Pension Alcatraz
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Dietmar Wischmeyer und Tina Voß


Podcast

Pension Alcatraz Wir (Tina Voß und Dietmar Wischmeyer) möchten mit unserem vierzehntägigen Podcast unsere Hörer auf eine Weise unterhalten, die sie woanders selten finden: anarchisch und zur Not auch mal intelligent - muß aber nicht sein. Unsere Themen gehen quer durch die Gesellschaft, von Freizeitvergnügen bis Philosophie, von oben bis unten - ja auch „untenrum“ scheuen wir nicht, jedes kalte Eisen noch mal aufzuwärmen. Unser besonders Anliegen ist es, alle Hörer jederzeit über den Pegelstand der Harzer Talsperren zu informieren. Partnerstädte des Podcasts sind Salzgitter, Salzderhelden, Svalbard und Jan Mayen. Sollte sich dort etwas Interessantes tun, seid ihr die ersten, die davon erfahren. Da dies meist nicht der Fall ist, reden wir über uns selbst, alle anderen, was gerade so anliegt oder auf dem Teller. Sowohl Tina als auch Herr Wischmeyer sind unbarmherzige Anhänger des maskulinen Feminismus und der ovovegetabilen Küche mit leicht canivorischen Einschlägen, auch darüber lassen wir die Hörer nicht im Unklaren. Wer zudem noch ungefragt darüber informiert werden möchte, was die Gnus in der Serengeti so treiben, wenn der Löwe seine Elternzeit nimmt oder warum Dampfloks mit Speisewasservorwärmer sich nicht durchsetzen konnten, ja der ist bei uns auch richtig – und noch besser, er wird davon kaum noch belästigt, weil wir das in unserem Vorgängerpodcast „Wischmeyers Stundenhotel“ schon bis kurz vorm Kuchen-Erbrechen sieben lange Jahre diskutiert haben. Hat das euer Interesse geweckt, dann laden wir euch ein, jeden ersten und dritten Sonntag im Monat unsere Gäste zu sein: Pension Alcatraz – wir halten dich fest.

Alle Folgen

  • #8 Erwachsenwerden

    07.06.202650:17

    In der achten Sitzung der Pension Alcatraz nehmen sich Tina Voß und Dietmar Wischmeyer zum mittlerweile dritten Mal das Erwachsenwerden vor und stellen am Ende fest: stattgefunden hat es bei beiden noch nicht. Stattdessen geht es um Schützenfest-Pinkeltechnik, Brust-Skulpturen im Vorgarten, einen Hahn namens Fridolin, Campinos Gemeinschaftsgrab und die Frage, welche Dosensuppe man kalt essen darf. Die Themen dieser Episode im Überblick: • Partnergefängnis Alcatraz: Die neue Rubrik, die Dietmar partout keine Rubrik nennen will, startet standesgemäß mit dem Namensgeber. Tina war als Besucherin dort und kaufte danach ihr Haus, Dietmar hat auf einer Gefängnisinsel geheiratet. Erkenntnis: Vom Knast aus guckt man ohnehin nur auf die Wand, die Insel ist egal. • Servicebereich Immobilien: Von der größten Flussinsel Europas (Harriersand in der Weser, mit Blick auf den Schüttguthafen) über das Wellnesshotel mit Betonwerk gegenüber bis zur Marienburg, von der man auf das Zementwerk Pattensen schaut. Die Lehre: lieber das Zementwerk haben als drauf gucken. • Die Tittomanie im Vorgarten: Die Vorbesitzer haben überall Brust-Skulpturen verteilt, manche mit Gerippe-Kopf, eine auf einem großen Fuß. Dietmar hätte sie längst in den Betonschredder geworfen. Tina hat nach sechs Jahren noch eine von einer Hand umklammerte Steinschlange im Efeu entdeckt. • Fridolin schlägt 4:08 Uhr: Tina übernachtet bei einer Gartenparty in Brandenburg im Wohnmobil, vier Meter neben dem Hühnergehege. Der Hahn kräht im freien Rhythmus, Tina wünscht ihm im Halbschlaf den Hals und gerät danach in Manifestations-Panik, als ein totes Huhn aus dem Gehege getragen wird. • Junggesellenabschied und Hosenvergrabung: Warum man mit über 50 noch heiratet, wenn die Silberhochzeit statistisch außer Reichweite liegt. Dazu die Hose-Vergraben-Zeremonie als sublimierte Form der Vorhaut-Vergrabung und ein Exkurs über den kleinen Zeh, der eigentlich nur im Strumpf hängen bleibt. • Campinos Gemeinschaftsgrab: Der Tote-Hosen-Sänger kaufte 2001 siebzehn Plätze auf dem Düsseldorfer Südfriedhof, drei sind belegt. Es schließen sich heikle Fragen an: Verwirkt man seinen Platz durch Scheidung, und darf man Gräber eigentlich bei Airbnb untervermieten? • Sargbretter im Vorgarten: Dietmar will sich vom Bekannten mit der Horizontal-Gattersäge die eigenen Sargbretter sägen und ein paar Jahre trocknen lassen, ganz wie sein Opa. Tina warnt vor feuchtem Holz und dem sich verziehenden Sarg. Nebenbei: Gatter, Gittelde und warum der Ort eigentlich „Muschitaun“ heißt. • Die Sandwich-Jahre: Die Phase zwischen 30 und 40, eingeklemmt zwischen pubertierenden Kindern und alternden Eltern, dazu Karriere und unbezahlbares Eigenheim. Und der Psycho-Bubble, der jetzt auch hierzulande verlangt, dass das innere Kind Heimat findet. • Wann hört die Jugend auf? Dietmars Kindheit endete mit zwölf, seine Jugend mit 41, definiert über die Abwesenheit jeder Altersvorsorge. Tina dachte schon als Teenager an die Zukunft, allerdings nur bis zum nächsten Disko-Donnerstag. Dazu ihr geiziger Berufssoldaten-Freund, der seine Buletten zählte. • Das Dosensuppen-Seminar: Kalte Ravioli, die Bihun-Suppe, der Schnippelbohnen-Eintopf von Sonnen-Bassermann und der Arktisforscher, den bleiverlötete Dosen ins Grab brachten. Erwachsensein heißt am Ende: selbst entscheiden, wann und was es zu essen gibt, und sei es Spaghetti mit Ketchup auf offenem Feuer. Das Fazit nach knapp einer Stunde: Erwachsensein hat bei beiden noch nicht angefangen. Sollte es das je tun, gibt es einen dritten Podcast.

  • #7 Comeback oder bleib weg - Bonus

    31.05.20261:07:49

    Eine Sonderfolge, weil der Mai uns mit fünf Sonntagen beschert hat und Tina Voß und Dietmar Wischmeyer einfach zu viel Spaß haben, um eine Lücke zu lassen. Den Titel hat Tina in drei Sekunden erfunden und sich vorsichtshalber gleich die Rechte gesichert, Dietmar vermutet hingegen eine Teufelseingebung. Das eigentliche Programm: sechs Comedy-Stücke aus Dietmars Frühstyxradio-Zeit, rund 30 Jahre alt, auf den Prüfstand gestellt. Comeback oder bleib weg? Die Themen dieser Episode im Überblick: Sonderfolge und Exorzismus: Tina erfindet den Episodentitel in Rekordzeit. Dietmar verweist auf den laufenden Exorzismus-Kongress in Rom mit 260 Teilnehmern, darunter ehemals Besessene, die sich jetzt als Testimonials zur Verfügung stellen. Rhabarber-Muffin und Hibiskus-Bremsenreiniger: Weil nachmittags aufgezeichnet wird, gibt es einen Muffin in „Rentner-Dackel-Dünnschissfarbe" und einen Hibiskus-Kombucha, der schmeckt wie Felgenreiniger. Dazu der übliche Talsperren-Lagebericht: 64 statt 72 Prozent, wir sind alle verloren. Harz statt Hörer Ulf: Die Talsperren werden jetzt persönlich inspiziert. Tina landet mit dem Wohnmobil versehentlich auf dem Radrundweg um die Granetalsperre und wird von Mountainbikern vertrieben. Außerdem: Clausthal-Zellerfeld als männerreichste Stadt laut einer Wochenschau der 50er. Die neu entdeckte Schadenfreude: Tina sitzt frühmorgens mit Kaffee im Wohnmobil und genießt es, wie spätere Bikepark-Besucher vergeblich nach Parkplätzen kreisen. Dietmar empfiehlt den Ausbau zum Gehässigkeits-Tourismus, etwa von der Autobahnbrücke aus. Clausthal-Zellerfeld geht viral: Das Running-Gag-Wort trägt Früchte, inklusive eines KI-Bilds von Rock Hudson mit Schild und dreier frischer Lehnwörter in der indonesischen Bahasa. Dazu die Geosammlung der TU Clausthal mit 100.000 Steinen und ein Exkurs über Kupfer im Harz gegen die Atacama. Flachwitz-Schule: Vom fleischlosen Kind („ersetzen mit einem Hund") über die Verfügbarkeit von Handwerkern in Pornos bis zu Ramses in Hieroglyphen und den Kanarienvögeln, die es auf den Kanaren gar nicht gibt. Die Fahrgemeinschaft: Erstes Archivstück. Fleischsalat ohne Fleisch, der autoklauende Jaroslaw und ein schwuler Intellektueller, gesprochen von Oli Welke. Verdikt: heute heikel, damals geliebt. Plattengülle Döner und Cucina di Diabolo: Multikulti-Comedy in Reinform, gesprochen von Martin Jürgensmann. „Türklinke ist eine Erfindung von Türkei" und ein italienisches Muttertagsmenü aus Tapetenresten mit Kleister. Hier entstanden auch „Tisch 5" und der „Runzelarsch". SUV und Heldengedenktag: Ein Generationskonflikt um ein geliehenes Zelt, der in Versicherungsbetrug mündet, und eine Wiedervereinigungs-Tirade nach dem Vorbild von Alfred Tetzlaff. Erschütternd aktuell, bis auf das Wort SUV. Die Ü70-Party aus Plattengülle: Das Finale. Eine ZDF-Hitparaden-Parodie mit Pflegestufe-3-Schlagern, Chris-de-Burgh-Verballhornungen und Roger Whittakers „Indian Lady". Dazu Dietmars erster Bundeswehr-Einsatz bei Radio Andernach, mit sechs Stunden Bahnverspätung und einem frierenden Gefreiten am Bahnsteig. Das Fazit nach 30 Jahren: zwei Drittel hält man noch gut aus, ein Drittel gibt man besser nicht öffentlich zu. Eine Wiederholung folgt beim nächsten Monat mit fünf Sonntagen.

  • #6 Welt der Erwachsenen

    17.05.202652:15

    In der sechsten Sitzung der Pension Alcatraz beginnt die Welt der Erwachsenen mit einer ausgewachsenen Luftschutzsirene aus dem Zweiten Weltkrieg, die Dietmar Wischmeyer beim Aufräumen wiedergefunden hat. Tina Voß hatte sich auf eine Wurst gefreut. Was folgt, ist im Wesentlichen alles außer dem angekündigten Thema, das wir am Ende selbst kaum noch finden. Die Themen dieser Episode im Überblick: Luftschutzsirene zur Begrüßung: Dietmars Opa war Bürgermeister und Luftschutzbeauftragter in einem strom-abstinent religiösen Dorf, das nie bombardiert wurde. Zwei Hand-Sirenen sind übrig, eine kreischt jetzt im Studio. Die echte Welt der Erwachsenen: Vor der Moskauer Lubjanka, dem KGB-Foltergefängnis, gab es einen Spielzeugladen namens „Welt der Kinder". Spitzname des Gegenübers: Welt der Erwachsenen. So zynisch witzig wird man nur unter einer ordentlichen Diktatur. Tinas Gartenhaus aus Soja: Versehentlich kiloweise Soja-Chunks bestellt, daraus heute veganes Chicken Massala mit Hirse statt Reis (wegen Arsen). Außerdem: was ein Tapir mit Enddarmfermentierern zu tun hat und warum Sauerkraut dem Kimchi überlegen ist. Koreanisches Fisch-Frühstück in Duisburg: Tinas junge Affäre, eine ganze Flasche Martini und ein Mitbewohner, der morgens schon getrocknete Fische verzehrte. Seitdem keinen Martini mehr, und die feste Überzeugung, dass das Frühstück die konservativste Speise der Menschheit ist. Buchführung: Ein anzüglich getaggter Mitbewerber-Podcast hat alle Sexwörter durch „Buchführung" ersetzt. Wir suchen jetzt ein eigenes Ersatzwort. Klaus-Dag-Zellerfeld scheidet aus. Das große Pit-Latrine-Disaster: Dank eines aufmerksamen Hörers wissen wir jetzt: Dietmars Sturz in die Latrine als Schützenfest-Teenager war kein Einzelfall. Im australischen Outback fallen Frauen monatlich rein, in Südafrika sind 4500 Schulen betroffen, fünfjährige Studenten sind besonders gefährdet. Zwei Reisen nach Moskau: Dietmar landet Anfang der 90er versehentlich auf einer Karnevalsfeier ehemaliger Stasi-Leute, mit Heino-Liedern und Polonaise. Tina fliegt Jahre später Hannover 96 in der Europa League nach, betrinkt sich im Hotel Bukarest und navigiert per Mustererkennung der kyrillischen Buchstaben zurück. Die Osnabrücker Russland-Verschwörung: Freibad Moskau wird 100, im Stadtteil Sebastopol wohnt vermutlich Boris Pistorius. Die Indizien werden dichter. Tim, unser Hörer und Urologe: erklärt uns endlich, dass Tripper von „Tropfen" kommt, und Dietmar erfährt vom Au-Revoir-Tropfen, der mit fortschreitendem Prostata-Alter morgens an die Türchen klopft. 5.000 Euro Bußgeld kostet das Urinieren in die Gegend in Hannover. Diadochenkampf im Hunderudel: Der zweijährige Rhodesian Ridgeback will Kalif anstelle des neunjährigen Kalifen werden. Wir lernen: in menschlichen Gesellschaften kennt man so etwas nicht mehr, da fahren 30-Jährige noch mit den Eltern in den Urlaub. Mama geht tanzen: Tina war in der Backwarn-Disco Hannover bei einer reinen Damen-Tanzveranstaltung mit Hip-Hop. Dietmars Bruder hat eine ähnliche Veranstaltung kaum überlebt und musste vermutlich psychiatrisch behandelt werden. Was wir bereuen: Dietmar das nicht erlernte Musikinstrument, Tina das selbst lackierte Auto und Schuhe in der falschen Größe. Außerdem: Liebeserklärungen an die Farbe Grau. Eine Episode, in der wir das eigentliche Thema mit der gewohnten Eleganz verfehlen. Die Welt der Erwachsenen kommt das nächste Mal vielleicht dran. Vielleicht aber auch nicht.

  • #5 Und immer wieder aufstehen

    03.05.20261:07:18

    In der fünften Sitzung der Pension Alcatraz blicken Tina Voß und Dietmar Wischmeyer 12.000 Jahre zurück, um endlich zu klären, wer eigentlich Schuld an dieser ganzen Misere namens Arbeit hat. Spoiler: das Neolithikum war's. Seitdem geht es bergab, über die Heroisierung der Maloche im 19. Jahrhundert bis hin zum Mähroboter, der heutzutage eigenmächtig Pause macht, weil er vermutlich bei Verdi organisiert ist. Die Themen dieser Episode im Überblick: Pflanzenbasierte Verwesung: Tina kocht Süßkartoffel-Chili und Seidentofu-Bällchen, Dietmar erinnert sich an Steckrüben mit Schweineersatzteilen und das brüderliche Geprügel um den letzten Knorpel. Vegan gelesen, migrantisch gelesen: Ein kleiner Sprach-Exkurs darüber, warum man heute alles nur noch sein darf, wenn jemand anders es liest. Dietmar möchte fortan als „alt und weiß gelesener Mann" adressiert werden. Preußen gegen Hannover, ungeklärt seit 1866: Tinas Vorfahren hatten keine Zeit für lange Namen. Dietmars Opa, Mitglied der Deutschen Hannoverschen Partei, hat den Sieg Preußens bis zuletzt nicht akzeptiert. Die Erfindung des Elends: Mit dem Ackerbau kamen Eigentum, Zaun, Krieg und Frauenraub. Schaf und Ziege sind als Nutzungstier sympathisch, das Schwein war im Orient nicht wegen Trichinen tabu, sondern als Nahrungskonkurrent. Glück auf, der Steiger kommt: Industrielle Revolution, Verheldung der Maloche, Tarifverhandlungen ums Wachbleiben und ein leicht entgleister Ausflug ins Bordell. Grundbuchamt Osterode: Wo Tina als 16-Jährige Obduktionsprotokolle entdeckte und ihre Liebe zu Serienkillergeschichten ausbrach. Bedingungsloses Grundeinkommen: 67 Prozent der Leute, die behaupten, sie arbeiten gerne, würden bei freier Wahl sofort aufhören. Götz Werner hatte da eine Idee, Dietmar ist skeptisch. Künstler und ihre „Arbeiten": Niki de Saint Phalle geht unprofessionell mit Materialien um, Picasso wenigstens nicht. Und im Hannoverschen Dezernat für Gedöns werden gescheiterte Grünen-Politikerinnen bis zur Pension durchgefüttert. Care-Arbeit, Beziehungsarbeit, Wirtschaftseinheit Ehe: Eine kleine Ökonomie der häuslichen Verhältnisse, inklusive Hündinnen, die emotional zugewandter sind als ihre männlichen Pendants. Mähroboter bei Verdi: Dietmars Modell streikt tageweise, Tinas Gerät hat einen ausgeprägten Todestrieb und müsste eigentlich regelmäßig bei der Selbstmord-Hotline angemeldet werden. Ein Episodenbogen vom Steinzeitacker bis zum streikenden Rasenroboter, bedächtig, gesetzt, in jeder Hinsicht weise gelesen.

  • #4 Bärlauch und Bückware – unsere besten Jahre

    19.04.202653:19

    In der vierten Sitzung der Pension Alcatraz wird es botanisch, linguistisch und unfreiwillig intim. Tina Voß und Dietmar Wischmeyer arbeiten sich an den Gewächsen des Alltags ab – sowohl im heimischen Garten als auch in der eigenen Biografie. Wir blicken zurück auf die „besten Jahre“ und stellen fest: Vieles davon war eigentlich nur Bückware. Die Themen dieser Episode im Überblick: • Sprachliche Feinsinnigkeit: Ist es „dasselbe“ oder „das Gleiche“? Ein Literaturwissenschaftler und eine Praktikerin am Rande des Wahnsinns klären auf, warum Präzision wichtig ist (oder auch nicht). • Die Bärlauch-Invasion: Über 50 Hektar „Bärlauchorgie“ und die Frage, ob man Unkraut essen oder doch lieber chemisch behandeln sollte. • Bückware & Schmuddelecken: Ein Rückblick auf Kondome beim Friseur und die architektonische Besonderheit von Videotheken in den 80ern. • Kulinarische Sättigung: Der Kichererbsen-Kuchen mit dem Sättigungsfaktor 1000 – warum dieses Gebäck eigentlich unter das Waffengesetz fallen müsste. • Die große Pinkelpause: Ein historischer Moment im Podcast-Wesen – Dietmar verlässt fluchtartig das Mikrofon und lässt Tina am Tisch zurück. • Tinas Geständnisse: Während Dietmar weg ist, erfahren wir die Wahrheit über Tinas abgebrochene Karriere als Kfz-Schlosserin, missglückte Versuche der Autolackierung und die Reue über die Haltbarkeit vergangener Beziehungen. Ein kulinarisch-biografischer Ritt durch die Pension – unbarmherzig und wie immer ohne Ausweg.

  • #3 Ich und du, Hose zu

    05.04.202642:40

    In der dritten Sitzung knöpfen wir uns ein Thema vor, das eine ganze Generation gezeichnet hat: Die Sexualkunde der 70er und 80er Jahre. Tina Voß und Dietmar Wischmeyer blicken zurück in eine Ära, in der der Biologieunterricht irgendwo zwischen unfreiwilliger Komik und pädagogischer Abschreckung stattfand. Die Themen dieser Episode: Pädagogisches Hartholz: Warum die Demonstration von Verhütungsmitteln an hölzernen Anschauungsobjekten eher für Verwirrung sorgte, als Licht ins Dunkel zu bringen. Die Biologie der Angst: Über eine Zeit, in der Aufklärung primär daraus bestand, vor düsteren Krankheiten und den sozialen Katastrophen einer zu frühen Elternschaft zu warnen. Außerschulische Tutorials: Warum die wahren Lektionen des Lebens oft auf Jugendfreizeiten stattfanden, während die Schule noch über den Aufbau von Blütenpollen dozierte. Mythen und Alleingänge: Ein kritischer Rückblick auf die Einsamkeit des Einzelnen und die seltsamen Legenden, mit denen man uns damals in der Pubertät sich selbst überlassen hat. Theorie vs. Praxis: Warum der Start ins Liebesleben trotz aller Biologiestunden meistens ein Sprung ins kalte Wasser blieb.