Im Aufzug
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Raúl Krauthausen & Schønlein Media


Podcast, Unterhaltung

Willkommen im Aufzug! Alleine Aufzug fahren ist langweilig. Daher lade ich mir für meine Aufzugfahrten Gäste ein.

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  • Im Aufzug mit Sabine Vitua

    Vor 5 Tagen•2:02:00

    Wie viel von einem Menschen bleibt, wenn alle nur noch eine Rolle in ihm sehen? Sabine Vitua ist Schauspielerin, vielen bekannt als Regine Holl aus „Pastewka", die nur einen Bruchteil ihrer vier Jahrzehnte auf Bühne und Kamera zeigt. Vom Schauspielhaus Zürich bis zur Telenovela „Rote Rosen" hat sie sich ein ganzes Schauspielerinnenleben erarbeitet. Wir sprechen über ihren Weg: von den klammen Anfangsjahren in Zürich bis zur Frage, ob eine ikonische Rolle zum Avatar wird, der einen verfolgt. Sabine erzählt, wie Awareness-Teams und MeToo die Dreharbeiten verändert haben, und wie unfair die Branche mit alternden Schauspielerinnen umgeht. Ganz persönlich wird es bei ihrer Kindheit: aufgewachsen bei einer Mutter, die ein Kinderheim leitete. Sabine erzählt, wie sie ihre Mutter durch eine schwere Alzheimer-Erkrankung begleitet hat und warum sie seit 2023 Botschafterin der DZNE-Stiftung ist. Dazwischen: ihr eigener Aufzugmoment – 13 Stockwerke Angst in einem hässlichen Kreuzberger Hochhaus. Eine Frau, die gelernt hat, dass man ein Leben nicht nur verdichten, sondern auch vervielfältigen kann. Aufzugtür auf für Sabine Vitua!

  • Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks

    10.09.2026•1:39:10

    Diese Woche spreche ich mit Dr. Stephan Marks, einem der führenden Schamforscher im deutschsprachigen Raum. Er ist Politik- und Sozialwissenschaftler und Autor, aber vor allem eines: ein Mensch, der sich unerschrocken einem unserer schmerzhaftesten, verdrängtesten und zugleich politischsten Gefühle widmet. Wir sprechen darüber, wie ihn die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zur Schamforschung führte und welche zentrale Rolle unbewusste Beschämung beim Aufstieg rechter Bewegungen und gesellschaftlicher Spaltung spielt. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Warum macht uns unbewusste Scham narzisstisch und einsam? Wie unterscheiden sich die vier menschlichen Grundbedürfnisse – von Anerkennung über Intimität und Zugehörigkeit bis hin zur eigenen Integrität? Und warum ist Schamlosigkeit oft nur der verzweifelte Versuch, eigene Entwürdigung zu überspielen? Stephan erklärt, wie wir in der Erziehung und Pflege Räume der Würde schaffen können, beleuchtet das Phänomen der mitgefühlten Scham und zeigt auf, warum echtes Hinsehen der Schlüssel für ein verständnisvolles Miteinander ist. Gemeinsam blicken wir auf das feine Netz zwischenmenschlicher Beziehungen, diskutieren gesellschaftliche Sündenböcke und hinterfragen den Umgang mit Leistung, Armut und Alter. Stephan erforscht die Scham nicht nur theoretisch, sondern hilft uns aktiv dabei, sie aus der Schmutzecke zu holen und ihr mit Würde zu begegnen. Aufzugtür auf für Dr. Stephan Marks!

  • Im Aufzug mit Shai Hoffmann

    27.08.2026•1:43:08

    Diese Woche spreche ich mit Shai Hoffmann, einem Mann, der sich unermüdlich dort engagiert, wo Diskurse festgefahren sind. Als Sozialunternehmer und Aktivist schafft er Räume für echte Begegnung und fordert uns heraus, Widersprüche und andere Perspektiven überhaupt erst auszuhalten. Im Gespräch mit mir ist er vor allem eines: Schonungslos ehrlich – mit sich selbst und unserer Gesellschaft. Wir sprechen über seine familiären Wurzeln in Israel und die Zerrissenheit zwischen Alltagsrealität und dem Nahostkonflikt seit dem 7. Oktober 2023. Shai ordnet den Diskurs rund um Antisemitismus und deutsche Staatsräson ein und warnt vor einer gefährlichen Begriffsverwässerung. Er berichtet von seinen „Trialogen“ an Schulen, mit denen er Feindbilder abbaut, wo Lehrkräfte oft aus Unsicherheit schweigen. Doch wir blicken auch hinter die Kulissen des Aktivismus: Shai spricht offen über seine Schwerbehinderung nach einer Nierentransplantation, die körperlichen Grenzen des Engagements und warum Binsenweisheiten keine echten Begegnungen ersetzen. Ein Gespräch über Haltung, Scham und die Kunst, im Dialog zu bleiben. Aufzugtür auf für Shai Hoffmann!

  • Im Aufzug mit Marina Weisband

    13.08.2026•1:45:48

    Diese Woche spreche ich mit Marina Weisband, einer der profiliertesten politischen Stimmen unseres Landes. Sie ist Psychologin, Autorin und Aktivistin, aber vor allem eines: eine Person, die unerschrocken für eine lebendige, digitale und gerechte Demokratie kämpft. Wir sprechen über ihren Weg: von ihrer Herkunft und der prägenden Erfahrung, als Kind aus der Ukraine nach Deutschland zu kommen, bis hin zu ihrem plötzlichen Aufstieg in der Piratenpartei. Marina teilt mit mir ganz persönliche Einblicke in ihr Leben mit ADHS und der chronischen Erkrankung ME/CFS. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Passen Glaube und Psychologie zusammen? Wie begreifen wir, dass alle Menschen Menschen der Geschichte sind, und welche Verantwortung ist daran geknüpft? Und warum sehnen wir uns alle nach Gemeinschaft? Marina erklärt, wie wir junge Menschen beim Umgang mit Social Media begleiten können, stellt ihr Herzensprojekt Aula vor, das Schülern echte demokratische Mitbestimmung ermöglicht, und zeigt auf, was konstruktiven Aktivismus ausmacht. Gemeinsam blicken wir auf die Zukunft der Demokratie, diskutieren das Konzept von „Change by Catastrophe“ und den Begriff der Macht. Marina hinterfragt das System nicht nur, sondern gestaltet es aktiv mit. Aufzugtür auf für Marina Weisband!

  • Im Aufzug mit Chan-jo Jun

    30.07.2026•1:53:12

    Diese Woche spreche ich mit Chan-jo Jun, einem der bekanntesten IT-Anwälte Deutschlands. Seit Jahren legt er sich mit Tech-Konzernen wie Meta an und kämpft gegen Hasskriminalität und Rechtsverstöße im digitalen Raum. Dort, wo das Internet oft noch wie der Wilde Westen wirkt, setzt er sich für Rechtsstaatlichkeit und digitale Bürgerrechte ein. Im Gespräch zeigt er sich technisch versiert, juristisch präzise und von einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein geprägt. Wir sprechen über seinen Weg: Wie er überhaupt dazu kam, Anwalt zu werden, wie viel die Realität eigentlich mit bekannten Anwalt-Serien zu tun hat und ob er sich selbst als Aktivist sieht. Wir legen den Finger in die Wunde der digitalen Welt: Vom verstaubten IT-Verständnis in Deutschland über den Umgang mit KI bis hin zu der Frage, warum das Internet immer noch viel zu oft ein rechtsverfolgungsfreier Raum ist. Wir diskutieren das Verhalten der Tech-Konzerne im Spannungsfeld zwischen Profit und Menschenrechten, die nötige Höhe von Schadensersatz und die Frage, wie zeitgemäß unser Grundgesetz noch ist. Auch die harten Fälle kommen auf den Tisch: Der Facebook-Prozess, die Causa Renate Künast und die Gefahr von geschlechtsspezifischen Deepfakes. Außerdem spricht er über seinen ganz persönlichen Umgang mit Hass im Netz. Zum Ende schauen wir nach vorn: Chan-jo teilt seine konkreten Visionen, wie er das Rechtssystem reformieren würde, um digitale Grundrechte endlich wirksam zu schützen. Ein Mann, der digitale Räume sicherer macht und Haltung beweist. Aufzugtür auf für Chan-jo Jun!

  • Im Aufzug mit Angelina Boerger

    16.07.2026•1:17:32

    In dieser Folge begrüße ich Angelina Boerger, Journalistin, Bestseller-Autorin und Content-Creatorin, die vielen besser bekannt ist unter ihrem Instagram-Namen „Kirmes im Kopf“. Wir haben diese ganz besondere Folge live beim Sommerblut Kulturfestival in Köln aufgezeichnet. Im Gespräch mit mir ist Angelina genau so, wie ihre Community sie schätzt: Blitzschnell, schlagfertig und ungemein reflektiert, aber gleichzeitig mit einer erfrischenden Leichtigkeit, die das Leben nicht zu bitterernst nimmt. Wir sprechen über ihre ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter , über das Phänomen des „Masking“ und die Frage, warum ADHS keine Modeerscheinung, sondern ein tief verankerter Teil ihrer Identität ist. Angelina erklärt mir, was sich hinter dem Konzept des „Body Doubling“ verbirgt und warum der inflationäre Begriff der Neurodiversität eigentlich viel weiter gefasst werden müsste. Dabei scheut sie sich nicht, auch über Tabuthemen wie die Einflüsse von ADHS auf die eigene Sexualität oder ihren offenen Umgang mit Medikation zu sprechen. Am Ende blicken wir politisch auf unser Bildungssystem und Angelina verrät, warum ihr neues Buch „Normal war nie der Plan“ heißt – eine Einladung, starre gesellschaftliche Normen endlich zu hinterfragen. Eine Frau, die Aufklärung mit echter Authentizität verbindet. Aufzugtür auf für Angelina Boerger!