Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Handwerk spricht


Podcast

Hier dreht sich alles ums Handwerk: spannende Interviews, praktische Tipps und inspirierende Projekte. Ich bin Oliver Oettgen, leidenschaftlicher Handwerker, und zeige dir, wie vielseitig und wertvoll unsere Branche ist. Mit diesem Podcast möchte ich Traditionen bewahren, Wissen teilen und dich motivieren, selbst aktiv zu werden. Egal ob Profi oder Hobby-Handwerker – hier findest du Inspiration und eine Community, die das Handwerk lebt und liebt. Hör rein und werde Teil davon!

Alle Folgen

  • 3DDruck im Handwerk: Warum Förderung den Wettbewerb verzerrt

    Heute24:17

    Ein 3D-Drucker für 290 Euro ist nicht mit einer professionellen Anlage für 250.000 Euro vergleichbar.Und etablierte Betriebe müssen ihre Investitionen oft selbst finanzieren. Michael Pohlisch spricht mit Oliver Oettgen über Unternehmertum, technologische Entwicklung und die Frage, wie fair der Wettbewerb im Handwerk wirklich ist. 1997 gründete er mit weiteren Mitstreitern die Firma Fastpart. Mit hohem finanziellem Risiko, geliehenem Kapital und großen Investitionen in Maschinen, Software und moderne Technologien setzte das Unternehmen früh auf 3D-Druck, digitale Konstruktion und die Herstellung von Prototypen. Heute entstehen dort Einzelstücke, die es weltweit nur einmal gibt. Doch technologische Vorreiter zu sein, bedeutet auch, hohe Verantwortung zu tragen – für Investitionen, Mitarbeiter und deren Familien. In dieser Folge geht es unter anderem darum: warum ein professioneller 3D-Drucker nicht mit einem günstigen Discounter-Modell vergleichbar istwie sich Handwerk durch Digitalisierung, CAD, CNC und 3D-Druck verändertweshalb technologische Investitionen für etablierte Betriebe zur finanziellen Belastung werden könnenwarum Fördermittel aus Sicht eines erfahrenen Unternehmers den Wettbewerb verzerren könnenwie aus sechs Mitarbeitern ein Unternehmen mit heute rund 30 Beschäftigten wurdeweshalb Gründung und das Schreiben schwarzer Zahlen zwei völlig unterschiedliche Herausforderungen sindob Handwerk ohne Leidenschaft, Eigeninitiative und Bereitschaft zu viel Arbeit überhaupt funktionieren kannMichael erzählt außerdem, warum er ernsthaft darüber nachgedacht hat, ein neues Unternehmen zu gründen, um wieder Zugang zu Fördermitteln zu erhalten – nicht, um „Geld geschenkt zu bekommen“, sondern um gegenüber geförderten Wettbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben. Die zentrale Frage lautet: Unterstützt die aktuelle Förderpolitik das Handwerk wirklich – oder benachteiligt sie gerade die Unternehmen, die sich über viele Jahre selbst aufgebaut und finanziert haben? Wie fair findest du es, wenn junge Unternehmen hohe Förderungen erhalten, etablierte Handwerksbetriebe ihre Investitionen aber selbst tragen müssen? Schreib deine Meinung oder eigene Erfahrung in die Kommentare, folge der Folge und abonniere „Handwerk spricht“ auf Spotify. Teile diese Episode mit Handwerksunternehmern, Führungskräften und Menschen, die über die Zukunft des Handwerks diskutieren. ? Mehr zur Folge, Transkript und Quellen: https://citecast.fm/handwerk-spricht-der-handwerk-podcast

  • Kfz-Mechatronikerin: Karriere, Fehlerkultur und Vielfalt im Handwerk

    29.07.202616:34

    Was passiert, wenn ein Fehler in der Werkstatt mehrere tausend Euro kosten kann? Und warum entscheidet nicht der Fehler selbst darüber, wie schlimm die Situation wird – sondern der Umgang des Unternehmens damit? Angelina ist 22, Kfz-Mechatronikerin und arbeitet in einem Audi-Zentrum. Sie erzählt von Unfällen, Druck, Verantwortung und dem Unterschied zwischen einer Unternehmenskultur, die Schuldige sucht, und einer, die gemeinsam nach Lösungen sucht. Gleichzeitig räumt sie mit einem alten Vorurteil auf: Handwerk ist kein Karriereweg zweiter Klasse. Es bietet gute Verdienstmöglichkeiten, Weiterbildungen und echte Perspektiven. Doch damit junge Menschen bleiben, muss sich auch etwas verändern – bei Arbeitszeiten, Ausstattung, Wertschätzung und Vielfalt. Warum eine Frau in der Werkstatt längst selbstverständlich sein sollte, was das „bunte Handwerk“ bewegt und weshalb Angelina sich eine Vier-Tage-Woche wünscht, hörst du in dieser Folge. Jetzt anhören, speichern und dem Podcast folgen. Wenn dich die Folge überzeugt, teile sie mit jemandem aus dem Handwerk. ? Mehr zur Folge, Transkript und Quellen: https://citecast.fm/handwerk-spricht-der-handwerk-podcast/kfz-mechatronikerin-karriere-fehlerkultur-und-vielfalt-im-handwerk

  • So gelingt der Weg von der Ausbildung zur Betriebsübernahme

    22.07.202618:54

    Ein Studium begonnen, Mutter geworden – und dann den eigenen Weg noch einmal völlig neu gedacht. Katharina Pech wollte nicht nur theoretisch arbeiten, sondern mit Menschen, mit ihren Händen und an etwas, dessen Ergebnis unmittelbar spürbar ist. So führte ihr Weg in die Augenoptik und zur Brillenkammer in Berlin. Dort bekam sie bereits während ihrer Ausbildung eine außergewöhnliche Chance: Ausbildung verkürzen, Meisterschule absolvieren und anschließend den Betrieb übernehmen. In dieser Folge erzählt Katharina, warum sie diesen Schritt nur mit einem starken persönlichen Netzwerk gehen konnte und weshalb Vertrauen, Offenheit und ehrliche Gespräche für eine Betriebsübergabe entscheidend sind. Außerdem geht es um die besondere Verbindung von Präzision und Einfühlungsvermögen in der Augenoptik, um die Attraktivität des Handwerks und um Nachhaltigkeit, die weit über ökologische Fragen hinausgeht. Katharinas wichtigste Zukunftsthese: Wir müssen uns von Konkurrenz hin zu mehr Kooperation entwickeln. Eine Folge über Mut, Verantwortung und ein Handwerk, das weit mehr sein kann als ein Plan B. Folge „Handwerk spricht“, speichere diese Episode und schicke sie einem Menschen, der gerade über seinen beruflichen Weg nachdenkt. ? Mehr zur Folge, Transkript und Quellen: https://citecast.fm/handwerk-spricht-der-handwerk-podcast/so-gelingt-der-weg-von-der-ausbildung-zur-betriebsuebernahme

  • Jobanzeigen sind tot – so baust du dir deine Fachkräfte selbst

    15.07.202626:36

    Keine Bewerbungen, keine Fachkräfte, keine Zukunft? Jens Gurk wartet nicht länger darauf, dass ihm geeignete Mitarbeiter zufällig über den Weg laufen. Er bildet seine Fachkräfte selbst aus – und hat die Zahl seiner Auszubildenden dadurch von zwei auf zehn gesteigert. Im Gespräch mit Oliver Oettgen erklärt Jens, warum klassische Stellenanzeigen kaum noch funktionieren, weshalb Schulnoten bei der Auswahl für ihn zweitrangig sind und wie Praktika zu einem der stärksten Recruiting-Werkzeuge seines Unternehmens geworden sind. Außerdem sprechen die beiden darüber, warum sich das Handwerk teilweise selbst unattraktiv für junge Menschen macht, welche Rolle Schulen und Bildungswerke spielen und warum echte Einblicke in den Arbeitsalltag häufig überzeugender sind als aufwendig produzierte Recruiting-Videos. Doch es geht nicht nur um Nachwuchs: Jens zeigt auch, wie sein Betrieb den Weg vom Papierchaos zu einem zu rund 97 Prozent digitalisierten Unternehmen geschafft hat – mit Tablets, digitaler Zeiterfassung, Materialscannern, Fotodokumentationen und KI-gestützten Arbeitsberichten. Eine Folge für alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die nicht länger über den Fachkräftemangel sprechen, sondern ihn im eigenen Betrieb lösen wollen. Darum geht es in dieser Folge: 00:00 Ist das Handwerk nur noch ein Plan B?02:05 Bremst der Meisterbrief das Handwerk aus?03:35 Macht sich das Handwerk selbst unattraktiv?04:58 Praktika statt klassischer Bewerbungen07:05 Von zwei auf zehn Auszubildende09:03 Warum Betriebe wieder in die Schulen müssen11:25 Funktioniert Mitarbeitergewinnung über Social Media?13:17 Azubis als authentische Botschafter des Betriebs15:24 Ist die heutige Ausbildung noch zeitgemäß?17:24 Der neue Beruf des Gebäudesystemintegrators19:15 Vom Papierbetrieb zur digitalen Organisation21:43 Digitalisierung beginnt im Kopf24:44 Was sich im Handwerk radikal verändern muss Über den Gast: Jens Gurk ist Geschäftsführer der Jens-Gurk-Elektro-Bau GmbH und stellvertretender Obermeister der Elektro-Innung. In seinem Unternehmen setzt er konsequent auf Ausbildung, Kooperationen mit Schulen und Bildungswerken sowie die Digitalisierung der betrieblichen Abläufe. ?️ Gastgeber: Oliver Oettgen? Podcast: Handwerk spricht ? Mehr zur Folge, Transkript und Quellen: https://citecast.fm/handwerk-spricht-der-handwerk-podcast/jobanzeigen-sind-tot-so-baust-du-dir-deine-fachkraefte-selbst

  • Die KI kann keine Wand streichen

    09.07.202625:11

    In dieser Folge von Handwerk spricht spricht Oliver Oettgen mit Peter Kohls, Malermeister, Unternehmer und stellvertretender Obermeister der Malerinnung, über die Frage, warum das Handwerk wieder selbstbewusster auftreten muss. Es geht um den Meisterbrief als Gütesiegel, um Werte wie Pünktlichkeit, Ordnung und Verantwortung, um Ausbildung, Nachwuchsgewinnung, Ehrenamt und die Rolle von Innungen und Handwerkskammern. Peter gibt ehrliche Einblicke in seinen Alltag als Malermeister: Wie gewinnt er Auszubildende? Welche Rolle spielen Schulpatenschaften und Praktika? Wie viel Digitalisierung braucht ein kleiner Handwerksbetrieb wirklich? Und wie kann Nachhaltigkeit im Alltag funktionieren, ohne zur reinen Image-Floskel zu werden? Besonders stark wird das Gespräch, wenn Oliver und Peter über die gesellschaftliche Stimmung sprechen: negative Nachrichten, Unsicherheit, politische Unruhe und die Frage, wie sehr diese Dauerbeschallung auch Handwerksbetriebe belastet. Am Ende steht eine radikale Idee: Sollte jeder Jugendliche einmal eine handwerkliche Ausbildung machen? Und eine klare Ansage: Die KI kann keine Wand streichen. Wenn dir diese Folge gefällt, folge Handwerk spricht, speichere die Episode und teile sie mit jemandem, der das Handwerk nicht länger unterschätzen sollte. ? Mehr zur Folge, Transkript und Quellen: https://citecast.fm/handwerk-spricht-der-handwerk-podcast/die-ki-kann-keine-wand-streichen

  • Der Tod wird totgeschwiegen – sie macht ihn sichtbar

    26.06.202624:03

    Was bleibt von einem Menschen, wenn er geht – und wie kann ein Abschied wirklich zeigen, wer dieser Mensch gewesen ist? Maria Kaufmann hat „Ab unter die Erde“ aus einer sehr persönlichen Erfahrung heraus gegründet. Nach dem Tod ihres Vaters und später ihres Neffen wurde ihr klar, dass sie Bestattungen anders gestalten möchte: persönlicher, transparenter, leichter und näher am Leben des verstorbenen Menschen. In dieser Folge von „Handwerk spricht“ erzählt Maria, warum bei ihr nicht der Verkauf von Särgen und Urnen im Mittelpunkt steht. Stattdessen begleitet sie Familien dabei, individuelle Lebens- und Abschiedsfeiern zu gestalten – im Fußballstadion, im Club, im Museum, am Strand oder an einem anderen Ort, der wirklich zu dem Menschen passt. Mit Oliver Oettgen spricht sie außerdem über den Meisterbrief, fehlende Sichtbarkeit im Handwerk, professionelle Nähe und die Frage, warum wir über Tod und Trauer noch immer so selten offen sprechen. Eine Folge über Verlust, Berufung, Unternehmertum und den Mut, eine traditionsreiche Branche menschlicher zu machen. Folge „Handwerk spricht“, speichere diese Episode und teile sie mit einem Menschen, für den dieses Gespräch wichtig sein könnte. ? Mehr zur Folge, Transkript und Quellen: https://citecast.fm/handwerk-spricht-der-handwerk-podcast/der-tod-wird-totgeschwiegen-sie-macht-ihn-sichtbar