Equidemia Insights
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Celina Skogan


Podcast

Horsefriends ist der Podcast von und mit Celina Skogan. Pferde sind Celinas Leidenschaft, und darum geht es natürlich auch in diesem Podcast. Celina ist Trainerin für akademische Reitkunst, Cranio Sacral Therapeutin und Osteopathie, und vor allem ein passioniertes Pferdemädchen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis betrachtet sie das Pferd als Ganzes - frei von Reitphilosophien und Mythen. Dafür mit einem klaren Blick auf die Natur des Pferdes und die vorliegende Daten- und Faktenlage, und immer absolut Pro-Pferd. Denn das ist die Mission bei Equidemia: Echtes Pferdewissen weiterzugeben und Pferdemenschen zu guten Entscheidungen zu befähigen. Mal auf Deutsch, und mal auf Englisch. Den Podcast findest Du übrigens auch als Videocast bei YouTube! Enjoy the Journey!

Alle Folgen

  • Varianz in der Futterposition

    Vor 5 Tagen35:18

    Eine Hörerfrage nehme ich zum Anlass, mit einem hartnäckigen Dogma aufzuräumen: "Kopf tief gleich Rücken automatisch entlastet." Ich zeige, warum das alte String-and-Bow-Modell der Forschung nicht standhält, was Dorsostabilität stattdessen bedeutet, und wie ich mit variantenreichen Futterpositionen gezielt die tiefe, stabilisierende Muskulatur meiner Pferde trainiere – ganz ohne zusätzliches Bewegungstraining. Darum geht's - Warum "Kopf tief" zum Ideal wurde – und warum die Wiese, auf der wir das beobachten, biomechanisch gesehen ziemlich eintönig ist - Was frei lebende Pferde tatsächlich beim Fressen tun, und was das mit Varianz zu tun hat - Warum das String-and-Bow-Modell der aktuellen Forschung nicht standhält - Dorsostabilität: das Konzept, das ich an die Stelle des alten Bogen-Modells setze - Faservarianz in der Halsmuskulatur – und warum ein Muskel manchmal zwei Jobs gleichzeitig können muss - Die tiefe Muskulatur, die wir von außen nicht sehen, aber die den Unterschied macht - Warum das gerade bei Trageerschöpfung und Lahmheit relevant wird Quellen: - Buchanan C. E. et al. (2025): Free-Roaming Horse Diet and Body Condition Differences Across Seasons and Ecologically Diverse Herd Management Areas. - Gómez Álvarez C. B. et al. (2006): The effect of head and neck position on the thoracolumbar kinematics in the unridden horse. - Rhodin M. et al. (2005): The influence of head and neck position on kinematics of the back in riding horses at the walk and trot. PubMed - Rombach N. et al. (2014): Gross anatomy of the deep perivertebral musculature in horses. PubMed - Gellman K., Bertram J. E. A. & Hermanson J. W. (2002): Morphology, histochemistry, and function of epaxial cervical musculature in the horse. - Stubbs N. C. et al. (2011): Dynamic mobilisation exercises increase cross-sectional area of musculus multifidus. PubMed - Sullivan H. M. et al. (2022): Influence of Chronic Lameness on Thoracolumbar Musculus Multifidus Structure in the Horse. PubMed - Raspa F. et al. (2021): Studying the Shape Variations of the Back, the Neck, and the Mandibular Angle of Horses Depending on Specific Feeding Postures. Open Access

  • Hanna Engström, why do we need more acceptance?

    24.07.202658:54

    Join us as we explore the profound connection between humans and horses, and why genuine understanding always begins with acceptance. In this episode, I reflect with my dear friend Hanna Engström on the importance of seeing both ourselves and our horses as they truly are—without judgement, unrealistic expectations or artificial limitations. Together, we discuss how emotional intelligence, body awareness and functional movement shape not only our training, but also the relationships we build with our horses. In this podcast: - Why acceptance is the foundation of meaningful progress - The role of emotional intelligence and body awareness in horsemanship - Understanding biomechanics and functional movement beyond technique - Why respecting physical and emotional limits leads to healthier horses - The balance between science, tradition and self-reflection - How patience, honesty and humility shape better training decisions A thoughtful conversation about authenticity, ethical horsemanship and the lifelong process of learning. Because true harmony is not created by striving for perfection, but by understanding the horse in front of us—and ourselves along the way.

  • Wenn ich das damals schon gewusst hätte

    17.07.202629:21

    Manchmal bringt uns das Leben genau im richtigen Moment wieder mit einem Pferd zusammen. In meinem Urlaub hatte ich das unglaubliche Glück, eines meiner früheren Trainingspferde wiederzusehen. Ein Pferd, das mich viele Jahre begleitet hat und bei dem ich heute manches anders machen würde. Nicht, weil damals alles falsch war, sondern weil ich heute mehr weiß, genauer hinschaue und Pferde anders verstehe. Diese Begegnung hat mich darüber nachdenken lassen, wie sich Beziehungen zwischen Menschen und Pferden entwickeln. Was bleibt nach vielen Jahren? Was bedeutet Bindung wirklich? Und können wir eine Verbindung wieder aufnehmen, auch wenn viel Zeit vergangen ist? In dieser sommerlichen Podcastfolge geht es um zweite Chancen, um Verantwortung und um den schmerzhaften Gedanken: Wenn ich das damals schon gewusst hätte, hätte ich meinem Pferd vielleicht einiges ersparen können. Aber es geht auch darum, dass Entwicklung immer rückwärts betrachtet ungerecht wirkt. Wir treffen Entscheidungen mit dem Wissen, das uns in diesem Moment zur Verfügung steht. Entscheidend ist nicht, dass wir früher alles richtig gemacht haben. Entscheidend ist, ob wir bereit sind, heute genauer hinzusehen und unser Handeln zu verändern. Denn unsere Pferde brauchen keine perfekten Menschen. Sie brauchen Menschen, die lernen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, Beziehung immer wieder neu entstehen zu lassen. Eine persönliche Sommerfolge über Wiedersehen, Erinnerung, Dankbarkeit und die Frage, was wir aus unserer gemeinsamen Geschichte mit unseren Pferden machen. Pferdetraining neu denken. Evidenzbasiert, individuell und mit echtem Blick für das Pferd, das vor uns steht.

  • Ist das noch Reitkunst?

    10.07.202633:23

    In dieser Episode spreche ich über die Verbindung von traditioneller Reitkunst und moderner Wissenschaft – und warum ich glaube, dass beides kein Widerspruch sein muss. Wir werfen gemeinsam einen Blick darauf, wie sich unser Verständnis von Pferdeausbildung in den letzten Jahren verändert hat und weshalb funktionales Denken, Bewegungswissenschaft und evidenzbasierte Erkenntnisse heute eine immer größere Rolle spielen. Dabei geht es nicht darum, bewährte Traditionen zu ersetzen, sondern sie kritisch zu hinterfragen und dort weiterzuentwickeln, wo neue Erkenntnisse uns helfen, Pferde besser zu verstehen. Ich spreche darüber, warum Reitweise und Trainingsplanung nicht dasselbe sind, weshalb funktionelle Ganganalyse eine zentrale Grundlage jeder Ausbildung sein sollte und warum wir den Blick stärker auf das individuelle Pferd richten müssen, statt an starren Modellen festzuhalten. Denn mein Ziel ist es nicht, eine bestimmte Reitweise zu propagieren – sondern Pferde so auszubilden, dass sie langfristig gesund, leistungsfähig und mit Freude in Bewegung bleiben.

  • Pferdezucht im Wandel

    03.07.202645:50

    In dieser Episode tauchen wir tief in die komplexen Herausforderungen und Chancen der modernen Pferdezucht ein. Unsere Gästin Caroline Rohmann teilt ihre Perspektiven auf die Entwicklung der Zucht, die Bedeutung der Gesundheit und die Verantwortung, die Züchterinnen und Züchter tragen – alles vor dem Hintergrund, wie wir Pferde für ein langes, erfülltes Leben optimal züchten können. In diesem Podcast: - Die Entwicklung der modernen Pferdezucht – Chancen und Herausforderungen - Gesundheit, Langlebigkeit und Charakter als zentrale Zuchtziele - Warum Funktion wichtiger ist als reine Optik - Der Einfluss von Genetik, Markttrends und Zuchtentscheidungen - Verantwortung, Ethik und die Zukunft einer nachhaltigen Pferdezucht Hinweis: Diese Diskussion unterstreicht die Dringlichkeit, Pferdezucht nachhaltig, verantwortungsvoll und mit Zukunftsperspektive zu gestalten. Züchter, Reiter, Tierärzte und die Gesellschaft sind eingeladen, diesen Wandel aktiv mitzugestalten.

  • Das fehlende Puzzleteil

    26.06.202633:49

    In dieser Episode spreche ich über ein Thema, das mich in den letzten Wochen intensiv beschäftigt hat: die Frage, wie wir im Pferdebereich mit Evidenz, Nicht-Wissen und Hoffnung umgehen. Auslöser war eine Fortbildung, von der ich mir viel versprochen hatte. Ich habe dort durchaus Neues gelernt – und gleichzeitig gemerkt, wie oft wir mit Konzepten, Versprechen und Erklärungsmodellen arbeiten, deren wissenschaftliche Grundlage deutlich unsicherer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Dabei geht es mir nicht darum, alles abzulehnen, was wir nicht messen können. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass es viele Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir vielleicht nie vollständig erklären werden. Pferde dürfen uns überraschen. Beziehungen dürfen mehr sein als der eine oder andere Messwert. Aber genau deshalb müssen wir lernen, sauber zwischen Wissen, Vermutungen, Erfahrungen und Hoffnungen zu unterscheiden. In dieser Folge spreche ich darüber, • warum Nicht-Wissen oft das eigentliche Problem ist • weshalb wissenschaftliche Evidenz wichtig ist, ohne zur einzigen Wahrheit zu werden • wie Marketing, Narrative und vermeintliche Allheilmittel unsere Wahrnehmung beeinflussen • warum kritisches Denken kein Widerspruch zu Offenheit ist • und weshalb wir manchmal den Mut brauchen, zu sagen: „Ich weiß es nicht.“ Denn vielleicht liegt genau dort das fehlende Puzzleteil: zwischen Evidenz und Hoffnung. Viele der Fragen, die ich in dieser Episode anspreche, beschäftigen uns auch intensiv in der Equidemia Masterclass. Denn dort geht es nicht darum, Methoden auswendig zu lernen oder Patentrezepte zu sammeln. Es geht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse einzuordnen, kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig die Komplexität realer Pferde nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn du tiefer in diese Themen eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich zu unserem kostenfreien Info-Webinar zur Equidemia Masterclass am Montag ein. Dort stelle ich die Ausbildung vor und beantworte alle Fragen rund um Inhalte, Aufbau und Zielsetzung der Masterclass.