Warum bin ich so lange geblieben? Diese Frage begegnet mir in meiner Praxis häufig – meist im Rückblick, mit etwas Abstand, wenn der Entschluss zur Trennung innerlich längst gereift ist. Der Prozess beginnt selten mit einem klaren Schritt, sondern mit leisen Zweifeln, die wir einordnen, relativieren oder beiseiteschieben. Verdrängung hilft uns, mit dieser emotionalen Ambivalenz umzugehen und zunächst handlungsfähig zu bleiben. In dieser Folge der Herzkümmerei spreche ich darüber, welche Funktion Verdrängung im Trennungsprozess erfüllt – und warum es irgendwann wichtig wird, genauer hinzusehen.
























