Folge 25 - Führungskompetenz entsteht nicht durch Titel, sondern durch Beziehung
27.07.2026•35:50
Führung wird noch immer häufig als Eigenschaft einer einzelnen Person betrachtet: als Stärke, Durchsetzungsfähigkeit, Charisma oder Entscheidungskompetenz. Doch gerade in komplexen, projektbasierten Organisationen reicht dieser Blick nicht mehr aus. Führung entsteht nicht nur in einer Person. Sie entsteht zwischen Menschen: in Gesprächen, Deutungen, Beziehungen und gemeinsamen Handlungen. In dieser Folge von „Potential Unleashed- Warum es die kleinen Schritte so in sich haben“ geht es um Relationales Leadership und die Frage, wodurch Führung in komplexen Systemen tatsächlich wirksam wird. Auf Grundlage einer aktuellen Studie von Natalya Sergeeva und Johan Ninan beleuchte ich vier zentrale Prozesse relationaler Führung: Storytelling, Acting, Visioning und Influencing. Verbunden werden sie durch Teaming – also durch die fortlaufende Fähigkeit, sich abzustimmen, gemeinsam Bedeutung herzustellen und unter wechselnden Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Dabei geht es auch um die Frage, was geschieht, wenn Worte, Gesicht, Haltung und tatsächliches Verhalten nicht zusammenpassen. Denn Mitarbeitende reagieren nicht nur auf Botschaften. Sie reagieren auf Stimmigkeit. Eine Folge über Führung, die nicht an der Person endet, sondern dort beginnt, wo Menschen aufeinander reagieren.