Mehlschwalben: Wenn den Baumeisterinnen der Mörtel ausgeht

Mehlschwalben sind Frühlingsboten. Jedes Jahr fliegen diese Zugvögel die weite Strecke aus Afrika zurück zu uns – im Fall dieser Episode nach Höngg bei Zürich. Dort findet die grösste Population der Stadt ihre alten Nistplätze vor und bezieht sie unter freudigem Gezwitscher. Früher galten sie als Glücksbringer: Wo Schwalben nisten, ist das Glück zu Hause. Doch die Realität ist ernüchternd: Die Mehlschwalbe steht mittlerweile auf der Roten Liste. In unserer asphaltierten Welt fehlt den Baumeisterinnen der Mörtel für den Nestbau und das Insektensterben entzieht ihnen die Nahrungsgrundlage. Hinzu kommt, dass die Verschmutzung von Fassaden oft zu Konflikten mit HauseigentümerInnen führt. - Diesen Herausforderungen trotzt Verena Steinmann vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV). Seit Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich für den Schutz dieser Vögel: Sie berät HauseigentümerInnen, bringt künstliche Nisthilfen an und sorgt mit Kotbrettern für saubere Lösungen. Eine Folge über praktischen Naturschutz mitten im Siedlungsgebiet, die zeigt, wie Mensch und Vogel im Einklang leben können.