Emotional, reflektiert, nahbar: HFC-Trainer Robert Schröder im Interview
08.07.2026•55:05
Robert Schröder gewährt im Podcast einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in sein erstes Jahr als Trainer des Halleschen FC. Der ehemalige Lehrer berichtet, wie der Anruf des HFC im vergangenen Sommer sein Leben auf den Kopf stellte und warum er den sicheren Schuldienst für den Profifußball aufgab. Besonders offen spricht er über die Belastung, die das Pendeln zwischen Halle und Berlin für seine Familie bedeutet. Ursprüngliche Vorstellung angepasst Sportlich zieht Schröder eine selbstkritische Bilanz seiner Premierensaison. Er räumt ein, dass sich seine ursprüngliche Vorstellung von dominantem Ballbesitzfußball an die Anforderungen der Regionalliga anpassen musste. Stattdessen seien Intensität, Kompaktheit und Zweikampfstärke stärker in den Fokus gerückt. Der Trainer beschreibt sich selbst als reflektierten Menschen, der kontinuierlich an seiner Kommunikation und an seiner Emotionalität arbeitet. Besonders sein Verhalten an der Seitenlinie wolle er künftig kontrollierter gestalten. Auch die schwierige Phase im Herbst mit Fanprotesten und „Schröder raus“-Rufen spricht der Coach offen an. Solche Momente seien belastend gewesen, hätten ihn aber auch wachsen lassen. Entscheidend sei gewesen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die er beeinflussen könne, und sich Rückhalt bei Familie, Freunden und Vertrauten zu holen. Zufrieden mit dem Kader Mit Blick auf die neue Saison zeigt sich Schröder zufrieden mit der Kaderplanung. Der HFC setze bewusst auf Kontinuität, habe sich gezielt verstärkt und wolle wieder zur Spitzengruppe gehören. Favoritenstatus oder Aufstiegsgarantien lehnt er jedoch ab. Angesichts der starken Konkurrenz in der Regionalliga Nordost sei Demut angebracht. Gleichzeitig betont er, dass der Verein inzwischen deutlich ruhiger und strukturierter arbeite als noch vor einem Jahr. Neben Fußballthemen geht es auch um Schröders Arbeitsweise, seine Vorbilder und seinen Alltag. Er spricht über Führung, moderne Trainerrollen, seine Leidenschaft für Analyse und darüber, warum er trotz aller Inspiration aus dem Spitzenfußball vor allem eines bleiben möchte: authentisch.