut, sich selbst als verwundbar zu zeigen, bevor ein Vorfall dies erzwingt. Wer wartet, bis ein Datenleck aufgetreten ist, um Vertrauen aufzubauen, hat zu lange gewartet. Resilienz entsteht nicht im Ernstfall. Sie entsteht im Alltag, in den kleinen Gesprächen und darin, wie Fehler im Unternehmen behandelt werden, wenn niemand zuschaut. TakeawaysMehr Tools bedeuten mehr Risiken, nicht weniger. Jedes zusätzliche Tool bringt Abhängigkeiten, Lieferanten und Aufmerksamkeit mit sich. Wer alles messen will, verliert den Blick fürs Wesentliche. Die bessere Strategie ist: weniger, dafür richtig.Sicherheit lässt sich als Wertsteigerung verkaufen. Für Investoren bedeutet das Cashflow-Sicherung, Skalierbarkeit und ESG-Reporting. Für Kunden bedeutet es: Vertrauen, Bindung und geringere Abwanderungsrate. Wer die Sprache seines Gegenübers spricht, gewinnt.Ein Security Review am Ende ist zu spät. Wer den CISO erst am Ende des Entscheidungsprozesses einbindet, hat Sicherheit als Kostenfaktor positioniert. Wer ihn früh einbindet, schafft Optionen und spart am Ende Kontrollen.Psychologische Sicherheit ist kein Soft Skill, sondern eine Sicherheitsstrategie. Wer Fehler nicht ansprechen kann, meldet den Vorfall nicht. Wer den Vorfall nicht meldet, verliert wertvolle Zeit. Eine offene Fehlerkultur ist kein Nice-to-have.Vertrauen muss aufgebaut werden, bevor es brennt. Im Ernstfall bleibt keine Zeit mehr für die Beziehungspflege. Wer vorher nicht investiert hat, steht im Ernstfall allein da. Resilienz ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und nicht das Ergebnis einer Krisenreaktion.Jetzt abonnieren – und den nächsten Schritt nicht verpassen Diese Folge ist für alle, die Security nicht nur als Technikthema, sondern als Führungsaufgabe verstehen. Abonniere „Follow the White Rabbit”, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an CISOs, CSOs und alle, die sich gerade in einem Transformationsprozess befinden. LinksFranziska Manco – VP Transformation & Governance / CSO, OneQrew | LinkedIn | BSI - IT-Grundschutz Agile Manifesto: Simplicity Principle Amy Edmondson: The fearless organization: https://youtu.be/b395WrEQbeU?si=BtnriEvPgStgWgwm

  • #69: KI einführen ohne Plan ist kein Fortschritt, sondern ein teures Experiment

    #69: KI einführen ohne Plan ist kein Fortschritt, sondern ein teures Experiment

    16.09.2026•32:18

    Viele Unternehmen fragen sich, ob sie KI einsetzen dürfen. Die wichtigere Frage ist jedoch: Wie können sie dies verantwortungsvoll tun? In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht Lisa Fröhlich mit Georgia Voudoulaki. Die Rechtsanwältin ist AI Governance & Data Protection Strategist. Sie klärt über den rechtlichen Rahmen rund um Künstliche Intelligenz auf und erklärt, warum die meisten Unternehmen die falschen Kosten im Blick haben. Georgia macht klar: Der EU AI Act verbietet KI nicht. Er schafft einen Rahmen. Wer diesen Rahmen jedoch ignoriert oder nur halb versteht, dem drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch teure Doppelarbeit, Datenschutzkonflikte und Reputationsschäden. Es ist ein klassischer Fehler, DSGVO und AI Act aus verschiedenen Abteilungen heraus zu prüfen – einer, der Zeit kostet, Lücken erzeugt und das Projekt verteuert, noch bevor ein einziger Token geflossen ist. Hinzu kommen die systematisch unterschätzten Kosten: Schulungen, Monitoring, Vertragsprüfungen, Governance-Strukturen – und ja, auch 20 Prozent höhere Energiekosten für den Betrieb der Modelle. Entscheidend ist nicht, welches Tool gerade gehyped wird, sondern ob es zur eigenen Wertschöpfung passt. Georgia plädiert für eine ehrliche Inventur: Welche Use Cases hat das Unternehmen? Wo ersetzt oder unterstützt KI sinnvoll? Und wann zieht man die Reißleine, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stimmt? Gute AI-Governance beginnt nicht mit Technik. Sie beginnt mit dem Menschen. TakeawaysDie falsche Frage kostet Geld. Entscheidend ist nicht die Frage „Darf ich KI einsetzen?”, sondern „Wie setze ich KI verantwortungsvoll ein?” Wer das nicht klärt, baut auf Sand.DSGVO und AI Act gehören zusammen. Wer beide Regelwerke getrennt voneinander prüft, erzeugt Doppelarbeit, Lücken und Verzögerungen. Integrierte Governance-Prozesse sind kein Luxus, sondern ein Gebot der Effizienz.Die versteckten Kosten werden systematisch unterschätzt. Schulungen, Monitoring, Energiekosten, Governance-Strukturen, Vertragsprüfungen – all das kommt on top zu den Lizenzkosten und wird in den meisten Business Cases schlicht vergessen.KI ist ein Werkzeug, aber kein Entscheider. Nur weil ein Modell einen Output produziert, heißt das nicht, dass dieser stimmt. Menschliches Urteilsvermögen ist keine optionale Komponente, sondern Pflicht.Wer keine Inventur macht, verliert die Kontrolle. Welche KI-Systeme nutzt mein Unternehmen? Viele können diese Frage nicht beantworten. Genau da fängt AI Governance an. Jetzt abonnieren – und den Überblick behalten Diese Folge ist Pflicht für alle, die KI in ihrem Unternehmen einführen, begleiten oder verantworten. Abonniere „Follow the White Rabbit”, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an alle, die gerade KI-Projekte planen, bevor sie das Geld ausgeben. LinksGeorgia Voudoulaki – Rechtsanwältin, Senior Legal Counsel, AI Governance & Data Protection Strategist| LinkedIn EU AI Act – Volltext (Verordnung EU 2024/1689) Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) BSI - Künstliche Intelligenz

  • #68: Altkonten, KI-Agenten und Schatten-IT: Warum Identitätsmanagement gerade brennt

    #68: Altkonten, KI-Agenten und Schatten-IT: Warum Identitätsmanagement gerade brennt

    02.09.2026•31:07

    Ein ehemaliger Mitarbeiter. Er ist schon seit zwei Jahren weg. Seine Berechtigung wurde nie entzogen. Es war weder ein Hack noch ein raffinierter Angriff – es war einfach nur ein Konto, das niemand abgeschaltet hat. Willkommen in der realen Welt des Identitätsmanagements! In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht Lisa Fröhlich mit Franziska Weiß, IAM-Evangelistin bei der Garancy AG, über das unspektakulärste und gleichzeitig wichtigste Fundament jeder Sicherheitsstrategie – und darüber, warum genau diese Unsichtbarkeit das eigentliche Problem ist. Identitätsmanagement hat ein Imageproblem. Kein Mensch steht morgens auf und denkt sich: „Heute durchkämme ich mal das Active Directory.” Kein CISO präsentiert stolz die Statistik der gelöschten Altkonten. Und trotzdem reicht ein einziges kompromittiertes Konto. Im Schnitt bewegen sich Angreifer über 100 Tage unentdeckt in Systemen. Franziska erklärt, warum dies nicht nur ein IT-, sondern ein Organisationsproblem ist – und warum Verbote allein Schatten-IT erzeugen, aber keine Sicherheit. Der Ausweg ist kein Verbotskatalog, sondern ein pragmatischer Ansatz: Sichtbarkeit schaffen, Verantwortung klären, Rollen definieren. Und dann kommen die KI-Agenten. Sie sind dynamisch, autonom und schwer zu kontrollieren – und vervielfachen in vielen Unternehmen gerade dabei, still und leise, die Komplexität. Anders als klassische Servicekonten lassen sie sich nicht einfach in Gruppen stecken oder mit Standardberechtigungen versehen. Wer jetzt noch nicht weiß, welche Identitäten in seiner Infrastruktur unterwegs sind, wird es bei KI-Agenten erst recht nicht wissen. Franziskas Botschaft ist klar: Wer das Fundament nicht kennt, dem stürzt das Dach ein. TakeawaysEin Konto reicht. Im Schnitt bewegen sich Angreifer über 100 Tage unentdeckt in Systemen – oft über ein übernommenes Konto, das längst hätte deaktiviert sein sollen. Identitätsmanagement ist kein Nice-to-have, sondern der erste Sicherheitsriegel.Sichtbarkeit ist der erste Schritt. Bevor man etwas kontrollieren kann, muss man wissen, was vorhanden ist. Welche Konten existieren? Worauf haben sie Zugriff? Wer ist verantwortlich? Diese drei Fragen sind der Einstieg in jede saubere Identitätsstrategie.Verbote erzeugen Schatten-IT und keine Sicherheit. Menschen wollen ihren Job machen. Wer sie zu sehr einschränkt, findet kreative Umwege – und diese liegen dann außerhalb jeder Kontrolle. Pragmatismus schlägt Überregulierung.KI-Agenten sprengen das klassische Identitätsmodell. Sie lassen sich nicht in AD-Gruppen stecken, kommunizieren anders als Servicekonten und entstehen und verschwinden dynamisch. Wer jetzt keine Governance für menschliche Identitäten hat, wird sie für KI-Agenten erst recht nicht haben.Identitätsmanagement ist Chefsache. NIS 2 schreibt es vor. Geschäftsführungen müssen geschult sein. Wer Sicherheit nicht von oben vorlebt, sollte sich nicht wundern, wenn Mitarbeitende ihr privates ChatGPT-Konto mit Unternehmensdaten füttern. Jetzt abonnieren – und keine Folge mehr verpassen Wenn dich diese Folge dazu gebracht hat, gedanklich in Richtung eurer IT-Abteilung zu laufen und zu fragen, wer eigentlich noch alles Zugriff auf was hat, dann ist das gut. Dann abonniere Follow the White Rabbit, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an alle, die gerade einen KI-Agenten deployen, bevor sie ihre Altkonten aufgeräumt haben. LinksFranziska Weiß – IAM Evangelist bei Garancy AG| LinkedIn | OWASP: Broken Access Control – Top 10 Sicherheitsrisiken Microsoft: Active Directory Best Practices

  • Bonusfolge 16: Das kleinste Schloss wird zuerst geknackt: Warum Kommunen die blinde Stelle unserer Cybersicherheit sind

    Bonusfolge 16: Das kleinste Schloss wird zuerst geknackt: Warum Kommunen die blinde Stelle unserer Cybersicherheit sind

    26.08.2026•31:36

    Bürgergeldzahlungen, Sozialhilfe, Ummeldungen, Kfz-Zulassungen – all das läuft über die Kommune. Und fast nichts davon ist so abgesichert, wie es sein müsste. Denn Kommunen fallen nicht unter NIS 2, obwohl sie genau das sind: die Fronttür der öffentlichen Infrastruktur. In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht Lisa Fröhlich mit Thorsten Rode, Head of IT bei der Stadt Nettetal und seit über 20 Jahren in der kommunalen IT tätig, über eine der blindesten Stellen unserer digitalen Gesellschaft und darüber, warum dies eine gesamtgesellschaftliche und nicht nur eine IT-Frage ist. Thorsten kennt die Lage von innen. Nettetal hängt wie viele nordrhein-westfälische Kommunen hinter einem gemeinsamen Rechenzentrum, das die Eingangstür sichert. Doch dahinter verbirgt sich eine Welt, die in vielen Kommunen von knappen Budgets, überforderten Einzelkämpfern und fehlendem Sicherheitsbewusstsein geprägt ist. Das Land NRW hat mit dem BeHard-Programm immerhin kostenlose Sicherheitschecks angeboten. Das Ergebnis: Überall finden sich Lücken. Gleichzeitig gibt es Kommunen, in denen dieselbe Person morgens als IT-Verantwortliche arbeitet und nachmittags Trauungen leitet. Während Angreifer – staatlich organisiert, KI-gestützt und professionell skaliert – längst wissen, welches Schloss sich am leichtesten knacken lässt. Und dann ist da noch Thorstens Idee, die eigentlich cool wäre: Alles, was Kommunen durch KI an Effizienz gewinnen, direkt in Sicherheitsmaßnahmen reinvestieren. Nicht als Wunschdenken, sondern als strukturelle Kopplung. Denn während aktuell alle auf den KI-Zug aufspringen, hinkt die kommunale Cybersicherheit noch immer hinterher. Wer sich heute nicht resilient aufstellt, wird in fünf bis zehn Jahren nicht mehr handlungsfähig sein – als Unternehmen und als öffentliche Einrichtung gleichermaßen. TakeawaysKommunen fallen nicht unter NIS 2, obwohl sie systemrelevant sind. Wer die Bürgergeldzahlung, die Kfz-Zulassung und die Sozialleistungen verwaltet, ist im Krisenfall die Frontlinie. Dass diese Stellen regulatorisch außen vor bleiben, ist eine politische Entscheidung mit realen Konsequenzen.Die Fronttür ist gesichert. Was dahinter passiert, oft nicht. Gemeinsame Rechenzentren schützen den Zugang. Aber Awareness, Patchmanagement, Backup-Konzepte und Incident Response liegen in der Verantwortung der Kommunen selbst. Und da fehlt es an Ressourcen, Zeit und Know-how.Das kleinste Schloss wird zuerst geknackt. Angreifer suchen keine große Herausforderung. Sie suchen den schnellsten Weg zum Ziel. Mit KI wird diese Suche exponentiell schneller. Kommunen ohne Sicherheitsmaßnahmen sind das kleinste Schloss im System.Eine Cyberversicherung ist kein Sicherheitsnetz. Thorstens klare Einschätzung: Wer Sicherheitsmängel nicht beseitigt, bekommt im Schadensfall nichts von der Versicherung. Die Versicherung springt nicht ein. Die Verantwortung bleibt bei der Gemeinde.KI-Effizienzgewinne direkt in Sicherheit reinvestieren – ein cooler Move. Was Kommunen durch KI-gestützte Prozesse einsparen, könnte strukturell an Sicherheitsinvestitionen gekoppelt werden. Das ist kein Wunschdenken, sondern ein konkreter Ansatz, den die Politik aufgreifen sollte. Jetzt abonnieren – und keine Folge mehr verpassen Diese Folge ist für alle, die in Kommunen arbeiten, Steuern zahlen oder einfach wissen wollen, warum ihr Ummeldetermin im Rathaus das schwächste Glied in unserer digitalen Infrastruktur ist. Abonniere „Follow the White Rabbit”, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an Bürgermeister:innen, IT-Verantwortliche und alle, die in der Kommunalpolitik etwas bewegen wollen. Links: Thorsten Rode, Head of IT & Co-Leiter e-Government, Stadt Nettetal | LinkedIn BSI: NIS-2-Umsetzungsgesetz – Geltungsbereich & Anforderungen Landesprogramm Kompass Cybersicherheit NRW BSI: BeHard-Sicherheitscheck für Kommunen Suedwestfalen IT – Fallstudie Lieferkettenangriff auf Kommunen

  • #67: Zero Trust trifft Agentic AI. Was passiert jetzt?

    #67: Zero Trust trifft Agentic AI. Was passiert jetzt?

    14.08.2026•37:32

    Irgendwo in deinem Unternehmen ist gerade ein KI-Agent aktiv. Vielleicht sogar mehrere. Eventuell hat eine Fachabteilung einen eingesetzt, ohne dass die IT-Security davon weiß. Vielleicht kommunizieren sie bereits mit anderen Agenten, sowohl intern als auch extern. Du hast keine Ahnung, was sie dabei austauschen. In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht Lisa Fröhlich mit Mirko Ross, dem Gründer von asvin und seit Jahrzehnten sozialisiertem Hacker, über die vielleicht dringlichste Frage der aktuellen KI-Debatte: Wie sichert man eigentlich Systeme ab, die nicht mehr deterministisch funktionieren? Mirko kennt beide Seiten des Spiels: Als jemand, der KI-Systeme seit über sieben Jahren angreift, und als Unternehmer, der Cybersecurity Risk Modeling für die Verteidiger entwickelt. Seine Diagnose ist klar: Agentic AI bricht die klassische Perimeterlogik. Zero Trust war die Antwort auf unkontrollierte Netzwerkzugriffe durch Menschen und Systeme, doch KI-Agenten entstehen und verschwinden dynamisch, kommunizieren in natürlicher Sprache statt über definierte Schnittstellen und lassen sich nicht einfach über Identitätsmanagement regeln. Und dann ist da noch die Kostenfrage, die kaum jemand laut ausspricht. Die leistungsfähigsten Modelle – aktuell Mythos und GPT 5.6 – kosten pro Token ein Vielfaches gegenüber ihren Vorgängern, liefern aber vielleicht nur 20 bis 25 Prozent mehr Output. KI-Agenten optimieren nicht auf Wirtschaftlichkeit. Sie lösen die Aufgabe – egal, wie viel Rechenleistung sie dafür verbrauchen. Das Ergebnis: Unternehmen müssen vor Monatsende zum CFO rennen und erklären, warum das KI-Budget schon aufgebraucht ist. Mirko erklärt, wie Model Routing und AI Gateways dieses Problem lösen können und warum sich das Know-how, das man bisher für gute Pentester brauchte, fundamental verändern wird. TakeawaysSchatten-KI entsteht von unten, nicht von oben. Wenn Governance Agenten verbietet, die Leute ihre Deadlines aber damit schaffen, passiert es trotzdem – auf dem Privatlaptop und außerhalb jeder Kontrolle. Wer das ignoriert, hat nicht weniger Risiko, sondern nur weniger Sichtbarkeit.Zero Trust funktioniert nicht für nicht-deterministische Systeme. KI-Agenten sind kurzlebig, dynamisch und kommunizieren in natürlicher Sprache – kein Identitätsmanagement der Welt war dafür ausgelegt. Das Konzept braucht eine grundlegende Erweiterung für die Ära der Agenten.Den Nanny-Bot zu bauen schafft das nächste Angriffsziel. Jailbreaks und Prompt Injections funktionieren. Wer einen Agenten baut, der andere Agenten kontrolliert, muss Folgendes wissen: Ein versierter Angreifer wird einen Prompt finden, der das System in den „Do Anything Now“-Modus versetzt.Das Patch-Fenster schrumpft von Tagen auf Minuten. KI-Systeme skalieren, Menschen nicht. Wer bisher dachte, drei Tage zum Patchen seien genug, muss mit Agentic AI auf der Angreiferseite bitter umdenken.Model Routing ist die neue Pflichtdisziplin. Nicht jede Aufgabe erfordert das teuerste Modell. Eine einfache Schwachstellensuche im Code erfordert ein günstiges Modell. Eine vollständige Systemübernahme simulieren – dafür braucht man das Frontier Model. Wer das nicht routet, verbrennt das Token-Budget und muss sich dem CFO erklären.Jetzt abonnieren – und keine Folge mehr verpassen Diese Folge ist für alle, die KI einsetzen oder absichern müssen und wissen wollen, was dabei wirklich passiert. Abonniere „Follow the White Rabbit” auf deiner Lieblingsplattform, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an alle in deinem Netzwerk, die gerade an einer KI-Strategie arbeiten. Links Mirko Ross – Gründer & CEO, asvin | KI-Sicherheitsexperte | LinkedIn | asvin.io Anthropic: Project Glasswing & Claude Mythos OWASP: Top 10 für LLM-Anwendungen & Prompt Injection BSI: KI-Sicherheit und Zero Trust