Zu viel! – der Mental-Health-Podcast
Zu viel! – der Mental-Health-Podcast

Zu viel! – der Mental-Health-Podcast

Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler, Simone Hoffmann


Podcast, Mentale Gesundheit

Dieser Podcast gibt Menschen eine Stimme, die sonst oft überhört werden: Betroffene psychischer Erkrankungen und Menschen, die von ihrem ganz persönlichen „Zu viel“ erzählen. Ob Depression, Angst oder Burnout – oder einfach der Alltagsstress, der uns überrollt, die Erwartungen anderer, Social Media oder das permanente Funktionieren: Hier geht es um das, was uns überfordert, aber selten offen besprochen wird. Lars Tönsfeuerborn spricht ehrlich mit Betroffenen und bekannten Persönlichkeiten – und lässt regelmäßig die Expert:innen Dr. Christian Utler (Psychotherapeut, Arzt) und Simone Hoffmann (Coach, Yoga-Lehrerin) zu Wort kommen. Sie ordnen Erfahrungen ein und geben Impulse, wie wir mit dem eigenen „Zu viel“ besser umgehen können. Lars bringt dabei auch seine persönliche Erfahrung als Betroffener und Angehöriger ein und macht deutlich: Niemand muss allein durch die Überforderung gehen. „Zu viel!“ will Mut machen, Hoffnung schenken und die Stigmatisierung von psychischer Belastung brechen – egal ob Krankheit oder Alltag. Jeden Sonntag überall wo es Podcast gibt.

Alle Folgen

  • Ich war nie einfach nur laut - mit Elisa

    Vor 4 Tagen40:38

    Mit 15 Jahren erhielt Elisa die Diagnose ADHS und wurde zwei Jahre lang mit Ritalin behandelt. Danach galt das Thema als erledigt – schließlich dachte man damals häufig, ADHS sei eine Kinderkrankheit. Doch als Erwachsene merkte Elisa, dass etwas nicht stimmte. Sie fühlte sich ständig überfordert, zerrissen zwischen ihrem extrovertierten und ihrem introvertierten Ich. Erst während der Corona-Pandemie wurde ihr bewusst, wie sehr sie Ruhe braucht – und dass sie jahrelang permanent über ihre eigenen Grenzen gegangen war. Gemeinsam mit Lars Tönsfeuerborn und Dr. Christian Utler spricht Elisa über ADHS im Erwachsenenalter, den Verdacht auf Autismus, die Suche nach einer passenden Diagnostik und darüber, wie sie heute lernt, ihr Leben nicht mehr gegen, sondern mit sich selbst zu gestalten.

  • Hör auf dein Herz - mit Christian Behr

    26.07.202639:35

    Mit seinem Buch „Hör auf dein Herz – Dein Kopf ist ein Arschloch“ erzählt Christian Behr seine ganz persönliche Geschichte. Doch hinter dem Titel steckt weit mehr als ein Lebensmotto: Es ist die Erkenntnis, dass wir Warnsignale oft viel zu lange ignorieren. Gemeinsam mit Lars Tönsfeuerborn und Simone spricht Christian über Burnout, Panikattacken, verdrängte Kindheitserlebnisse und den langen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

  • Stark sein heißt nicht, nie zu fallen

    19.07.202632:29

    Jeder Mensch erlebt Krisen – doch warum gehen manche gestärkt daraus hervor, während andere lange darunter leiden? Ist Resilienz angeboren oder kann man sie lernen? In dieser Folge sprechen Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Simone darüber, was Resilienz wirklich bedeutet. Christian erklärt die neurobiologischen und psychologischen Grundlagen, Simone zeigt, welche Rolle Selbstwahrnehmung, Körper und Achtsamkeit spielen, und Lars bringt eigene Erfahrungen aus schwierigen Lebensphasen mit ein.

  • Die Leere war nie wirklich weg - mit Robert

    12.07.202639:10

    Menschen mit Borderline erleben Gefühle oft intensiver, Beziehungen häufig extremer und innere Leere oftmals schmerzhafter als andere. Nicht selten wird versucht, diese Gefühle zu betäuben – manchmal durch Alkohol, manchmal durch andere Strategien, die kurzfristig helfen, langfristig jedoch neue Probleme schaffen. In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Dr. Christian Utler und Robert über seinen Weg mit Depressionen, Borderline und Alkoholsucht. Robert erzählt offen von dem Verlust seiner Mutter, dem Beginn seiner Depressionen, seiner Borderline-Diagnose, einer Suchterkrankung und den Herausforderungen, die ihn über viele Jahre begleitet haben. Dabei steht nicht die Diagnose selbst im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Borderline und Sucht zusammenwirken können. Warum entsteht dieses Gefühl von innerer Leere? Weshalb greifen manche Menschen zu Alkohol, um Gefühle zu regulieren? Und warum sind Rückfälle oft kein Zeichen des Scheiterns, sondern Teil eines langen Genesungsprozesses?

  • Vielleicht war es nie nur die Depression - mit Marc André

    05.07.202637:15

    Was passiert, wenn eine Diagnose aus der Kindheit zwar bekannt ist, aber nie wirklich verstanden oder verarbeitet wird? In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Simone und Marc-André über seinen langen Weg mit ADHS und Depressionen. Bereits in den 1980er Jahren erhielt Marc-André eine ADHS-Diagnose – zu einer Zeit, in der das Wissen über die Erkrankung noch begrenzt war und viele Zusammenhänge noch nicht verstanden wurden. Viele Jahre funktionierte das Leben scheinbar. Doch vor rund 20 Jahren schlichen sich erste depressive Symptome ein. Lange wurden diese Belastungen nicht als psychische Erkrankung erkannt. Erst als die Herausforderungen im Berufsleben zunahmen und die Erschöpfung immer größer wurde, begann die Suche nach professioneller Unterstützung. Heute blickt Marc-André auf einen intensiven Behandlungsweg zurück – von der Tagesklinik über psychiatrische Betreuung bis hin zur spezialisierten ADHS-Fachklinik. Dabei entstand eine wichtige Frage: War die Depression vielleicht nie das eigentliche Problem, sondern eine Folge eines jahrzehntelang unverstandenen ADHS?

  • Was wollen uns Träume sagen?

    28.06.202636:01

    Träume faszinieren Menschen seit Jahrhunderten – doch was passiert eigentlich, wenn wir beginnen, mit ihnen zu arbeiten statt sie einfach nur zu deuten? In dieser Folge sprechen Lars, Simone und Christian darüber, welche Rolle Träume in der Psychotherapie spielen können und warum sie oft mehr über unsere innere Welt verraten, als wir glauben. Ausgangspunkt ist ein eindrucksvoller Traum von Simone. Dabei entsteht ein Gespräch über Einsamkeit, innere Größe, Selbstwahrnehmung und die Fähigkeit, sich selbst immer klarer zu erkennen. Auch Lars teilt Ausschnitte aus einem eigenen Traum und spricht darüber, wie sich innere Konflikte und Beziehungsmuster in Träumen widerspiegeln können.