Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper
Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper

Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper

Andreas Lehr


Podcast

Mein Name ist Andreas Lehr und in diesem Podcast interviewe ich wöchentlich wechselnde Unternehmer:innen zu Ihrer Geschichte. Den Newsletter und weitere Infos zum Podcast bekommst du auf der neuen "Happy Bootstrapping" Website: happy-bootstrapping.de. Bootstrapping, Solopreneur und Indie-Hackerin - was heißt das eigentlich? Bei "bootstrapped" Startups spricht man in der Regel von selbst finanzierten und aus den Umsätzen wachsenden Unternehmen ganz ohne Venture-Capital. Bei "Happy Bootstrapping" spreche ich mit Gründer:innen über Höhen und Tiefen des Bootstrapping und die Besonderheiten dieser Form der Unternehmensgründung. Mich begeistern hierbei die inspirierenden Geschichten und die sich ständig wechselnden Herausforderungen, die ein solches Gründerleben bestimmen. Diese Erfahrungen möchte ich mit Dir teilen und Dich inspirieren, Deine eigenen Ideen umzusetzen. Hast Du selbst eine spannende und interessante "Bootstrapping"-Geschichte zu erzählen? Schreib mir gerne eine E-Mail unter hallo@happy-bootstrapping.de.

Alle Folgen

  • Mandelbaum.ai: Semantische Suche für Online-Shops aus einer Agentur ausgegründet (#170)

    Vor 4 Tagen1:15:54

    Carl Hartmann und Tim Raderschad sitzen in Köln und haben am 1. April Mandelbaum als GmbH ausgegründet – eine semantische Suche für Online-Shops, mit der Kundinnen und Kunden in natürlicher Sprache wie mit ChatGPT nach Produkten suchen können. Entstanden ist das Produkt aus der E-Commerce-Agentur Dynabase heraus, deren Gründer heute als Angel-Investoren beteiligt sind. Die Mehrheit liegt bei Carl und Tim. Technisch läuft alles selbst gehostet in Deutschland auf Kubernetes, mit einem eigenen, auf E-Commerce feingetunten Open-Source-Modell und Qdrant als Vector-Datenbank. Der Wechsel weg von OpenAI brachte bessere, schnellere und günstigere Ergebnisse. Integriert wird per Crawler, Shopify-App oder Produkt-Feed – Zero-Configuration zum Start. Beim Pricing geht Mandelbaum bewusst gegen den Markt: bezahlt wird nur bei Conversion, in festen Tiers ohne Surprise-Bills. Die ersten Kunden kamen über das Agenturnetzwerk, dann über Messen und eine zufällige Akquise im Run Club bei Ryzon. Flagship-Kunde Foto Leistenschneider bezeichnet die Suche als Wettbewerbsvorteil, den er keinem Konkurrenten weiterempfehlen würde. Im Gespräch geht es außerdem um Customer vs. Complainer aus The Mom Test und den Anspruch, in Europa eine ernstzunehmende KI-Alternative aufzubauen.

  • 4.700 Euro MRR ohne Marketing mit PIM System für Online Shops (#169)

    23.04.20261:08:35

    Florian Feilmeier sitzt in Oberösterreich und betreibt mit TRADElube eine Integrationsplattform und PIM-System für E-Commerce – parallel zu einem 12-Stunden-Job als Senior Softwareentwickler. Seine Plattform verbindet drei Warenwirtschaftssysteme mit Shopware, WooCommerce und Shopify. Die größte Nischenstärke: der Fahrradhandel. Aus Zufall reingerutscht, als ein Warenwirtschaftshersteller 2020 mit seiner extern entwickelten Schnittstelle nicht zufrieden war. Heute bedient Florian rund 60 Kunden mit 4.700 Euro MRR – und hatte die letzten fünf Jahre praktisch kein Marketing-Budget. Die Warenwirtschaftshersteller empfehlen TRADElube direkt weiter, ohne Provisionsvertrag, ohne formale Kooperation. Sein USP: ein durchgehendes Tracing-System, das jeden Datentransfer nachvollziehbar macht – entscheidend, weil Schnittstellenhersteller immer als erste verdächtigt werden, wenn etwas nicht passt. Der nächste Schritt: neue Branchen über Kaltakquise per Brief. 20 Werkzeughändler pro Woche, handverlesen. Langfristig will Florian entweder einen Mitgründer finden oder den Umsatz so steigern, dass sich eine Festanstellung rechnet.

  • Jannik Lindner: Vom Affiliate-Imperium zu KI-SaaS mit rawshot.ai und careertrainer.ai (#168)

    16.04.20261:32:27

    Jannik Lindner aus Österreich hat sich vom Affiliate-Marketer zum KI-Produktgründer entwickelt – mit einer ehrlichen Geschichte dazwischen. Gemeinsam mit seinen Mitgründern Flo und Alex baute er unter der Global Commerce Media GmbH ein Affiliate-Imperium mit sechsstelligen Monatsumsätzen auf. Als der Bereich zu kippen begann, lehnten sie ein Kaufangebot ab und steckten ihr Cashpolster in eine Meeting-Software – die am Ende keine einzige Lizenz verkaufte. rawshot.ai generiert KI-Produktfotos für Fashion-Brands und Online-Shops – konsistente Models, kein Prompten, skalierbar. Ende Januar gestartet, nach weniger als zwei Monaten rund 100 zahlende Kunden bei über 3.000 registrierten Nutzern. Wachstum läuft ausschließlich über SEO und ChatGPT-Sichtbarkeit, kein Paid Marketing. Preise ab 9 Dollar im Monat. careertrainer.ai bietet audiobasierte KI-Rollenspiele für Führungskräfte und Vertrieb. Die Plattform wächst heute vor allem über White-Label-Partner aus der Organisationsentwicklung. Janniks Fazit: Solopreneur wollte er werden – und merkte schnell, dass es ihm nicht liegt.

  • Wie Dario Digregorio Apps baut, weil er Bock drauf hat – nicht weil er muss (#167)

    09.04.20261:04:01

    Dario Digregorio aus Rosenheim entwickelt Flutter-Apps in seiner Freizeit – neben einem 80%-Job als Softwareentwickler bei Next Level Coffee, wo er an der nächsten Generation von Kaffeemaschinen arbeitet. Seine erste App ist YAWA – Yet Another Weather App. Was sie von anderen Wetter-Apps unterscheidet: keine Features-Liste, keine Datenpräzisionsversprechen – sondern aufwändige Animationen, die Wetterbedingungen sichtbar machen. Wer sieht, dass es stärker regnet, sieht das auch in der Animation. Seine zweite App Apol (Kurzform für "apolar") ist eine Debattier-App, bei der KI-Personas unterschiedliche Positionen vertreten. Was Dario selbst überrascht hat: Die App wächst organisch, vor allem in Ländern mit aktiver Debattierkultur – China, Russland, Nigeria, Philippinen. 1.000 monatliche Nutzer, ohne bezahltes Marketing.

  • Wie Kambria-Gründer Silvano D'Agostino KI in den deutschen Mittelstand bringt (#166)

    02.04.20261:21:31

    Silvano D'Agostino hat Organisationspsychologie studiert – und baut heute KI in den deutschen Mittelstand ein. Als Co-Founder von Kambria begleitet er mittelständische Unternehmen auf dem Weg zur KI-befähigten Organisation. Sein Ausgangspunkt: Transformation ist kein Technologieproblem, sondern ein Menschenproblem. In dieser Folge reden wir über 150.000 Euro Co-Pilot-Lizenzen, die nach drei Monaten keiner nutzt, über Schattennutzung von KI-Tools in fast jeder Organisation, und über einen Ansatz, der nicht mit Rollouts beginnt, sondern mit Pionieren. Silvano erklärt, wie Kambria in sechs aktiven Monaten 30 Projekte gewonnen hat – bootstrapped und inzwischen profitabel. Außerdem: Was hinter dem Namen Kambria steckt, warum die eigene Open-Source-Plattform ohne Nutzerlizenzgebühren auskommt, und warum ein Viertel der KI-Projekte am Ende gar keine KI braucht.

  • monee Haushaltsbuch-App mit 250.000 iOS-Downloads – nebenher entwickelt (#165)

    26.03.20261:15:13

    Stephan Lerner entwickelt nebenher die Haushaltsbuch-App monee – manuell, ohne Bankkonto-Sync, bewusst schlank. Was 2022 als persönliches Werkzeug begann, hat heute über 16.000 täglich aktive Nutzer und 250.000 iOS-Downloads. Der Wendepunkt: Als er die App 2023 auf kostenlos umstellte, explodierte das Wachstum von 40 auf 2.700 täglich aktive Nutzer – ganz ohne bezahltes Marketing. Reddit funktioniert seither als organischer Kanal, solange die App kostenlos bleibt. Heute steckt Stephan im klassischen Dilemma: Das kostenlose Modell ist sein Wachstumsmotor, erschwert aber die Monetarisierung. Ein Gespräch mit Fynn Kliemann brachte in vielen Punkten Klarheit. Jetzt setzt er vorerst auf Spenden. – und erzählt, wie er das alles mit zwei Kleinkindern und einem 4-Tage-Job stemmt.