Friedensreiter
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Ludwig-Windthorst-Haus (LWH | Lingen) und Institut für Theologie und Frieden (ithf | Hamburg)


Podcast

Die Welt ist aus den Fugen. Kriege, Konflikte und Spannungen sorgen für Unfrieden. Dieser Podcast begibt sich auf die Suche nach Wegen für den Frieden. Er stellt sich in das Zeichen der Friedensreiter, die bei den Verhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges als Vermittler zwischen den Delegationen in Münster und Osnabrück pendelten. Friedensreiter - Das Friedens-Lab von Ludwig Windthorst-Haus, der Katholisch-sozialen Akademie des Bistums Osnabrück in Lingen, und dem Institut für Theologie und Frieden in Hamburg.

Alle Folgen

  • Folge 34 | Ukraine: Die Wunden des Krieges | Gast: Pater Thomas Lackner ofm

    16.07.20261:09:35

    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zerstört nicht nur Städte und Infrastruktur – er hinterlässt tiefe Wunden in den Herzen der Menschen. Hunger, Flucht, Traumatisierung und der Verlust von Zukunft prägen den Alltag vieler Familien. Doch was kann christliche Nächstenliebe dort bewirken, wo Politik und Diplomatie an ihre Grenzen stoßen? In dieser Folge von Friedensreiter sprechen Marcel Speker-Underbrink und Dr. Jochen Reidegeld mit Pater Thomas Lackner OFM, Vorsitzender des franziskanischen Hilfswerks „Franz Hilf – Franziskaner für Menschen in Not“. Er berichtet von bewegenden Begegnungen in der Ukraine, erklärt, warum Traumata eine Friedensfrage für Generationen sind, und schildert, wie Franziskaner den Menschen mitten im Krieg Hoffnung, Geborgenheit und konkrete Hilfe schenken. Im Gespräch geht es um die Verantwortung der Kirchen, die Kraft des Glaubens in Krisenzeiten und die schwierige Frage, wie Frieden gelingen kann, ohne den Gegner zu entmenschlichen. Dabei wird deutlich: Humanitäre Hilfe lindert nicht nur Not – sie hält auch die Hoffnung auf Versöhnung lebendig. Eine eindrucksvolle Folge über Krieg und Menschlichkeit, Leid und Hoffnung, christliche Friedensethik und gelebte Solidarität. Gast: Pater Thomas Lackner ofm Hosts: Marcel Speker-Underbrink & Dr. Jochen Reidegeld Mehr Informationen zum Podcast Friedensreiter sowie weiterführende Links finden Sie in den Shownotes.

  • Folge 33 | Frieden schützt sich nicht von selbst | Gast: General a.D. Alfons Mais

    02.07.202650:42

    Wie verteidigungsfähig ist Deutschland wirklich? Reichen 460.000 Soldatinnen, Soldaten und Reservisten aus – oder lebt die Bundeswehr bei ihrer Personalplanung in einer politischen Illusion? Und wie lässt sich militärische Stärke mit den ethischen Ansprüchen einer freiheitlichen Demokratie vereinbaren? Darüber sprechen wir in dieser Folge von Friedensreiter mit Generalleutnant a. D. Alfons Mais, dem ehemaligen Inspekteur des Heeres. Im Mittelpunkt stehen die sicherheitspolitischen Lehren aus dem Krieg in der Ukraine, die Zukunft der Bundeswehr und die Frage, was eine Gesellschaft leisten muss, wenn sie Frieden nicht nur wünschen, sondern auch schützen will. Mais erklärt, warum die häufig genannte Zielgröße von 460.000 Soldatinnen, Soldaten und Reservisten aus seiner Sicht militärisch nicht ausreicht, weshalb er den tatsächlichen Bedarf deutlich höher einschätzt und warum der Begriff Kriegstüchtigkeit“ weit mehr bedeutet als neue Panzer und mehr Munition. Es geht um Personal, Führung, Resilienz – und um die Verantwortung einer demokratischen Gesellschaft. Gemeinsam diskutieren wir außerdem: • Warum Abschreckung Frieden sichern kann. • Welche Rolle Wehrpflicht oder Pflichtdienst künftig spielen könnten. • Wie sich militärische Notwendigkeit und Friedensethik miteinander vereinbaren lassen. • Welche Chancen und Grenzen Künstliche Intelligenz auf dem Gefechtsfeld hat. • Warum Freiheit nach den Worten von Alfons Mais „nicht umsonst“ ist. Eine Folge über die unbequemen Fragen der Zeitenwende – und darüber, wie Frieden, Verantwortung und Wehrhaftigkeit zusammengehören.

  • Folge 32 | Die Wehrpflicht: Der Preis der Freiheit? | Gast: Dr. Peter Tauber

    18.06.202645:02

    Braucht Deutschland die Wehrpflicht zurück? Und wenn ja: Wofür eigentlich? In dieser Folge des Podcasts Friedensreiter spricht Marcel Speker-Underbrink mit dem ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, früheren CDU-Generalsekretär und Reserveoffizier Dr. Peter Tauber über die sicherheitspolitischen Herausforderungen Deutschlands in einer zunehmend unsicheren Welt. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen als Wehrpflichtiger erläutert Tauber, warum er die Wiedereinführung der Wehrpflicht für notwendig hält, weshalb die aktuelle Debatte oft an den entscheidenden Fragen vorbeigeht und warum er die bisherigen Planungen der Bundesregierung zur personellen Stärke von Bundeswehr und Reserve scharf kritisiert. Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, ob Wehrdienst heute neu gedacht werden muss: als Teil eines umfassenderen Gesellschaftsdienstes, der auch Katastrophenschutz, Pflege, Hilfsorganisationen und zivile Resilienz umfasst. Welche Verantwortung tragen Bürgerinnen und Bürger in Krisenzeiten? Wie widerstandsfähig ist Deutschland tatsächlich? Und warum traut die Politik den Menschen oft weniger zu, als diese bereit wären zu leisten? Ein Gespräch über Freiheit und Verantwortung, Krieg und Frieden, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage, was eine demokratische Gesellschaft tun muss, um ihre Freiheit auch künftig verteidigen zu können. Themen dieser Folge: - Wiedereinführung der Wehrpflicht - Sicherheitslage in Europa - Bundeswehr und Reserve - Gesellschaftsdienst und Resilienz - Zivil- und Katastrophenschutz - Staatsbürger in Uniform - Verantwortung in der Demokratie Gast: Dr. Peter Tauber Moderation: Marcel Speker-Underbrink #Friedensreiter #PeterTauber #Wehrpflicht #Bundeswehr #Sicherheitspolitik #Resilienz #Verteidigung #Gesellschaftsdienst #Demokratie #Podcast

  • Folge 31 | Zu faul für Wohlstand und Zusammenhalt? | Gast: Dr. Oliver Stettes

    21.05.202648:47

    Wie viel Arbeit braucht eine Gesellschaft, um Wohlstand, Solidarität und Zusammenhalt zu sichern? In dieser Ausgabe von „Friedensreiter“ diskutieren Marcel Speker-Underbrink, Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld und der Arbeitsmarktexperte Dr. Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft über die emotional geführte Debatte, ob „die Deutschen zu wenig arbeiten“. Dabei geht es um weit mehr als Arbeitsstunden: um demografischen Wandel, soziale Sicherungssysteme, Eigenverantwortung, Generationengerechtigkeit und die Frage, was eine Gesellschaft zusammenhält, wenn Wohlstand und Erwartungen unter Druck geraten. Eine kontroverse, tiefgehende Diskussion zwischen Wirtschaft, Politik und gesellschaftlicher Verantwortung.

  • Folge 30 | Zur Friedlosigkeit verdammt? | Gast: Prof. Dr. Eckart Conze

    27.04.202656:52

    ?️ Neu bei Friedensreiter: Frieden ist kein Moment, sondern ein Prozess Was bedeutet Frieden – heute, in einer Zeit wachsender Unsicherheit? Der Historiker Eckart Conze bringt es auf den Punkt: Frieden ist kein stabiler Zustand, sondern das Ergebnis kontinuierlicher politischer Arbeit. In der neuen Folge des Podcasts Friedensreiter spricht Conze über eine Welt, die er als „friedlos“ beschreibt – und darüber, warum wir Frieden neu denken müssen. Ausgangspunkt ist der Westfälische Frieden von 1648: ein mühsam ausgehandelter Prozess, der zeigt, dass Frieden nicht mit einer Unterschrift beginnt, sondern mit Diplomatie, Geduld und der Fähigkeit, Konflikte auszuhalten. Von dort schlägt Conze den Bogen in die Gegenwart: ? eine multipolare Weltordnung ⚖️ Spannungen zwischen Diplomatie und militärischer Sicherheit ?? Europas Rolle als eigenständiger Friedensakteur Seine zentrale Botschaft: Frieden entsteht nur, wenn wir ihn aktiv gestalten – zwischen Naivität und Abschreckung, zwischen Hoffnung und Realität. ? Sein neues Buch *„Friedlos“* erscheint am 30. April. ? Jetzt reinhören in die aktuelle Folge von Friedensreiter – überall, wo es Podcasts gibt. #Frieden #Politik #Geschichte #Podcast #Friedensreiter

  • Folge 29 | Sudan - Der ignorierte Krieg | Gast: Ralf E. Krüger

    15.04.202640:00

    Sudan – Der ignorierte Krieg und die Hoffnung der Menschen Der Sudan gilt laut den Vereinten Nationen als Schauplatz einer der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit – und steht dennoch kaum im Fokus der Weltöffentlichkeit. In dieser Folge von *Friedensreiter* sprechen wir über einen Konflikt, der oft übersehen wird, obwohl er Millionen Menschen betrifft. Zu Gast ist der Journalist und ehemalige Leiter des dpa-Afrikabüros Ralf Krüger, der gerade erst aus dem Sudan zurückgekehrt ist. Er berichtet eindrücklich von seinen Erfahrungen vor Ort: von der zerstörten Hauptstadt Khartum, die an Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert, von gezielten Angriffen auf Infrastruktur und Zivilbevölkerung – und von einem komplexen Krieg, in dem zahlreiche internationale Akteure und Interessen verwoben sind. Gemeinsam beleuchten wir die Hintergründe des Konflikts, seine historischen Wurzeln und die geopolitischen Dimensionen. Warum wird dieser Krieg im Westen so wenig beachtet? Welche Rolle spielen Ressourcen, Machtinteressen und externe Einflussnahme? Und was bedeutet das alles für die Menschen im Land? Trotz aller Zerstörung bleibt auch Raum für Hoffnung: Krüger schildert die beeindruckende Resilienz der sudanesischen Bevölkerung und ihren Willen zum Neuanfang. Was können wir von dieser Haltung lernen – und welche Perspektiven gibt es für Frieden und Wiederaufbau? Eine Folge über einen „ignorierten Krieg“, über globale Verantwortung – und über die Kraft der Menschen, selbst im Chaos Zukunft zu gestalten.