Chemie kennt keine Liga
Chemie kennt keine Liga

Chemie kennt keine Liga

Mitteldeutsche Zeitung


Podcast

"Chemie kennt keine Liga" ist der Podcast der Mitteldeutschen Zeitung über den Halleschen FC. Alle zwei Wochen sprechen die MZ-Sportreporter mit Host Julius Lukas über Siege und Niederlagen des HFC, über Top-Transfers und Flop-Transfers, über Fußballkultur auf und abseits des Rasens - ganz egal, in welcher Klasse der HFC gerade spielt. Denn: Chemie kennt keine Liga."

Alle Folgen

  • Emotional, reflektiert, nahbar: HFC-Trainer Robert Schröder im Interview

    08.07.202655:05

    Robert Schröder gewährt im Podcast einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in sein erstes Jahr als Trainer des Halleschen FC. Der ehemalige Lehrer berichtet, wie der Anruf des HFC im vergangenen Sommer sein Leben auf den Kopf stellte und warum er den sicheren Schuldienst für den Profifußball aufgab. Besonders offen spricht er über die Belastung, die das Pendeln zwischen Halle und Berlin für seine Familie bedeutet. Ursprüngliche Vorstellung angepasst Sportlich zieht Schröder eine selbstkritische Bilanz seiner Premierensaison. Er räumt ein, dass sich seine ursprüngliche Vorstellung von dominantem Ballbesitzfußball an die Anforderungen der Regionalliga anpassen musste. Stattdessen seien Intensität, Kompaktheit und Zweikampfstärke stärker in den Fokus gerückt. Der Trainer beschreibt sich selbst als reflektierten Menschen, der kontinuierlich an seiner Kommunikation und an seiner Emotionalität arbeitet. Besonders sein Verhalten an der Seitenlinie wolle er künftig kontrollierter gestalten. Auch die schwierige Phase im Herbst mit Fanprotesten und „Schröder raus“-Rufen spricht der Coach offen an. Solche Momente seien belastend gewesen, hätten ihn aber auch wachsen lassen. Entscheidend sei gewesen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die er beeinflussen könne, und sich Rückhalt bei Familie, Freunden und Vertrauten zu holen. Zufrieden mit dem Kader Mit Blick auf die neue Saison zeigt sich Schröder zufrieden mit der Kaderplanung. Der HFC setze bewusst auf Kontinuität, habe sich gezielt verstärkt und wolle wieder zur Spitzengruppe gehören. Favoritenstatus oder Aufstiegsgarantien lehnt er jedoch ab. Angesichts der starken Konkurrenz in der Regionalliga Nordost sei Demut angebracht. Gleichzeitig betont er, dass der Verein inzwischen deutlich ruhiger und strukturierter arbeite als noch vor einem Jahr. Neben Fußballthemen geht es auch um Schröders Arbeitsweise, seine Vorbilder und seinen Alltag. Er spricht über Führung, moderne Trainerrollen, seine Leidenschaft für Analyse und darüber, warum er trotz aller Inspiration aus dem Spitzenfußball vor allem eines bleiben möchte: authentisch.

  • Saisonstart und Müller-Ungewissheit

    23.06.202628:22

    Der Hallesche FC ist in die Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison gestartet. In der 48. Folge von „Chemie kennt keine Liga“ blicken Julius Lukas, Tobias Lubert und Fabian Wölfling auf die ersten Eindrücke vom Trainingsauftakt und den klaren 11:0-Testspielsieg gegen Kickers Gonnatal zurück. Sportlich hatte die Partie zwar nur begrenzte Aussagekraft, sie bot aber erste Hinweise auf die personellen Planungen des Vereins. Im Mittelpunkt steht der Kader. Mit Offensivspieler Abdoul Karim Soumah verpflichtet der HFC einen dribbelstarken Neuzugang, der im Probetraining überzeugt haben soll. Zudem kehrt Torwart Moritz Schulze zurück, während die Vertragsverlängerungen von Max Kulke und Fabrice Hartmann für Kontinuität sorgen. Auch eine feste Verpflichtung von Lukas Ehrlich gilt als Formsache. Gleichzeitig stehen weitere Veränderungen bevor: Joscha Wosz und Fatlum Elezi verlassen den Verein, bei Spielern wie Luca Bendel, Niklas Kastenhofer, Lennart Becker oder Serhat Polat sind Wechsel weiterhin möglich. Besonders intensiv diskutieren die Moderatoren die Situation von Stammkeeper Sven Müller. Nach seiner Halswirbel-Operation sorgen Berichte über mögliche gesundheitliche Probleme für Spekulationen. Der Verein dementiert das Karriereende, laut Sportchef Marian Unger bleiben noch medizinische Fragen offen. Ob Müller in der neuen Saison tatsächlich zwischen den Pfosten stehen wird, bleibt deshalb abzuwarten. Sportlich sieht sich der HFC mit seinem weitgehend fixen Kader im engen Favoritenkreis der Regionalliga Nordost. Neben Halle zählen unter anderem Aue, Chemnitz, Zwickau, Lok Leipzig, Jena und Altglienicke zu den Aufstiegskandidaten. Der Verein setzt dabei bewusst auf Kontinuität, ergänzt durch gezielte Verstärkungen in der Offensive und ein neues Spielsystem unter Robert Schröder. Außerdem geht es um die angestrebte Reform der Regionalligen. Die ostdeutschen Ministerpräsidenten unterstützen inzwischen das sogenannte Kompassmodell, das die Aufstiegsregelung gerechter gestalten soll. Abschließend geben die Podcaster einen Ausblick auf die kommenden Testspiele, das Duell gegen Górnik Zabrze mit Lukas Podolski sowie die nächste Podcastfolge, in der Trainer Robert Schröder zu Gast sein wird.

  • Schalke-Fieber, Transfer-Update und die Awards zum Saisonende

    09.06.202656:35

    Die 47. Folge von „Chemie kennt keine Liga“ steht ganz im Zeichen des Saisonabschlusses beim Halleschen FC. Zunächst richtet sich der Blick auf das große Los im DFB-Pokal: Der HFC trifft in der ersten Runde auf Schalke 04. Für die Podcaster ist das nahezu das Wunschlos. Das Leuna-Chemie-Stadion dürfte ausverkauft sein, die Partie verspricht große Aufmerksamkeit und gleichzeitig eine realistische Außenseiterchance. Schalke bringt Strahlkraft und zahlreiche Fans mit, gilt aber trotz Bundesliga-Aufstiegs nicht als unbezwingbar. Ziel bleibt die Rückkehr des HFC in die 3. Liga Ein weiteres zentrales Thema ist der Amtsantritt von Marian Unger als Sportchef. Der ehemalige Torwarttrainer sieht sich gut vorbereitet und betont die Kontinuität zur bisherigen sportlichen Ausrichtung. Sein langfristiges Ziel bleibt die Rückkehr des HFC in die 3. Liga und die dauerhafte Etablierung dort. Bei der Kaderplanung vermeldet der Verein Fortschritte. Mit Stanley Ratifo wurden ein weiterer Offensivspieler verpflichtet, der in der Regionalliga seine Torgefahr bereits nachgewiesen hat. Marian Unger möchte den Großteil des Kaders bereits zum Trainingsauftakt beisammenhaben. Gleichzeitig bleibt Spielraum für mögliche Verstärkungen im Verlauf des Transferfensters. Offen sind zudem die Personalien Sven Müller sowie die Zukunft einiger weiterer Spieler. Den zweiten Teil der Folge bildet die große Saisonbilanz mit einer Reihe von Awards. Zum Spieler der Saison wird nach kurzer Diskussion Marius Hauptmann gekürt, der mit konstanten Leistungen, Vorlagen und seiner Vertragsverlängerung überzeugte. Weitere Nennungen erhalten Burim Halili, Pascal Schmedemann und Torwart Sven Müller. Das sind die Höhepunkte der Saison Als Höhepunkte der Saison werden unter anderem der Landespokalsieg gegen Halberstadt, der wichtige Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg II sowie die starke Anfangsphase mit sechs Siegen in Folge genannt. Zu den Tiefpunkten zählen dagegen die vereinsinternen Machtkämpfe, die Fan-Ausschreitungen beim Spiel gegen Chemie Leipzig sowie weitere unschöne Vorfälle abseits des Platzes. Abgerundet wird die Folge durch zahlreiche augenzwinkernde Sonderpreise für besondere Tore, kuriose Szenen, bemerkenswerte Geschichten und skurrile Momente. So entsteht ein umfassender Rückblick auf eine Saison, die zwar das große Ziel Aufstieg verfehlte, dem HFC aber dennoch einen versöhnlichen Abschluss mit Pokalsieg und DFB-Pokal-Teilnahme bescherte.

  • Das Meyer-Beben und seine Folgen

    27.05.202634:15

    Die 46. Folge von „Chemie kennt keine Liga“ steht ganz im Zeichen eines echten Paukenschlags: Sportchef Daniel Meyer verlässt den Halleschen FC und wechselt überraschend zur SpVgg Greuther Fürth in die zweite Bundesliga. Die Nachricht platzte nur Stunden vor der Relegation der Fürther herein und wirbelte die ursprünglich geplante Saisonabschlussfolge der HFC-Experten komplett durcheinander. Fabian Wölfling und Tobias Lubert ordnen den Wechsel ausführlich ein. Ganz überraschend kam er rückblickend nicht mehr, da sich die Vertragsverlängerung mit dem HFC seit Wochen zog. Hinter den Kulissen liefen offenbar bereits Gespräche mit Fürth, vermittelt über eine Headhunter-Agentur. Meyer selbst spricht von einer Anfrage vor vier Wochen, vor zwei Wochen sei die Entscheidung gefallen. Dass der Wechsel nun mitten in der finalen Kaderplanung passiert, sorgt dennoch für Diskussionen. Die Journalisten sehen Meyers Zeit beim HFC zwiegespalten. Einerseits gelang es ihm nach dem Abstieg in die Regionalliga schnell, wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen und den Verein sportlich zu stabilisieren. Andererseits wurde das große Ziel, die Rückkehr in die 3. Liga, klar verfehlt. Vor allem einige Top-Transfers wie Akono, Fakro oder Elesi erfüllten die Erwartungen nicht. Auch die turbulenten vergangenen Monate rund um Vereinsführung, Lizenzthemen und interne Machtkämpfe hätten laut Podcast ihren Anteil daran gehabt, dass Meyer sich schließlich neu orientierte. Der HFC verliert damit nach Präsident Jürgen Fox und Finanzchef Robert Marien innerhalb weniger Monate die nächste zentrale Figur. Die fehlende Kontinuität wird erneut als großes strukturelles Problem des Vereins benannt. Als Nachfolger übernimmt Marian Unger. Die interne Lösung hat Vorteile, weil Unger bereits tief in die Kaderplanung eingebunden war und alle laufenden Gespräche kennt. Gleichzeitig verzichten die Hallenser damit auf einen Neuanfang mit frischen Ideen und neuem Netzwerk. Sportlich gab es immerhin Grund zum Feiern: Der HFC gewann das Landespokalfinale gegen Halberstadt souverän mit 4:0 und qualifizierte sich damit erneut für den DFB-Pokal. Die Einnahmen könnten helfen, den Etat für die kommende Saison leicht anzuheben. Auch personell tut sich einiges: Mehrere Spieler wurden verabschiedet, darunter Fakhro, Elezi und Löhmannsröben. Neu verpflichtet wird Stürmer Sofian Benyamina, der mit seiner Erfahrung und Torquote glänzt. Offen bleibt weiterhin die Zukunft von Torhüter Sven Müller, dessen gesundheitliche Situation nach einer schweren Nackenverletzung weiter beobachtet wird.

  • "Die Wucht des Vereins - daran muss man sich gewöhnen"

    12.05.202659:32

    Als Kind schwärmte René Walther für Werner Peter, Stürmer des Halleschen FC in den 1970er und 1980er Jahren. Idole auf dem Platz hat er heute zwar nicht mehr, Fan des Klubs ist der Hallenser aber geblieben, wie er in der aktuellen Folge von „Chemie kennt keine Liga“, dem HFC-Podcast der Mitteldeutschen Zeitung sagt. „Nur die Spiele kann ich nicht mehr wirklich verfolgen.“ Als Präsident des Traditionsvereins hat er während der 90 Minuten viel zu tun, führt Gespräche, schüttelt Hände. Anfang April hat der 50-jährige Familienvater, im Job Geschäftsführer der halleschen Stadtwerke, die Nachfolge von Jürgen Fox angetreten. Im Podcast-Gespräch mit Tobias Lubert und Fabian Wölfling spricht er über die sportliche Saison, die ausstehende Vertragsverlängerung mit Sportchef Daniel Meyer, das Budget des Klubs und warum es ein Leitbild für den HFC braucht.

  • Stabilität auf der Bank, Unsicherheit im Kader

    28.04.202632:52

    In der 44. Folge des Podcasts steht zunächst ein Missgeschick im Fokus: Eine falsche Folge wurde veröffentlicht, wofür sich Host Julius Lukas entschuldigt. Danach geht es direkt in die inhaltlichen Themen rund um den Halleschen FC. Positiv ist die Vertragsverlängerung des Trainerteams um Sascha Prüfer und Robert Schröder bis 2027, inklusive Aufstiegsoption. Diese Entscheidung bringt auf der Trainerposition Planungssicherheit. Anders sieht es im Kader aus: Wichtige Spieler wie Halili, Löhmannsröben oder Hauptmann sollen gehalten werden, doch finanzielle Unsicherheiten – insbesondere wegen einer noch nicht finalisierten Sponsorenverlängerung – erschweren die Gespräche. Gleichzeitig kursieren Transfergerüchte rund um einen erfahrenen Torjäger, der eine Verstärkung wäre, die aber wohl auch einiges kosten würde. Auch auf der Torwartposition gibt es offene Fragen. Sven Müller ist aktuell die klare Nummer eins, doch es wird über seine zukünftige Rolle gesprochen. Nachwuchskeeper könnten perspektivisch nachrücken, während Luca Bendel wohl gehen wird. Ein großes Thema bleibt die Reform der Regionalliga. Neben dem favorisierten Kompassmodell sorgt ein neues „Phasenmodell“ aus Bayern für Unmut, da es den bisherigen Reformprozess infrage stellt. Vereine und Fans positionieren sich zunehmend deutlich, unter anderem mit Aktionen und Protesten. Unterstützung für das Kompassmodell kommt auch von prominenter Stelle. Sportlich bewegt sich der HFC solide, aber ohne Glanz durch die letzten Spiele. Ein glückliches 0:0 gegen Lok Leipzig und ein souveräner Sieg gegen Hertha II zeigen Licht und Schatten. Die Meisterschaft ist außer Reichweite, der Aufstieg ohnehin. Platz zwei bleibt das realistische Ziel.