Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper
Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper

Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper

Andreas Lehr


Podcast

Mein Name ist Andreas Lehr und in diesem Podcast interviewe ich wöchentlich wechselnde Unternehmer:innen zu Ihrer Geschichte. Den Newsletter und weitere Infos zum Podcast bekommst du auf der neuen "Happy Bootstrapping" Website: happy-bootstrapping.de. Bootstrapping, Solopreneur und Indie-Hackerin - was heißt das eigentlich? Bei "bootstrapped" Startups spricht man in der Regel von selbst finanzierten und aus den Umsätzen wachsenden Unternehmen ganz ohne Venture-Capital. Bei "Happy Bootstrapping" spreche ich mit Gründer:innen über Höhen und Tiefen des Bootstrapping und die Besonderheiten dieser Form der Unternehmensgründung. Mich begeistern hierbei die inspirierenden Geschichten und die sich ständig wechselnden Herausforderungen, die ein solches Gründerleben bestimmen. Diese Erfahrungen möchte ich mit Dir teilen und Dich inspirieren, Deine eigenen Ideen umzusetzen. Hast Du selbst eine spannende und interessante "Bootstrapping"-Geschichte zu erzählen? Schreib mir gerne eine E-Mail unter hallo@happy-bootstrapping.de.

Alle Folgen

  • Filip Mierzwa von STUR: Vom Affiliate-Blog zur eigenen DTC-Brand ganz ohne VC (#183)

    Vor 6 Tagen1:28:42

    Filip Mierzwa ist Mitgründer von STUR aus Berlin. Mit Simon Köstler-Prada betreibt er seit 2016 den Testblog Pfannenhelden.de, gegründet wurde STUR 2019. Heute macht das 14-köpfige Team Gusseisenpfannen, die komplett in Deutschland gegossen, nachbearbeitet und eingebrannt werden. Aus 500 Newsletter-Anmeldungen wurden bis zum Kampagnenstart 25.000. Im Oktober 2020 sammelte STUR auf Kickstarter 1,25 Millionen Euro ein – das 20.000-Euro-Ziel nach drei Minuten, über 450.000 Euro am ersten Tag. Danach hieß es: 18.000 Pfannen produzieren und die eigene Supply Chain von null aufbauen. Wir sprechen über die Vorbereitungszeit vor der Kampagne, warum Filip und Simon die Angebote der Löwen ausgeschlagen haben, Amazon-Preise über Shop-Niveau und die Frage, wie ein Produkt mit 50 Jahren Garantie überhaupt skaliert. Filips Antwort: mit STUR bis Ende 2030 in 1 Million Küchen zu sein und ein Sortiment, das über die Pfanne hinauswächst.

  • RaphRoxs: MTB-Bekleidung für Frauen – mit Raphaela Franke (#182)

    23.07.20261:04:26

    Raphaela Franke ist Gründerin von RaphRoxs, einer Marke für Mountainbike-Bekleidung, die ausschließlich für Frauen entwickelt wird. Gelernte Elektronikerin für Geräte und Systeme, dann Modedesignerin, hat sie zuvor Funktionskleidung bei Engelbert Strauss und Schöffel entwickelt, bevor sie ihre Leidenschaften Design und Mountainbiken zur eigenen Brand verband. Kernprodukt ist die perfekt sitzende MTB-Hose in 14 Größen, in Europa produziert und gemeinsam mit über 100 Riderinnen getestet. Raphaela kündigte ihren Job, setzte alles auf eine Karte und ging als One-Woman-Show ein Jahr später mit ihrem Shopify-Shop live – finanziert aus Erspartem statt aus Investorengeld. Im Gespräch erzählt sie von der zähen Produzentensuche, dem Risiko dreistelliger Stückzahlen pro Farbe und davon, wie ihre Bike-Community aus Empfehlungen echte Verkäufe macht. Es geht um D2C-Fokus, community-getriebene Produktentwicklung und ihren Plan, bewusst langsam zu bootstrappen und irgendwann ein Frauenteam aufzubauen.

  • „95 Prozent im E-Commerce sind Execution" – Femke Bohling von THREE.E (#181)

    16.07.20261:27:57

    Femke Bohling ist Geschäftsführerin und Mitgründerin von THREE.E, einer bootstrapped E-Commerce-Agentur aus Hamburg. Vor der Gründung war sie fast zehn Jahre bei ABOUT YOU, zuletzt als Director Brand & Advertising – davor bei Rocket Internet und Inno Games im Performance Marketing. 2024 gründete sie THREE.E gemeinsam mit ihrem Kernführungsteam aus dem ABOUT-YOU-Umfeld. Der Name steht für Expertise, Execution und Enablement. Statt hübscher Strategieslides berät die Agentur E-Commerce-Unternehmen wie Kapten & Son, RYZON oder Tom Tailor bis in den operativen Maschinenraum – und hat ihr komplettes internes Operating System auf KI umgestellt. Im Gespräch erklärt Femke, warum 95 Prozent im E-Commerce Execution sind, wie KI ihre Audits um 30 Prozent günstiger macht und weshalb es trotzdem Erfahrung und Urteilsvermögen braucht. Dazu: Loyalty, GEO-Hype, bewusst begrenztes Wachstum und die Frage, wie Gründen mit zwei Kindern funktioniert.

  • Vom Excel-Absturz zur digitalen Lösung für Aufzugsverwaltung mit Liftmanagement.software (#180)

    09.07.20261:13:06

    Michael Wirth ist seit über 40 Jahren in der Aufzugsbranche, hat auf zwei Kontinenten in elf Ländern Aufzüge gebaut und berät heute mit dem Deutschen Aufzugsdienst unabhängig Betreiber, Hausverwaltungen und Fachplaner. Sein Schwiegersohn Stephan Wirth entwickelt seit 30 Jahren Software, ist seit neun Jahren selbstständig und lebt im spanischen Galicien. Gemeinsam haben die beiden EAS360 gebaut – eine Software, die Wartung, Prüffristen, Angebote und Kosten von Aufzügen an einem Ort bündelt. Herzstück ist ein Marktpreisvergleich, der überteuerte Angebote sofort entlarvt. Über 320 Aufzüge werden verwaltet, ein Kunde sparte im ersten Jahr rund 40 Prozent seiner laufenden Kosten. Angefangen hat alles mit einer verknüpften Excel-Tabelle, die drei Tage vor einem Familienbesuch abstürzte. Im Gespräch geht es um die Reibung zwischen Praktiker und Entwickler, die zähe Vermarktung in einer extrem konservativen Branche und die neue App EAS-Y 360, mit der Hausmeister Störungen melden und Inaugenscheinnahmen per Smartphone dokumentieren.

  • Über 3 Millionen verkaufte Bücher, 30.000 Newsletter-Abonnenten – Alex Pohl alias Oliver Moros (#179)

    02.07.20261:34:01

    Alex Pohl ist hauptberuflicher Schriftsteller aus Leipzig – und gleichzeitig ein halbes Dutzend Autoren. Unter Pseudonymen wie Oliver Moros, L.C. Frey, Rita Hansen und Ina Straubing hat der gebürtige Chemnitzer über drei Millionen Bücher verkauft. Davor arbeitete er als Ingenieur, Tontechniker und Musiker. Sein größtes Projekt ist die Berliner Thriller-Reihe „Edel und Stein" (als Oliver Moros) mit aktuell 21 Bänden – komplett im Self-Publishing. Über Amazon, Kindle Unlimited, Amazon Ads und einen Newsletter mit etwa 30.000 Abonnenten hat er daraus ein profitables Ein-Personen-Verlagsgeschäft gebaut, in dem jedes Buch und Pseudonym ein eigenes Asset ist. Im Gespräch erklärt Alex, warum er ohne Plot und ohne KI schreibt, wie Pseudonyme als Risikostreuung wirken und weshalb er auf maximale Unabhängigkeit statt maximalen Gewinn optimiert. Außerdem: der Einstieg in den stationären Buchhandel, eine neue Ermittler-Reihe und sein neues Fiction-Podcast-Format.

  • Vom Verlagsvertrag zum Self-Publishing: Wie der Feedbackdoktor sein Buch bootstrappte (#178)

    25.06.20261:21:45

    Dr. Marvin Behrendt ist als Feedbackdoktor Coach, Trainer, Speaker und Autor. Das promovierte Arbeiterkind kam über eine Agenturtätigkeit, Schalke 04, den Aufbau eines Inkubators und eine Stelle als Top-Führungskraft bei thyssenkrupp in die Selbstständigkeit. Seit zwei Jahren begleitet er als Solopreneur Menschen und Organisationen rund um Führung, Veränderung und sein Herzensthema Feedback – als Marke aufgebaut über LinkedIn mit rund 25.000 Followern. Sein erstes Buch „Feedback sicher geben und nehmen" ist vor gut zwei Monaten erschienen, bewusst im Self-Publishing über Amazon. Einen Verlagsvertrag ließ Marvin wegen zweier „Pferdefüße" platzen und zog das Buch lieber als Bootstrapping-Projekt selbst durch – bis auf Platz zwei der Amazon-Nische Personalentwicklung. Die KI war dabei Fluch und Segen zugleich. Im Gespräch geht es um Geschäftsmodell, Unternehmenspakete, Akquise über Netzwerk und LinkedIn, KDP-Tricks und die Frage, wie viel ein Buch als Lead Magnet bringt. Und um den nächsten Schritt: eine KI-App als „Personalabteilung für Unternehmen ohne Personalabteilung".