Korte & Rink
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VRM


Podcast

In dem wöchentlich erscheinenden Podcast „Korte & Rink“ analysiert Dennis Rink, Chefredakteur der VRM, gemeinsam mit dem renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte jeweils ein politisches Thema, das die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt. Produktion: Mike Dornhöfer Ein Angebot der VRM.

Alle Folgen

  • Folge 86: Über die Wirkungsmacht einer Entschuldigung

    22.06.202635:29

    Im AZ-Interview mit Ministerpräsident Gordon Schnieder bringt Chefredakteur Dennis Rink ein seltenes Thema auf die politische Agenda – die Frage nach einer Entschuldigung im Kontext der Ahrtal-Flut. Denn während von der Politik durchaus Fehler eingeräumt und Verantwortung übernommen wird, bleibt eine echte Entschuldigung auf politischer Ebene meist die Ausnahme. Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zeigt sich ein Wandel: Die Bereitschaft, politische Konsequenzen zu ziehen und Ämter niederzulegen, „scheint aus der Mode gekommen zu sein.“ Auch die politische Kommunikation selbst steht im Fokus. Wer schreibt heute eigentlich die Reden? Zwischen klassischen Redenschreibern und neuen Möglichkeiten durch Künstliche Intelligenz verändert sich die Öffentlichkeit spürbar. Korte beschreibt KI als „Sortiermaschine“, während Rink auf die hohe Dynamik rund um Bildgenerierung und Avatare verweist. Mit dieser Folge verabschieden sich Korte & Rink in die Sommerpause. Die nächste Episode erscheint am 10. August. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 85: Fußball-WM – Die Verflechtung von Sport und Politik

    15.06.202634:16

    Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, den USA und Mexiko sprechen VRM-Chefredakteur Dennis Rink und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte über das Spannungsfeld von Sport und Politik. Große Turniere sind längst mehr als sportliche Ereignisse – sie dienen als globale Bühnen politischer Inszenierung. Aktuelle Beispiele verdeutlichen die Ambivalenz: Während bei Pressekonferenzen kritische Fragen jenseits des Sports ausgeklammert werden und die Herkunft von Sportlern aus Krisenregionen in den Hintergrund tritt, entstehen parallel politische Dynamiken – wie etwa diplomatische Annäherungen im Umfeld der Spiele. Für Korte steht fest: Solche Ereignisse erzeugen eine eigene Realität, eine „Eigenwelt, in der wir Dinge akzeptieren, die in unserer Gegenwart sonst nicht akzeptiert werden.“ Milliardenschwere Investitionen, Interessen internationaler Verbände und strategische Kommunikation prägen das Bild. Gleichzeitig rücken andere Themen aus dem Fokus: „Im Schatten der weltweiten Großereignisse fallen oft unpopuläre Entscheidungen in Berlin.“ Rink und Korte diskutieren, wie Politik die emotionale Kraft solcher Turniere nutzt, welche Rolle Machtinteressen und Korruption spielen – und wer am Ende tatsächlich von einer Weltmeisterschaft profitiert. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 84: Wenn Ausschüsse zur Bühne werden

    08.06.202633:43

    Ein Blick nach Rheinland-Pfalz: In der vergangenen Woche wurden die Ausschüsse des Landtags besetzt – und sorgen direkt für Diskussionen. In drei Fällen erhielten AfD-Kandidaten trotz Vorschlagsrecht keine Mehrheit, die Vorsitzposten bleiben vorerst unbesetzt. Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zeigt sich in den Ausschüssen die Bedeutung parlamentarischer Arbeit jenseits der großen Bühne: „Der Nachweis eines Arbeitsparlaments lässt sich am besten messen an solchen Ausschüssen, diese sind zentral für parlamentarische Mitsteuerung.“ Gerade dort, im „Schatten der Hierarchie“, werden Gesetze vorbereitet, Positionen austariert und Expertise gebündelt. Für Korte liegt genau darin die eigentliche Kunst parlamentarischer Demokratie. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 83: Lotto-Neubesetzung und Kanzlertausch-Debatte

    01.06.202631:02

    Aufregung um Lotto Rheinland-Pfalz: Ein angedachter Führungswechsel hat für Diskussionen gesorgt. Im Gespräch waren gleich zwei Geschäftsführer, die künftig die Gesellschaft leiten sollten – neben CDU-Politiker Christian Baldauf auch der frühere Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD). Für VRM-Chefredakteur Dennis Rink ist das ein problematisches Signal: Eine solche „Selbstversorgermentalität“ bestätige Vorurteile gegenüber Politik und politischen Akteuren. Hering gab zuletzt bekannt, dass er auf den Posten verzichtet. Auch bundespolitisch sorgt ein Satz für Unruhe: Die Debatte um ein mögliches „Kanzlertausch“-Szenario nach Äußerungen von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigt, wie schnell mediale und parteiinterne Diskussionen ineinander greifen – und Gerüchte befeuern. Für Korte ist klar: Ein Austausch sei „gar nicht möglich“ – zumindest nicht ohne Rücktritt und formale Neuregelung durch den Bundespräsidenten. Mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen im Herbst zeichnet sich laut Korte eine neue politische Mitte ab – offen auch für Konstellationen wie Schwarz-Grün. Gleichzeitig bleibt die Lage der FDP unklar: „Die FDP hat hier einen Weg beschritten, der nach diesem Tag nicht klarer geworden ist.“ Ein Angebot der VRM.

  • Folge 82: GroKo in Mainz – Mehr Harmonie als im Bund

    18.05.202635:17

    Gordon Schnieder (CDU) ist als neuer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz vereidigt. Auffällig: Die Regierungsbildung verlief ungewöhnlich ruhig, die Spitzenkandidaten pflegen ein gutes Verhältnis – ganz anders als auf Bundesebene. Auch das neue Kabinett steht. „Die SPD hat auf Erfahrung gesetzt“, ordnet VRM-Chefredakteur Dennis Rink ein. Zugleich sorgen einzelne Personalien für Aufmerksamkeit – etwa die neue Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig aus Bayern. Für Korte eine „überraschende Lösung, aber kein Nachteil“ – vielmehr wirke sie wie „geliehene Expertise“. In der Bildungspolitik sieht er die Chance, „strukturell etwas zu ändern“ – mit dem Ziel, sozialen und gesellschaftlichen Frieden zu sichern. Ein zentrales Feld bleibt die Daseinsvorsorge. Besonders im Fokus: das neue Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur, das Korte als „radikal interessant“ einordnet. Mit Sven Teuber übernimmt ein erfahrener Politiker aus RLP – und steht vor grundlegenden Fragen der Bezahlbarkeit und des politischen Gestaltungsspielraums. Ein Angebot der VRM.

  • Folge 81: Ein Jahr Merz, GroKo und der fehlende Masterplan

    11.05.202637:14

    Ein Jahr Große Koalition unter Friedrich Merz – und die Bilanz fällt ernüchternd aus. Für Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte ist die Stimmung im Land geprägt von „aggressiver Ratlosigkeit“. Egal ob im Fernsehstudio, bei der IHK oder in Gesprächen mit Arbeitgeberverbänden: Die Unsicherheit ist greifbar. Diskussionen um die 1.000-Euro-Entlastungsprämie („Verschwendungsharmonie“), durchgestochene Details aus eigentlich vertraulichen Verhandlungen („da dringt zu viel nach außen“) und ein zunehmend scharfer Ton aus dem Kanzleramt („wir wollen umworben werden“) prägen das Bild. Derzeit fehle es der Bundesregierung an emotionaler Ansprache. Der „nüchterne Pathos“ im Führungsstil von Kanzler Merz käme bei den Wählern nicht gut an: „Was er macht, macht er falsch“. Statt klarer Prozesse dominiere ein politisches Versuch-und-Irrtum-Prinzip – ein Masterplan sei nicht erkennbar. „Da hatte man mehr erwartet.“ Und doch sieht Korte eine Chance: „Politik bewegt viele Menschen. Was wir brauchen ist organisierte Zuversicht.“ Reformvorhaben wie die Einkommenssteuer- und Rentenpolitik stehen an – Stillstand herrscht also nicht. Ein Angebot der VRM.