In den Medien werden die niederländisch-deutschen Grenzregionen oft als benachteiligt gegenüber den zentral gelegenen Gebieten der jeweiligen Länder dargestellt. Im heutigen Vortrag wird eine andere Sichtweise vertreten und argumentiert, dass die Grenzlage für die betroffenen Regionen tatsächlich Vorteile bringt. Worin besteht dieser Grenzbonus? Was sind die Vorteile des Wohnens, Arbeitens und Lebens in einer Grenzregion? Unser heutiger Vortragende ist Prof. Dr. Gert-Jan Hospers, Lehrbeauftragter am Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster. Prof. Hospers studierte Volkswirtschaft, Recht und öffentliche Verwaltung an den Universitäten von Tilburg, Utrecht und Twente. 2004 promovierte er im Bereich Wirtschaftsgeographie an der Universität Twente, wo er bis 2021 auch als Dozent tätig war. Von 2009 bis 2025 war er außerdem außerordentlicher Professor in der Humangeographie an der Radboud Universität. Derzeit forscht er in Teilzeit an der Universität von Ostrava (Tschechien). Als Direktor von Stad en Regio, einer Stiftung die sich der Stadt- und Regionalentwicklung widmet, arbeitet Hospers viel in der Praxis, vor allem in den Ost-Niederlanden, im niederländisch-deutschen Grenzgebiet und in Mähren-Schlesien.



















