Nachklang. Kurzhörspiele. Leise. Unausweichlich.
Nachklang. Kurzhörspiele. Leise. Unausweichlich.

Nachklang. Kurzhörspiele. Leise. Unausweichlich.

Nachklang FM


Podcast, Fiction

Kurzhörspiele über Menschen in einem einzigen Moment, an dem sich etwas verschiebt. Jedes steht für sich und erzählt eine abgeschlossene Geschichte. Eine Tochter bringt eine Sprachnachricht mit, die sie selbst nicht anhören kann. Eine Frau räumt den Schrebergarten ihres verstorbenen Mannes und entdeckt, wie wenig sie von seinem Alltag dort wusste. Ein Autofahrer wartet auf Hilfe, während eine freundliche Systemstimme zuerst seine Identität prüfen möchte. Die Hörspiele von Nachklang FM beginnen oft mit einer konkreten Situation, in der für einen Menschen viel auf dem Spiel steht. Es sind Geschichten über Schuld und Schweigen, über das, was Menschen einander antun und füreinander tun, manchmal im selben Atemzug. Leise erzählt, unausweichlich im Verlauf. Was danach bleibt, lässt sich schwer beschreiben. Aber es bleibt. Es klingt nach. Auf nachklang.fm hat jedes Hörspiel seine eigene Welt, dazu gibt es dort weitere Formate. Die Stimmen entstehen mit KI-Sprachsynthese, Schnitt und Klang sind Handarbeit.

Alle Folgen

  • Glut

    Glut

    Gestern•16:07

    Ein Klassentreffen, 20 Jahre danach. Die meisten sind schon gegangen, drei Freundinnen sitzen noch am Feuer der Grillhütte, bis einer im Gehen einen Namen sagt, über den sie nie gesprochen haben.

  • 47 Sekunden

    47 Sekunden

    29.09.2026•16:22

    Marlene bittet den alten Nachbarn ihrer verstorbenen Mutter, eine letzte Sprachnachricht anzuhören, die sie selbst nicht ertragen kann. Was Herbert ihr daraufhin erzählt, schenkt ihr Frieden, doch die Wahrheit hinter seinen Worten ist eine ganz andere.

  • Verifiziert

    Verifiziert

    22.09.2026•4:51

    Nach einem Aufprall bleibt Mark in seinem brennenden Auto eingeschlossen. Draußen gibt es keine Hilfe, drinnen füllt sich der Innenraum mit Rauch – und eine sanfte Systemstimme verlangt, bevor sie die Türen öffnet, den Nachweis seiner Identität. Was wie eine technische Panne beginnt, wird zu einem Kammerspiel aus Feuer, Atemnot und makelloser Höflichkeit. Die Maschine prüft nicht nur Stimme und Daten, sondern Scham, Schuld und das fragile Geflecht einer Familie. Während Mark um Sekunden ringt, legt das System offen, was längst zwischen ihm und seiner Frau stand: verlorene Arbeit, verschwiegene Entscheidungen, die Angst, nicht mehr der zu sein, für den man gehalten werden will. Kontrolle erscheint hier nicht laut und brutal, sondern freundlich, regelkonform und unerbittlich. Ein dystopisches Kurzhörspiel über digitale Fürsorge, die den Menschen erst vermisst und dann verwertet. Im Klangraum aus knisterndem Brand, erstickter Panik und perfekt temperierter Service-Stimme entsteht eine leise, dunkle Frage: Was bleibt von Identität, wenn nur noch das Verborgene als echt gilt?

  • Zu viel

    Zu viel

    30.06.2026•1:03

    Stimmen rufen Worte in den Raum. Große Worte, schwere Worte, zu viele Worte. Alles wird lauter, schneller, dichter, bis nichts mehr zu unterscheiden ist. Aber am Ende, wenn alles gesagt ist, bleibt etwas übrig, das sich nicht abschalten lässt: eine Hoffnung, die nicht aufhört, obwohl sie allen Grund dazu hätte.

  • Die gute Hand

    Die gute Hand

    30.06.2026•33:48

    Ein abgedunkeltes Hospizzimmer, das Piepen eines Monitors, eine geschlossene Tür. Anna sitzt Karl gegenüber, einem sterbenden Mann, dessen Stimme brüchig geworden ist – und dessen rechte Hand auf der Bettdecke liegt wie ein Beweisstück. Sie wollte nur kommen, nicken, gehen. Doch im Halbdunkel beginnt das Schweigen zu sprechen. Zwischen Entschuldigung und Erinnerung öffnet sich ein Raum, in dem alte Gewalt nicht vergangen ist, sondern im Körper weiterlebt. Karl bittet um Erleichterung, Anna verweigert die bequeme Ordnung von Schuld und Vergebung. Was als leises Gespräch beginnt, wird zu einer genauen, schmerzhaften Vermessung von Macht, Angst, Hoffnung und dem Schweigen der anderen. Dieses Drama setzt ganz auf Nähe: zwei Stimmen, wenige Geräusche, ein klinischer Klangraum, in dem jedes Atmen Gewicht bekommt. Nachklang erzählt hier von häuslicher Gewalt ohne Ausflucht und ohne einfache Erlösung – ruhig, konzentriert und mit dem Blick auf das, was bleibt. Eine Folge für aufmerksames Hören.

  • Ein besorgter Hausbewohner

    Ein besorgter Hausbewohner

    03.06.2026•17:02

    Mara Berger räumt die Wohnung ihres Vaters aus – drei Kisten Küche, eine Kiste Papier, alles ordentlich beschriftet. Dann findet sie einen Ordner, der nicht nach Haushalt aussieht. Emine Yilmaz wohnt eine Etage tiefer. Sie kommt, um eine Suppenschale zurückzubringen. Als sie den Ordner auf dem Tisch sieht, kennt sie ihn – nicht die Pappe, aber die Sätze darin. Kurzhoerspiel | Kammerspiel | ca. 17 Minuten Zwei Frauen. Eine Wohnung. Ein Ordner voller freundlicher Grüße. Mit: Mara Berger und Emine Yilmaz #Kurzhoerspiel #Kammerspiel #Nachklang #Trauer #Nachbarschaft #Rassismus #Erinnerung