Korte & Rink
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VRM


Podcast

In dem wöchentlich erscheinenden Podcast „Korte & Rink“ analysiert Dennis Rink, Chefredakteur der VRM, gemeinsam mit dem renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte jeweils ein politisches Thema, das die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt. Produktion: Mike Dornhöfer Ein Angebot der VRM.

Alle Folgen

  • Folge 80: GroKo in RLP – Mehr als nur ein Zweckbündnis?

    Heute31:04

    SPD und CDU haben in Rheinland-Pfalz ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und den Vertrag vorgestellt – „mit weniger Getöse als in Stuttgart“, bilanziert Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte. Im Zentrum stehen die klassischen Schlüsselressorts Finanzen, Bildung und Inneres. Auffällig: Die SPD ist trotz Wahlniederlage mit fünf Ministerien mittendrin statt nur dabei – darunter ist auch das wichtige Finanzressort. Neu zugeschnitten wird auch die Ministerienlandschaft. Ein eigenes Haus für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur soll künftig zentrale Aufgaben bündeln. Für Korte der richtige Schritt, denn „wer sich um Daseinsvorsorge kümmert, schafft Vertrauen.“ Ein Ministerium, das gezielt soziale Infrastruktur stärkt und Gemeinwohl organisiert, sei ein wichtiges Signal. Nach 35 Jahren Regierungszeit bringt der Machtwechsel dennoch tiefgreifende Veränderungen mit sich. Die CDU müsse sich zunächst orientieren – für Korte läuft das „erstmal auf betreutes Regieren hinaus“. Und wie steht es um die große Koalition im Bund? Dort werde SPD und CDU aktuell als schwaches Bündnis wahrgenommen, das „wenig gemeinsam“ habe, so Rink. Ob die gleiche Konstellation in Rheinland-Pfalz stabiler funktioniert, ist eine der zentralen Fragen der Folge - wie auch in unserer Spotify-Umfrage. Diese findet ihr in der aktuellen Folge auf Spotify unter den Shownotes. Jetzt abstimmen! Ein Angebot der VRM.

  • Folge 79: Wa(h)l und Wahnsinn

    27.04.202634:09

    Ein gestrandeter Wal als politische Metapher: Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zeigt der Fall „Timmy“, wie sehr Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinandergehen können. „Ein Wal im Wasser muss eben auch schwimmen, so denkt der Mensch.“ Ein Bild für politische Fehlannahmen, für den Umgang mit komplexen Lagen in Zeiten wachsender Unsicherheit und medialer Überzeichnung. Im Zentrum der Folge stehen die Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Es gehe vor allem um Vertrauen: „Kollaborationen sind zuständig für vertrauensbildende Maßnahmen.“ Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Regierungen künftig aufgestellt sein sollten – etwa mit stärkerem wissenschaftlichen Einfluss oder neuen Ressorts wie einem eigenen Wissenschafts-, Verkehrs- oder sogar Medienministerium. Auch der Vorstoß von Markus Söder, Ilse Aigner als Bundespräsidentin ins Spiel zu bringen, werden eingeordnet. Für Korte ist klar: In Zeiten des Gewissheitsschwunds braucht es die richtigen Persönlichkeiten, um durch Erklärung und Sprache Vertrauen zu schaffen. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 78: Politik ohne Plan?

    20.04.202632:05

    Welche Zukunftsvorstellung hat die Bundesregierung? VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte blicken auf eine politische Lage zwischen Krisendruck und Orientierungssuche. In Berlin erkennt Korte eine „Verschwendungsharmonie“ in einer angespannten Wirtschaftslage. Statt sich auf Kürzungen zu verständigen, werde verteilt, – teils auf Kosten Dritter. Vorschläge wie Tankrabatt oder Prämien stoßen auf Kritik, „quasi Geld ohne Haushalt“ analysiert der Experte. Auch inhaltlich wirkten viele Entwürfe „handwerklich nicht rund“. Die eigentliche Herausforderung liege tiefer: „Das Unvorhersehbare zu managen in Zeiten des Gewissheitsschwundes“ sei die zentrale Aufgabe der Politik. Doch strukturelle Reformen bleiben schwierig, etwa beim Bürokratieabbau, wo oft eher ein Durchwurschteln zu beobachten sei – mit politischen Folgen. Rink und Korte diskutieren, warum sich dadurch immer mehr Menschen nach rechts orientieren, welche Rolle die AfD spielt und wie wehrhaft die Demokratie aktuell ist. Und: Was hat eine positive Zukunftserzählung mit „Kathedralendenken“ zu tun? Ein Angebot der VRM.

  • Folge 77: Aufgehende Sonne in Mainz, Krise in Berlin

    13.04.202633:06

    In Rheinland-Pfalz laufen die Sondierungen erstaunlich harmonisch – trotz einer „asymmetrischen Machtkonstellation“, wie Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte beobachtet. Die Regierungsbildung der ersten großen Koalition im Land wirkt auf ihn „wie bei einer aufgehenden Sonne“: respektvoll, konstruktiv, fast schon ungewöhnlich eingespielt. Die Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer und Gordon Schnieder begegnen sich auf Augenhöhe – das Du ist längst gefunden, der Ton geprägt von Feingefühl und Professionalität. Nun geht es an die entscheidenden Fragen: Eckpfeiler setzen, Arbeitsgruppen bilden, Ministerien zuschneiden. Erste Signale? Kaum. Für Korte ein gutes Zeichen: „Alles ist professionell und gut, wenn wir nichts dazu hören.“ Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Berlin. Die große Koalition um Kanzler Friedrich Merz wirkt in der öffentlichen Wahrnehmung wenig krisenfest. Reformideen werden angekündigt, zurückgenommen und kontrovers diskutiert. Für Korte entsteht der Eindruck einer „inszenierten Kompromisslosigkeit“ bei gleichzeitig schwacher Führung. Der Unmut vieler Wählerinnen und Wähler sei nachvollziehbar – es dominiere ein „Defensiv-Bündnis“ mit begrenzter Zukunftsperspektive. Der Kanzler wirke derzeit vor allem „hilflos“. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 76: FDP in der Krise, SPD in der Offensive

    07.04.202633:18

    Nach der Osterpause melden sich VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zurück und nehmen sich gleich ein politisches Dauerproblem vor: die Krise der FDP. Mit dem Vorstoß von Wolfgang Kubicki für den Parteivorsitz und dem Rückzug von Christian Dürr rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob bekannte Gesichter allein reichen, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und die Partei aus der Krise zu führen. Korte ordnet ein, warum die Liberalen trotz Nachfrage nach ihren Kernthemen – weniger Bürokratie, mehr Freiheit – politisch kaum profitieren. Er nennt ein grundlegendes Wählerparadox, strategische Fehler und das Ampel-Aus unter Christian Lindner. „Das wirkt bei der FDP auf jeden Fall nach.“ Neben der Bundespolitik richten Korte und Rink den Blick auch auf Rheinland-Pfalz nach der Landtagswahl. Dort deute sich in den laufenden Sondierungen ein vergleichsweise stabiler Prozess an, bei dem interne Machtkämpfe bislang ausblieben. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 75: Die SPD in RLP - Zwischen Schock und Sondierung

    30.03.202636:37

    Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz analysieren VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die politische Lage der SPD zwischen Schock und Neuaufstellung. Für Korte ist klar: „Gewissheiten haben sich pulverisiert.“ Die rheinland-pfälzische SPD versucht trotz Niederlage handlungsfähig zu bleiben, während sich in den Sondierungen zeigt, wie entscheidend Erfahrung und Geschlossenheit sind. Dabei gehe es weniger um Inhalte als um Vertrauen und Struktur – denn: „Am Ende muss man sich klar machen, welchen geringen Stellenwert diese Aushandlung hat, weil vieles nach einem Jahr ohnehin überholt ist.“ Einordnungen, Hintergründe und Perspektiven zur Regierungsbildung in RLP sowie ein spezielles Ostergeschenk von Korte & Rink – jetzt in der neuen Podcast-Folge. Ein Angebot der VRM.