Sun Diego-Alben: Was Battle-Rap mit Bikini Bottom zu tun hat
Alter Egos sind in der Rap-Szene gang und gäbe, doch Deutschrapper Sun Diego trieb es mit seiner Kunstfigur SpongeBOZZ auf die Spitze. Für die ersten Inkognito-Auftritte ließ sich der Künstler von der erfolgreichen Zeichentrickserie „SpongeBob Schwammkopf“ inspirieren. Mit „Planktonweed“, der richtigen Dosis Battle-Rap und raptechnisch hochwertigem Gedisse hat er sein Erfolgsrezept verfeinert und schwimmt statt in Bikini Bottom am Meeresgrund lieber oben auf der Erfolgswelle. Seine Texte sind zu explizit für große Auszeichnungen, aber das steht seinem Erfolg nicht im Weg – und seine Fans stehen bei ihm und seinen Veranstaltungen Schlange.
Sun Diegos Kindheit: Zwischen Banden und Battles
Dmitrij Aleksandrovic Chpakov, besser bekannt unter dem Künstlernamen Sun Diego, wurde am 17. März 1989 in der heutigen Ukraine geboren. Er wuchs mit seiner Mutter, die selbst Musikerin war, und seiner Großmutter in Osnabrück auf. Sein Umfeld war von Gewalt geprägt und er brach die Schule ab, woraufhin er mit einer Jugendbande auf die schiefe Bahn geriet. Umso mehr Content hat er heute, um ihn in seinen Rap-Songs zu verarbeiten, angefangen mit seinem ersten Rap-Battle 2004.
Zusammenarbeit mit Kollegah: Erst durchstarten, dann dissen
Er hat es mit sonnigen Namen: Sun Diego hatte seinen ersten Auftritt bei einem Battle 2004 unter dem Namen Capri_Sonne. Nach diesen ersten Tönen in der Öffentlichkeit nahm er das „Ruski Tape“ auf, aber erreichte erst nach einer Zusammenarbeit mit Kollegah auf „Chronik 2“ und dem „Zuhältertape, Volume 3“ größere Bekanntheit. Mit der Veröffentlichung der Doppelsingle „Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity“ wendete sich das Blatt, denn der Titel im Battle-Rap-Stil disst bekannte Rapper wie MoTrip, Fler – und Kollegah. Über seine Anfänge als Rapper und seine Erfahrungen in der Szene als einer der wenigen bekennenden jüdischen Rapper schrieb Sun Diego die Biografie „Yellow Bar Mitzvah: Die sieben Pforten vom Moloch zum Ruhm“, die 2018 erschien.
SpongeBOZZ alias Sun Diego: Alles andere als schwammige Reime
Im Ganzkörperkostüm gab SpongeBOZZ 2013 einige Zeit lang Rätsel auf und es gab viele Spekulationen, wer im Schwamm-Kostüm und mit verstellter Stimme von Planktonweed und Krabbenkoke rappt. Mit der Farbe Gelb bleibt er seinen Künstlernamen mit seiner Anlehnung an SpongeBob treu, und auch durch seinen Style wie Tripletimes, Reimketten und Flow wurde Sun Diego letztlich identifiziert. Sein Album „Planktonweed Tape“ mit Songs wie „City Of God“ und „Kleinkrimineller“ stieg 2015 in Deutschland und Österreich direkt auf Platz 1 der Charts ein. Die Goldauszeichnung verfehlte das Album knapp, weil es nach wenigen Monaten wegen expliziter Inhalte indiziert wurde.
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Alben von Sun Diego (Auszug)
- „Planktonweed Tape“ (2015): Sein Debütalbum enthält viele Referenzen zur Zeichentrickserie „SpongeBob Schwammkopf“.
- „Started From The Bottom/KrabbenKoke Tape“ (2017): Dieses Doppelalbum ist das zweite über das Independent-Label Bikini Bottom Mafia veröffentlichte Album.
- „Yellow Bar Mitzvah“ (2022): Dieses Album trägt den Namen von Sun Diegos Biografie.
Häufig gestellte Fragen zu Sun Diego
Bei welchem Turnier hat Sun Diego mit Rap angefangen?
Sun Diego begann seine Karriere auf der ehemaligen Online-Plattform Reimliga Battle Arena, bei der jeweils zwei Rapper online bei einem Rap-Battle aufeinandertreffen. Neben Sun Diego traten dort Rapper wie Casper, CRO und Kollegah auf. Als SpongeBOZZ erschien der Künstler zum ersten Mal bei JuliensBlogBattle, einer der bekanntesten deutschen Wettbewerbe dieser Art.
Welchen Stil verfolgt Sun Diego?
Was heute in der Rap-Musik völlig normal ist, war zu Beginn von Sun Diegos Karriere noch verpönt und führte zu viel Kritik. Als einer der ersten Künstler in Deutschland rappte Sun Diego alias SpongeBOZZ mit Autotune und machte mit den digitalen Effekten seine Musik noch melodischer. Gesang im Refrain, heutzutage dem Mainstream etwas näher, waren damals fast ungehört und gaben dem Rapper ein Alleinstellungsmerkmal, aber auch kritische Rezensionen.
Sun Diego auf einen Blick
Geburtstag
- 17. März 1989
Musikgenre
Erstes Album
- „Planktonweed Tape“ (2015)
Bekannteste Songs
- u. a. „Eloah“, „Yellow Bar Mitzvah“, „Legenden“
Auszeichnungen
- u. a. Goldstatus
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