Welche veganen Gerichte machten dich berühmt, Julius Fiedler?

"Veganes Essen gibt es schon seit Tausenden von Jahren, es wurde nur nie so genannt", sagt der Kochbuchautor Julius Fiedler im Podcast "Frisch an die Arbeit". "Fleisch, Fisch und Milch waren schließlich schon immer teuer." Fiedler, 31, wuchs in der Nähe von Düsseldorf auf und studierte Film in London. Für seine Abschlussarbeit filmte er eine Dokumentation über Cheddar in einer englischen Käserei und begegnete dort zufällig dem Filmteam von Jamie Oliver. Eine Begegnung, die seine Karriere verändern sollte, denn kurze Zeit später begann er als Produktionsassistent bei Jamie Olivers Produktionsfirma. Selbst bekannt wurde Fiedler dann unter dem Alias @herrmann während der Coronapandemie mit Sauerteig-Backkursen und Rezeptvideos. Seitdem verfolgen 2,5 Millionen Menschen auf Instagram und nochmals jeweils eine Million auf TikTok und YouTube, wie er vegane Gerichte aus aller Welt ausprobiert. "Ich wollte mich vegan ernähren, ohne auf hoch verarbeitete Produkte zurückzugreifen oder mich ausschließlich von Soja zu ernähren", erzählt Fiedler. Dabei stieß er zunächst auf ein altes Rezept aus Myanmar, für eine Art Tofu aus Kichererbsen. "Dabei fiel mir auf: Dort sagt keiner, dass das vegan ist. Das ist einfach traditionelles Essen!" Auch in anderen Ländern sammelte Fiedler solche überlieferten tierfreien Gerichte. "Wenn man sich in Italien die Cucina povera anguckt, dann findet man unglaublich vieles", erzählt er. Gerichte wie Ribollita, ein Eintopf aus altem Brot, Bohnen und vorgekochtem Gemüse, seien günstig und vegan zugleich. "Das war ein absolutes Armutsgericht und trotzdem super nahrhaft." Mittlerweile reist Fiedler in die Regionen, aus denen die Rezepte stammen, und stellt auch die Menschen vor, die ihm erklären, wie diese gekocht werden. "Mir war wichtig, Essen als Kulturgut zu begreifen", sagt Fiedler. "Ich möchte verstehen, warum diese Gerichte sind, wie sie sind, und warum die konkreten Zutaten wichtig sind." Im Podcast erzählt Fiedler außerdem, warum er sich gerade besonders für georgisches Essen begeistert, dass Gerichte in heißen Ländern oft und notgedrungen tierfrei sind und was man vom schwäbischen Kartoffelsalat über traditionell veganes Essen aus Deutschland lernen kann. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.