sprenger spricht autorinsights
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Christian Sprenger


Podcast

Wöchentlich ins Gespräch gebracht: Bücher-Menschen. Unterhaltsam, informativ, einzigartig. „Der vielleicht coolste Bücherpodcast im deutschsprachigen Raum“ –Wolfgang Ainetter, Autor, Ex-Ministeriums-Sprecher Denn sprengerspricht autorinsights ist kein klassischer Bücherpodcast. Es ist ein wöchentliches Talkformat in dem spannende Menschen – auch im wörtlichen Sinn – miteinander ins Gespräch gebracht werden. Über viele Dinge. Somit bringt vor allem der erste Part auch Leuten, die nicht lesen, spannende Diskussionen und Erkenntnisse. Romy Hausmann bringt den USP, das Alleinstellungsmerkmal, auf den Punkt: Kein Host, der seinen Fragenkatalog abarbeitet, einer der nicht sich, sondern seine Gäste in den Vordergrund stellt.“ Oder wie es Kolumnist und Bestsellerautor Till Raether sagt: „Ein zurückhaltender und trotzdem lenkender und inspirierender Gastgeber, vor allem in der Personen-Zusammenführung.“ Die Runden sind aus vielen Bereichen zusammengestellt, wie ein Blick in über 200 Shownotes verrät: Autorinnen und Autoren, Bloggerinnen und Blogger, Hörbuchsprecherinnen und Hörbuchsprecher, Musikerinnen und Musiker, Medienschaffende, Sportlerinnen und Sportler, Politikerinnen und Politiker, Podcasterinnen und Postcaster. Alle verbindet mehr als die Liebe zu Büchern, die Liebe zum Lesen, alle haben viel zu sagen. Der Titel sprengerspricht steht fürs genaue Gegenteil: Christian Sprenger, Journalist und Mediencoach, ehemaliger TV-Moderator „ist der Anti-Lanz“ sagt Dozent und Drehbuchautor Jørn Precht. So entsteht ein Wohlfühlformat, in dem es weder laut noch populistisch zugeht, in dem alle ausreden und ihre Gedanken zu Ende führen können, ganz ohne zeitliche Begrenzung. Darum wird gerne auch mal länger über alles diskutiert: Vor allem über die Menschen, nicht nur ihre Bücher, auch ihre Leidenschaften, ihre Sorgen, ihre Entwicklung und vieles mehr. „Bei sprengerspricht lernt man Leute kennen, die man schon immer kennenlernen wollte, ohne es vorher zu wissen.“ Bestsellerautor Ralf Langroth sprengerspricht autorinsights – jeden Freitag neu. kontakt@sprengerspricht.de Bücher können über die Verlinkungen gekauft werden, das amazon-Partnerprogramm hat keine Nachteile für die Autorinnen und Autoren und führt beim Host nicht einmal zur Kostendeckung, geschweige denn zu Reichtum. Buchverlosungen enden, sobald eine neue Ausgabe online.

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  • (298) Michael Schumacher: Aus dem Handgelenk zur Villa Rivolta!

    (298) Michael Schumacher: Aus dem Handgelenk zur Villa Rivolta!

    25.09.2026•2:30:34

    Linh Tran, Daniel Speck und Alfred Weinzierl über die Ästetik von Autos, die Ära von Michael Schumacher und das Ärgernis Männer am Tischkicker Im Oktober 2026 startet bei Netflix eine Michael-Schumacher-Doku. Das ist weder der Anlass für die Episode 298, noch für das erste Buch von Alfred Weinzierl. Über 35 Jahre war er bei Spiegel, u.a. als Sportchef, „als ich aufhörte, haben mich viele gefragt, ob ich jetzt ein Buch schreibe. Ich habe das erst ausgeschlossen, denn ich wollte nicht das machen, was man als Journalist oder auch als Sportreporter oft macht, einen großen Bluff. Da scheibst Du ein Portrait über Leute, die Du grade Mal drei Stunden kennengelernt hast.“ Eine Idee brachte die Wende, „ich bin als Journalist in die Schumacher-Zeit reingewachsen.“ Denn Weinzierl war schon in der Szene drin als die Karriere des siebenfachen Weltmeisters begann. Und hat so „einen damals noch ungeschliffenen und sehr offenen Michael Schumacher kennengelernt.“ Sowie alle deutschen Fahrer. „Mich hat interessiert, wie seine Nachfolger über ihn denken, um damit eine über 20 Jahre lange Ära der deutschen Erfolge in der Formel1 zu würdigen.“ Deshalb dann jetzt das Buch mit dem etwas sperrigen Titel Über Michael Schumacher und die deutsche Ära in der Formel 1. Ein Buch, das Daniel Speck „unbedingt lesen will.“ Wer dessen aktuellen Bestseller Villa Rivolta noch nicht gelesen oder gehört hat (Der Autor liest das Argon-Hörbuch selbst. Zu hören ist das erste Kapitel aus Gründen, die es ebenfalls zu hören gilt, am Ende dieser Ausgabe ab Min…), dem reicht ein Blick auf die Homepage. Das Schmuckstück, in dem der Autor dort zu sehen ist, ist „ein Iso Rivolta GT, ich hatte das Glück dieses Auto irgendwann Mal zu finden und habe es über die Jahre restaurieren lassen.“ Gekauft hat Speck, der „selber kein Schrauber“ ist, dieses nur in ganz kleiner Stückzahl (die genaue Zahl gilt es zu hören) gebaute Auto „für eine Buch-Tour zu Bella Germania, meinem ersten Roman.“ Der findet im Übrigen keine Fortsetzung im neuen, 608 Seiten langen, Werk. Spoiler: „Villa Rivolta ist tatsächlich keine Fortsetzung, sondern eher ein Schwesternbuch.“ Ob es von Villa Rivolta eine Fortsetzung geben wird? Der Spoiler fällt hier flach, den gilt es genauso zu hören, wie spannende Details beispielsweise über die Isetta oder den VW Golf, der vom selben Designer stammt wie der gute alte Fiat Panda. „Die tolle Kiste“ (den Werbespruch hat Weinzierl sofort parat) kennt auch Linh Tran, „die sonst weniger mit Autos am Hut hat“, weil „Eltern von Freunden damit von Hamburg nach Sardinien gefahren sind.“ Dass das weniger komfortabel war ist das eine, dass Autos aus Italien „die schönsten überhaupt sind“ und manches Design gleichzustellen ist, „mit der Schönheit von mittelalterlicher Kirchenkunst“ mag vielleicht nicht für alle nachvollziehbar sein. Fakt aber ist: „Autos waren früher unverwechselbarer.“ Fakt aber auch: Autodesign wie auch die Formel 1 waren und sind eine absolute Männerdomäne: „Eine Fahrerin gab es nur einmal, bezeichnenderweise eine Italinerin. Mittlerweile erlebt man eine allerdings zunehmende Zahl von Frauen in den Teams, im technical Staff oder in der Rennstrategie.“ Aber so der ehemalige Spiegel-Mann: „schon eher männlcuih dominiert.“ Wie sich da Frauen durchsetzen können? Das schildert Lin Tranh, die ist ebenfalls in einer von Männern dominierten Sportart, gleich fünfmal Weltmeisterin geworden: Beim Tischkickern. Obendrein ist sie Europameisterin und neunfache Deutsche Meisterin. Trotz ihrer bisherigen 51 Titel treten bei Events, zu denen sie nicht etwa als Speakerin, sondern als amtierende Weltmeisterin (im Einzel und im Doppel 2025) eingeladen wird, Männer gegen sie an „die meinen sie können es besser. Einfach, nur weil sie ein Mann sind und eine Frau das grundsätzlich nicht kann.“ Ein Verhalten, das sie schockiert, aber nicht umwirft: „Ich schieße dann halt mit extra harten Bällen.“ Nicht grundlos hat ihr Buch, Aus dem Handgelenk, (Co-Autorin Mara Pfeiffer hört ihr in 82 - Pirlo: Romantik und Pommes um vier! ) den Untertitel: „Warum ich Weltmeisterin werden musste!“ Und damit widerlegt die Frau, deren Eltern aus Vietnam stammen, genauso ein Klischee, wie es Daniel Speck zu Beginn seiner Autorenkarriere wichtig war: „Ich wollte nicht den Italiener zeigen, der hier nach Deutschland gekommen ist und eine Eisdiele aufgemacht hat!“ part I (00:00:00) Rückspiegel part II (00:41:30) Außenspiegel part III (01:49:25) Innenspiegel guests Linh Tran Daniel Speck Alfred Weinzierl books Linh Tran – Aus dem Handgelenk Daniel Speck – Villa Rivolta Alfred Weinzierl - Über Michael Schumacher und die deutsche Ära in der Formel 1 cover: jennie_laluna voice: miriam sinno music sprengerspricht impro – by toby gad kontakt@sprengerspricht.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:34) Rückspiegel (00:41:33) Außenspiegel (01:49:25) Innenspiegel

  • (297) Woran glaubst Du? Aperol in Moll!

    (297) Woran glaubst Du? Aperol in Moll!

    18.09.2026•2:36:31

    Jörg Bernardy, Rita Janaczek, Heidi Troi und Yvonne Wüstel über Glaube und Gerechtigkeit, Vereine und Versagen sowie die Welle und einen Wimpernschlag 30. Jahre. Das ist schon eine besondere Jahreszahl. Ein sehr spezieller Geburtstag. An den sich Jörg Bernary genau erinnert: „Das war zu meinen Zeiten in Köln. Ich weiß noch genau, wo ich gefeiert habe. “ Schließlich sollte es ein Ort sein, weit oben. Also ging es auf einen Turm: „Für mich war 30 eine Station, wo ich gedacht habe, ich kann jetzt Mal nach hinten, vor allem aber um mich herum sowie nach vorne schauen. Schließlich denkt mit 30 ja noch keiner ans Lebensende.“ Und obwohl Frauen, wie Heidi Troi lachend meint „ja immer 29 bleiben“, erinnern sich Yvonne Wüstel („komme auch bei längerem Nachdenken nicht drauf“) und Rita Janaczek gar nicht an den Tag. Zumal Rita bereits „den 25. Geburtstag nicht ganz so schön fand. Da war ich eher pessimistisch und habe gedacht, das erste Drittel des Lebens ist schon vorbei.“ Mit 30 war dann alles entspannter, „da waren auch schon die Kinder da.“ Bei der Südtirolerin Troi auch, aber: „ich sah früher immer so jung aus, und habe mich wirklich auf die 30 gefreut. Da fühlte ich mich dann erwachsen. Und das gleich gilt ja auch für unseren Verein, die Mörderischen Schwestern.“ Der Vereinigung für Frauen, die Krimis mögen („egal, ob als Autorin, Buchhändlerin, Hörbuchsprecherin oder Leserin“), drohte allerdings tatsächlich das Aus. „Der 30. Geburtstag hätte auch der letzte sein können“, gesteht Yvonne Wüstel. Die neue Vorsitzende, die unter dem Namen Eva Jensen die Küstenmord-Reihe schreibt- der Prolog aus dem Bastei-Lübbe-Hörbuch von Küstenmord: Jagd im Nebel findet sich am Ende von Part II - und deren Mann Michael Jensen in #257 (Zurück unter Mördern: Erbe oder Bluff?) zu hören ist, wurde nach einer turbulenten und hitzigen außerordentlichen Jahresversammlung gewählt. Wie auch ihre anderen Kolleginnen im Vorstand: „Das Problem waren wie so oft die Finanzen, das Geld. Es gab gravierende Differenzen und eine ganze Reihe von Schwestern wollten so nicht mehr weitermachen, weil sonst dem Verein die Schließung drohte. Deshalb wollten sie eine neue Perspektive.“ Und da dem alten Vorstand, nett formuliert, es nicht „zuzumuten war die Kräfte neu zu mobilisieren“ musste ein neuer her. Der hat, auch das ist in dieser Episode #297, die nicht nur an dieser Stelle dem Beinamen autorinsights wieder gerecht wird, zu hören, viel Aufräumarbeiten zu leisten. „Mit Schaufel und Besen". Das Fest zum Jubiläum gibt´s dennoch: „Wir werden in Berlin feiern, wo die jährliche Mitgliederversammlung stattfindet. Es wird allerdings nicht ganz so rauschend ausfallen, wie wir uns das gewünscht hätten.“ Wie wichtig der Verein ist, nicht nur für die Sichtbarkeit der Frauen, wissen alle die, die Ausgabe #294 gehört haben. Die Episode (Der gefärhlichste Ort: Stadion alte Försterei!) in der Femizide ein großes Thema sind, weil Maike Moeller-Engemann darüber ihren bemerkenswerten Debütkrimi geschrieben hat. Das konnte die Autorin nur, Dank eines Stipendiums der Mörderischen Schwestern: „Grade für Frauen ist das schwierig, sehr viele Stipendien sind ortgebunden, das können viele nicht leisten. Erst recht nicht, wenn sie Kinder haben oder berufstätig sind. Deswegen haben wir dieses Arbeitsstipendium ins Leben gerufen.“ Auch sonst leisten Vereine jedweder Art, das betonen alle grade in diesen Zeiten Großes. Was wären wir ohne Vereine uund vor allem ohne das Ehrenamt? Dafür liefert die Theaterpädagogin Heidi Troi eine weitere Bestätigung aus eigener Erfahrung: „Ich habe vor allem nach Corona das Gefühl, dass Vereine, dass Orte, wo Menschen sich treffen können, dass die ganz viel wieder gekittet haben, von dem, was in den Monaten der Isolation kaputt gemacht worden ist.“ Welche Räume es da noch gibt? Da werden gleich mehrere genannt, auch solche, nicht real existent sind. Denn wenn ein populärwissenschaftlicher Philosoph in der Runde ist, der zudem ein, unter anderem von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugend-Literatur empfohlenes Buch mit dem Titel Woran glaubst du? geschrieben hat, wird es natürlich auch existentiell. Und so geht es in dieser Episode, wie in vielen anderen, nicht nur im übertragenen Sinne um Gott und die Welt, sondern tatsächlich im wörtlichen. Und deshalb wird dann nicht nur die Zahl 30 plötzlich verschwindend klein. part I (00:00:00) Wimpernschlag und Welle part II (00:45:12) Vereine und Vermögen part III (01:56:35) Gerechtigkeit und Glaube guests Dr. Jörg Bernardy Rita Janaczek Heidi Troi Yvonne Wüstel books Jörg Bernardy - Woran glaubst Du Rita Janaczek - Köhlbrandbrücke Heidi Troi - Ein Aperol in Moll Eva Jensen - Jagd im Nebel (Küstenmord 6) cover: jennie_laluna voice: miriam sinno music sprengerspricht impro – by toby gad kontakt@sprengerspricht.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:34) Welle und Wimpernschlag (00:45:12) Verein und Vermögen (01:56:35) Glaube und Gerechtigkeit

  • (296) 9/11: Die Helden von Manhattan!

    (296) 9/11: Die Helden von Manhattan!

    11.09.2026•2:04:55

    Beril Keribar, Jürgen Heimbach und Anja Marschall über Bundespräsidenten und Bilder, Fiktion und Fantasy sowie Trigger und Trauma Es gibt diese Daten, diese Tage, die Du nie in Deinem Leben vergisst. Die sich eingebrannt haben ins Gedächtnis, wo Du genau weißt, wo Du warst und was Du gemacht hast, in diesem Moment, der Deine oder die ganze Welt zum Stillstand bringt. Ein solches Datum ist definitiv für alle die, die schon im letzten Jahrhundert geboren wurden, der Tag an dem diese 296. Episode live ist: der 11. 9. 2001. Ein Datum, dass wohl alle im US-Format abrufen: 09-11 - Nine-Eleven. Zwei Zahlen, die tausend Bilder wachrufen. Man hat sie sofort vor Augen und „ich war völlig überrascht, als ich realisiert habe, wie lange das schon her ist. Für mich fühlt sich das an, als wenn es jetzt grade erst war. Vielleicht vor fünf, sechs, sieben Jahren.“ Das Gefühl hat Anja Marschall sicherlich nicht exklusiv. Zu unfassbar war das, was tatsächlich vor exakt 25 Jahren passiert ist, „ich saß im Auto und dachte erst, das wäre ein Hörspiel so im Sinne von krieg der Welten von Orson Wells“ erinnert sich Jürgen Heimbach. Heimbach wie Marschall in den 1960er geboren bekam sofort „Angst, weil man sich direkt gefragt hat, wie werden die USA reagieren, was wird noch passieren?“ Auch, wenn Beril Kheribar damals grade zehn Jahre alt war, weiß sie, „dass ich mit meinen Eltern und beiden Schwestern im Wohnzimmer saß, wir haben einen Film geguckt und der wurde unterbrochen. Und dann kamen die Nachrichten. Meine Eltern waren aufgeregt und wollten dann auch nicht, dass wir das so richtig mitbekommen.“ Noch konkreter werden die Erinnerungen, nach der Timeline, mit der Marschalls Buch die Helden von Manhattan beginnt. Die ist in voller Länge aus dem Hörbuch-Hamburg nach 20 Minuten zu hören und verursacht sicher nicht nur in der Gesprächsrunde Gänsehaut: „Da kommen nochmal ein paar Bilder hoch. Und jetzt, wenn ich das höre wird mir auch bewusst, dass das ja Livebilder waren und ich weiß, dass mich das stark geprägt hat. Denn als wir ein paar Monate später in den Urlaub fliegen wollten, hatte ich Angst, in den Flieger zu stiegen.“ Wohlgemerkt die Die Spiegel Bestseller Autorin war damals zehn Jahre alt. Noch jünger, genau sechs Jahre alt, war der Sohn von Jürgen Heimbach: „der lag im Krankenhaus, wir haben uns dann dort sofort eine Karte fürs TV geholt und geguckt. Aber wir haben auch versucht, den Jungen zu schützen, dass er sich nicht zu sehr aufregt.“ Und natürlich weiß auch Anja Marschall noch genau, wo sie war: „Auf dem Weg von der Arbeit nachhause und musste zum Hauptbahnhof in Hamburg. Wie immer war ich in Eile und habe mich wahnsinnig geärgert, dass die Leute mir alle im Weg standen, die standen wie Statuen und starrten alle auf irgendwelche Fernseher. Ich habe gedacht, haben wir Weltmeisterschaften, habe ich wieder was verpasst. Und als ich zuhause ankam, hatte ich das Gefühl, dass was Größeres ist. Und dann saß ich wie erstarrt zuhause eine Stunde vor dem Fernseher. In Schuhe und Jacke auf dem Boden.“ Es sind nicht nur Erinnerungen und Bilder, die bleiben: „Auch das Unverständnis über die größe Herzlosigkeit, die kann ich bis heute nicht nachvollziehen und die ist einer der Gründe, warum ich das Buch geschrieben habe.“ Neben der Recherche und vielen Gesprächen vor Ort „habe ich mir unzählige Filme und Videos angeschaut.“ Ein Kurzfilm, den Tom Hanks gesprochen hat, Boatlift an untold tale of 9/11 Resilience, hat Marschall besonders beeindruckt. Denn: darum geht´s in ihrem „dokumentarischen Roman, um die Evakuierung von knapp einer halben Millionen Menschen von Lower Manhattan per Boot.“ Eine Tatsache, „die nicht Mal unbedingt die Amerikaner alle kennen, weil alle in den Momenten nur auf die beiden Türme gestarrt haben.“ Übrigens nicht Mal im Abschlussbericht des damaligen US-Präsidenten George W. Bush stand ein Wort über diese Helden. Helden, die Jürgen Heimbach auch deshalb faszinieren, weil „ich in meinen Büchern auch immer versuche wenig unbekannte oder wenig bekannte Ereignisse in Roman zu erzählen.“ Ob die Geschichte von Marlon, der sich 1975, während in Stammheim der RAF-Prozess beginnt, als Fluchtwagenfahrer bei einem Banküberfall mitmacht, real oder fiktiv ist? Vielleicht sogar pure Phantasie? Auch das gilt es in dieser Ausgabe zu hören, genauso wie den Prolog aus dem Argon-Hörbuch, am Ende des zweiten Podcast-Parts, vom Auftakt der Darkest-Academy-Trilogie von Beril Kheribar. Die ist definitiv ihrer eigenen Phantasie entsprungen. Wobei tatschlich - wie so oft - der Ursprungskern „ein persönliches Trauma“ ist. Ein Trauma wie für sehr viele Menschen überall auf der Welt, der 11. September 2001, Nine-Eleven. Und das auch noch exakt 25 Jahre danach. part I (00:00:00) Bundespräsident und Bilder part II (00:42:45) Boote und Boock part III (01:19:43) Backstory und Blase guests Beril Keribar Jürgen Heimbach Anja Marschall books Beril Keribar – The Darkest Academy 1 – Bones Jürgen Heimbach – Straßenköter Anja Marschall – Die Helden von Manhattan cover: jennie_laluna voice: miriam sinno music sprengerspricht impro – by toby gad kontakt@sprengerspricht.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:42:45) Bundespräsident und Bilder (01:19:43) Boote und Boock (01:19:43) Backstory und Blase

  • (295) Die Lüge? Deutschland ist es wert zu kämpfen!

    (295) Die Lüge? Deutschland ist es wert zu kämpfen!

    04.09.2026•2:15:47

    Simon Engel , Anne Keßel und David Matei über Gesellschafft und Gottesanbeterin, Wehrpflicht und Werte sowie Zigarretten und Zeitenwende Zeitenwende – ein Begriff, der für eine historische Zäsur und für einen großen Einschnitt inklusive des Einläutens einer neuen Ära steht. In den Geschichtsbüchern der Bundesrepublik Deutschland landet er durch die Bundestags-Rede im Februar 2022 des damaligen Kanzlers Olaf Scholz. Oft zitiert, oft verwendet. Allen bekannt? „Ich habe in den vergangenen fünf Jahren oft mit Jugendlichen im Rahmen meiner Vorträge diskutiert und war immer überrascht, wie wenig Hände hochgingen, wenn ich gefragt habe, wer sich was unter dem Begriff vorstellen kann“ so David Matei der Co-Gastgeber des sicherheitspolitischen Podcasts Grassl und Matei. Ist der Begriff Zeitenwende also eine Frage des Alters? Wird er überstrapaziert? Überstrapaziert oder sogar falsch, wenn die Frage lautet, steht im September 2026 die nächste Zeitenwende an? Oberleutnant Simon Engel sagt: „Die Frage muss lauten, ob wir eine Zeitenwende wollen, ob wir eine Zeitenwende brauchen. Ich glaube ja, ob wir die in der politischen Landschaft, der gesellschaftlichen oder der militärischen brauchen, das ist genau das, was wir uns selbst fragen sollten.“ Drehbuchautorin Anne Keßel (u.a. Liebe.Jetzt! / Friesland) bricht die Frage auf die Wahlen im Herbst 2026 runter und „obwohl ich persönlich wahltechnisch nicht betroffen bin, bin ich sehr gespannt und sage ganz ehrlich, dass in mir ein Emotionschaos tobt.“ Die beiden Männer in der Runde eint unter anderem, dass sie ebenfalls in keinem Bundesland wohnen, in dem eine Wahl ansteht , aber anders als Simon Engel ist David Matei nicht mehr bei der Bundeswehr aktiv, sondern arbeitet erfolgreich als Influencer und Tiktoker. Aber als Hauptmann in Reserve kann ihn ein „Meilenstein der Zeitenwende“ treffen: „Im Bundestages wird über das Reservestärkungsgesetz gesprochen, das bedeutet in meinem Fall, obwohl ich schon seit 15 Jahren ausgeschieden bin, dass der Dienstherr sagt, ich will dich für sechs Jahre, jedes Jahr drei Monate verpflichten, Wehrübungen zu leisten.“ Das ist dann definitiv eine Zeitenwende, Simon Engel, der „kein typischer Soldat ist, ich bin aktuell an der Universität der Bundeswehr in München und studiere Kulturwissenschaften“, fragt sich, „ob wir die Neuaufstellung der Bundeswehr alle schon im Kopf vollzogen haben?“ Hat sich unsere Einstellung gegenüber der Bundeswehr geändert? Zumindest haben viele Lust drauf: „Aber die bekommen trotz Anfrage, keine Antwort“ schildert David Mathei eine Erfahrung aus der eigenen Familie. Stattdessen soll es eine Pflicht geben.“ Den Weg findet er genauso falsch wie Engel: „Wir können die Wehrpflicht nicht nur an eine Generation outsourcen, das wird niemandem gerecht. Auch nicht der Statistik. Demnach sind fünf Prozent der Deutschen bereit, das sind über vier Millionen, zu dienen.“ Zu dienen mit der Waffe. Anne Keßel, die einen Film-Podcast (schon gesehen?) co-hostet, hinterfragt kritisch die Rekrutierungs-Werbe-Clips der Bundeswehr, die Matei aus Marketingsicht nachvollziehen kann, aber: „Vielleicht sollte man ähnlich wie bei Zigaretten auch auf die Gefahren hinweisen.“. Nichtsdestotrotz bewundert Keßel die Haltung, für die sowohl Engel mit seinem Buchtitel (Wofür ich immer kämpfen würde) als auch Matei (Deutschland ist es wert zu kämpfen) fragt aber auch, „ob er bereit ist im Fall des Falles sein oder das Leben anderer zu opfern?“ Da ist es schon was anderes, nur in der Phantasie zu töten – so wie die schweigende Protagonistin in Keßels neuem Thiller, Die Lüge in ihrem Gesicht. Es ist sicher auch etwas anderes, die Tat im Prolog aus dem Hörbuch-Hamburg am Ende des zweiten Podcasts-Kapitels zu hören, als das, was der ausgebildete Kampfsportler Engel dazu sagt: “Das ist eine Technik, bei dem Stil, den ich unterrichte und gelernt habe, anwenden kann. Ich imitiere dabei eine Gottesanbeterin. Das ist wirklich sehr gefährlich und man muss sich fragen, ob das verhältnismäßig ist, was man da tut!“ Sonst ist das eine ganz andere Art von Zeitenwende. part I (00:00) Zeitenwende und Wehrpflicht part II (44:10) Zeitenwende und Ehrlichkeit part III (01:29:47) Zeitenwende und Gottesanbeterin guests Simon Engel Anne Keßel David Matei books Simon Engel – Wofür ich immer kämpfen würde Anne Keßel - Die Lüge in ihrem Gesicht David Matei – Deutschland ist es wert zu kämpfen cover: jennie_laluna voice: miriam sinno music sprengerspricht impro – by toby gad kontakt@sprengerspricht.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00) Zeitenwende und Wehrpflicht (44:10) Zeitenwende und Ehrlichkeit (01:29:47) Zeitenwende und Gottesanbeterin

  • (294) Der gefährlichste Ort: Stadion Alte Försterei!

    (294) Der gefährlichste Ort: Stadion Alte Försterei!

    28.08.2026•2:16:13

    Maike Möller-Engemann, Reinhard Rohn und Torsten Schulz über Fußball und Vorbilder, Kindheit und Kiten sowie Fehlurteile und Femizide! Fußball, Fiktion und Femizide. Ja, ein Genre-Mix ist bei diesem Format für die Hörenden nichts Ungewöhnliches. In den Shownotes finden sich einige Crossover-Episoden. Aber diese Konstellation? „Die ist sehr mutig, und dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken. Denn es es ist ein wunderbares Gespräch geworden, mit viel Tiefe und vielen Einblicken, es ist mir eine Freude dabei zu sein,“ fasst kein geringerer als Reinhard Rohn zusammen. Der Wahlkölner ist Schriftsteller, Übersetzer, Lektor und war jahrelang Verlagsleiter. Bei sprengerspricht er erstmals in Ausgabe #191 (Deutsche Bahn: Die Möglichkeit eines Wunders!) Knapp zwei Jahre später ist er mit seiner neuen Krimireihe, die nicht, wie alle seine vorherigen in Köln spielt, sondern in Portugal angesiedelt ist, zu Gast: „Bewusst nicht an der Algarve, sondern in der Region, die 100 Kilometer nördlich von Lissabon liegt. Nazaré ist der Hauptort, der bis vor zehn 15 Jahren ein beinahe verschlafenes Fischerdörfchen war, bis die Profisurfer den Ort entdeckt haben.“ Und in dem sein Sohn jetzt wohnt. Der, mit dem Rohn als ehemaliger Dauerkarten-Inhaber zu jedem Spiel des 1. FC Köln gegangen ist: „Mittlerweile bin ich lieber niederklassig unterwegs und oute mich hier als Mitglied des VFL Osnabrück, das ist mein Heimatverein.“ Wie er die Chancen des Zweitliga-Aufsteigers einschätzt? Nein, diese Frage wird natürlich nicht gestellt, denn der Sport respektive der Fußball spielt in diesem Format aus vielen Gründen keine so große Rolle. Aber, es gibt trotzdem kein Vorbeikommen am Saisonauftakt 2026/2027 der Fußball Bundesliga. Die geht schließlich zeitgleich mit dieser Ausgabe an den Start. Allerdings auch dazu werden keine noch so absurden Transfersummen durchgekaut, keine Prognosen über ein eventuelles Meisterrennen und über vermeintliche Absteiger erstellt – dafür existieren unzählige Fußballpodcasts. Aber, da vor exakt 35 Jahren, 1991/1992 eine ganz besondere Saison angepfiffen wurde, wird die Geschichte eines ganz besonderen Fußballers erzählt, die von Günter, genannt Jimmy, Hoge. Hoge (*7.10.1940; † 6.11.2017) würden sicherlich noch mehr Menschen kennen und er hätte sicherlich mehr als sechs Länderspiele für die DDR absolviert, wenn er nicht ein falsches Lied angestimmt hätte. Welches? Der Spoiler fällt an dieser Stelle flach! Stattdessen wird hier gern verraten, dass, als Hoge Ende der 1960er Jahre für Union Berlin spielte, der emeritierte Professor für Praktische Dramaturgie an der Filmuniversität zu Babelsberg, Torsten Schulz, "seinen Jimmy" als kleines Kind vergötterte! Als Scheidungskind hatte er irgendwann zwei Väter: „Beide waren eher durch Feindseligkeit verbunden, bis sie bemerkten, dass sie beide Fans von Union Berlin sind. Und – der Lieblingsspieler von beiden war eben Jimmi Hoge.“ So erkor sich der kleine Junge seinen eigenen Helden, seine eigene Vater- und Mentoren-Figur: „Ich habe Hoge im Stadion an der Alten Försterei interviewt und vor allem sehr mit ihm gesprochen, ihn oft um Rat gefragt.“ Nicht in Wirklichkeit, sondern tatsächlich nur in der Imagination. Weil der kleine Torsten eine Person zum Austausch brauchte, so wie die kleine Ella in Maike Möller-Engemanns spektakulärem Debütkrimi: „Das ist schon eine witzige Parallele, dass das auch bei mri eine Rolle spielt“. Ja und dass ist nicht der einzige Zusammenhang, wie sich schnell zeigt. Mut wird eben belohnt. Der von Maike Möller-Engemann mit einem Stipendium von den mörderischen Schwestern, einer Krimivereinigung, die bald ihren 30. Geburtstag in #296 (online ab dem 25. September 2026) feiert. „Ohne die dadurch gewonnene Zeit, hätte ich dieses Buch nicht schreiben können.“ Denn das Thema Femizid erforderte "viele Hintergrundgespräche und einer Menge Recherche." Dabei sind Möller-Engemann gleich zwei Fakten bewusst geworden: Zum einen führte sie selbst eine toxische Beziehung, die tödlich hätte enden können („ich habe mich zum Glük noch rechtzeitig getrennt") zum anderen, dass sich Bücher, Studien oder/und auch unzählige True-Crime-Podcasts sehr intensiv mit den Tätern auseinandersetzen: „Manche sogar ausschließlich, die lassen die Opferperspektive komplett außen vor.“ . Zudem werden den Tätern noch durch ein BGH-Grundsatzurteil, das 2008 in einem Femizid Fall gefällt wurde, oftmals noch mildernden Umstände angerechnet. Deshalb: „Habe ich bewusst darauf verzichtet, den Täter zu Wort kommen zu lassen. Der ist, so viel verrate ich gerne, ein typischer deutscher Hipster aus Berlin, nur um gleich noch ein paar Vorurteile auszuräumen.“ Es war auch niemand mit Migrationshintergrund, dessen Fall der ehemalige Professor, der öfter Prozesse im Gerichtssaal beobachtet, intensiv recherchiert und der ihn sprachlos gemacht hat: „Ein Mann hatte sich heiratsmarktmäßig eine Frau aus Kuba geholt, die hier viel vermisste, ein eigenes Leben begann, tanzen ging usw.… das brachte diesen Mann, wie man es damals ausdrückte in eine suchthafte Haltung und er tötete die Frau mit mehreren Messerstichen. Ich habe mit dem Mann selbst gesprochen, viele Tonbandmitschnitte gemacht, schließlich war er aus dem erweiterten Kollegenkreis.“ Torsten Schulz, der auch preisgekrönte Drehbücher schrieb, verwarf das Projekt dennoch: „der Packen Papier liegt immer noch in meinem Keller, ich konnte und wollte darüber kein Wort schreiben." Was den Regisseur stoppte? Was ihn fassungslos machte? Das ist die Frage, die es zu beantworten gilt, um ein Exemplar von Der gefährlichste Ort zu gewinnen. Die Antwort in die dazugehörigen Reels bei Instagram oder per mail! Spätestens bei dieser Koinzidenz an dieser Stelle in der Episode #294 und/oder beim Lesen dieser Shownotes offenbart sich einmal mehr die Erkenntnis: Auch diejeneigen, die an diesen Gesprächsrunden, an diesem Talk-Format mit dem berechtigten Beinamen autorinsights, teilnehmen und sich öffnen, beweisen Mut. part I (00:00:34) Ball und Ballett part II (00:43:53) Anarchie und Atlantik part III (01:30:49) Furcht und Fehlurteil guests Maike Möller-Engemann Reinhard Rohn Torsten Schulz books Maike Möller-Engemann - Der gefährlichste Ort Miguel Silva – Die Tote von Nazaré Torsten Schulz – Kindheit mit Jimmy oder die Kunst zu dribbeln cover: jennie_laluna voice: miriam sinno music sprengerspricht impro – by toby gad kontakt@sprengerspricht.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:34) Ball und Ballett (00:43:53) Anarchie und Atlantik (01:30:49) Furcht und Fehlurteil

  • (293) Gefäßgeflüster: Das rote Zimmer im Zirkus Morgana!

    (293) Gefäßgeflüster: Das rote Zimmer im Zirkus Morgana!

    21.08.2026•2:12:03

    Mila Botscharow, Kerstin Schick, Andrea Sokol und Hubert Weinheimer über Taktik und Täuschung, Thrombose und Thriller, Totenbücher und Tatsachen Merkwürdig. „Sensationell merkwürdig. Das ist ein sensationell merkwürdiger Podcast“ so fasst die Moderatorin und erfolgreiche Youtuberin Andrea Sokol (Ohlala & Solalla) die Runde mit dem Maler, Musiker und Autoren Hubert Weinheimer aus Österreich, der Münchner Gefäßchirurgin Dr. Kerstin Schick und der ehemaligen Sales Managerin aus dem Rheinland, Mila Botscharow zusammen. Merkwürdig. Wer das Wort ganz langsam ausspricht, noch einmal genau hinschaut auf m e r k w ü r d i g – ahnt vielleicht schon was gemeint ist: „Denn merkwürdig ist zu Unrecht negativ besetzt – so wie ich es benutze, ist es positiv gemeint, im Sinne von etwas ist des Merkens würdig. Das ist dann sensantionell.“ Es ist eben vieles eine Definitionssache. Zum Beispiel wenn von einem trojanischen Pferd die Rede ist. „Angriff oder Täuschung“ fällt sicher nicht nur der Coachin Sokol ein: „Das ist interessant, natürlich kann man das so auslegen als Verstellung…“ Hubert Weinheimer, dessen im Jahr 2007 gegründete Band Das trojanische Pferd heißt, von der es musikalisch aufgrund sonst anfallender Gema-Gebühren nur in Streamingportalen und leider nichts in der Episode zu hören gibt, meint: „aber ….es ist ja auch ein sehr mit der Tür ins Haus fallen, für mich. Und es ist ein erstes Beispiel für asymmetrische Kriegsführung, was man später Guerrilla Kriegsführung nennt. Ich finde es im Prinzip als Bild stark und spannend.“ Ob der gebürtige Oberösterreicher das nur auf die Musik bezieht, weil Weinheimer gleich noch aus seinem Song Sisyphus und Frankenstein zitiert? Fakt ist: es ist einmal mehr so, dass sich schnell herausstellt, es geht auch in #293 um mehr als die Bücher, es wird auch in dieser Ausgabe deep. Denn Mila Botscharows "trojanisches Pferd" führte zu einem Burnout. Deshalb kündigte sie nach zwölf Jahren ihren sicheren Job, „macht jetzt eine Ausbildung zum Anti-Burnout- und Resilienz-Coach.“ Die Thriller-Debütantin („auch, wenn ich Das rote Zimmer noch neben der Arbeit geschrieben, alles dafür selbst in die Hand genommen habe, vom Vertrieb, der Blogger-Akquise bis hin zum Cover, hat mir das ungeheure Kraft gegeben“) bedauert, dass es ein Buch wie Gefäßgeflüster nicht schon früher gab: „Das hätte mir und meiner Mama sehr geholfen. Damals gab es nur einen Wisch des Arztes, da guckst Du dann drauf und denkst nur, verarschen kann ich mich alleine?“ Ganz ernsthaft – zugegeben, mit dem typischen Schmäh, der seinem Wohnort Wien nachgesagt wird, dagegen die Frage des Mannes, der in seinem Roman, Zirkus Morgana, literarisch mit Mensch und Maschine, Zirkuszelt und Cyberwelt jongliert: „Wenn man ein Burnout hat und man schreibt einen Thriller, ist es vielleicht so, dass man im Buch ein paar Leute sterben lässt, damit man selbst überlebt?“ Zumal, wer kennt das nicht, wenn man als Autorin und/oder Protagonistin im Zug sitzt, der Mal wieder Verspätung hat. Immerhin ist auch auf Strecke Köln -Berlin herumlaufen möglich. Da drohen im Flugzeug gleich ganz andere Gefahren. Für die Gesundheit. Und zwar nicht nur im Thriller, sondern beim Thriller lesen. Klingt merkwürdig? Naja, dann hört doch erstmal, wer aus der Runde Bilder mit Blut malt. Das ist m e r k w ü r d i g. part I (00:00) Taktik und Täuschung part II (44:58) Trombose und Thriller part III (01:26:42) Totenbücher und Tatsachen guests Mila Botscharow Kerstin Schick Andrea Sokol Hubert Weinheimer books Mila Botscharow - Das rote Zimmer Andrea Sokol/ Kerstin Schick - Gefäßgeflüster Hubert Weinheimer – Zirkus Morgana cover: jennie_laluna voice: miriam sinno music sprengerspricht impro – by toby gad kontakt@sprengerspricht.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00) Kapitel 1 Taktik und Täuschung (44:58) Kapitel 2 Trombose und Thriller (01:26:42) Kapitel 3 Totenbücher und Tatsachen