Köpfe der Szene
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Köpfe der Szene

Joti und Chris


Podcast

Baden-Württemberg ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte Europas, aber die Köpfe dahinter kennt kaum jemand. Das ändern Journalist Joti und Unternehmer Chris. Die beiden sprechen jede Woche mit Menschen, die den Südwesten wirtschaftlich prägen: Gründer:innen, Unternehmer:innen, Macher:innen. Keine Buzzwords, kein Blabla, sondern konkrete Learnings und umsetzbare Strategien, die du direkt auf dein eigenes Business, deinen Job oder dein Leben übertragen kannst.

Alle Folgen

  • Aus 1 Liter werden Tausende: Wie Senara Milch ohne Massentierhaltung produziert #67

    Vor 2 Tagen40:59

    Werbung und Partner: Diese Folge wird unterstützt durch unseren Partner, die GLS Bank. Weitere Informationen: https://www.gls.de/finanzieren/branchen/nachhaltige-wirtschaft/ Wer ist Svenja Dannewitz? Dr. Svenja Dannewitz ist Co-Gründerin und CEO von Senara. Die promovierte Biowissenschaftlerin forschte unter anderem in Cambridge, Manchester, Sheffield und Stanford, bevor sie nach Freiburg zurückkehrte. Mit Senara entwickelt sie ein Verfahren, bei dem milchproduzierende Zellen in Bioreaktoren echte Milch herstellen. Das Ziel: Milch mit vertrauten Eigenschaften und anpassbarer Zusammensetzung produzieren, ohne Kühe dauerhaft in industrielle Produktionssysteme einzubinden. Was passiert in der Folge? Milch aus Zellen klingt nach Science-Fiction – bei Senara steht sie bereits im Kühlschrank. Im Live-Podcast auf der Main Stage des Käpsele-Festivals erklärt Svenja, wie aus einem Liter frischer Milch die milchproduzierenden Zellen gewonnen werden und anschließend im Bioreaktor weiterarbeiten. So sollen aus einem Liter Ausgangsmilch Tausende Liter werden. Senara plant dafür eine Fabrik in den Niederlanden, die perspektivisch eine Million Liter pro Jahr produzieren soll. Wir sprechen darüber, warum Senara keine pflanzliche Alternative und auch keine eigene Milchmarke aufbauen will. Das B2B-Modell richtet sich an Molkereien und Lebensmittelunternehmen: Senara liefert Technologie und Bioreaktoren, mit denen sich je nach Anwendung etwa laktosefreie Milch, A2-Milch oder eine passende Zusammensetzung für Käse, Eis oder Sahne herstellen lässt. Svenja erklärt außerdem, warum die verwendeten Zellen nicht genetisch verändert werden und wie das Modell Landwirtschaft und Tierhaltung verändern könnte, ohne Landwirtinnen und Landwirte überflüssig zu machen. Sehr offen wird Svenja beim Thema Finanzierung. Senara startete 2022 mit 150.000 Euro, erzielte zuletzt fast eine Million Euro Umsatz über Forschungs- und Entwicklungsprojekte und hat rund 80 Unternehmen und Personen, die auf Proben warten. Trotzdem bleibt Kapital für die Skalierung der größte Engpass. Der Vergleich ist drastisch: Während ein App-Start-up fünf Millionen Euro einsammelt, würde Senara mit demselben Betrag eine große skalierte Milchfabrik bauen. Außerdem geht es um Europas fehlenden Mut bei DeepTech-Investments, die sogenannte Valley-of-Death-Phase, regulatorische Hürden im Labor und Svenjas persönliche Motivation. Die Idee entstand nicht nur aus Forschung, sondern auch aus einem konkreten Problem: Sowohl ein Mitgründer als auch Svenjas kleine Tochter vertrugen Kuhmilchprodukte nicht gut. Ihr Ziel ist deshalb eine echte Milch, die sich ernährungsphysiologisch anpassen lässt und zugleich nachhaltiger produziert werden kann. Relevante Links Mehr über Senara und das Team: https://www.senara.bio/discover-senara Svenja Dannewitz auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/svenja-dannewitz-prosseda-a434791b/ Käpsele Innovation Festival – Haufe Group Bühne: https://www.innovation-festival.de/programm/haufe-group-buehne

  • 30 Mio. € Umsatz, unverkäuflich und ohne aggressive Werbung: Das Sonett-Prinzip #66

    27.07.202659:09

    WERBUNG: Diese Folge wird unterstützt durch unseren Partner, die GLS Bank. Weitere Informationen: GLS Bank – Nachhaltige Wirtschaft. Die Ausstattung unseres Studios stammt von unserem Partner büroform. Weitere Informationen: büroform. Wer sind Kerstin Schramm und Rebecca Kramer? Kerstin Schramm und Rebecca Kramer sind seit 2022 Teil der dreiköpfigen Geschäftsführung von Sonett. Rebecca kam 2014 über Außendienst, Marketing und Kundenberatung ins Unternehmen, Kerstin 2016 und entwickelte sich ebenfalls aus operativen Verantwortungsbereichen in die Leitung. Gemeinsam führen sie einen der Pioniere für ökologische Wasch- und Reinigungsmittel – in einer Struktur, in der Sonett sich selbst gehört und weder verkauft noch vererbt werden kann. Was passiert in der Folge? Kann ein Unternehmen wachsen, ohne Gewinnmaximierung zum obersten Ziel zu machen? Sonett erwirtschaftet nach Aussage der beiden Geschäftsführerinnen rund 30 Millionen Euro Umsatz, verkauft seine Produkte in etwa 50 Ländern und setzt trotzdem weder auf aggressive Akquise noch auf einen möglichen Exit. Kerstin und Rebecca erklären, warum Sonett Anfragen aus neuen Märkten als Pull-Effekt versteht, bei den Inhaltsstoffen keine Kompromisse eingeht und dem Biofachhandel so treu bleibt, dass dafür bewusst Aufträge ausgeschlagen werden. Besonders konkret wird es bei der Unternehmensführung: Das höchste Gehalt darf laut interner Regel höchstens fünfmal so hoch sein wie das Einstiegsgehalt. Viele Leitungsrollen sind doppelt besetzt, Entscheidungen werden gemeinsam ausgetragen und jeden Morgen bringt ein kurzer Austausch die Abteilungen auf denselben Stand. Die beiden sprechen offen darüber, dass es zwischen ihnen auch krachen kann – und warum gerade ihre Unterschiede zu Lösungen führen, auf die keine von ihnen allein gekommen wäre. Am Ende wird daraus ein klares Learning für Gründer:innen: Eine starke Mission braucht Mut, wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit und Menschen, die Verantwortung wirklich übernehmen wollen. Kerstins Empfehlung ist entsprechend deutlich: Wer heute gründet, sollte es mindestens zu zweit tun. Relevante Links Sonett – offizielle Website Sonett – Unternehmensporträt und Geschichte Sonett – Menschen und Zusammenarbeit Sonett – Verantwortung und Verantwortungseigentum Stiftung Verantwortungseigentum

  • So baust du neben dem Vollzeitjob ein profitables UGC-Business auf #65

    20.07.202640:03

    WERBUNG: Diese Folge wird unterstützt durch unseren Partner, die GLS Bank. Weitere Infos dazu findest du hier: https://www.gls.de/finanzieren/branchen/nachhaltige-wirtschaft/ Wer ist Manuel Schulz? Manuel Schulz ist UGC-Creator, Content Creator und Teamlead im Marketing. Auf Instagram zeigt er Restaurants, Cafés, Freizeitaktivitäten und besondere Orte rund um Stuttgart – kombiniert mit seinem ganz eigenen, authentischen Stil. Neben seinem Vollzeitjob hat er sich in kurzer Zeit ein profitables Business mit UGC-Content und Social Media aufgebaut und produziert heute Inhalte sowohl für seinen eigenen Kanal als auch für Unternehmen. Was passiert in der Folge? Wie schafft man es, sich 2026 noch eine relevante Instagram-Community aufzubauen? Manuel Schulz erzählt, warum er nie mit dem Ziel gestartet ist, Influencer zu werden, weshalb Authentizität für ihn wichtiger ist als ein perfekter Content-Plan und warum Reichweite oft deutlich unberechenbarer ist, als viele glauben. Wir sprechen darüber, wie UGC funktioniert, warum Unternehmen zunehmend auf authentische Creator statt klassische Werbung setzen und weshalb der Einstieg eines Videos häufig wichtiger ist als alles andere. Außerdem geht es um Kooperationen, Test-Reels, den Algorithmus, die Zukunft von Instagram und TikTok, den Spagat zwischen Vollzeitjob und Content Creation sowie die Frage, warum Manuel trotz seines Erfolgs Social Media manchmal am liebsten komplett löschen würde. Eine ehrliche Folge über Chancen, Grenzen und die Realität hinter dem Creator-Alltag. Relevante Links ? Manuel Schulz auf Instagram: https://www.instagram.com/manuel.s.life/

  • Die Wahrheit über Personal Branding mit Abu Budik (doen doen) und Nico Zingariello (L’Artista) #64

    13.07.202645:49

    WERBUNG: Diese Folge wird unterstützt durch unseren Partner, die GLS Bank. Weitere Infos dazu findest du hier: https://www.gls.de/finanzieren/branchen/nachhaltige-wirtschaft/ Wer sind Abdullah Budik und Nico Zingarielli? Abdullah „Abu“ Budik ist Gründer von doen doen, einer veganen Gastronomiemarke mit mehreren Standorten in Stuttgart und Berlin. Sein Fokus liegt bewusst auf einer starken Marke, während er selbst lieber im Hintergrund bleibt. Nico Zingarielli ist Gründer von L’Artista, einer der bekanntesten Pizzerien Stuttgarts. Er hat seine Reichweite über Social Media und seine eigene Persönlichkeit aufgebaut und steht heute mit seiner Personal Brand im Mittelpunkt seines Unternehmens. In dieser Live-Folge treffen zwei völlig unterschiedliche Wege aufeinander – und beide funktionieren. Was passiert in der Folge? Marke oder Personal Brand – was ist langfristig die bessere Strategie für ein Unternehmen? Genau darüber diskutieren Abu und Nico offen und ehrlich. Während Nico erzählt, wie Social Media und seine eigene Bekanntheit zum Wachstum von L’Artista beigetragen haben, erklärt Abu, warum er sich ganz bewusst gegen eine Personal Brand entschieden hat und stattdessen seine Marken doen doen Burger und doen doen Kebap in den Vordergrund stellt. Die beiden sprechen über Reichweite, Influencer-Marketing, Mundpropaganda, Markenaufbau und darüber, warum ein gutes Produkt am Ende wichtiger ist als jeder virale Instagram-Post. Außerdem geht es um Expansion, Franchising, nachhaltiges Wachstum und die Frage, wie man eine Gastronomiemarke aufbaut, die auch ohne den Gründer funktioniert. Herausgekommen ist eine spannende Diskussion mit zwei komplett unterschiedlichen Perspektiven – und jeder Menge Learnings für Unternehmerinnen, Unternehmer und alle, die gerade selbst eine Marke aufbauen. Relevante Links ? doen doen Kebap: https://www.instagram.com/doen.doen.kebap/ ? doen doen Burger: https://www.instagram.com/doen.doen.burger/ ? L’Artista: https://www.instagram.com/lartistapizza.official/?hl=de

  • Startup-Expertin: Deshalb musst du im B2B-Sales vermehrt auf Events, Telefon und persönliche Kontakte setzen

    02.07.202652:53

    Wer ist Lisa Raab? Lisa Raab ist Gründerin von Spotium, einem bootstrapped Startup, das eine Sales-Intelligence-Software für Industrieunternehmen entwickelt hat. Mit Spotium hilft sie Maschinenbauern, Zulieferern und mittelständischen Industriebetrieben dabei, neue Kunden, passende Projekte und relevante Marktchancen schneller zu finden. In der Folge bringt Lisa die Startup-Perspektive in die NXTGN-Miniserie ein und erklärt, was Venture Partnering in der Praxis bedeutet: nicht als Buzzword, sondern als echte Zusammenarbeit zwischen jungen Unternehmen und etabliertem Mittelstand. Was passiert in der Folge? In dieser dritten NXTGN-Sonderfolge geht es um die Frage, wie Startups wirklich mit Mittelstand und KMU zusammenarbeiten können. Lisa Raab erklärt, warum Venture Partnering für Startups so wichtig ist: Es schafft Referenzen, öffnet Türen zu größeren Unternehmen und kann junge Firmen deutlich schneller in eine andere Liga bringen. Gleichzeitig spricht sie sehr ehrlich darüber, wie hart der Weg dorthin ist. Ein Pilotprojekt entsteht selten über Nacht, Sales braucht Vorbereitung, Nachbereitung und oft sehr viele Anläufe. Besonders spannend wird die Folge dort, wo Lisa konkret wird: E-Mail funktioniert ihrer Erfahrung nach kaum noch, Events müssen strategisch vorbereitet werden und Startups müssen sehr genau entscheiden, ob ein Kunde wirklich zum eigenen ICP passt. Gemeinsam mit Annalena Ruhoff von NXTGN geht es außerdem darum, warum die Zusammenarbeit mit Start-ups für Mittelständler kein „Nice to have“ mehr ist, sondern ein Hebel, um in Transformation und Krise handlungsfähig zu bleiben. Relevante Links: ? NXTGN: https://join-nxtgn.com/ ? Whitepaper „Startups als Partner“: https://join-nxtgn.com/whitepaper-startups-als-partner/ ? Spottium: https://www.spotium.de/de ? Lisa Raab auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lisa-raab-40a335172/ ? Innovationsgutschein L-Bank: https://www.l-bank.de/produkte/finanzhilfen/innovationsgutschein.html

  • Trigema-CEO Wolfgang Grupp junior: Gleiche Werte, anderer Führungsstil #63

    29.06.20261:00:05

    WERBUNG: Diese Folge wird unterstützt durch unseren Partner, die GLS Bank. Weitere Infos dazu findest du hier: https://www.gls.de/finanzieren/branchen/nachhaltige-wirtschaft/ Wer ist Wolfgang Grupp junior? Wolfgang Grupp junior ist Geschäftsführer von Trigema und führt das Familienunternehmen seit Anfang 2024 gemeinsam mit seiner Schwester Bonita Grupp in der nächsten Generation. Trigema steht seit Jahrzehnten für Kleidung Made in Germany, eigene Produktion und eine sehr klare Unternehmerhaltung. In der Folge spricht Wolfgang Grupp junior darüber, wie man ein traditionsreiches Familienunternehmen weiterführt, wenn der eigene Vater zu den bekanntesten Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands gehört. Dabei wird schnell klar: Die Werte sollen bleiben, aber der Führungsstil muss zur neuen Generation passen. Was passiert in der Folge? Diese Folge dreht sich um eine Frage, die viele Familienunternehmen und Mittelständler kennen: Wie gelingt ein Generationenwechsel, wenn das Unternehmen so stark mit einer Person verbunden ist? Wolfgang Grupp junior spricht offen darüber, warum er die Werte seines Vaters weiterführen will, aber nicht dessen autoritären Führungsstil kopieren kann. Es geht um den langsamen Übergang in der Geschäftsführung, den Druck als „Sohn von“, die Erwartungen langjähriger Mitarbeitender und die Frage, wie man eigene Fußstapfen setzt, statt alte füllen zu wollen. Gleichzeitig wird es sehr konkret: Wolfgang erzählt, wie sein Arbeitsalltag bei Trigema aussieht, warum er und Bonita weiterhin stark operativ im Unternehmen arbeiten und weshalb junge Mitarbeitende heute anders geführt werden müssen als frühere Generationen. Wir sprechen über Purpose an der Maschine, schnelle Entscheidungen, Kooperationen mit jungen Marken wie LFDY und V-Lays, Marketing zwischen Messbarkeit und Bauchgefühl und die Frage, ob Trigema irgendwann das deutsche Uniqlo werden könnte. Ein großer Teil der Folge dreht sich außerdem um Made in Germany: Wolfgang erklärt, warum er manchmal das Gefühl hat, dass Produktion in Deutschland politisch und bürokratisch eher erschwert als unterstützt wird. Am Ende bleibt ein sehr klares Learning: Wer ein Traditionsunternehmen in die nächste Generation führen will, muss die Werte bewahren, aber den eigenen Weg finden. Relevante Links ? Trigema: https://www.trigema.de/ ? Trigema Nachfolge: https://www.trigema.de/magazin/trigema-nachfolge/ ? Wolfgang Grupp jun. bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wolfgang-grupp-jun-a0228358/