ManyPod
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Massimo Perinelli


Podcast

ManyPod - der Podcast für die Gesellschaft der Vielen Von und mit Massimo Perinelli. The Umvolkung is finally here! Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte. Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.

Alle Folgen

  • Staatsschutz vs. Demokratie? – Über Rassismus in den Sicherheitsbehörden

    25.08.20261:05:20

    Institutioneller Rassismus ist Realität in diesem Land – dies gilt insbesondere für den Sicherheitsapparat und seine Organe, etwa für die Staatsschutzabteilungen in der Polizei und der Justiz. Der Film „Staatsschutz“ von Faraz Shariat erzählt die Geschichte einer jungen deutsch-asiatischen Staatsanwältin, die den Apparat von innen aufräumen will. Massimo Perinelli spricht mit dem Filmemacher sowie mit der Nebenklageanwältin Seda Basay-Yildiz über den Rassismus von Behörden und über Möglichkeiten und Grenzen ihrer demokratischen Veränderung.

  • Daniel Loick zur Überlegenheit der Unterlegenen in der Migrationsgesellschaft

    29.05.20261:06:05

    Die Beherrschten haben gegenüber den Herrschenden einen Vorsprung – epistemisch, ästhetisch, affektiv und normativ. Jene mögen zwar reich an Geld und Macht sein, aber ansonsten sind sie arm und führen ein „hässliches, trauriges und gemeines Leben“. So lautet die These von Daniel Loicks Buch „Die Überlegenheit der Unterlegenen“. Massimo Perinelli spricht mit dem Autor über das situierte Wissen und die transgressive Kraft derjenigen, die von Ausschluss und Ausbeutung betroffen sind. Und darüber, wie diese die Gesellschaft zum Besseren verändert haben in ihren tagtäglichen Anstrengungen, sich gegen alle Widerstände ein möglichst gutes Leben aufzubauen.

  • Elif Eralp – (Post-)migrantische Perspektiven auf den linken Wahlkampf

    31.03.202651:31

    In Berlin wird im September gewählt und mit Elif Eralp tritt eine Kandidatin um das Amt der ersten Regierenden Bürgermeisterin an, die seit Jahren für eine gerechte Stadt kämpft. Besonders in Berlin erhielten die Themen Wohnen, Mieten und die Vertreibung und Verarmung sozial schwächerer Menschen große Aufmerksamkeit. Von Migration hingegen ist bei den Linken wenig zu hören. Wie ein positives Narrativ zur Migrationsgesellschaft entwickelt werden kann, darüber spricht der ManyPod mit der Berliner Abgeordneten Elif Eralp. Zur Person: Elif Eralp ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke in Berlin und deren Spitzenkandidatin für die kommende Wahl um das Berliner Abgeordnetenhaus. Damit tritt sie auch an im Kampf um das Amt der ersten Regierenden Bürgermeisterin von Berlin. Sie ist Juristin, Gewerkschafterin und seit vielen Jahren engagiert in Initiativen gegen Antisemitismus und Rassismus sowie in migrantischen Selbstorganisationen. Im Berliner Abgeordnetenhaus tritt sie vor allem dafür ein, Berlin als „Solidarity City“ voranzubringen, und für eine sozial gerechte Wohn- und Mietenpolitik. Foto: Helin Bereket

  • La Deutsche Vita – 70 Jahre italienische Migration in Deutschland

    08.01.20261:09:32

    Im Dezember 1955, vor 70 Jahren, schloss Deutschland mit Italien das erste Anwerbeabkommen zur Arbeitsmigration ab. Damit begann die Ära der Gastarbeit. Ein bedeutsames Ereignis, dennoch erinnert kaum jemand an die Geschichte der italienischen Einwanderung. Sie kommt weder im offiziellen Gedenken vor, noch in den migrantisch-situierten Erinnerungspraktiken. Warum es sich lohnt an diese Geschichte zu erinnern, darüber spricht der ManyPod mit Cristina Raffaele und Aurora Rodonò, beides ausgewiesene Kennerinnen der Migrationsforschung und beide Töchter italienischer Gastarbeiterfamilien. Cristina Raffaele ist Doktorandin an der Universität Bielefeld und promoviert zu Erfahrungen mit Sprache(n) und Sprechen in Integrationskursen. Sie arbeitet rassismuskritisch und migrationspädagogisch zu migrationsgesellschaftlicher Mehrsprachigkeit, (Erwachsenen-)Bildung und (staatlich-)institutionellen Machtverhältnissen. Seit 2021 ist sie Teil der Redaktion des Postmigrantischen Radios und publiziert u. a. in Texte nach Hanau und im narratif magazin. Aurora Rodonò, Kuratorin für Migrationsgeschichte/Stadtmuseum Berlin. Zuvor hat sie am Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln), an der Universität zu Köln, bei der Akademie der Künste der Welt Köln und beim DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland gearbeitet.

  • Ibrahim Arslan. Der Brandanschlag von Mölln und die Sache mit der Solidarität

    17.10.20251:06:03

    Am 23. November 1992 wurden im niedersächsischen Mölln zwei rassistische Brandanschläge verübt, die Mädchen Ayse Yilmaz und Yeliz Arslan sowie ihre Großmutter Bahide Arslan starben durch das Feuer. Hunderte von Solidaritätsbekundungen gingen damals bei der Stadt Mölln ein. Statt sie den Familien auszuhändigen, wurden die Briefe 30 Jahre im Stadtarchiv gelagert. Der Film „Die Möllner Briefe“ thematisiert diesen Skandal vorenthaltener Solidarität und den Umgang der Familie damit. Darüber spricht der ManyPod mit Ibrahim Arslan, der den Anschlag als 7-jähriger überlebte und seit 20 Jahren um ein würdiges Gedenken und ein antifaschistisches Erinnern kämpft.

  • Solidarity will win, Welcome United und der lange Sommer der Migration

    26.09.20251:12:02

    Vor 10 Jahren erkämpften sich eine Million Menschen einen Korridor quer durch Europa auf der Flucht vor den Kriegen in der arabischen Welt und lösten hierzulande dadurch eine beispiellose Solidarität aus. Diese Geschichte vor 10 Jahren, aus dem sogenannten Sommer der Migration, erscheinen heute wie aus einer anderen Welt. Aber trotz faschistischer Formierung in den Straßen und den Parlamenten geht der Kampf der Geflüchteten und die Solidarität weiter. Darüber spricht der ManyPod mit Hassan Nugud von We’ll Come United und mit der Aktivistin und Grafikerin Tanja van de Loo aus Hamburg. Hassan Nugud kommt aus dem Sudan und lebt seit 2015 in Deutschland. Er arbeitet als Sozialarbeiter und Projektkoordinator in der unabhängigen Beratung für Geflüchtete mit Behinderungen und/oder chronischer Erkrankung. Er ist aktiv im Netzwerk We’ll Come United, im Sudan Club e.V., im Vorstand von Handwerker für Darfur und bei Sudan Uprising Germany. Tanja van de Loo arbeitet in Hamburg im internationalen Bildungszentrum Dock Europe in der Fux-Kaserne. Sie gestaltet als Grafikerin und Aktivistin seit den 1990er Jahren Plakate, Kampagnen und Selbstorganisierungsprozesse. In Folge des «Summer of Migration» organisierte sie u.a. 2016 die International Refugee Conference «The Struggle of Refugees - How to go on» auf Kampnagel in Hamburg mit, beteiligte sich intensiv im Netzwerk Welcome United mit den Paraden 2017/18/19 und dann ab 2020 in der Initiative 19. Februar Hanau.