ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?
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DIE ZEIT


Podcast

Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse? War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die Frauen in der Geschichte? Wir stellen Fragen an die Vergangenheit, beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das alles mit heute zu tun hat. Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen Hefts von ZEIT Geschichte. Die Hosts von "Wie war das noch mal?", Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur und Redakteurin bei ZEIT Geschichte. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo

Alle Folgen

  • Wie wehrhaft war Weimar? Hitlers Putsch und Aufstieg (2/2)

    15.08.20261:15:43

    Als Außenminister Walther Rathenau am 24. Juni 1922 in Berlin von Mitgliedern der rechtsextremen Organisation Consul ermordet wurde, stand die junge Weimarer Republik unter Schock. Es war nicht der erste politische Mord nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Seit ihrer Gründung war die erste deutsche Demokratie Angriffen ihrer Gegner ausgesetzt. Rechte Freikorps marschierten auf und wollten den Umsturz, Monarchisten wünschten sich den Kaiser zurück und im Münchner Hofbräuhaus wurde 1920 die NSDAP gegründet. Auch die von Moskau gesteuerte KPD wollte ein anderes System. Doch kampflos gaben sich die Verteidiger der Republik nicht geschlagen. Aber wie genau wehrt sich eine Demokratie? Wie wehrhaft war Weimar? Diese Frage diskutieren wir in unserer neuen Doppelfolge. Der zweite Teil der Doppelfolge widmet sich dem gescheiterten Putschversuch Adolf Hitlers und seiner Unterstützer in München im Herbst des Krisenjahres 1923 – und der Frage, warum Hitler trotz Haft und NSDAP-Verbot zur größten Gefahr für die Demokratie aufsteigen kann. Wir sprechen über den Ausnahmezustand, in dem sich Deutschland damals befindet. Darüber, dass Hitler nur knapp der Ausweisung entgeht, und wie auch in Thüringen und Sachsen die Demokratie unter Druck gerät, allerdings von links. Und wir diskutieren die Frage der Parteiverbote: 37 Mal werden in Weimar antidemokratische Parteien verboten, aber immer nur für kurze Zeit. Warum haben die Verteidiger der Republik ihr schärfstes Schwert immer wieder aus der Hand gegeben? In beiden Folgen zeichnen wir nach, wie die NSDAP trotz der Gegenwehr zur Massenpartei aufsteigt – und wie sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland so sehr gegen die Republik dreht, dass der Kreis ihrer Verteidiger immer kleiner wird und die Deutschen in der Mehrheit Parteien wählen, die die Republik abschaffen wollen. Und schließlich stellen wir die Frage: Was bedeutet das für unsere Gegenwart? Was lehrt uns Weimar? Auch das aktuelle ZEIT Geschichte-Heft widmet sich dem Thema „Weimar. Das langsame Sterben der einer Demokratie – und was wir daraus lernen können“. Sie bekommen es online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de. Folgende Bücher haben wir für diese Sendung verwendet: Julius Gumbel: »Vier Jahre politischer Mord, Verlag der neuen Gesellschaft«, Berlin 1922 Als Neuauflage: dto., Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 1980 Katrin Stein: »Parteiverbote in der Weimarer Republik«, Duncker & Humblot Verlag, Berlin 1999 Christoph Gusy: »Weimar – die wehrlose Republik? Verfassungsschutzrecht und Verfassungsschutz in der Weimarer Republik«, Mohr Verlag, Tübingen 1991 Heinrich August Winkler: »Weimar 1918–1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie«, C. H. Beck, München 2024 Ein Protokoll der Reichstagsdebatte kann man auf dieser Seite der Bayerischen Staatsbibliothek nachlesen. Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Sie bekommen das Heft zum Bauernkrieg, aber auch viele andere, im Handel oder online im ZEIT Shop. Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT GESCHICHTE-Leser zeit.de/abo-geschichte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  • Wie wehrhaft war Weimar? Die Republik verteidigt sich (1/2)

    15.08.202649:11

    Als Außenminister Walther Rathenau am 24. Juni 1922 in Berlin von Mitgliedern der rechtsextremen Organisation Consul ermordet wurde, stand die junge Weimarer Republik unter Schock. Es war nicht der erste politische Mord nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Seit ihrer Gründung war die erste deutsche Demokratie Angriffen ihrer Gegner ausgesetzt. Rechte Freikorps marschierten auf und wollten den Umsturz, Monarchisten wünschten sich den Kaiser zurück, und im Münchner Hofbräuhaus wurde 1920 die NSDAP gegründet. Auch die von Moskau gesteuerte KPD wollte ein anderes System. Doch kampflos gaben sich die Verteidiger der Republik nicht geschlagen. Aber wie genau wehrt sich eine Demokratie? Wie wehrhaft war Weimar? Diese Frage diskutieren wir in unserer neuen Doppelfolge. Im ersten Teil erzählen wir, wie politische Morde und Attentate die junge Republik erschüttern. Wir zeigen, wie die Reichsregierung mit dem Republikschutzgesetz von 1922 eine scharfe Waffe gegen Extremisten schafft. Doch wie soll ihr Kampf gegen Demokratiefeinde gelingen, wenn selbst an den Schaltstellen der Justiz Sympathisanten mörderischer Geheimorganisationen sitzen? Außerdem blicken wir darauf, wie der Freistaat Bayern immer wieder die Verteidigung der Demokratie sabotiert – und zur Brutstätte für den Aufstieg der NSDAP wird. In beiden Folgen zeichnen wir nach, wie die NSDAP trotz der Gegenwehr zur Massenpartei aufsteigt – und wie sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland so sehr gegen die Republik dreht, dass der Kreis ihrer Verteidiger immer kleiner wird und die Deutschen in der Mehrheit Parteien wählen, die die Republik abschaffen wollen. Und schließlich stellen wir die Frage: Was bedeutet das für unsere Gegenwart? Was lehrt uns Weimar? Auch das aktuelle ZEIT Geschichte-Heft widmet sich dem Thema Weimar. Das langsame Sterben einer Demokratie – und was wir daraus lernen können. Sie bekommen es online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de. Folgende Bücher haben wir für diese Sendung verwendet: Julius Gumbel: Vier Jahre politischer Mord, Verlag der neuen Gesellschaft, Berlin 1922. Als Neuauflage: Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 1980. Katrin Stein: Parteiverbote in der Weimarer Republik, Duncker & Humblot Verlag, Berlin 1999. Christoph Gusy: Weimar – die wehrlose Republik? Verfassungsschutzrecht und Verfassungsschutz in der Weimarer Republik, Mohr Verlag, Tübingen 1991. Heinrich August Winkler: Weimar 1918–1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie, C. H. Beck, München 2024. Ein Protokoll der Reichstagsdebatte kann man auf dieser Seite der Bayerischen Staatsbibliothek nachlesen. Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Sie bekommen das Heft zum Bauernkrieg, aber auch viele andere, im Handel oder online im ZEIT Shop. Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT GESCHICHTE-Leser zeit.de/abo-geschichte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  • 250 Jahre USA: Der talentierte Mister Hamilton

    27.06.20261:09:05

    Wieder und wieder bittet der junge Adjutant seinen Oberbefehlshaber George Washington, ihm ein Kommando zu übertragen. Der Unabhängigkeitskrieg der Amerikaner gegen das britische Empire geht ins fünfte, ins sechste Jahr, aber Washington bleibt unbeeindruckt. Er hat gute Verwendung für den jungen Mann, Alexander Hamilton ist sein Name, diktiert ihm Briefe, lässt ihn die Korrespondenz erledigen, politische Schreiben aufsetzen, diplomatische Noten verfassen. Aber ein Kommando gibt er ihm nicht. Bis sie sich Anfang 1781 zerstreiten. Da sieht Washington ein, dass Hamilton seinen Teil zum Freiheitskampf der Vereinigten Staaten beitragen will und muss – und schickt ihn mit einer Truppe in die Schlacht von Yorktown gegen die Briten. Es wird der Wendepunkt des Krieges. Die USA werden unabhängig. Hamilton ist einer der Kriegshelden. Das ist nur eine der vielen Geschichten, die es über Alexander Hamilton zu erzählen gibt, den vielleicht schillerndsten Charakter unter den Gründervätern der USA. Hamilton unterscheidet sich scharf von den Plantagenbaronen und Großstadtfürsten, von Washington, Jefferson, Franklin, Adams, die in der ersten Reihe der Urahnen der USA stehen. Hamilton stammt aus der Karibik, kommt als uneheliches Kind zur Welt, ist bald Vollwaise und verdient als Jugendlicher seinen Unterhalt als Schreiber im Hafenkontor. Nichts deutet darauf hin, dass er einmal der erste Finanzminister der USA werden wird. In der neuen Folge von Wie war das noch mal? erzählen wir die Geschichte Alexander Hamiltons, der als Außenseiter im Machtzentrum der jungen USA steht und der keinen Konflikt scheut. Wir zeichnen die tiefen politischen Konflikte nach, die er austrägt und die sich im Kern um das drehen, was die USA sein sollen und wollen: ein lockerer Bund souveräner Einzelstaaten – oder eine starke Republik mit Zentralregierung? Wir sprechen auch darüber, wie es kam, dass Hamilton vor einigen Jahren zum Helden eines gleichnamigen Broadway-Musicals avancierte und sogar Barack Obama sich am Ende seiner zweiten Amtszeit 2017 von einem Hamilton-Song aus dem Weißen Haus begleiten ließ. Das Musical präsentiert Hamilton als genialen Außenseiter, Aufsteiger und Revolutionär – als Mann von schwindelerregendem Ehrgeiz und ebenso großem Talent. Doch was ist da dran? Weshalb lohnt es sich gerade heute, im Jubiläumsjahr 2026, einen genaueren Blick auf ihn zu werfen? Und welches dunkle Geheimnis verbirgt sich hinter Hamiltons frühem und gewaltsamem Tod? Das aktuelle ZEIT Geschichte-Heft 250 Jahre USA. Die Geburt der Vereinigten Staaten – und der Angriff auf das Erbe der Gründerväter bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de. Folgende Bücher haben wir für diese Sendung verwendet: Ron Chernow: Alexander Hamilton, Bloomsbury, London 2020 Joseph J. Ellis: Sie schufen Amerika. Die Gründergeneration von John Adams bis George Washington, C. H. Beck, München 2002 Den besonderen Auftritt der Hamilton-Besetzung im Weißen Haus ist in voller Länge auf YouTubezu sehen. Außerdem gibt es dort auch Washingtons Farewell Address, gelesen von Barack Obama. Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Sie bekommen das Heft zum Bauernkrieg, aber auch viele andere, im Handel oder online im ZEIT Shop. Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT GESCHICHTE-Leser zeit.de/abo-geschichte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  • Washington vs. Pontiac: Was der Kampf um Land für die Geburt der USA bedeutet

    30.05.20261:13:56

    George Washington ist 16 Jahre alt, als er 1748 zum ersten Mal ins Shenandoah Valley reist, ein weites Tal in den Appalachen. Ausgestattet ist er mit einem Landvermesser-Kompass, denn Ziel des Trips ist es, das Land jenseits der natürlichen Grenze zu erkunden. Jahre später wird Washington Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee, die dafür kämpft, dass die 13 Kolonien an der amerikanischen Ostküste von Großbritannien unabhängig werden. 1789 wird er zum ersten Präsidenten der USA gewählt. Doch seinen frühesten Eindruck von dem, was einmal die Vereinigten Staaten sein könnten, gewinnt der junge Mann aus Virginia auf der ersten Tour nach Westen: Schon bald begegnet er dort einer Gruppe von »30 odd Indians« – »um die 30 Indianern«, wie er notiert. Im Jahr 1750 kauft Washington 1459 Acre Land im Shenandoah-Tal, etwa sechs Quadratkilometer. Bis zu seinem Tod wird er Land wie dieses bewirtschaften und mit ihm spekulieren – Land, auf dem bereits Menschen leben: Angehörige der Shawnee, Creek oder Delaware. In der neuen Folge von »Wie war das noch mal« erzählen wir, wie die USA auch aus dem Streben nach Land geboren wurden. Wir reisen ins historische Tal des Ohio, wo die Briten siedeln wollen, die Franzosen ihre älteren Ansprüche verteidigen und indianische Gruppen von Beginn an um ihre Unabhängigkeit kämpfen. Wir erzählen, wie der Ottawa-Anführer Pontiac mit seiner indianischen Allianz die Briten an den Rand einer Niederlage bringt und wie es den jungen USA schließlich gelingt, den Kampf um das Land doch für sich zu entscheiden. Das aktuelle ZEIT-Geschichte-Heft »250 Jahre USA. Die Geburt der Vereinigten Staaten – und der Angriff auf das Erbe der Gründerväter« bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de. Als Literatur für diese Folge haben wir unter anderem diese Bücher verwendet: - Colin G. Calloway: The Indian World of George Washington. The First President, the First Americans and the Birth of The Nation, Oxford University Press 2018 - Aram Mattioli: Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas, Klett-Cotta 2017 - Volker Depkat: Die Amerikanische Revolution, C. H. Beck, München 2026 Transparenzhinweis: In einer früheren Version dieses Textes haben wir eine falsche Übersetzung von »30 odd Indians« verwendet. Wir haben das korrigiert und die entsprechende Stelle im Audio entfernt. Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Sie bekommen das Heft zum Bauernkrieg, aber auch viele andere, im Handel oder online im ZEIT Shop. Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT GESCHICHTE-Leser zeit.de/abo-geschichte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  • Hermann der Cherusker: Der Mythos vom ersten Deutschen

    25.04.202653:17

    Am 16. August 1875 pilgern Tausende Menschen in den Teutoburger Wald bei Detmold. Dort wird das Hermannsdenkmal eingeweiht, eine Statue, wie Deutschland sie noch nicht gesehen hat. Inklusive Sockel ist sie 54 Meter hoch, ein kolossaler Recke mit Flügelhelm: Hermann der Cherusker. Allein das Schwert, das er gen Westen – Richtung Frankreich – hebt, misst sieben Meter. Der Hermann ist zu dieser Zeit die höchste Statue der westlichen Welt. Am Festtag ist der Weg auf die Grotenburg, wo der Koloss steht, mit Tribünen gesäumt. Auch Kaiser Wilhelm I. gibt sich die Ehre, um den Triumph der Fertigstellung zu feiern. Doch der so pompös als Ur-Deutscher gefeierte Hermann hieß nicht immer so: Eigentlich trug er den Namen Arminius und war ein germanischer Stammesfürst. Er kommandierte römische Hilfstruppen der Cherusker zwischen Weser und Elbe. Und niemand hätte sich je an ihn erinnert, hätte er sich nicht im Jahr 9. n. Chr. aus unbekannten Gründen plötzlich gegen seinen Dienstherren, den römischen Statthalter in Germanien, Publius Quinctilius Varus, gewandt und diesen mitsamt seinen drei Legionen in einer großen Schlacht vernichtend geschlagen. In der neuen Folge von »Wie war das noch mal« begeben wir uns auf die Spuren des Arminius- und Hermannskultes. Wir besichtigen das Hermannsdenkmal bei Detmold und fragen, was im Jahr 9. n. Chr. eigentlich geschehen ist. Wir erzählen, wie aus der Varusschlacht am Rande des römischen Imperiums 1500 Jahre später ein deutscher Heldenmythos geboren wurde. Und wir reisen ins 19. Jahrhundert, als mit Napoleon ein neuer Feind diesem Mythos wieder Leben einhauchte und die Geschichte von Hermann dem Cherusker schließlich zur chauvinistischen Großmachterzählung wurde. Bis heute ist der angebliche Hermann ein Identitätsspender für rechtsradikale Germanenfans. Höchste Zeit, ihn sich einmal genauer anzusehen. Das aktuelle ZEIT-Geschichte-Heft »Wer sind die Deutschen? Und seit wann?« bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de. Wir möchten uns sehr herzlich bei dem Schauspieler und Sprecher Fritz Stavenhagen bedanken, der uns die Erlaubnis gegeben hat, Auszüge aus seiner Einspielung aus Heinrich Heines »Deutschland. Ein Wintermärchen« in die Folge einzubauen. Seine Bibliothek gelesener deutscher Lyrik finden Sie hier. Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Sie bekommen das Heft zum Bauernkrieg, aber auch viele andere, im Handel oder online im ZEIT Shop. Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT GESCHICHTE-Leser zeit.de/abo-geschichte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  • Eine Ankündigung

    13.01.20262:41

    Ab sofort werden wir das Archiv von "ZEIT Geschichte. Wie war das nochmal?" und vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten zugänglich machen. Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT hören, unter www.zeit.de/geschichtspodcast, auf Apple Podcasts oder Spotify. Wenn Sie noch kein Abo haben, können Sie unter www.zeit.de/podcastabo ein kostenloses Probeabo bestellen. Nach der Probephase kostet es 4,99 Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette Podcastarchiv der Zeit, sondern auch auf regelmäßige Bonusfolgen von "OK, America?", "Das Politikteil", "Verbrechen" und weiteren Podcasts. Außerdem können Sie mit dem Abo unsere teils preisgekrönten Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht" hören. Wenn Sie die ZEIT nicht nur hören, sondern auch lesen wollen, können Sie außerdem unter www.zeit.de/mehr-hoeren unser Digitalabo ebenfalls kostenlos für einen Monat testen. Wenn Sie bereits ein Abo haben, können Sie es direkt in Ihrer App mit Apple Podcasts oder Spotify verbinden und wie gewohnt weiterhören. Bei Fragen und Problemen schreiben Sie uns gerne an kontakt@zeit.de. Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen. Sie bekommen das Heft zum Bauernkrieg, aber auch viele andere, im Handel oder online im ZEIT Shop. Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT GESCHICHTE-Leser zeit.de/abo-geschichte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

ZEIT Geschichte – wie war das noch mal?: Der Podcast zum Magazin

ZEIT Geschichte“ ist ein Magazin der Wochenzeitung DIE ZEIT. Es präsentiert unter dem Slogan „Epochen. Menschen. Ideen.“ historische Themen von der faszinierenden Welt des Mittelalters bis zu geschichtsrelevanten Konflikten, die noch heute Auswirkungen auf Leben, Gesellschaft und Politik haben. Für alle Geschichtsliebhaber gibt es die Themen des Hefts monatlich auch als Podcast. Unter dem Titel „ZEIT Geschichte – wie war das noch mal?“ wird hier in unterhaltsamer Form die Vergangenheit beleuchtet.

Judith Scholter und Markus Flohr – die Podcaster

Moderiert wird „ZEIT Geschichte – wie war das noch mal?“ von Judith Scholter und Markus Flohr.

Judith Scholter ist seit 2014 Redakteurin bei ZEIT Geschichte. Journalismus lernte sie an der renommierten Henri-Nannen-Schule – der Hamburger Kaderschmiede für Nachwuchs-Journalistinnen. Das Studium der Geschichte und der Politikwissenschaften in Hamburg ermöglichte ihr den Aufbau eines umfassenden historischen Wissens.

Markus Flohr hat Geschichte in Hamburg und Jerusalem studiert. Seine journalistische Ausbildung erhielt er ebenfalls an der Henri-Nannen-Schule. Danach war er zunächst bei „Spiegel online“ tätig. Heute arbeitet er unter anderem als freier Autor und Journalist. Markus Flohr ist auch schriftstellerisch unterwegs, er ist Träger des Buchpreises Hirzen – eines Literaturpreises für den schreibenden Nachwuchs – und unterrichtet an der Hamburger Uni journalistisches Schreiben.

Die beiden Hosts bringen also die besten Voraussetzungen mit, um aus dem Podcast „ZEIT Geschichte – wie war das noch mal?“ eine Erfolgsgeschichte zu machen.

Was zeichnet den Podcast „ZEIT Geschichte – wie war das noch mal“ aus?

Manchem ist der Geschichtsunterricht in der Schule vielleicht noch in unguter Erinnerung – gerade, wenn das Auswendiglernen von Jahreszahlen, Personen- und Ereignisdaten im Fokus stand. Ganz anders präsentiert sich die Vergangenheit im Podcast „ZEIT Geschichte“. Einmal im Monat wird jeweils ein bestimmtes historisches Thema in ebenso informativer wie unterhaltsamer Form aufbereitet. Dies geschieht meist dialogisch und wo möglich auch mit historischen Tondokumenten oder unter Einbeziehung von Experten und Expertinnen. Eine Podcastfolge „Zeit Geschichte“ dauert etwa eine Stunde – mal etwas kürzer, mal etwas länger.

Die Inhalte des Podcast spannen einen weiten Bogen von der Antike bis in die jüngere und jüngste Vergangenheit. Auf dem Themenplan stehen historische Ereignisse, Entwicklungslinien und Persönlichkeiten. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wie war das noch mal? Darüber hinaus gibt es auch viel „Hintergründiges“ was sonst nicht so bekannt ist. Welche Rolle spielten Losverfahren in der antiken attischen Demokratie? Welche deutschen Kanzler seit Bismarck sollte man kennen? Was geschieht in einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Das sind nur einige Beispiele für das vielseitige Podcast-Programm, das Lust auf mehr Geschichte macht.

„ZEIT Geschichte – Wie war das noch mal?“: Weitere Informationen zum Podcast

Erstveröffentlichung

  • 11.09.2021

Erscheinungsweise

  • Monatlich, zusätzlich bei historischen Jahrestagen

Länge der Episoden

  • Ca. 40 Minuten bis 80 Minuten

Genre

  • Geschichte

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