Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper
Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper

Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper

Andreas Lehr


Podcast

Mein Name ist Andreas Lehr und in diesem Podcast interviewe ich wöchentlich wechselnde Unternehmer:innen zu Ihrer Geschichte. Den Newsletter und weitere Infos zum Podcast bekommst du auf der neuen "Happy Bootstrapping" Website: happy-bootstrapping.de. Bootstrapping, Solopreneur und Indie-Hackerin - was heißt das eigentlich? Bei "bootstrapped" Startups spricht man in der Regel von selbst finanzierten und aus den Umsätzen wachsenden Unternehmen ganz ohne Venture-Capital. Bei "Happy Bootstrapping" spreche ich mit Gründer:innen über Höhen und Tiefen des Bootstrapping und die Besonderheiten dieser Form der Unternehmensgründung. Mich begeistern hierbei die inspirierenden Geschichten und die sich ständig wechselnden Herausforderungen, die ein solches Gründerleben bestimmen. Diese Erfahrungen möchte ich mit Dir teilen und Dich inspirieren, Deine eigenen Ideen umzusetzen. Hast Du selbst eine spannende und interessante "Bootstrapping"-Geschichte zu erzählen? Schreib mir gerne eine E-Mail unter hallo@happy-bootstrapping.de.

Alle Folgen

  • Die European Container Cloud mit Jonas Scholz von sliplane.io (#177)

    Gestern1:14:54

    Jonas Scholz ist Co-Founder von Sliplane, einer deutschen Container-Hosting-Plattform (genauer: einem Platform-as-a-Service). Man verbindet sein GitHub-Repository, Sliplane baut die App und deployt sie auf eigener Infrastruktur – inklusive Reverse-Proxy, Domains, SSL und Backups. Der Claim: European Container Cloud. Gegründet 2024 von Jonas und Co-Founder Lukas, betreuen sie heute zu zweit (plus Werkstudentin) rund 1.100 zahlende Kunden in fünf Regionen. Angefangen hat alles als Nebenprojekt neben dem Freelancing. Der erste echte Wachstumssprung kam über den n8n-Hype, als plötzlich hunderte User per Klick eine Instanz starten konnten. Dank niedriger Fixkosten war Sliplane früh profitabel – der Weg zu den ersten zahlenden Kunden aber zäh und linear. Wir sprechen über Marketing via dev.to (über 160 Artikel, 50.000 Follower), Souveränität, die Hetzner-Preiserhöhung, den selbstgebauten Tech-Stack auf Cloud Hypervisor – und die harte Realität von 24/7-On-Call zu zweit.

  • HappySupport: Das Hilfe-Center, das sich selbst aktuell hält (#176)

    11.06.20261:09:08

    Henrik Roth ist Co-Founder und CMO von HappySupport, einem selbstaktualisierenden Hilfe-Center für SaaS-Unternehmen. Das Tool verbindet sich über GitHub mit der Codebase, erkennt nach jedem Commit, welche Doku veraltet ist, und schlägt Updates vor – dazu kommt ein Recorder, der aus einem kurzen Klickdurchlauf fertige Schritt-für-Schritt-Artikel und In-App-Touren baut. Gegründet hat Henrik HappySupport 2025 mit Niklas Gysinn (CEO & CTO), seit März ist er voll dabei. Finanziert wird das Ganze über eine equity-freie Pre-Seed-Runde aus dem BW-Pre-Seed-Programm, mit Fabian Silberer (sevDesk) und Benedikt Brand (Flip) als Business Angels. Die Preise reichen vom Free-Tier bis 899 Euro im Monat; aktuell gibt es erste zahlende Kunden und fünf Pilotkunden, aber noch keinen Product Market Fit. Wir sprechen über seine dritte Gründung nach BeWooden und neuroflash, wie er als unbekannte Marke über LLM-Sichtbarkeit den ersten Demo-Call über Claude bekam, warum ihm eine niedrige Churn-Rate wichtiger ist als schnelles Wachstum – und welches Ziel er sich für Ende 2026 gesetzt hat.

  • Bestattungen zum Festpreis, online buchbar – wie Memovida den Markt aufrollt (#175)

    04.06.20261:16:57

    Katia Lübbert ist Co-Founderin und CMO von Memovida, einem modernen Bestattungsunternehmen aus Berlin-Prenzlauer Berg. Nach über 20 Jahren Brand Marketing für US-Konzerne wie PayPal und Coca-Cola ist sie Ende 2024 zu Manuel Kaiser gestoßen, der Memovida Anfang 2024 gegründet hatte. Obwohl sie beide keinen Bestatter-Hintergrund haben, betreut Memovida heute rund 100 Familien im Monat an mittlerweile schon 6 Standorten. Memovida bietet Bestattungen bundesweit zum Festpreis an, transparent und online buchbar – eine Feuerbestattung kostet in Berlin 2.550 Euro inkl. aller Behördengänge. Heute sind sie elf Leute mit sechs Standorten, machen knapp 100 Fälle pro Monat und sind seit September 2025 profitabel - noch mit Ausreißern nach unten, weil Sterbewellen schwer planbar sind. Wir sprechen über den Quereinstieg aus dem Konzern, das Standortmodell vom Co-Working-Space zum Ladenlokal, SEO + SEA als 99-Prozent-Akquisekanal und warum Standesämter teilweise immer noch ein Fax wollen.

  • Wildling Shoes: Von 100.000 € Crowdfunding zu 500.000 Paar Schuhen im Jahr (#174)

    28.05.20261:18:26

    Katia Lübbert ist Co-Founderin und CMO von Memovida, einem modernen Bestattungsunternehmen aus Berlin-Prenzlauer Berg. Nach über 20 Jahren Brand Marketing für US-Konzerne wie PayPal und Coca-Cola ist sie Ende 2024 zu Manuel Kaiser gestoßen, der Memovida Anfang 2024 ohne Bestatter-Background gegründet hatte. Memovida bietet Bestattungen bundesweit zum Festpreis an, transparent und online buchbar – eine Feuerbestattung kostet in Berlin 2.150 Euro inkl. aller Behördengänge. Heute sind sie elf Leute mit sechs Standorten, machen knapp 100 Fälle pro Monat und sind seit September 2025 profitabel, mit Ausreißern nach unten, weil Sterbewellen schwer planbar sind. Wir sprechen über den Quereinstieg aus dem Konzern, das Standortmodell vom Co-Working-Space zum Ladenlokal, SEO als 99-Prozent-Akquisekanal und warum Standesämter teilweise immer noch ein Fax wollen.

  • 200 Anwender, 5 Mitarbeiter, Ziel 3.000 Seats bis Jahresende bei amaiko.ai (#173)

    21.05.20261:08:37

    Christian und Stefan Kirsch sind Brüder – und seit Mai 2025 gemeinsame Gründer der amaiko GmbH, 50/50, beschlossen auf der OMR. Christian führt parallel weiter die Passion4IT aus Viechtach, Stefan kommt aus der Berliner Startup-Szene und hat den harten Cut gemacht. amaiko ist ein KI-Buddy für den Wissensarbeiter im Mittelstand, tief integriert in Microsoft 365 und Teams – ein fortlaufender Chat, der Kontext behält, Mails sortiert, Aufgaben anlegt und die Tonalität aus den letzten 100 E-Mails übernimmt. 30 Euro pro Seat im Monat, Token inklusive. 200 Anwender heute, 3.000 Seats bis Jahresende sind das Ziel. Wir sprechen über die Architektur als Agentennetzwerk, das Bruder-Co-Founding, warum sie weder Investoren noch Silicon Valley wollen, wie drei Senior-Entwickler mit Claude Code den Output von früher 20 bis 30 Leuten erreichen – und wie 140 Leads bei der OMR zustande kamen.

  • 800 WordPress-Sites in Wartung – vom Hack zum 10-Personen-Team bei wp-wartung24.de (#172)

    14.05.20261:28:12

    Marc Nilius betreibt mit WP-Wartung24 (Webwisser GmbH) aus Wissen im Westerwald einen der größten unabhängigen Anbieter für WordPress-Wartung im deutschsprachigen Raum. Mit zehn Leuten betreut sein Team rund 800 Websites in der regelmäßigen Wartung – plus 400 weitere, die unregelmäßig bei ihm landen. Was 2015 als Reaktion auf einen üblen Phishing-Hack der eigenen Website begann, wurde durch Mundpropaganda zum tragenden Geschäftsmodell: Updates, Backups, Security-Monitoring, Reparatur gehackter Seiten, alles aus einer Hand. Im Gespräch erzählt Marc, wie er 2018 mit 50.000 Euro Jahresumsatz seinen Vollzeit-Switch wagte, wieso er die GmbH wegen eines geplatzten Hosting-Deals gründen musste und warum Wartung heute viel mehr bedeutet als nur Update-Buttons klicken. Wir sprechen über sein eigenentwickeltes Monitoring-Plugin auf 800 Sites, den großen Plugin-Skandal vom April 2026 (30+ infizierte Erweiterungen), WordPress 7 mit den neuen KI-Konnektoren – und ein neues Produkt, das Marc hier zum ersten Mal öffentlich andeutet. Außerdem geht es um einen Erschöpfungsmoment 2019 vor der ersten Einstellung, White-Label-Geschäft mit Hostern und Agenturen, Preise ab 35 Euro pro Monat und Marcs Blick auf die Zukunft von WordPress in einer Welt aus statischen Seiten und KI-Builders.