KInote – Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft
KInote – Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft

KInote – Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft

Marcel Schütz und Justus Donovan Bösch von KIWIT


Podcast

Ausgewiesene Gäste, konzentrierte Gespräche, ruhige Atmosphäre und sorgfältig produzierte Folgen: KInote bietet den anderen Ton unter den KI-Podcasts. Stark interdisziplinär mit Themenschwerpunkten aus der Breite der Forschung. KInote ist eine Koproduktion der Northern Business School in Hamburg und der Universität Oldenburg im Rahmen der Forschungsgruppe KIWIT.

Alle Folgen

  • KInote #08 – Der Mythos Dartmouth – Mit Technikhistoriker Rudolf Seising

    Vor 2 Tagen57:53

    Als im Sommer 1956, von Mitte Juni bis Mitte August, eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern am Dartmouth College in Hanover im US-Bundesstaat New Hampshire zusammenkam, ahnte wohl niemand, dass dieses Treffen Jahrzehnte später als Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz gelten würde. Aus einer Forschungsinitiative entstand nicht nur der Begriff Artificial Intelligence, sondern auch eine Gründungserzählung, die bis heute das Selbstverständnis der KI-Forschung prägt. Doch was geschah dort tatsächlich, an diesem pittoresken Kleinod Neuenglands, und wie viel Mythos steckt mittlerweile in der Geschichte von Dartmouth? In dieser Folge von KInote sprechen wir mit dem Wissenschafts- und Technikhistoriker PD Dr. Rudolf Seising über die Ursprünge der Künstlichen Intelligenz. Seit vielen Jahren erforscht er ihre Entstehungsgeschichte und widmet sich insbesondere der Frage, wie sich die Disziplin in Deutschland wissenschaftlich etablierte. Am Deutschen Museum in München leitete er unter anderem das Forschungsprojekt Ingenieur-Geist und Geistes-Ingenieure (IGGI), das die Geschichte der KI in der Bundesrepublik untersucht hat. Zwischen Gründungsakt und Gründungsmythos Seising zeichnet ein differenziertes Bild der berühmten Dartmouth-Konferenz. Anders als bisweilen erinnert, handelte es sich weniger um eine klassische Konferenz als um einen lose organisierten Workshop, dessen Teilnehmer über mehrere Wochen hinweg kamen und gingen. Ein gemeinsamer Abschlussbericht entstand nicht. Erst Jahrzehnte später entwickelte sich Dartmouth zum symbolischen Ursprung der KI. Der Begriff Artificial Intelligence wiederum erschien erstmals im Förderantrag für das Treffen und sollte in den folgenden Jahrzehnten Geschichte schreiben. Seisings Nachforschungen zeigen, dass die Genese der Künstlichen Intelligenz keineswegs geradlinig verlief. Phasen großer Erwartungen wechselten sich mit Zeiten der Ernüchterung ab, unterschiedliche Forschungsrichtungen konkurrierten miteinander und technische Durchbrüche entstanden häufig dort, wo sie zuvor kaum jemand erwartet hatte. Gerade der Erfolg großer Sprachmodelle zeigt Seising zufolge, wie wenig sich technologische Entwicklungen langfristig vorhersagen lassen. Mit dem Historiker sprechen Marcel Schütz und Jonathan Wilhelm auch darüber, inwieweit der Blick in die Geschichte helfen kann, gegenwärtige Entwicklungen einzuordnen. Schwieriger Weg nach Deutschland Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Entwicklung der KI in der Bundesrepublik. Während sich die Forschung in den USA früh etablierte, dauerte es in Deutschland deutlich länger, bis sich die Technologie als eigenständiges Forschungsfeld durchsetzen konnte. Viele der späteren Pioniere arbeiteten zunächst ohne eigene Professuren und organisierten sich in kleineren alternativen wissenschaftlichen Netzwerken. Aus diesen Initiativen entstand schließlich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, das heute zu den bedeutendsten Einrichtungen seiner Art zählt. Grenzgänger zwischen Geistes- und Natur- und Technikwissen PD Dr. Rudolf Seising ist studierter Mathematiker, Physiker und Wissenschaftsphilosoph. Er promovierte an der LMU München in Wissenschaftstheorie und habilitierte sich ebenda in der Geschichte der Naturwissenschaften. Seising hatte Vertretungsprofessuren inne und forscht am Deutschen Museum in München zur Technik- und Wissenschaftsgeschichte. Zur Webseite von KInote mit Shownotes zu dieser Folge: https://www.kiwit-projekt.de/post/kinote-07-der-mythos-dartmouth Zur Webseite von Rudolf Seising: https://www.deutsches-museum.de/forschung/person/rudolf-seising-2

  • KInote #07 – Können Maschinen über Krieg entscheiden? – Mit Prof. Karl Hans Bläsius

    17.07.20261:11:32

    Wie werden Entscheidungsprozesse in Krisen- und Gefährdungslagen durch KI assistiert? Zu Gast: Karl Hans Bläsius (Hochschule Trier) KI in Frühwarnsystemen und bei CyberangriffenKönnen Maschinen über Krieg entscheiden?​- Wie Künstliche Intelligenz militärische Entscheidungen verändert- Risiken automatisierter Frühwarn- und Informationssysteme- Ein Gespräch mit einem Pionier der deutschen KI-ForschungEs ist kurz nach Mitternacht, am 26. September 1983, als im 50 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Serpuchow die Alarmglocken schrillen. Das dort stationierte Frühwarnsystem meldet den Start einer amerikanischen Atomrakete auf die Sowjetunion. Dem damals verantwortlichen Oberstleutnant Stanislaw Petrow bleiben nur Minuten, um zu entscheiden, ob es sich tatsächlich um einen Erstschlag der USA oder einen Fehlalarm handelt. Petrow entschied sich letztlich, seinen Vorgesetzten einen Fehlalarm zu melden, auch als das computergestützte Frühwarnsystem ganze vier weitere Raketenstarts vermeldete. Heute wissen wir, dass das System fälschlicherweise Sonnenreflektionen als Raketenstarts interpretierte und Petrow durch seine Entscheidung womöglich einen Dritten Weltkrieg verhinderte.In der aktuellen Folge von KInote sprechen wir mit Prof. Dr. Karl-Hans Bläsius über die Rolle Künstlicher Intelligenz in militärischen Entscheidungsprozessen. Ausgangspunkt ist sein neuestes Buch „Künstliche Intelligenz und Krieg – Welche Risiken entstehen, wenn der Mensch die Kontrolle verliert?“. Karl-Hans Bläsius beschäftigt sich seit den frühen 1980er Jahren mit Künstlicher Intelligenz. Der studierte Informatiker lehrte viele Jahre an der Hochschule Trier und arbeitete zuvor unter anderem am Max-Planck-Institut. Neben der Entwicklung wissensbasierter Systeme befasst er sich seit Jahrzehnten mit den gesellschaftlichen Folgen digitaler Technologien und setzt sich für einen bedachten und verantwortungsvollen Gebrauch der Technologie ein.Krieg wird zum InformationsproblemDer öffentliche Diskurs und Darstellungen in der Popkultur legen häufig nahe, dass es sich bei dem Thema KI und Krieg primär um autonome Waffensysteme oder Kampfroboter handelte. Bläsius hat hingegen weniger sichtbare, aber umso folgenreichere Probleme der Künstlichen Intelligenz im Blick. Die Technologie kommt heute vor allem dort zum Einsatz, wo riesige Datenmengen in sehr kurzer Zeit verarbeitet werden müssen. Dies ist unter anderem bei der Auswertung von Sensordaten, bei Frühwarnsystemen, der Zielerkennung und Auswahl oder in der Cyberabwehr der Fall.Diese Daten können aber unvollständig oder fehlerhaft sein und somit zum Sicherheitsrisiko werden, da aus unsicheren Daten keine sicheren Schlüsse gezogen werden können. Die Menge der Daten und die Geschwindigkeit, mit der diese verarbeitet werden, steigen zudem stetig. Dieser Umstand macht eine Überprüfung der Prozesse durch Menschen schwieriger. Eine erhöhte Abhängigkeit gegenüber Einschätzungen und Entscheidungen der Systeme ist die Folge. Das könnte im ungünstigen Fall Szenarien herbeiführen, die an das Jahr 1983 erinnerten.Transparenz als SicherheitsfrageSprach man in den Kriegen des vergangenen und des aktuellen Jahrzehnts oftmals vom Konzept des „Gefechts der verbundenen Waffen“, so wird man in Zukunft wohl auch vom „Gefecht der verbundenen Daten“ sprechen müssen. Während es bis dato möglich war militärische Stärke bzw. Fähigkeiten beispielsweise anhand von Qualität und Anzahl von Schiffen, Flugzeugen oder Panzern zu messen, so wird dies im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz komplexer. Militärische Fähigkeiten verlagern sich in Software und Daten. Hierbei ist es nahezu unmöglich, präzise Aussagen über Kapazitäten und Möglichkeiten von Gegnern zu treffen. Hinzu kommt, dass auch die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Systeme nicht vollumfänglich eingeschätzt werden können. Gerade in Krisensituationen kann diese fehlende Transparenz das Risiko von Fehlentscheidungen und unbeabsichtigten Eskalationen erhöhen.

  • KInote #06 – SPEZIAL: Mensch und Natur unter Hitzestress – Wetterextreme, Klimaforschung und der Einsatz vonKI

    26.06.20261:35:15

    - KInote-Spezial zur starken Hitzelage über Teilen Deutschlands- Ausgewiesene Expert:innen teilen ihr Wissen und Einschätzungen - Interdisziplinäre Perspektive – Wie Künstliche Intelligenz eingesetzt wirdIn Deutschland kommt es derzeit über viele Tage zu einer starken Hitzewelle. Die Temperaturen könnten am kommenden Wochende sogar über 40 Grad ansteigen – erstmals, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, bereits in einem Juni. Allzeitrekorde für Deutschland sind möglich.Wir haben unser Programm angepasst und senden am Freitagabend eine Spezial-Folge von KInote: Klimawandel und Wetterextreme – mit vier ausgewiesenen Gästen aus der KI-gestützten Klimaforschung, der Klimageschichte, Meteorologie und den Gesundheitswissenschaften.Mit der Expertendiskussion möchten wir einen Beitrag zur sachlichen Erörterung der Folgen des Klimawandels leisten und auf die Fortschritte technologisch unterstützter Klimaanpassungs- und Vorsorgestrukturen hinweisen.Unsere Gäste- Klimahistoriker Prof. Dr. Christian Pfister von der Universität Bern, Autor eines Standardwerks zur Klimageschichte der letzten eintausend Jahre in Europa- Geografin und Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Elke Hertig, Universität Augsburg- Umweltmeteorologe Prof. Dr. Andreas Christen, Universität Freiburg (Breisgau)- Dipl.-Met. Dr. Katja Horneffer, Leiterin der Wetterredaktion des ZDFDiskussionsleitung: Prof. Dr. Marcel Schütz (KIWIT)Mehr Informationen: https://www.kiwit-projekt.de/kinote-s...KI-Forschungsgruppe KIWIT

  • KInote #05 – Droht die schleichende Machtübernahme? – Mit Simon Friederich

    19.06.202658:36

    Der Podcast #KInote mit Physiker und Philosoph Simon Friederich- Die Ungewissheit der Zukunft Künstlicher Intelligenz- Einblicke in die Wissenschafts- und Technikphilosophie - Zwischen Spekulation und Realismus: Welche Szenarien sind denkbar?Simon Friederich verbindet Physik und Philosophie. Er hat in beiden Fächern promoviert und lehrt heute als Associate Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Groningen. Seine Arbeitsinteressen reichen von der Quantenphysik und den Multiversumstheorien bis zur Philosophie moderner Technologien und zur Zukunft fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz.Im Gespräch geht es um eine derzeit intensiv diskutierte Sorge: Könnte KI schleichend Macht über zentrale Bereiche unserer Zivilisation gewinnen und schließlich eigene Ziele verfolgen, die sich menschlicher Kontrolle entziehen? Unstrittig ist, dass die Systeme immer leistungsfähiger werden. Welche Folgen daraus entstehen, lässt sich gegenwärtig kaum absehen. Menschen könnten sich jedoch daran gewöhnen, zentrale Aufgaben rund um Wissen Entscheiden an KI zu delegieren – und dabei nach und nach Kontrolle verlieren. Wie wahrscheinlich ein solches Szenario im Zuge weiterer Fortschritte wird, weiß derzeit aber niemand.Friederich unterscheidet zwei Risiken: Zum einen könnten KI-Systeme selbst immer größere Handlungsspielräume gewinnen. Zum anderen könnten Unternehmen oder Regierungen, die solche Systeme kontrollieren, enorme Machtfülle erlangen. Zugleich vermeidet er einseitigen Pessimismus. Die Geschichte kennt zahlreiche technologische Entwicklungen, die zum gesellschaftlichen Fortschritt beigetragen haben. Friederich versteht sich daher nicht als bloßer Mahner, sondern als Wissenschaftler, der Chancen und Risiken gleichermaßen ernst nimmt.Ein zentraler Begriff ist „Alignment“: KI-Systeme sollen an menschlichen Zielen und Werten ausgerichtet werden. Doch woran genau, wenn Gesellschaften pluralistisch, widersprüchlich und in ihren Zukunftsvorstellungen uneins sind? Friederich schlägt vor, weiter über die sozio-technische „Symbiose“ von Menschen und KI nachzudenken. Frage, was geschieht, wenn Schreiben, Argumentieren und andere kognitive Leistungen zunehmend an Sprachmodelle ausgelagert werden. In dieser Folge sprechen wir über KI als Werkzeug und Mitspieler, über Machtkonzentration und die offene Zukunft der Künstlichen Intelligenz. In der Sendung sind zwei von ihm eingespielte Klavierstücke (Mozart und Schumann) zu hören. Mit Simon Friederich sprechen Prof. Dr. Marcel Schütz und Co-Host Justus Bösch von der Forschungsgruppe KIWIT.Mit Simon Friederich sprechen Prof. Dr. Marcel Schütz und Co-Host Justus Bösch von der Forschungsgruppe KIWIT. Den Podcast begleitet der Wiener Komponist Walter Baco am Klavier. - Zur Podcastseite der Forschungsgruppe KIWIT.- Zur Webseite von Simon Friederich.

  • KInote #04 – Gibt es Intelligenz im All? Über extraterrestrische Forschung mit KI – mit Prof. Dr. Hakan Kayal

    22.05.202656:50

    Der Podcast KiNote mit Raumfahrtforscher und -ingenieur Hakan Kayal.Spannende Einblicke in die Erkundung unerklärlicher HimmelsphänomeneWie Wissenschaft mit der Suche nach außerirdischer Existenz umgehtDer Einsatz Künstlicher Intelligenz und weiterer TechnologienUnser Wissenschaftspodcast geht in die nächste Runde: Mit einer spannenden Folge zur KI-gestützten Forschung über Raumfahrttechnik und Extraterrestrik. Dazu sprechen wir mit Prof. Dr.-Ing. Hakan Kayal, dem Vorsitzenden des Interdisziplinären Forschungszentrums für Extraterrestrik, an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.UAP (Unidentified Anomalous Phenomena), früher UFO (Unidentified Flying Objects) bezeichnet, umfassen Beobachtungen ungewöhnlicher Erscheinungen, meist am Himmel, deren Ursache nicht eindeutig bestimmbar ist. Der Begriff UFO war über Jahrzehnte kulturell geprägt und teils stigmatisiert. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung hat sich daher zunehmend die neutralere Bezeichnung UAP etabliert, die eine ergebnisoffene, methodisch fundierte und interdisziplinäre Untersuchung ermöglicht.Die große Mehrheit der Beobachtungen lässt sich auf bekannte Objekte oder natürliche Phänomene zurückführen – etwa Flugzeuge, Satelliten, Drohnen, atmosphärische Effekte oder Wahrnehmungstäuschungen. Ein kleiner Anteil bleibt jedoch selbst nach sorgfältiger Analyse durch Fachleute und trotz guter Datenlage ungeklärt. Diese Fälle begründen ein wissenschaftliches Erkenntnisinteresse und verdeutlichen den Bedarf an systematischer, technologisch gestützter und datengetriebener Forschung. Auch die Möglichkeit einer Einwirkung durch außerirdische Intelligenz – wird sie auch als gering wahrscheinlich erachtet – kann dabei nicht prinzipiell ausgeschlossen werden.In dieser Folge betrachten wir den Einsatz von Methoden Künstlicher Intelligenz in der extraterrestrischen und Raumfahrt-Technik-Forschung. Dabei werden auch die verschiedenen Kategorisierungen ungewöhnlicher und unbekannter Himmels- und Luftphänomene diskutiert. Faszinierend ist die Frage, wie genau Forschung und Methoden für Erkenntnisbereiche gestaltet werden können (und sollen), die sich ergebnisoffen dem Unerklärlichen widmen.Mit Prof. Dr. Hakan Kayal sprechen Phillipp Krüger und Prof. Dr. Marcel Schütz von der Forschungsgruppe KIWIT.

  • KInote #03 – Die kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz – Mit Schriftsteller und Informatiker Michael Wildenhain

    22.12.20251:05:47

    In dieser Folge von KInote geht es um Michael Wildenhains Buch „Kurze Geschichte der KI“ – und damit dem Inhalt einer Erzählung, die Künstliche Intelligenz einmal von den historischen Vorlagen und Linien her denkt. Wird Künstliche Intelligenz dem Menschen ähnlicher – oder ihm sogar überlegen? Faszination und Angst vor Automaten, Robotern und Künstlicher Intelligenz begleiten Menschen seit langem. Der vielfach ausgezeichnete Autor Michael Wildenhain zeichnet diese Geschichte exemplarisch nach und geht der Frage nach, ob KI eines Tages mehr sein kann als ein technisches Werkzeug – und ob sie womöglich ein eigenes Bewusstsein entwickeln könnte. Spätestens mit ChatGPT im November 2022 hat die Debatte eine neue Intensität erreicht. Anhand zentraler historischer Stationen beschreibt Wildenhain die Entstehung und Deutung der KI: von literarischen Vorläufern wie Johann Wolfgang von Goethes Faust oder Mary Shelleys Frankenstein über die frühen Programmierpioniere Herbert A. Simon, Allen Newell und Alan Turing bis zu den philosophischen Interpreten wie Gottlob Frege und John Rogers Searle.​ So entsteht eine dichte Erzählung der KI, die Technik-, Ideen- und Kulturgeschichte miteinander verbindet. Wildenhain diskutiert dabei eindringlich, in welchem Sinn KI-Systeme – gemessen am menschlichen Maßstab – als intelligent gelten können, wo ihre Grenzen liegen und ob zunehmende Komplexität tatsächlich zu einem eigenen Bewusstsein führen könnte, das den Menschen eines Tages sogar übertrifft. Einen kleinen Streifzug durch die kurze Geschichte der KI unternehmen mit dem Autor am Mikrofon Phillipp Krüger und Marcel Schütz von KIWIT.